Überblick
Feel-Good-Management ist weit mehr als Obstkorb und Kickertisch. Es ist eine professionelle Funktion an der Schnittstelle von Unternehmenskultur, Mitarbeitendenwohlbefinden und strategischer Personalarbeit. Feel-Good-Managerinnen gestalten Arbeitsumgebungen so, dass Menschen gerne zur Arbeit kommen, sich mit dem Unternehmen identifizieren und langfristig engagiert bleiben. Diese Weiterbildung qualifiziert für genau diese Aufgabe: mit fundierter Methodenkompetenz aus Gesundheitsmanagement, Coaching, Projektmanagement und Trainerkompetenz. Das Berufsbild der Feel-Good-Managerin ist vergleichsweise jung, aber seine Relevanz wächst kontinuierlich: In Zeiten von Fachkräftemangel und zunehmendem Wettbewerb um Talente ist eine positive Mitarbeitendenerfahrung kein Nice-to-have mehr, sondern ein echter Wettbewerbsfaktor. Feel-Good-Management übersetzt diesen Anspruch in konkrete Aufgaben, Strukturen und Maßnahmen — und braucht dafür Personen mit einem breiten, fundierten Kompetenzprofil. Das Programm ist modular aufgebaut und orientiert sich an den realen Anforderungen, die an Feel-Good-Managerinnen gestellt werden. Es dauert rund sechs Monate und umfasst neben vier Kernmodulen zwei individuell wählbare Vertiefungsmodule, sodass eine persönliche Schwerpunktsetzung möglich ist.
Kursinhalte & Lernziele
Agiles Management (Pflichtmodul) Agile Methoden haben sich über die IT hinaus in vielen Bereichen der Personalarbeit etabliert. Dieses Modul vermittelt die Grundlagen agilen Projektmanagements mit Bezug zur GPM/IPMA-Basiszertifizierung.
- Grundprinzipien agilen Managements: Transparenz, Zusammenarbeit, Anpassungsfähigkeit
- GPM/IPMA-Basiszertifizierung: Projektmanagement-Kompetenzen im Überblick
- Projektplanung und Steuerung mit agilen Werkzeugen
- Interkulturelles Management: Umgang mit Diversität, kulturellen Unterschieden und internationalen Teams
- Teamrollen und Gruppenentwicklung in Projektstrukturen
Betriebliches Gesundheitsmanagement (Pflichtmodul) BGM ist das Herzstück des Feel-Good-Managements. Dieses Modul vermittelt, wie betriebliche Gesundheitsförderung systematisch geplant, umgesetzt und evaluiert wird.
- Grundlagen und rechtlicher Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
- Analyse von Gesundheitsrisiken und Ressourcen im Unternehmen
- Entwicklung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention
- Führungskräfte als Gesundheitsakteure: Einbindung und Sensibilisierung
- Evaluation und Wirkungsmessung von BGM-Programmen
- Work-Life-Balance und psychische Gesundheit als Handlungsfelder
Zertifizierter Coach QRC (Pflichtmodul) Feel-Good-Managerinnen sind Ansprechpartnerinnen für Mitarbeitende in schwierigen Phasen. Eine Coaching-Grundausbildung schärft die Gesprächskompetenz und schafft die methodische Basis für individuelle Begleitung.
- Coaching-Haltung und ethische Grundsätze im professionellen Gespräch
- Gesprächsführung und aktives Zuhören in der Beratungssituation
- Zielarbeit und Ressourcenaktivierung mit Mitarbeitenden
- Systemische und lösungsorientierte Methoden im Alltag anwenden
- Abschluss mit QRC-Zertifizierung
Train the Trainer (Pflichtmodul) Feel-Good-Managerinnen gestalten Workshops, Teamevents und Entwicklungsmaßnahmen. Dieses Modul befähigt dazu, Lern- und Gruppenformate professionell zu konzipieren und durchzuführen.
