Pflegerische Grundlagen Betreuungskräfte Pflegepass – Kurs
Theoretische pflegerische Grundlagen für Betreuungskräfte, Laienpflegende und Angehörige — praxisorientiert, anerkannt als Pflegepass-Modul.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Kursdauer beträgt in der Regel zwischen einem und drei Monaten bei Vollzeitteilnahme. Je nach Anbieter und persönlicher Situation können individuelle Anpassungen vorgenommen werden. Der Kurs ist auf eine intensive Lernphase ausgelegt, die eine solide Grundlage für den Pflegealltag schafft… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Kursanbieters. Diese Bescheinigung ist in vielen Regionen als Pflegepass-Modul anerkannt und kann für berufliche Nachweise und… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Für die Teilnahme ist keine abgeschlossene Pflegeausbildung erforderlich. Vorausgesetzt werden grundlegende Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER), da die Kurssprache Deutsch ist und Verständnis für schriftliche Materialien sowie… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Dieser Kurs vermittelt fundierte theoretische Grundlagen der Pflege, die in vielen Regionen Deutschlands als Pflegepass-Modul anerkannt werden. Er richtet sich an Menschen, die hilfsbedürftige Personen im Alltag unterstützen — sei es zu Hause, in der ambulanten Betreuung oder im Ehrenamt. Die Inhalte sind bewusst praxisnah gestaltet und decken die wesentlichen Bereiche der pflegerischen Grundversorgung ab: von Krankheitsbildern und Hygiene über die Körperpflege bis hin zur Dokumentation. Das Modul eignet sich ebenso für Quereinsteiger und Migrantinnen sowie Migranten mit guten Deutschkenntnissen, die einen ersten strukturierten Einstieg in das Berufsfeld Pflege suchen.
Was lernst du in diesem Kurs?
Der Kurs ist in thematische Lernbereiche gegliedert, die aufeinander aufbauen und die zentralen Anforderungen der alltäglichen Pflege und Betreuung abdecken. Krankheitsbilder und medizinische Grundlagen: Dieser Bereich gibt einen strukturierten Überblick über häufige Erkrankungen, die in der Betreuung und Laienpflege regelmäßig begegnen. Die Teilnehmenden lernen, typische Anzeichen zu erkennen und in welchen Situationen professionelle Unterstützung unbedingt erforderlich ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt demenzassoziierten Veränderungen und chronischen Erkrankungen.
- Häufige Alterserkrankungen und ihre Auswirkungen auf den Alltag
- Demenz, Depression und psychische Veränderungen im Alter verstehen
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herzinsuffizienz und Parkinson
- Symptome erkennen und Notfallsituationen einschätzen
- Umgang mit Schmerzen und Schmerzäußerungen pflegebedürftiger Personen
- Medikamentengabe: Grundwissen und Grenzen der Laienverantwortung
Mobilität, Hygiene und Körperpflege: Mobilität ist eine zentrale Ressource für Würde und Lebensqualität. In diesem Modul lernen die Teilnehmenden, Einschränkungen der Beweglichkeit zu beurteilen und Betroffene sicher zu unterstützen. Hygiene und Körperpflege werden als Einheit vermittelt, wobei individuelle Gewohnheiten und die Wahrung der Intimsphäre besonders betont werden.
- Mobilisation und Transfer pflegebedürftiger Personen sicher durchführen
- Hilfsmittel wie Rollstuhl, Rollator und Gehstock sachgemäß einsetzen
- Hygieneschritte für Pflegende und Betreute (Händehygiene, Schutzkleidung)
- Ganzkörperwäsche, Teilwäsche und Intimhygiene respektvoll begleiten
- Mund- und Zahnpflege bei eingeschränkter Eigenständigkeit
- Lagerung und Positionswechsel zur Dekubitusprophylaxe
Prophylaxen, Ernährung und Ausscheidung: Präventive Handlungsschritte spielen in der Pflege eine entscheidende Rolle. Die Teilnehmenden erlernen die wichtigsten Prophylaxen und verstehen, wie sie durch gezielte Alltagsbegleitung Komplikationen vermeiden helfen. Ernährung und Ausscheidung werden als intime, aber pflegerisch bedeutsame Bereiche behandelt.
