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Digitale Verwaltung – E-Government & DSGVO Kurs

Digitale Verwaltung praxisnah: E-Government, DSGVO im Behördenkontext, digitale Aktenführung und IT-gestützte Verwaltungsprozesse für den modernen öffentlichen Dienst.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Kursdauer und Zeitmodell variieren je Anbieter. Die genauen Angaben sind dem jeweiligen Kursangebot zu entnehmen. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach Kursabschluss wird ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die die behandelten Kompetenzen in den Bereichen E-Government, DSGVO und digitale Verwaltungsprozesse dokumentiert. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Ein abgeschlossener Berufsabschluss oder Hochschulabschluss — vorzugsweise mit verwaltungsnahem oder kaufmännischem Hintergrund — wird vorausgesetzt. Grundlegende PC-Kenntnisse und Erfahrung mit gängiger Bürosoftware sind notwendig. Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sind erforderlich.… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Die öffentliche Verwaltung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Was früher auf Papier in Aktenschränken lebte, soll heute digital verfügbar, durchsuchbar und rechtssicher archiviert sein. Das Onlinezugangsgesetz verpflichtet Behörden, Verwaltungsleistungen digital anzubieten; die EU-Dienstleistungsrichtlinie setzt europäische Mindestvorgaben für grenzüberschreitende Verfahren; und das Datenschutzrecht der DSGVO gilt für Kommunen ebenso wie für private Unternehmen. Dieser Kurs befähigt Teilnehmende, die Digitalisierung der Verwaltung nicht nur zu verstehen, sondern aktiv mitzugestalten — von der digitalen Akte über elektronische Kommunikation bis zur verwaltungsübergreifenden Zusammenarbeit in IT-Systemen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — E-Government: Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen Digitale Verwaltung ist kein freiwilliges Projekt, sondern gesetzlicher Auftrag. Dieser Einstiegsblock klärt, welche Regelwerke den Rahmen setzen, was E-Government konkret bedeutet und wie der Portalverbund von Bund und Ländern aufgebaut ist. Teilnehmende verstehen, warum die digitale Transformation in Behörden langsamer voranschreitet als in der Wirtschaft und welche Herausforderungen dabei praxisrelevant sind.

  • Onlinezugangsgesetz (OZG): Ziele, Fristen und Stand der Umsetzung
  • EU-Dienstleistungsrichtlinie: einheitliche Ansprechpartner und grenzüberschreitende Verfahren
  • Grundlagen des Portalverbunds: once-only-Prinzip und registerübergreifende Datennachnutzung
  • E-Government-Standards: XÖV, FIM, OSCI und ihre Funktion im Datenaustausch
  • Herausforderungen bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen

Modul 2 — Digitale Aktenführung und Dokumentenmanagement Die papierlose Akte ist der sichtbarste Wandel im Verwaltungsalltag. Dieser Block behandelt die Grundsätze ordnungsgemäßer digitaler Aktenführung, die Anforderungen an Dokumentenmanagementsysteme (DMS) und die Archivierungs- und Löschfristen, die im öffentlichen Dienst gelten.

  • Grundsätze der digitalen Aktenführung: Vollständigkeit, Unveränderlichkeit, Nachvollziehbarkeit
  • Aktenpläne und Schriftgutverwaltung in der digitalen Umgebung
  • Dokumentenmanagementsysteme (DMS): Aufgaben, typische Software und Bediengrundlagen
  • Scannen und Ersetzendes Scannen: rechtliche Anforderungen
  • Aufbewahrungs- und Löschfristen im Behördenkontext
  • Versionierung und Änderungshistorie in digitalen Akten

Modul 3 — DSGVO in der öffentlichen Verwaltung Datenschutz ist in Behörden kein Zusatzthema, sondern Kernanforderung. Dieser Abschnitt erklärt die spezifischen Anforderungen der DSGVO im öffentlichen Kontext, die Unterschiede zu privatwirtschaftlichen Anwendungen und die praktischen Pflichten, die aus der Datenverarbeitung in Verwaltungsverfahren entstehen.

  • Rechtsgrundlagen für die Datenverarbeitung in Behörden (Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO)
  • Betroffenenrechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung — Verwaltungsverfahren im Vergleich
  • Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT): Aufbau und Pflege
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA): wann notwendig, wie durchführen
  • Datenschutzbeauftragter in der Behörde: Rolle und Zusammenarbeit
  • Umgang mit Datenpannen: Meldepflichten und interne Prozesse

Modul 4 — IT-Systeme und verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit Behörden sind keine IT-Inseln. Fachverfahren, Register und Kommunikationsplattformen müssen zusammenwirken. Dieser Block gibt einen Überblick über typische IT-Systeme im öffentlichen Dienst, erklärt die Logik behördlicher IT-Sicherheitsanforderungen und zeigt, wie verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit in der Praxis organisiert ist.