- Didaktische Grundlagen: Lernprozesse verstehen und gestalten
- Trainingskonzeption: von der Bedarfsanalyse bis zum Ablaufplan
- Moderations- und Präsentationskompetenz für Gruppen unterschiedlicher Größe
- Feedbackmethoden und konstruktive Rückmeldung in Trainings
- Umgang mit schwierigen Situationen in Gruppen
Wahlmodule (zwei Vertiefungen nach individueller Wahl) Ergänzend zu den vier Pflichtmodulen wählen Teilnehmende zwei weitere Module zur individuellen Schwerpunktsetzung — z. B. aus den Bereichen Kommunikation, Mediation, Personalentwicklung, Stressmanagement oder digitale Kompetenz. Die Auswahl wird in Abstimmung mit dem Anbieter getroffen.
Lernziele:
- Kernaufgaben und Rollenprofil des Feel-Good-Managements verstehen und in der Praxis ausfüllen
- Betriebliches Gesundheitsmanagement strategisch planen und umsetzen
- Coaching-Kompetenzen für die individuelle Begleitung von Mitarbeitenden einsetzen
- Workshops, Teamevents und Trainings zielgruppengerecht konzipieren und durchführen
- Projekte im Personalbereich agil und strukturiert steuern
- Teamdynamiken verstehen und durch gezielte Maßnahmen positiv beeinflussen
- Unternehmenskultur aktiv mitgestalten und Arbeitgeberattraktivität stärken
- Kommunikation und Moderation in heterogenen Gruppen professionell gestalten
- Mitarbeitendenbindung durch Programme, Events und Entwicklungsmaßnahmen fördern
- Interkulturelle Kompetenzen für diverse Teams aufbauen und anwenden
- Veränderungsprozesse empathisch begleiten und auf Widerstände angemessen reagieren
- Wirkung von BGM-Maßnahmen evaluieren und gegenüber der Unternehmensleitung kommunizieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit Berufserfahrung, die in Unternehmen eine stärkere Rolle im Bereich Wohlbefinden, Teamkultur und Gesundheitsmanagement übernehmen wollen.
- Mitarbeitende aus HR, Personalentwicklung und Unternehmenskommunikation
- Personen aus der Assistenz oder Projektkoordination mit Interesse an Menschen und Organisationskultur
- Coaches, Trainer oder Berater, die ihr Profil um BGM-Kompetenz erweitern wollen
- Führungskräfte, die Gesundheit und Wohlbefinden als Führungsaufgabe stärker in den Fokus nehmen wollen
- Personen, die eine neue berufliche Nische im wachsenden Feld des Feel-Good-Managements aufbauen möchten
Vorausgesetzt wird Berufserfahrung im kaufmännischen, sozialen oder verwaltenden Bereich; ein spezifischer Berufsabschluss in einem bestimmten Fachgebiet ist nicht notwendig. Wichtig ist eine ausgeprägte Empathiefähigkeit sowie die Bereitschaft, sowohl mit Menschen als auch mit organisatorischen Strukturen zu arbeiten.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung findet im Hybrid-Learning-Format statt und verbindet Präsenz-Lernphasen mit Online-Einheiten. Die Methodenvielfalt ist bewusst hoch gehalten: Jedes Modul nutzt eigene didaktische Formate — Coaching-Ausbildung setzt auf Übung und Supervision, Train-the-Trainer-Module auf praktische Durchführung, BGM-Module auf Fallarbeit und Konzeptentwicklung. Der Vollzeit-Rhythmus ermöglicht eine intensive Vertiefung über die gesamte Programmdauer.
Die Gesamtweiterbildung dauert rund sechs Monate und findet in Vollzeit statt. Sie umfasst vier Pflichtmodule und zwei frei wählbare Vertiefungsmodule. Der Ablauf und die genaue Aufteilung der Module werden zu Beginn gemeinsam besprochen und auf den individuellen Wissensstand abgestimmt.
Nach erfolgreichem Abschluss wird das Zertifikat „Feel-Good-Managerin" vergeben. Zusätzlich erhalten Teilnehmende eine GPM/IPMA-Basiszertifizierung im Projektmanagement sowie die QRC-Zertifizierung als Coach. Alle Teilabschlüsse werden dokumentiert und gehen in das Gesamtzertifikat ein.
