Gesundheit & Pflege
medizinische fachangestellte

E-Health: Digitale Technologien im Gesundheitswesen – Kurs

Weiterbildung zu digitalen Technologien, Datenschutz und Gesundheitsinformationssystemen für Fachkräfte im Gesundheitswesen.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs dauert im Vollzeitformat typischerweise mehr als eine Woche bis zu einem Monat, je nach Angebot des Kursanbieters und individuellem Lerntempo. Er kann als eigenständige Weiterbildung oder als Modul in einer umfassenderen Qualifizierung im Gesundheitsbereich absolviert werden. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Diese bescheinigt die erworbenen Kenntnisse in den Bereichen Datenschutz, digitale Gesundheitssysteme und sicherer Umgang mit Patientendaten. Es… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für die Teilnahme werden grundlegende PC-Kenntnisse mit Windows und Microsoft Office vorausgesetzt, da der Kurs digital absolviert wird und Aufgaben mit gängigen Office-Werkzeugen bearbeitet werden. Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sind erforderlich, um die Rechtstexte, Erklärungen und… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Das Gesundheitswesen hat sich in den vergangenen Jahren durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Elektronische Patientenakten, Chipkarten der Krankenkassen, computergestützte Dokumentationssysteme und vernetzte Gesundheitsinformationssysteme gehören heute zum Alltag in Arztpraxen, Kliniken und sozialen Einrichtungen. Personal, das in diesen Einrichtungen tätig ist, muss nicht nur die Funktionsweise dieser Systeme kennen, sondern auch die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen für den Umgang mit sensiblen Patientendaten verstehen und sicher anwenden. Der Kurs E-Health — Digitale Technologien für Praxis und Klinik vermittelt praxisnah die Kernkompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien und Gesundheitsdaten. Er beleuchtet technischen und organisatorischen Datenschutz, erklärt die geltenden gesetzlichen Anforderungen und zeigt, wie Gesundheitsinformationssysteme sicher und regelkonform eingesetzt werden. Der Kurs eignet sich für Fachkräfte aus dem gesamten Gesundheits- und Sozialbereich, unabhängig von ihrer spezifischen Berufsbezeichnung. Er wird als Combined Learning in Vollzeit angeboten und dauert typischerweise zwischen einer Woche und einem Monat.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der Kurs gliedert sich in mehrere thematisch aufeinander abgestimmte Lernbereiche, die gemeinsam die zentralen Anforderungen an das Fachpersonal im digitalen Gesundheitswesen abdecken. Der erste Block behandelt Patientendaten und Schweigepflicht. Im Gesundheitswesen sind alle Mitarbeitenden gesetzlich verpflichtet, mit Patientendaten vertraulich umzugehen. Dieser Bereich legt die rechtlichen und ethischen Grundlagen für den gesamten Kurs.

  • Rechtliche Grundlagen der ärztlichen Schweigepflicht und ihrer Ausnahmen
  • Datenschutzrechtliche Anforderungen gemäß DSGVO und BDSG im Gesundheitskontext
  • Kategorisierung sensibler Gesundheitsdaten nach geltendem Recht
  • Konsequenzen von Datenschutzverstößen für Einrichtungen und Einzelpersonen
  • Umgang mit mündlichen, schriftlichen und digitalen Anfragen zu Patienteninformationen
  • Besonderheiten beim Datenschutz im Kontext von Minderährigen und betreuenden Angehörigen

Der zweite Block widmet sich dem technischen und organisatorischen Datenschutz. Datenschutz beginnt nicht erst bei der Frage, wer Daten einsehen darf, sondern bereits bei der technischen Infrastruktur und den organisatorischen Abläufen in einer Einrichtung.

  • Technische Sicherheitsvorkehrungen: Verschlüsselung, Zugangskontrolle, Firewalls
  • Organisatorische Handlungsschritte: Zutrittskontrollen, Berechtigungskonzepte, Schulungen
  • Datenschutz-Folgenabschätzung bei neuen digitalen Systemen
  • Sicherheitsrichtlinien für den Umgang mit mobilen Geräten in medizinischen Einrichtungen
  • Vorgehen bei Datenpannen und Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden
  • Rollen und Verantwortlichkeiten im Datenschutzmanagement einer Einrichtung

Der dritte Block behandelt die Datenweitergabe, Diskretion, Dokumentation und Auskunftspflicht. Die Weitergabe von Patientendaten ist gesetzlich streng geregelt. Falsche oder unzulässige Datenweitergabe kann rechtliche und berufliche Konsequenzen haben.

