Überblick
Dieser Kurs kombiniert zwei Themen, die in modernen IT-Abteilungen täglich zum Einsatz kommen: die technisch anspruchsvolle Administration von VMware-vSphere-Umgebungen und den professionellen Einsatz von Microsoft Teams als zentraler Kommunikations- und Kollaborationsplattform. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem VMware-Teil — konkret auf der Installation, Konfiguration und vor allem der Fehlerdiagnose in ESXi-Hosts und vCenter-Umgebungen. Das Teams-Modul bietet eine strukturierte Einführung in die Microsoft-365-Plattform, die heute in den meisten Unternehmen parallel zur Serverinfrastruktur betrieben wird. Das VMware-Modul richtet sich an IT-Fachleute, die VMware vSphere verwalten oder in die Verwaltung einsteigen möchten, und bereitet inhaltlich auf die VCP-DCV-Zertifizierungsprüfung (VMware Certified Professional — Data Center Virtualization) vor. Das Teams-Modul ergänzt das Profil für Personen, die neben der Serveradministration auch als Ansprechperson für Kollaborationstools fungieren.
Kursinhalte & Lernziele
VMware vSphere — Installation und Grundkonfiguration Das erste Teilmodul führt in die grundlegende Architektur von VMware vSphere ein: die Beziehung zwischen ESXi-Hypervisoren, vCenter Server und den verwalteten virtuellen Maschinen. Teilnehmende lernen, eine vSphere-Umgebung von Grund auf aufzubauen und zu konfigurieren.
- VMware vSphere-Architektur: ESXi-Hypervisor, vCenter Server, vSphere Client
- ESXi-Host installieren, lizenzierten, in vCenter aufnehmen und grundlegend konfigurieren
- Virtuelle Maschinen erstellen, Ressourcen zuweisen und Templates anlegen
- vSphere-Standard-vSwitches und Port-Gruppen für VM-Netzwerke einrichten
- Datenspeicher (Datastores) aus lokalem Storage, NFS und iSCSI bereitstellen
- VMFS-Dateisystem und VM-Dateien (VMDK, VMX, Snapshots) verstehen
VMware vSphere — Fehlerdiagnose und Konfigurationsmanagement Der zweite und inhaltlich gewichtigste Teilbereich widmet sich der Diagnose und Behebung von Konfigurationsproblemen auf ESXi-Hosts und vCenter-Servern. Dies ist der Kern des Kurses: komplexe Fehlerszenarien verstehen, analysieren und lösen.
- Technischer Supportmodus (TSM) von ESXi: SSH-Zugang aktivieren, Logs lesen, Dienste prüfen
- VMware vSphere Client und Command-Line Interface (CLI) für Diagnoseaufgaben einsetzen
- Netzwerk-Sniffer in vSphere: tcpdump-ähnliche Erfassung von virtuellem Switch-Traffic
- VMotion-Fehler diagnostizieren: Kompatibilitätsprüfungen, Netzwerkkonfiguration, Shared-Storage-Anforderungen
- Storage-VMotion-Probleme analysieren: Datastore-Verfügbarkeit, VMDK-Zustand, Speicherpfade
- VMware High Availability (HA) konfigurieren, Failover-Szenarien testen und Fehlerzustände identifizieren
- Distributed Resource Scheduler (DRS) einrichten und Lastverteilungsprobleme analysieren
- Boot-Probleme virtueller Maschinen diagnostizieren: BIOS-Einstellungen, fehlende Snapshots, beschädigte VMDKs
- Log-Analyse in ESXi: vmkernel.log, vpxa.log, hostd.log gezielt auswerten
- Performance-Probleme erkennen: CPU-Ready, Memory-Ballooning, Speicher-Latenz
VMware-Hochverfügbarkeit und fortgeschrittene Funktionen Der dritte VMware-Teilbereich behandelt die Enterprise-Funktionen, die VMware vSphere von einer einfachen Virtualisierungsplattform zu einer hochverfügbaren Rechenzentrumslösung machen.
- VMware vSphere High Availability (HA): Konfiguration, Isolation Response, Admission Control
- VMware vSphere DRS: Cluster-Konfiguration, Affinitätsregeln, Lastmigration
- VMotion-Voraussetzungen: CPU-Kompatibilität, freigegebener Speicher, Netzwerkkonnektivität
- Storage-VMotion für Online-Migration von VM-Dateien ohne Downtime
- Snapshots: erstellen, verwalten, konsolidieren, löschen und Risiken bei langen Snapshot-Ketten
- vSphere-Backup-Strategien: Changed Block Tracking (CBT), Integration mit Backup-Produkten
Microsoft Teams — Kollaboration und Kommunikation Das Teams-Modul ergänzt das VMware-Profil um Microsoft-365-Kompetenz. Microsoft Teams ist in vielen Unternehmen die primäre Plattform für interne Kommunikation, Besprechungen und Dateiablage. IT-Administratoren werden zunehmend gefragt, auch grundlegende Teams-Konfigurationen und -Fragen bearbeiten zu können.