- Dekubitusprophylaxe: Ursachen, Risikoerkennung und Gegenstrategien
- Sturzprophylaxe: Risikofaktoren analysieren und die Umgebung sicher gestalten
- Thromboseprophylaxe und Atemübungen im Pflegealltag
- Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme und Beurteilung von Schluckproblemen
- Flüssigkeitsbilanz und Dehydratationsprophylaxe
- Begleitung bei Toilettengängen, Umgang mit Kontinenzproblemen
Dokumentation und professionelle Kommunikation: Sorgfältige Dokumentation ist die Grundlage für Kontinuität in der Pflege. Die Teilnehmenden lernen, Beobachtungen und Handlungsschritte nachvollziehbar festzuhalten und mit professionellen Pflegekräften zu kommunizieren.
- Pflegedokumentation: Aufbau, Zweck und Pflichten
- Pflegeberichte schreiben und Übergaben strukturieren
- Kommunikation mit Pflegeprofis, Ärzten und Angehörigen
- Datenschutz und Schweigepflicht in der Pflege
- Grenzen der Laienpflege erkennen und professionelle Hilfe einfordern
Praxisorientierte Vertiefung: Die Lerninhalte werden durch praxisnahe Fallbesprechungen und Übungsszenarien gefestigt, die typische Alltagssituationen der Betreuungsarbeit abbilden.
- Fallbesprechung: Morgenpflege bei einer an Demenz erkrankten Person
- Fallbesprechung: Sturz im häuslichen Umfeld — was ist zu tun?
- Rollensimulation: Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme
- Übung: Pflegeeintrag nach einem Betreuungseinsatz verfassen
- Fallanalyse: Kommunikation bei herausforderndem Verhalten
- Standortbestimmung: eigene Grenzen und Ressourcen als pflegende Person kennen
- Besprechung rechtlicher Grundlagen für ehrenamtliche Betreuungskräfte
- Analyse: Unterschied zwischen Begleitung, Betreuung und professioneller Pflege
- Übung: situationsgerechter Umgang mit Schmerzsignalen
- Hygienepraktikum: korrekte Händedesinfektion und Handschuhwechsel
- Übung: Transfer von Bett zu Rollstuhl mit Hilfsmittel
- Fallbesprechung: Flüssigkeitsmangel erkennen und handeln
Das theoretische Wissen wird durch regelmäßige Rückschausaufgaben gesichert, die die Teilnehmenden befähigen, das Gelernte in ihrer tatsächlichen Betreuungssituation anzuwenden. Der Kurs schließt mit einem strukturierten Abschlussgespräch ab, das den individuellen Lernfortschritt sichtbar macht.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses verfügen die Teilnehmenden über grundlegendes Wissen und praktische Orientierung in den zentralen Bereichen der pflegerischen Grundversorgung. Die folgenden Kompetenzen werden im Einzelnen erworben.
- Relevante Krankheitsbilder erkennen, einordnen und situationsgerecht reagieren
- Mobilität und körperliche Einschränkungen verstehen und bei der Bewegungsunterstützung assistieren
- Hygieneschritte fachgerecht planen und umsetzen
- Grund- und Körperpflege bei hilfsbedürftigen Personen sicher und würdevoll durchführen
- Prophylaktische Handlungsschritte zur Vorbeugung von Druckgeschwüren, Stürzen und Infektionen ergreifen
- Bei der Nahrungsaufnahme unterstützen und Ernährungsprobleme frühzeitig erkennen
- Bei Toilettengängen begleiten und auf individuelle Bedürfnisse und Intimität achten
- Pflegedokumentation korrekt führen und Informationen an professionelle Pflegekräfte weitergeben
- Stresssituationen in der Pflege erkennen und angemessen reagieren
- Die eigene Rolle als Betreuungskraft oder Laie im Pflegeprozess verstehen und abgrenzen
- Rechtliche Grundlagen und Grenzen der Laienpflege kennen
Für wen ist der Kurs geeignet?
Das Kursangebot ist auf Menschen ausgerichtet, die ohne formale Pflegeausbildung in der Betreuung tätig sind oder tätig werden möchten. Die folgenden Personengruppen werden besonders angesprochen.