  • Fachverfahren in der Verwaltung: Typen, Einsatzbereiche, Schnittstellenanforderungen
  • Sicheres Verwaltungshandeln: BSI-Grundschutz, Sicherheitsklassen und Nutzerpflichten
  • Elektronische Kommunikation: behördliche E-Mail, De-Mail, EGVP und qualifizierte Signatur
  • Registermodernisierung: Steuer-ID als Ordnungsmerkmal und Datenabruf zwischen Registern
  • Interkommunale Zusammenarbeit und shared-service-Modelle in der IT

Praxis-Block — Digitale Arbeitsprozesse in der Behörde Der Praxis-Block verknüpft alle Modulinhalte und übt die digitalen Arbeitsprozesse, die Verwaltungsbeschäftigte im Alltag beherrschen müssen.

  • Online-Antragsformulare aus Nutzersicht und aus Behördensicht bearbeiten
  • Digitale Akte anlegen, Dokumente einpflegen und den Aktenplan korrekt anwenden
  • Datenpflege-Checkliste: Vollständigkeit, Fristen und Löschprotokolle führen
  • DSGVO-Auskunftsanfrage bearbeiten: Ablauf Schritt für Schritt
  • Sicherheitsvorfall simulieren: Was ist zu tun, was nicht?
  • Fachverfahren-Navigation: typische Benutzeroberflächen und Dateneingabe-Workflows
  • Verwaltungsübergreifende Kommunikation per EGVP — Grundbedienung
  • Digitalen Bescheid elektronisch signieren und versenden (Grundlagen)
  • Gruppenarbeit: Prozessanalyse und Optimierungsvorschlag für einen bestehenden Behördenprozess

Nach der Fallarbeit können Teilnehmende konkrete digitale Verwaltungsprozesse eigenständig bearbeiten und kritisch bewerten, wo Optimierungsbedarf besteht. Das Verständnis für die technischen und rechtlichen Hintergründe ermöglicht es, neue Systemeinführungen in der eigenen Organisationseinheit konstruktiv zu begleiten und Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Lernziele:

  • Grundprinzipien des E-Government und die rechtlichen Rahmenbedingungen (OZG, EU-DLR) benennen
  • Digitale Aktenführung nach den Anforderungen der Schriftgutverordnungen und Aktenordnungen einrichten
  • Datenpflege, Datensicherung und Datenversionierung im Behördenkontext regelkonform umsetzen
  • DSGVO-Anforderungen auf Verwaltungsprozesse anwenden (Rechtsgrundlagen, Betroffenenrechte, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten)
  • Informations- und Kommunikationssysteme in Behörden (Fachverfahren, Dokumentenmanagementsysteme) bedienen und einordnen
  • Behördliche E-Mail-Kommunikation und De-Mail-/EGVP-Nutzung gesetzeskonform einsetzen
  • Verwaltungsübergreifende IT-Zusammenarbeit (Register, Datenaustausch, Portalverbund) beschreiben
  • Prozesse der digitalen Antragstellung und -bearbeitung aus Behördensicht nachvollziehen und unterstützen
  • Sicherheitsanforderungen für den behördlichen IT-Betrieb kennen und eigenes Verhalten daran ausrichten
  • Digitale Transformation in der eigenen Organisationseinheit erkennen und konstruktiv begleiten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an Personen, die in der öffentlichen Verwaltung tätig werden oder bereits dort arbeiten und die digitalen Arbeitsweisen systematisch erlernen oder vertiefen möchten.

  • Quereinsteiger in den öffentlichen Dienst mit Interesse an Digitalisierungsthemen
  • Beschäftigte in Kommunal- und Landesbehörden, die ihre digitalen Kompetenzen ausbauen wollen
  • Verwaltungsfachangestellte in der Aus- oder Weiterbildung
  • Sachbearbeitende, die mit der Einführung digitaler Systeme in ihrer Behörde betraut werden
  • Personen mit kaufmännischem oder verwaltungsnahem Abschluss, die in den öffentlichen Dienst wechseln
Voraussetzungen:

Ein abgeschlossener Berufsabschluss oder Hochschulabschluss — vorzugsweise mit verwaltungsnahem oder kaufmännischem Hintergrund — wird vorausgesetzt. Grundlegende PC-Kenntnisse und Erfahrung mit gängiger Bürosoftware sind notwendig. Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sind erforderlich. Spezialkenntnisse in IT-Systemen oder Datenschutzrecht sind nicht nötig.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs arbeitet mit einem Mix aus systematischen Erklärphasen und direkter Anwendung. Rechtliche Rahmenbedingungen werden kompakt und mit Praxisbezug erläutert; IT-Themen werden an realen Systemoberflächen und simulierten Verwaltungsvorgängen geübt. Gruppenarbeiten zur Prozessanalyse und gemeinsame Fallbesprechungen unterstützen das Verständnis für den Verwaltungsalltag.

