Überblick
KI kompakt ist eine Weiterbildung für Berufstätige, die sich gezielt und ohne technische Vorkenntnisse mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen möchten. Im Mittelpunkt stehen generative KI-Technologien, Large Language Models und die praktische Anwendung von Prompting-Techniken, ergänzt durch die relevanten rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen. Der Kurs ist als kompaktes Format konzipiert, das einen fundierten Überblick über die für den beruflichen Alltag bedeutsamsten KI-Themen bietet und mit einem eigenen Praxisprojekt schließt.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen der künstlichen Intelligenz Dieser Einstiegsblock vermittelt das konzeptuelle Fundament für alle weiteren Kursthemen. Teilnehmende erarbeiten ein klares Bild davon, was KI ist, wie sich verschiedene KI-Ansätze unterscheiden und warum insbesondere Large Language Models in den vergangenen Jahren eine so dominierende Rolle eingenommen haben. Der Block ist bewusst nicht-technisch gehalten und richtet sich an Personen ohne Informatik-Hintergrund.
- Was ist künstliche Intelligenz? Definitionen und Abgrenzungen
- Maschinelles Lernen, Deep Learning und neuronale Netze im Überblick
- Wie Sprachmodelle funktionieren: Tokens, Training, Kontextfenster
- Unterschied zwischen generativer und diskriminativer KI
- Aktuelle KI-Systeme und Anbieter im Marktüberblick
- Einsatzbereiche und Grenzen heutiger KI-Technologie
Generative KI und Large Language Models Im Zentrum dieses Moduls stehen die Werkzeuge, mit denen Berufstätige täglich konfrontiert werden: Text- und Bildgeneratoren, multimodale Systeme, Chatbots und automatisierte Inhaltserstellung. Teilnehmende lernen, diese Werkzeuge kompetent zu nutzen und ihren Output kritisch zu bewerten. Ein eigenes Prompting-Handbuch wird entwickelt, das als praktisches Arbeitswerkzeug über den Kurs hinaus dient.
- Textgenerierung: Funktionsweise und typische Anwendungsfälle
- Bildgenerierung und multimodale Systeme im Überblick
- Multimodales Prompting für Texte, Bilder und kombinierte Ausgaben
- Prompting-Techniken: Rollenspiel, Chain-of-Thought, Kontext-Management
- Fehlerquellen: Halluzinationen, Bias in Sprachmodellen, Kontextgrenzen
- Erstellen eines eigenen umfassenden Prompting-Handbuchs
Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte KI verändert die Gesellschaft tiefgreifend, und wer KI beruflich einsetzt, trägt Verantwortung. Dieses Modul beleuchtet die wichtigsten Rahmenbedingungen, die jede KI-Nutzerin und jeder KI-Nutzer kennen sollte: die EU-KI-Verordnung als regulatorischen Rahmen, Datenschutzfragen, Fragen der algorithmischen Fairness sowie gesellschaftliche Auswirkungen der KI-Transformation.
- Die EU-KI-Verordnung: Risikoklassen, Anforderungen, Zeitplan
- Datenschutz und DSGVO im Zusammenspiel mit KI-Systemen
- Algorithmischer Bias: Ursachen, Beispiele und Gegenmaßnahmen
- Transparenz und Erklärbarkeit von KI-Entscheidungen
- Gesellschaftliche Auswirkungen: Arbeit, Bildung, Demokratie
- Leitlinien für verantwortungsvollen KI-Einsatz im Unternehmen
KI-Projektmanagement Dieser Modulblock bereitet Teilnehmende darauf vor, KI-Projekte im beruflichen Kontext zu planen, zu steuern und erfolgreich umzusetzen. Ohne in technische Entwicklungsdetails zu gehen, werden die wesentlichen Phasen eines KI-Projekts, typische Fallstricke und Erfolgsfaktoren behandelt. Dieser Abschnitt richtet sich besonders an Personen, die nicht selbst entwickeln, aber als Projektverantwortliche oder Stakeholder KI-Initiativen mitgestalten.