- Teams-Architektur: Verhältnis zu Microsoft 365, Exchange Online, SharePoint und OneDrive
- Teams, Kanäle und Registerkarten erstellen, konfigurieren und Mitglieder verwalten
- Besprechungen planen, durchführen, aufzeichnen und Meeting-Optionen konfigurieren
- Chat-Kommunikation: Einzel- und Gruppenchats, Nachrichten-Threading, @-Erwähnungen
- Dateiablage in Teams: Integration mit SharePoint-Dokumentbibliotheken
- Teams-Administration: Grundkonfiguration im Microsoft 365 Admin Center
- Integration von Teams mit anderen M365-Diensten: Planner, Forms, OneNote
Praxislabore zur vSphere-Fehlerbehebung Alle VMware-Themen werden durch dedizierte Laborübungen in einer virtuellen vSphere-Umgebung vertieft. Die Labs simulieren realistische Fehlerszenarien, die in Produktionsumgebungen tatsächlich auftreten.
- ESXi-Host in vCenter aufnehmen und erste Konfigurationsschritte durchführen
- Virtuellen Switch erstellen, Port-Gruppen definieren und VM-Netzwerkverbindungen testen
- VMotion einer laufenden VM von einem ESXi-Host auf einen anderen durchführen
- Absichtlich fehlkonfigurierte HA-Umgebung diagnostizieren und korrigieren
- Netzwerk-Sniffer aktivieren und Datenverkehr zwischen VMs erfassen und analysieren
- Log-Dateien auf ESXi-Host über SSH abrufen und kritische Einträge identifizieren
- Snapshot-Kette bereinigen und konsolidieren
- Storage-Pfade auf einem iSCSI-Datastore prüfen und Pfadprobleme beheben
- DRS-Cluster konfigurieren, Last verteilen und Migration-Verlauf protokollieren
- VM-Boot-Problem simulieren (fehlende Datei) und per CLI beheben
Lernziele:
- VMware ESXi-Hosts installieren und grundlegend konfigurieren
- VMware vCenter Server deployen und als zentrale Verwaltungsinstanz nutzen
- Virtuelle Maschinen erstellen, konfigurieren, klonen und migrieren
- VMware vSphere-Netzwerke (Standard- und verteilte vSwitches) konfigurieren und Datenverkehr analysieren
- Speicherlösungen in vSphere einbinden: Datastores, NFS, iSCSI, VMFS
- Diagnosewerkzeuge des VMware vSphere Client und der CLI für Fehlerbehebung einsetzen
- ESXi-Probleme über den technischen Supportmodus (SSH) analysieren und beheben
- VMware VMotion, Storage VMotion, HA und DRS konfigurieren und Fehler diagnostizieren
- Network-Sniffer-Werkzeuge in vSphere einsetzen, um Netzwerkverkehr virtueller Maschinen zu erfassen
- Probleme beim Start virtueller Maschinen identifizieren und beheben
- Microsoft Teams als Kommunikationsplattform einrichten und administrieren
- Teams-Kanäle, Besprechungen, Chats und Dateiablage professionell nutzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute, die in Rechenzentren oder virtualisierten Unternehmensumgebungen arbeiten oder arbeiten möchten. Schwerpunkt der Zielgruppe sind Systemadministratoren und Virtualisierungsspezialisten, die VMware-Umgebungen betreuen oder auf die VCP-DCV-Prüfung hinarbeiten.
- Systemadministratoren mit ersten VMware-Erfahrungen, die ihre Diagnose-Kompetenz vertiefen wollen
- IT-Consultants, die VMware-Projekte implementieren und supportieren
- Netzwerkadministratoren, die die Virtualisierungsschicht verstehen und administrieren müssen
- Virtualisierungsspezialisten auf dem Weg zur VCP-DCV-Zertifizierung
- IT-Fachleute, die zusätzlich Microsoft Teams für ihr Team administrieren
Teilnehmende sollten grundlegende Server-Administrationskenntnisse mitbringen und verstehen, wie Betriebssysteme auf Servern installiert und konfiguriert werden. Erste Berührungspunkte mit VMware vSphere sind hilfreich, aber nicht zwingend. Kenntnisse in TCP/IP-Netzwerken sind für das Verständnis der VMware-Netzwerkfunktionen empfehlenswert. Für das Teams-Modul reichen allgemeine Microsoft-365-Anwenderkenntnisse. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt den individuellen Wissensstand.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format als Vollzeitmaßnahme statt. Geführte Unterrichtseinheiten — im virtuellen Klassenzimmer oder in Präsenz — werden durch ausgedehnte Laborphasen ergänzt, in denen Teilnehmende die VMware-Szenarien selbstständig durcharbeiten. Für das VMware-Modul steht eine vollständige virtuelle vSphere-Laborumgebung bereit, die alle in Produktionsumgebungen relevanten Konfigurationsschritte und Fehlerszenarien abdeckt. Lernunterlagen sind im Kursumfang enthalten.