Nutzen & Perspektiven
Feel-Good-Management ist eine der wenigen Funktionen, die unmittelbar an der Unternehmenskultur arbeitet — und damit mittelbar auf Produktivität, Fluktuation und Arbeitgeberattraktivität wirkt. Wer sich in diesem Feld professionell aufstellt, bringt eine Kombination aus, die kaum ein anderes Weiterbildungsformat in dieser Dichte bietet: Coaching-Kompetenz, BGM-Wissen, Trainerkompetenz und Projektmanagement. Der Markt für Feel-Good-Management wächst. Unternehmen — von Startups bis zu mittelständischen Konzernen — suchen zunehmend Menschen, die die Verbindung zwischen Wohlbefinden und Unternehmenszielen aktiv herstellen können. Das Zertifikat macht diese Kompetenz sichtbar und vermittelbar. Ein besonderer Vorzug liegt im integrativen Ansatz der Weiterbildung: Statt Einzelkompetenzen aneinanderzureihen, wird ein kohärentes Berufsbild aufgebaut. Wer die Weiterbildung abschließt, versteht nicht nur, was Feel-Good-Management bedeutet — sondern kann es in einem Unternehmen aufbauen, steuern und weiterentwickeln. Dass die Weiterbildung neben BGM und Coaching auch Projektmanagement und Trainerausbildung umfasst, ist kein Zufallsbündel: Feel-Good-Managerinnen arbeiten immer an der Schnittstelle. Sie planen BGM-Maßnahmen wie Projekte, führen Workshops wie Trainerinnen durch und begleiten Einzelpersonen wie Coaches. Wer alle vier Kompetenzbereiche verinnerlicht hat, ist in der Lage, die Rolle wirklich auszufüllen — ohne ständig auf externe Unterstützung angewiesen zu sein. Hinzu kommt die GPM/IPMA-Basiszertifizierung als anerkannter Beleg für Projektmanagementkompetenz — ein Nachweis, der in der Praxis über die reine Feel-Good-Funktion hinaus verwendbar ist und das berufliche Profil zusätzlich schärft.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was macht eine Feel-Good-Managerin im Unternehmensalltag?
Feel-Good-Managerinnen sind Ansprechpartnerinnen für das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Sie organisieren Teamevents und Entwicklungsmaßnahmen, begleiten Veränderungsprozesse, arbeiten an der Unternehmenskultur und stärken die Mitarbeitendenbindung. Dabei agieren sie als Schnittstelle zwischen Menschen, HR-Strukturen und Unternehmenszielen.
Welche Zertifikate erhalte ich am Ende der Weiterbildung?
Sie erhalten das Abschlusszertifikat „Feel-Good-Managerin", die GPM/IPMA-Basiszertifizierung im Projektmanagement sowie die QRC-Coaching-Zertifizierung. Alle Nachweise werden im Abschlusszertifikat zusammengeführt.
Ist diese Weiterbildung auch für Quereinsteiger geeignet?
Ja. Die Weiterbildung setzt Berufserfahrung voraus, aber keinen spezifischen Fachbereichsabschluss. Menschen aus kaufmännischen, pädagogischen, sozialen oder Verwaltungsberufen bringen oft sehr gute Voraussetzungen mit. Entscheidend sind Empathie, Organisationsgeschick und Interesse an Menschen.
Wie werden die Wahlmodule festgelegt?
Die Wahlmodule werden zu Beginn der Weiterbildung in einem persönlichen Gespräch auf Basis der Vorerfahrungen und beruflichen Ziele der Teilnehmenden abgestimmt. Mögliche Themen umfassen u. a. Kommunikation, Mediation, Stressmanagement oder digitale Kompetenz.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Kaufmännische Sachbearbeitung verlagert sich Richtung digitale Prozesse (DATEV-, SAP-, Salesforce-Kenntnisse). Wer klassische Buchhaltung mit ERP/Tool-Wissen kombiniert, ist überdurchschnittlich gefragt; Reine Routine-Sachbearbeitung verliert.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Geprüfter Meister/Geprüfte Meisterin für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice1.598 Stellen
- Unternehmensführung, Management (grundständig)171 Stellen
- Office-Manager/Office-Managerin96 Stellen
- Geschäftsführer/Geschäftsführerin14 Stellen
- Feelgood-Manager/Feelgood-Managerin8 Stellen
- Sozialversicherung (grundständig)6 Stellen