  • Rechtlich zulässige Gründe für die Weitergabe von Patientendaten
  • Formale Anforderungen an Einwilligungserklärungen der Betroffenen
  • Dokumentationspflichten bei Datenweitergabe und Auskunftserteilung
  • Anforderungen an die Datenweitergabe zwischen verschiedenen Leistungserbringern
  • Diskretion im Praxisalltag: mündliche Kommunikation, Telefonate, E-Mails
  • Umgang mit Auskunftsersuchen von Behörden, Versicherungen und Angehörigen

Der vierte Block erklärt Gesundheitsinformationssysteme (GIS) und ihre sichere Nutzung. Digitale Systeme sind aus dem Praxisalltag nicht mehr wegzudenken. Ihre korrekte Bedienung ist eine zentrale Anforderung an modernes Gesundheitspersonal.

  • Aufbau und Funktionsprinzip von Gesundheitsinformationssystemen
  • Elektronische Patientenakte (ePA): Einführung, Nutzung und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Eingabekontrolle und Plausibilitätsprüfungen in GIS
  • Datensicherheit und Backup-Konzepte für medizinische Systeme
  • Interoperabilität: Datenaustausch zwischen verschiedenen GIS-Plattformen
  • Zukunftstrends in der Digitalisierung des Gesundheitswesens (z. B. KI-gestützte Diagnoseassistenz)

Im Praxis-Block werden die Inhalte an konkreten Szenarien aus dem Berufsalltag erprobt.

  • Fallbeispiele zu korrektem und fehlerhaftem Umgang mit Patientendaten
  • Übungen zur Einwilligungseinholung und Dokumentation
  • Simulation von Anfragen zur Datenauskunft und deren korrekter Beantwortung
  • Analyse typischer Datenschutzverstöße in der Praxis
  • Praktische Aufgaben zur Nutzung einer elektronischen Patientenakte
  • Übungen zur Zugangskontrolle und Berechtigungsverwaltung in GIS
  • Rückschau eigener Berufserfahrungen im Umgang mit digitalen Systemen
  • Reaktion auf einen simulierten Datenpannenvorfall
  • Kommunikationstraining für den diskreten Umgang mit Patienteninformationen
  • Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen für die eigene Einrichtung
  • Selbstbewertung eigener Datenschutzkenntnisse vor und nach dem Kurs
  • Transfer der Inhalte auf spezifische Fachbereiche der Teilnehmenden

Das digitale Gesundheitswesen entwickelt sich rasant weiter. Dieser Kurs gibt Ihnen nicht nur das Wissen für den heutigen Alltag, sondern schult auch das Verständnis für die Prinzipien und Anforderungen, die auch neue Technologien prägen werden. Wer diese Grundlagen beherrscht, ist für die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens gerüstet.

Lernziele:

Nach Abschluss des Kurses kennen die Teilnehmenden die relevanten gesetzlichen Grundlagen für den Umgang mit Patientendaten, insbesondere Schweige- und Auskunftspflicht sowie Datenschutzgesetze. Sie verstehen die Bedeutung von technischen und organisatorischen Sicherheitsvorkehrungen für Patientendaten und können diese in ihrem Arbeitsumfeld umsetzen. Die Lernenden kennen die spezifischen Datenschutzanforderungen in medizinischen und sozialen Einrichtungen und handeln entsprechend. Sie wissen, unter welchen Bedingungen Patientendaten weitergegeben werden dürfen und welche Dokumentationspflichten dabei gelten. Die Teilnehmenden verstehen den Aufbau und die Funktionsweise von Gesundheitsinformationssystemen (GIS) und können grundlegende Systemfunktionen sicher bedienen. Sie kennen die Anforderungen an Datensicherheit und Eingabekontrolle in GIS und achten darauf in ihrer täglichen Arbeit. Die Lernenden sind in der Lage, diskret und vertraulich mit sensiblen Patientendaten umzugehen und Fehler in der Datenweitergabe zu vermeidenDie Kursteilnehmenden können bei datenschutzrelevanten Vorfällen angemessen reagieren und die richtigen Ansprechpartner informieren. Die Teilnehmenden verstehen, wie elektronische Patientenakten in der Praxis eingesetzt werden und welche Regeln dabei zu beachten sindDie Kursteilnehmenden können digitale Dokumentationsprozesse in ihrer Einrichtung kompetent und regelkonform begleiten. Sie tragen durch ihr Fachwissen aktiv zur Datensicherheitskultur in ihrer Organisation bei.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an alle Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen, die täglich mit digitalen Systemen und Patientendaten arbeiten.