Die Weiterbildung findet im Vollzeitformat statt; die genaue Gesamtlaufzeit hängt von der Vertiefungstiefe der einzelnen Labormodule ab. Das VMware-Modul ist deutlich umfangreicher als das Teams-Modul und beansprucht den Großteil der Kurszeit. Individuelle Anpassungen und Teilzeit-Optionen sind auf Anfrage möglich.
Nach Abschluss des Kurses erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Kursabschlusszertifikat. Das VMware-Modul bereitet inhaltlich auf die externe VCP-DCV-Prüfung (VMware Certified Professional — Data Center Virtualization) vor, die separat bei VMware Education abgelegt wird. Die VCP-DCV-Prüfungsgebühr ist nicht im Kurspreis enthalten; die Prüfungsanmeldung erfolgt eigenständig. Für das Teams-Modul ist kein separates Herstellerzertifikat vorgesehen, da es als Anwendungs- und Administrationsschulung konzipiert ist.
Nutzen & Perspektiven
VMware vSphere ist nach wie vor die meistgenutzte Virtualisierungsplattform in deutschen Rechenzentren. Wer ESXi-Hosts und vCenter-Umgebungen nicht nur konfigurieren, sondern auch diagnostizieren und reparieren kann, ist im IT-Betrieb unersetzlich — denn Fehlerdiagnose ist die Aufgabe, die den meisten Zeitdruck erzeugt und die wenigsten Fachleute wirklich tief beherrschen. Der Fokus dieses Kurses auf Diagnose-Szenarien — Netzwerk-Sniffer, Log-Analyse, VMotion-Fehler, HA-Probleme — hebt ihn von einer reinen Installations- und Konfigurationsschulung ab. Die VCP-DCV-Zertifizierung ist der anerkannte Standard für VMware-Administratoren und wird von vielen Arbeitgebern als Qualifikationsnachweis für Stellen in der Rechenzentrumsverwaltung vorausgesetzt oder bevorzugt. Wer die inhaltlichen Grundlagen dieses Kurses verinnerlicht hat, ist gut auf die Prüfung vorbereitet. Microsoft Teams als Ergänzung zum VMware-Profil ist in der Praxis sinnvoll: IT-Administratoren in kleinen und mittleren Unternehmen sind oft Ansprechperson für die gesamte IT-Infrastruktur — von der Virtualisierungsschicht bis zur Kollaborationsplattform. Das integrierte Profil aus VMware-Administration und Teams-Kompetenz entspricht genau dem, was in solchen Generalisten-Rollen gefragt ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Bereitet der Kurs auf die VCP-DCV-Prüfung vor?
Ja. Das VMware-Modul deckt die technischen Inhalte ab, die für die VCP-DCV-Prüfung (VMware Certified Professional — Data Center Virtualization) relevant sind. Die externe Prüfung wird separat bei VMware Education abgelegt; Prüfungsgebühr und Anmeldung sind nicht im Kursumfang enthalten.
Benötige ich eigene VMware-Hardware für den Kurs?
Nein. Der Kurs stellt eine vollständige virtuelle Laborumgebung bereit, in der alle vSphere-Konfigurationen und Fehlerszenarien ohne eigene Hardware durchgeführt werden können. Die Labore sind im Kursumfang enthalten.
Wie viel Kurszeit entfällt auf VMware, wie viel auf Teams?
Das VMware-Modul (Install, Configure, Manage inkl. Fehlerdiagnose) macht den deutlich größeren Teil des Kurses aus. Das Teams-Modul ist als ergänzende Kollaborationsschulung konzipiert und kürzer. Die genaue Zeitverteilung wird bei der Kursplanung abgestimmt.
Welche VMware-Version wird im Kurs behandelt?
Der Kurs behandelt VMware vSphere (ESXi und vCenter) als Plattform; die genaue Version richtet sich nach der aktuellen Kursumgebung. Die behandelten Konzepte — Hypervisor-Administration, VMotion, HA, DRS, Fehlerdiagnose — sind über vSphere-Versionen hinweg weitgehend übertragbar.
Eignet sich der Kurs für Einsteiger in die VMware-Administration?
Der Kurs setzt grundlegende Server-Administrationskenntnisse voraus und behandelt Fehlerdiagnose auf einem fortgeschrittenen Niveau. Absolute VMware-Einsteiger sollten vorab prüfen, ob ein einführendes vSphere-Grundlagenmodul sinnvoll ist. Erste Berührungspunkte mit ESXi oder Virtualisierung allgemein erleichtern den Einstieg erheblich.
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