- KI-Projekt-Lifecycle: Von der Idee zur produktiven Lösung
- Aufwands- und Risikobewertung in KI-Projekten
- Zusammenarbeit zwischen Fach- und Technik-Teams
- Qualitätssicherung und Evaluation von KI-Outputs
- Stakeholder-Kommunikation bei KI-Initiativen
- Change Management und KI-Adoption im Team
Portfolio-Projekt: Eigene KI-gesteuerte Lösung Im Abschlussprojekt entwickeln Teilnehmende eigenständig eine reale KI-gesteuerte Lösung für einen selbst gewählten Anwendungsfall. Dieses Projekt verbindet alle im Kurs erworbenen Kompetenzen und dient als konkretes Portfolio-Stück, das bei Bewerbungen oder intern als Machbarkeitsnachweis eingesetzt werden kann.
- Auswahl und Definition des Anwendungsfalls
- Konzeption der KI-gesteuerten Lösung
- Einsatz von Prompting-Techniken und KI-Werkzeugen
- Dokumentation des Projekts und der eingesetzten KI-Methoden
- Ergebnispräsentation und Feedback-Runde
- Reflexion über Stärken und Grenzen der umgesetzten Lösung
- Überarbeitung basierend auf Feedback
- Finalisierung und Einbindung in das persönliche Portfolio
- Kritische Einordnung des Projekts im Rahmen der EU-KI-Verordnung
- Kommunikation der Projektergebnisse gegenüber Nicht-KI-Fachleuten
- Ableitung konkreter nächster Lernschritte für die berufliche Weiterentwicklung
- Abschlusspräsentation und kollegiales Feedback
Dieses Praxisprojekt ist das Herzstück des Kurses: Es zeigt, dass Kompetenz in KI nicht nur im Lesen und Zuhören entsteht, sondern im eigenständigen Anwenden und Iterieren. Das fertige Projektstück kann unmittelbar in Bewerbungsunterlagen oder interne Präsentationen eingebaut werden.
Lernziele:
- Grundbegriffe der künstlichen Intelligenz definieren und voneinander abgrenzen
- Funktionsweise von Large Language Models auf konzeptuellem Niveau verstehen
- Generative KI für Text, Bild und andere Modalitäten sinnvoll einsetzen
- Multimodales Prompting für unterschiedliche Ausgabeformate beherrschen
- Ein eigenes, strukturiertes Prompting-Handbuch erstellen
- KI-gesteuerte Lösungen konzipieren und ein Portfolio-Projekt umsetzen
- KI-Projektmanagement: Grundlagen planen, steuern und dokumentieren
- Die EU-KI-Verordnung in ihrer Grundstruktur einordnen
- Ethische und gesellschaftliche Konsequenzen des KI-Einsatzes benennen
- Bias, Datenschutz und Transparenzanforderungen im KI-Kontext kennen
- Stärken und Grenzen aktueller KI-Systeme realistisch einschätzen
- KI-Kompetenzen im eigenen beruflichen Kontext situationsgerecht einsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
KI kompakt richtet sich an Berufstätige aus dem kaufmännischen, administrativen und dienstleistungsorientierten Bereich, die KI als Werkzeug für ihren Berufsalltag erschließen möchten, ohne eine technische Ausbildung anzustreben. Der Kurs eignet sich gleichermaßen für Personen, die KI-Projekte mitgestalten, als auch für solche, die einfach kompetentere Nutzer moderner KI-Werkzeuge werden wollen.
- Büroangestellte, Sachbearbeiter und Verwaltungsfachkräfte
- Marketing- und Kommunikationsfachleute
- HR-Professionals und Personalberater
- Führungskräfte und Teamleiter aus nicht-technischen Bereichen
- Selbstständige und Freelancer, die KI-Werkzeuge beruflich nutzen möchten
Fachliche KI-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kurs startet bei den Grundlagen und baut das Wissen schrittweise auf. Vorausgesetzt werden grundlegende Computerkenntnisse auf Anwenderebene sowie die Bereitschaft, intensiv und ausdauernd zu lernen. Der Kurs ist auf Deutsch und verlangt keine Englischkenntnisse, auch wenn einzelne englischsprachige Fachbegriffe vorkommen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert kompakte Lehreinheiten mit konkreten Anwendungsübungen und einem eigenständigen Abschlussprojekt. Eingeplant sind praktische Übungsphasen, in denen Teilnehmende mit aktuellen KI-Werkzeugen experimentieren und unmittelbar Feedback erhalten. Das Format ist auf Personen ohne technischen Hintergrund abgestimmt: Erklärungen sind anschaulich und praxisnah, technische Tiefe wird nur dort geboten, wo sie für das Verständnis unverzichtbar ist.