  • Medizinische Fachangestellte und Arzthelferinnen in Praxen und Kliniken
  • Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen
  • Verwaltungs- und Sachbearbeitungspersonal in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen
  • Sozialarbeiter und Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen mit Patientendatenzugang
  • Personen, die in eine Tätigkeit im Gesundheitswesen einsteigen oder zurückkehren möchten
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme werden grundlegende PC-Kenntnisse mit Windows und Microsoft Office vorausgesetzt, da der Kurs digital absolviert wird und Aufgaben mit gängigen Office-Werkzeugen bearbeitet werden. Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sind erforderlich, um die Rechtstexte, Erklärungen und Fallbeispiele sicher verstehen zu können. Vorerfahrungen im Gesundheitswesen sind von Vorteil, aber keine formale Voraussetzung.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt: Lernvideos, Texte und interaktive Übungen werden digital bereitgestellt und durch tutorielle Begleitung ergänzt. Praxisorientierte Fallbeispiele und Szenarien aus dem Berufsalltag im Gesundheitswesen machen die Lerninhalte direkt anwendbar. Die Vollzeitstruktur ermöglicht eine intensive und zügige Auseinandersetzung mit den Inhalten, ohne auf die Flexibilität des Online-Lernens zu verzichten.

Der Kurs dauert im Vollzeitformat typischerweise mehr als eine Woche bis zu einem Monat, je nach Angebot des Kursanbieters und individuellem Lerntempo. Er kann als eigenständige Weiterbildung oder als Modul in einer umfassenderen Qualifizierung im Gesundheitsbereich absolviert werden.

Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Diese bescheinigt die erworbenen Kenntnisse in den Bereichen Datenschutz, digitale Gesundheitssysteme und sicherer Umgang mit Patientendaten. Es handelt sich nicht um einen staatlich anerkannten Abschluss, jedoch um einen in der Branche anerkannten Weiterbildungsnachweis.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Datenschutz und sicherer Umgang mit digitalen Gesundheitssystemen sind keine optionalen Zusatzkompetenzen, sondern gesetzlich geforderte Grundlagen für alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Wer diesen Kurs absolviert, ist nicht nur rechtlich auf der sicheren Seite, sondern kann durch fundiertes Fachwissen aktiv zur Sicherheitskultur in seiner Einrichtung beitragen. Das steigert die eigene berufliche Relevanz und das Vertrauen von Arbeitgebern. Die kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Technologien im Gesundheitswesen macht regelmäßige Aktualisierung des Wissens notwendig. Dieser Kurs schafft eine solide Grundlage, auf der zukünftige Weiterbildungen aufbauen können, und gibt den Teilnehmenden die Sicherheit, auch neue digitale Anwendungen kompetent und regelkonform einzusetzen.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Medizinische:r Fachangestellte:r
  • Praxismanager:in
  • Sachbearbeiter:in im Gesundheitswesen
  • Datenschutzbeauftragte:r im Gesundheitswesen
  • Praxisassistent:in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich bereits im Gesundheitswesen tätig sein, um den Kurs zu besuchen?

Nein, der Kurs richtet sich an alle Menschen mit Berufen und Qualifikationen im Gesundheitswesen, also an Berufstätige ebenso wie an Personen, die in den Bereich einsteigen oder zurückkehren möchten.

Welche technischen Kenntnisse brauche ich?

Grundlegende PC-Kenntnisse mit Windows und Microsoft Office reichen aus. Vertiefte IT-Kenntnisse oder Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.

Wie wird der Datenschutz im Kurs behandelt?

Der Kurs behandelt Datenschutz aus einer praxisorientierten Perspektive: rechtliche Grundlagen (DSGVO, Schweigepflicht), technische und organisatorische Maßnahmen sowie den korrekten Umgang mit Datenweitergabe und Auskunftspflichten im Gesundheitsalltag.

Kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?

Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.

Welchen Abschluss erhalte ich nach dem Kurs?

Nach Abschluss erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Dieses ist kein staatlich anerkannter Abschluss, aber ein anerkannter Weiterbildungsnachweis für den Gesundheitsbereich.