Gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung zur Pflegeberaterin nach §7a SGB XI: Case Management, SGB-Sozialrecht, pflegerelevante Medizin, Beratungs-Methodik. Voraussetzung für die Tätigkeit als Pflegeberater bei Krankenkassen und Pflegestützpunkten.
Geprüft von Admin Kursweg · Stand 24. Mai 2026
Was wird in diesem Kurs vermittelt
Pflegeberater nach §7a SGB XI sind die Lotsen im Pflege-System. Sie beraten Pflegebedürftige und Angehörige zu Leistungen, organisieren Hilfeangebote und koordinieren über Versorgungspläne die unterschiedlichen Akteure. Die Tätigkeit ist gesetzlich definiert und nur mit dieser Weiterbildung ausübbar.
Inhaltliche Schwerpunkte:
**Sozialrecht und Pflege-System**
- SGB XI — Pflegeversicherung, Leistungen, Pflegegrade
- SGB V — Krankenversicherung
- SGB IX — Rehabilitation und Teilhabe
- SGB XII — Sozialhilfe
- §7a SGB XI — Pflegeberatung, Rechte und Pflichten
**Pflegefachwissen**
- Pflegegrad-Einstufung und Begutachtungsverfahren
- Pflegerelevante Medizin — typische Krankheitsbilder, Symptome, Verläufe
- Demenz, Mobilitätsstörungen, chronische Erkrankungen
- Hilfsmittel und Medizinprodukte
**Case Management**
- Beratungs-Prozess strukturieren
- Bedarfsermittlung und Versorgungsplanung
- Koordination der Leistungserbringer (ambulant, stationär, Hilfsmittel)
- Dokumentation des Beratungsverlaufs
- Schnittstelle zu Pflegekassen, Pflegestützpunkten, Sozialamt
**Beratungs-Methodik**
- Gesprächsführung in Krisensituationen
- Kommunikation mit Pflegebedürftigen und Angehörigen
- Konfliktmanagement
Marktdaten zu Verdienst, offenen Stellen und Zukunftsaussicht im Bereich Gesundheit & Pflege
Einstieg
32.000–38.000 €
0–2 Jahre Erfahrung
Mittel
40.000–52.000 €
3–7 Jahre Erfahrung
Senior
54.000–68.000 €
8+ Jahre / Lead-Rolle
47.000+
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Kursgebühr regelmäßig zu 100 % förderbar.
Ja — die Inhalte richten sich nach den Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes für die Pflegeberater-Qualifizierung nach §7a SGB XI. Bei der Anbieter-Wahl auf entsprechende Zertifizierung achten.
Bei Pflegekassen (AOK, Barmer, TK etc.), Pflegestützpunkten, Sozialdiensten und freiberuflich. Pflegekassen schreiben regelmäßig Stellen aus.
Bei Pflegekassen TVöD/TV-L-Tarif (typisch 42.000–55.000 EUR p.a.). Freiberuflich nach Auftragsumfang und §7a-Vergütungspauschalen.
Bei AZAV-Trägern Bildungsgutschein, AVGS und QCG. Pflegeberatung ist Engpassberuf.
Erweiterte Pflegeberater-Qualifikation: §7a SGB XI (allgemeine Beratung) plus §45 SGB XI (Beratung pflegender Angehöriger). Inklusive Praktikum für Praxis-Erfahrung.
Jährlicher Pflichtkurs für Betreuungskräfte nach §§ 43b, 53b SGB XI mit Schwerpunkt Yoga als Beschäftigungsangebot. Hilfsmittel, Anpassungen, Kontraindikationen.
Hauswirtschaftliche und unterstützende Tätigkeiten in Klinik und Pflege. Hygiene, Kommunikation, E-Health.
Sterbebegleitung, Palliative Care, Trauerarbeit, Selbstfürsorge. Für Pflege, Hospiz, Sozialarbeit.
Sag uns einmal Region, Format (online/präsenz), Zeit-Modell und Förderstatus — wir vergleichen für dich und melden uns mit 1–3 passenden Trägern. Kostenlos, unverbindlich.
- Eigene Rollenklarheit als Beraterin/Berater
Mit dem Abschluss erfüllst du die gesetzlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Pflegeberater bei Pflegekassen, Pflegestützpunkten oder als freiberufliche Beratungs-Fachkraft.
Typischer Verlauf nach dem Kurs
Quellen: Bundesagentur für Arbeit · Engpassanalyse 2024/25 · PWC Gesundheitsbericht 2024 · Statistisches Bundesamt · Verdiensterhebung 2024. Brutto-Jahresgehälter aus Erhebungen 2024/25, abweichend nach Region und Tarifgebundenheit.