Der Kurs ist als kompaktes Intensivformat konzipiert, das den Stoff in konzentrierter Form vermittelt. Der genaue Umfang variiert je nach Anbieter. Das Abschlussprojekt erfordert eigenständiges Arbeiten außerhalb der betreuten Unterrichtszeit und sollte bei der Zeitplanung berücksichtigt werden.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein trägerinternes Zertifikat. Es handelt sich um eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erworbenen Kompetenzen im Bereich generative KI, Prompting und KI-Projektmanagement dokumentiert. Externe Herstellerzertifikate sind nicht Bestandteil dieses Kurses.
Nutzen & Perspektiven
KI kompakt ist bewusst für jene konzipiert, die den Überblick wollen, ohne sich in technische Tiefen zu verlieren. In einer Arbeitswelt, in der generative KI rasant in alle Branchen vordringt, ist ein solides konzeptuelles Fundament wertvoller als oberflächliche Tool-Kenntnisse allein. Wer weiß, wie Sprachmodelle funktionieren, was sie können und was nicht, trifft bessere Entscheidungen beim Einsatz dieser Werkzeuge. Das eigene Prompting-Handbuch ist eine bleibende, personalisierte Ressource: Es spiegelt die eigene Berufswelt und die häufigsten Anwendungsfälle wider und wächst mit der eigenen Erfahrung. Viele Kursteilnehmende nutzen dieses Handbuch über Monate und Jahre als praktisches Nachschlagewerk — ein Wert, der weit über den Kurszeitraum hinausgeht. Das Portfolio-Projekt verwandelt abstraktes Wissen in nachweisbare Kompetenz. In Bewerbungsprozessen und internen Förderungsgesprächen ist eine dokumentierte, selbst entwickelte KI-Lösung deutlich überzeugender als ein Kursnachweis ohne Praxisreferenz. Für Berufstätige, die sich in Richtung Digitalisierung, KI-Koordination oder KI-Training weiterentwickeln möchten, ist dieses Projekt ein wichtiger erster Karriereschritt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen KI kompakt und einem technischen KI-Kurs?
KI kompakt richtet sich an Anwender, nicht an Entwickler. Der Kurs vermittelt, wie KI-Werkzeuge funktionieren und wie man sie sinnvoll einsetzt, ohne in Programmierung, Mathematik oder Modellarchitekturen einzutauchen. Ziel ist berufspraktische KI-Kompetenz, nicht technische KI-Entwicklung.
Was ist ein Prompting-Handbuch und warum erstelle ich im Kurs eines?
Ein Prompting-Handbuch ist eine persönliche, strukturierte Sammlung von Prompting-Strategien, Musterformulierungen und Best Practices für den eigenen Berufskontext. Es entsteht im Laufe des Kurses durch eigene Übungen und dient nach dem Kurs als praktisches Arbeitswerkzeug bei der täglichen Nutzung von KI-Systemen.
Was beinhaltet das Portfolio-Projekt?
Jede Person entwickelt eigenständig eine kleine KI-gesteuerte Lösung für einen selbst gewählten Anwendungsfall, zum Beispiel ein KI-gestütztes Kommunikationstool, ein automatisiertes Reporting-Template oder eine Prompt-Bibliothek für einen spezifischen Geschäftsprozess. Das Projekt wird dokumentiert und präsentiert.
Was hat die EU-KI-Verordnung mit meinem Berufsalltag zu tun?
Die EU-KI-Verordnung legt fest, welche KI-Anwendungen in Europa unter welchen Bedingungen eingesetzt werden dürfen. Für Unternehmen bedeutet das konkrete Compliance-Anforderungen. Wer als Berufstätiger KI-Tools einsetzt oder in KI-Projekten mitarbeitet, sollte die Grundstruktur dieser Verordnung kennen, um regulatorische Risiken zu vermeiden.
Für wen ist KI kompakt besonders geeignet?
Vor allem für kaufmännische Fachkräfte, Verwaltungsangestellte, HR-Professionals und Führungskräfte ohne technischen Hintergrund, die KI als Werkzeug für ihre Arbeit nutzen möchten. Auch Selbstständige und Freelancer, die KI-Tools professionell einsetzen wollen, ohne einen langen Technik-Kurs zu absolvieren, sind hier gut aufgehoben.
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