- Betreuungskräfte, die sich im Rahmen der professionellen Betreuungsarbeit weiterqualifizieren möchten
- Angehörige, die einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause begleiten
- Ehrenamtliche Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen oder in der Nachbarschaftshilfe
- Laienpflegende, die verlässliches Hintergrundwissen für ihren Alltag suchen
- Quereinsteiger und Migrantinnen sowie Migranten mit Deutschkenntnissen auf B1-Niveau, die in das Berufsfeld Pflege einsteigen möchten
Für die Teilnahme ist keine abgeschlossene Pflegeausbildung erforderlich. Vorausgesetzt werden grundlegende Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER), da die Kurssprache Deutsch ist und Verständnis für schriftliche Materialien sowie Pflegedokumentation erwartet wird. Hilfreich, aber nicht zwingend, sind Computer-Grundkenntnisse, da einzelne Angebote digital oder als Combined Learning durchgeführt werden. Besonders geeignet ist der Kurs für Personen, die bereits eine Weiterbildung zur Betreuungskraft absolvieren oder abgeschlossen haben.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs wird als Combined Learning durchgeführt, das heißt, Online-Lernphasen werden mit begleiteten Unterrichtseinheiten kombiniert. Diese Lernform ermöglicht es Teilnehmenden, theoretische Inhalte flexibel und im eigenen Tempo zu erarbeiten, während interaktive Einheiten Raum für Fragen, Fallbesprechungen und Rückschau bieten. Die praxisnahen Inhalte werden durch Beispiele aus dem Pflegealltag veranschaulicht und durch Rollenspiele sowie Übungsszenarien vertieft. Lehrmaterialien werden digital bereitgestellt und sind während des gesamten Kurszeitraums zugänglich.
Die Kursdauer beträgt in der Regel zwischen einem und drei Monaten bei Vollzeitteilnahme. Je nach Anbieter und persönlicher Situation können individuelle Anpassungen vorgenommen werden. Der Kurs ist auf eine intensive Lernphase ausgelegt, die eine solide Grundlage für den Pflegealltag schafft, ohne das Zeitbudget von Betreuungspersonen zu überlasten.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Kursanbieters. Diese Bescheinigung ist in vielen Regionen als Pflegepass-Modul anerkannt und kann für berufliche Nachweise und Bewerbungen genutzt werden. Ein staatlich anerkannter Abschluss oder eine Berufszulassung als Pflegekraft ist mit dieser Bescheinigung nicht verbunden.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Wer Menschen in der Pflege begleitet, trägt eine große Verantwortung — und braucht dafür verlässliches Wissen. Dieser Kurs schließt die Lücke zwischen gutem Willen und fundierter Kompetenz. Er gibt Betreuungskräften, Angehörigen und Ehrenamtlichen das Rüstzeug, um in schwierigen Pflegesituationen sicher und ruhig zu handeln, statt improvisieren zu müssen. Die strukturierten Inhalte helfen dabei, den eigenen Beitrag klar einzuordnen und gleichzeitig zu wissen, wann professionelle Unterstützung hinzugezogen werden muss. Für den beruflichen Einstieg in den Pflegebereich ist das Kursmodul ein wertvoller erster Schritt: Es schafft eine anerkannte Qualifikationsbasis und bereitet auf weiterführende Ausbildungen oder Berufsabschlüsse vor. Wer bereits in der Betreuung tätig ist, profitiert von der Systematisierung vorhandener Erfahrungen und dem Erwerb fundierter Kenntnisse in Bereichen wie Prophylaxen und Dokumentation, die im Pflegealltag täglich gefragt sind.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Betreuungskraft
- Pflegehilfskraft
- Alltagsbegleiter:in
- Pflegeassistent:in
- Altenpflegehelfer:in
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich eine Pflegeausbildung, um teilzunehmen?
Nein, eine abgeschlossene Pflegeausbildung ist nicht erforderlich. Der Kurs richtet sich ausdrücklich an Laien, Angehörige und Quereinsteiger ohne formale Pflegekenntnisse. Deutschkenntnisse auf B1-Niveau werden vorausgesetzt.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Dieses Dokument wird in vielen Regionen als Pflegepass-Modul anerkannt und kann für berufliche Nachweise genutzt werden.
Ist der Kurs über einen Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Je nach Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung infrage.
Kann ich als Angehörige:r ohne Berufserfahrung in der Pflege teilnehmen?
Ja. Der Kurs ist ausdrücklich auch für Angehörige konzipiert, die einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause begleiten. Es werden keine Vorkenntnisse in der Pflege vorausgesetzt, nur ausreichende Deutschkenntnisse.
Wie wird der Kurs durchgeführt?
Der Kurs wird als Combined Learning angeboten, also als Kombination aus selbstgesteuertem Online-Lernen und begleiteten Unterrichtseinheiten. Die Vollzeitlehrzeit beträgt typischerweise ein bis drei Monate.