Kursdauer und Zeitmodell variieren je Anbieter. Die genauen Angaben sind dem jeweiligen Kursangebot zu entnehmen.

Nach Kursabschluss wird ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die die behandelten Kompetenzen in den Bereichen E-Government, DSGVO und digitale Verwaltungsprozesse dokumentiert.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Digitale Kompetenz ist im öffentlichen Dienst zunehmend keine Sonderfähigkeit, sondern Grundvoraussetzung. Mit dem Onlinezugangsgesetz und der Registermodernisierung werden Behörden in den kommenden Jahren tiefgreifende Prozessänderungen durchlaufen. Wer die digitalen Grundlagen — E-Akte, DSGVO-Praxis, Fachverfahren — sicher beherrscht, kann diese Veränderungen produktiv mitgestalten statt bloß mitzumachen. Für Quereinsteiger und Berufsumsteiger in den öffentlichen Dienst signalisiert dieser Kurs, dass die spezifischen Anforderungen der Verwaltungsdigitalisierung verstanden wurden — ein handfester Vorteil gegenüber Bewerbenden ohne entsprechende Qualifizierung. Gerade in Kommunen, die Digitalisierungsvorhaben mit begrenztem IT-Personal stemmen müssen, sind Fachkräfte gefragt, die sowohl das fachliche Verwaltungshandeln als auch die digitalen Werkzeuge verstehen. Das Wissen um DSGVO-Anforderungen und IT-Sicherheitspflichten schützt zudem vor unbeabsichtigten Datenpannen — einem Risiko, das für Behörden nicht nur rechtliche, sondern auch erhebliche Reputationsfolgen haben kann.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Verwaltungsfachangestellte/r
  • Sachbearbeiter/in öffentliche Verwaltung
  • Mitarbeiter/in im E-Government
  • Verwaltungsassistent/in
  • Bürosachbearbeiter/in Behörde

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist das Onlinezugangsgesetz (OZG) und warum ist es für Verwaltungsbeschäftigte relevant?

Das OZG verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Für Beschäftigte bedeutet das, dass bestehende Prozesse auf digitale Antragstellung umgestellt und in Fachverfahren abgebildet werden müssen. Wer das OZG kennt, kann diese Umstellungen in der eigenen Behörde besser einordnen und begleiten.

Unterscheidet sich die DSGVO für Behörden von der Anwendung in Unternehmen?

Ja, in wesentlichen Punkten. Behörden verarbeiten Daten häufig auf Basis von Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO (Aufgaben im öffentlichen Interesse), während Unternehmen oft auf Vertragsgrundlage oder Einwilligung verarbeiten. Zudem haben Behörden besondere Pflichten, etwa den obligatorischen Datenschutzbeauftragten, der im Kurs behandelt wird.

Was ist eine E-Akte und wie unterscheidet sie sich von einer papierbasierten Akte?

Eine E-Akte ist eine vollständig digitale Dokumentensammlung, die denselben Grundsätzen wie eine Papierakte folgt — Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Unveränderlichkeit — aber in einem Dokumentenmanagementsystem geführt wird. Der Kurs behandelt die Anforderungen an die digitale Aktenführung und die typischen DMS-Funktionen.

Welche IT-Kenntnisse werden vorausgesetzt?

Grundlegende PC-Kenntnisse und Erfahrung mit gängiger Bürosoftware genügen. Der Kurs vermittelt den Umgang mit behördenspezifischen Systemen von Grund auf; tiefes IT-Fachwissen wird nicht erwartet. Wichtig ist die Bereitschaft, neue digitale Werkzeuge systematisch kennenzulernen.

Bereitet dieser Kurs auf die Prüfung zur Verwaltungsfachangestellten vor?

Dieser Kurs ist keine Prüfungsvorbereitungsmaßnahme für den dualen Ausbildungsberuf Verwaltungsfachangestellte/r. Er qualifiziert für die praktischen digitalen Aufgaben im Verwaltungsalltag und ergänzt verwaltungsrechtliche Grundkenntnisse um die digitale Dimension — was für viele Einstiegs- und Umschulungsziele im öffentlichen Dienst wertvoll ist.