Überblick
Adobe XD ist Adobes plattformübergreifendes Werkzeug für das Design interaktiver Benutzeroberflächen — vom ersten Skizze-Entwurf über das Wireframe bis hin zum klickbaren Prototyp, der direkt an Entwicklungsteams übergeben werden kann. Diese Weiterbildung vermittelt systematisch die theoretischen Grundlagen des UX- und UI-Designs sowie alle praktischen Fertigkeiten, die nötig sind, um professionelle Oberflächen für Web-Anwendungen und mobile Apps zu gestalten. Dabei werden auch die KI-gestützten Funktionen von Adobe XD einbezogen, die moderne Designprozesse erheblich beschleunigen und vereinfachen.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste thematische Block führt in die konzeptionellen Grundlagen des UX- und UI-Designs ein. Sie lernen, was UX-Design bedeutet, wie Nutzerforschung und Zielgruppenanalyse in der Praxis funktionieren und welche Gestaltungsgesetze beim Entwerfen von Web-Oberflächen relevant sind. Dazu gehören Konzepte wie visuelle Hierarchie, Leserichtung und das Gesetz der Nähe, die alle Designentscheidungen beeinflussen.
- UX vs. UI: Definitionen und Abgrenzung
- Zielgruppenanalyse und Nutzerforschung
- Gestaltungsgesetze: Proximity, Ähnlichkeit, Figur-Grund
- Flat-Design und Material-Design im Vergleich
- Visuelle Hierarchie aufbauen
Der zweite Block behandelt Farbe und Typografie als tragende Gestaltungselemente. Sie erkunden, wie Farbwelten systematisch aufgebaut werden, welche emotionale und psychologische Wirkung Schrift und Farbe auf Nutzer haben, und wie man konsistente Gestaltungssysteme definiert, die über alle Seiten und Bildschirme hinweg funktionieren.
- Tools zur Farbauswahl: Farbräder, Kontrastverhältnisse, Accessibility
- Emotionale Wirkung von Farben und Schriften im Kontext
- Typografische Grundregeln: Schriftgröße, Zeilenabstand, Laufweite
- Bedeutung von Textlängen im Mobile-Design
- UI-Kits als Plugin installieren und anpassen
Der dritte Block führt direkt in die Adobe XD-Benutzeroberfläche ein. Sie lernen, Dokumente anzulegen, mit Werkzeugen und Ebenen zu arbeiten, Rasterlayouts zu konfigurieren und Gruppen zu verwenden, um komplexe Layouts strukturiert zu halten. Anschließend bauen Sie ein responsives Layout auf, das sich an unterschiedliche Viewports anpasst.
- Dokumentenaufbau und Artboard-Verwaltung
- Werkzeuge: Zeichnen, Formen, Text, Bild
- Ebenen und Gruppen strukturieren
- Rasterlayout und Spaltenraster definieren
- Responsive Design in Adobe XD umsetzen
Der vierte Block widmet sich der Prototypen-Entwicklung, der Teamarbeit und der Entwicklerübergabe. Interaktionen werden erstellt und im Vorschau-Modus getestet, externe Bildquellen und Grafikdateien aus Photoshop und Illustrator werden aufbereitet und eingebunden, und die Zusammenarbeit im Team wird über Kommentarfunktionen und geteilte Specs organisiert.
- Interaktionen und Übergänge im Prototyp-Modus definieren
- Prototypen im Browser oder auf dem Gerät prüfen
- Bilder und Vektoren aus Photoshop und Illustrator für XD vorbereiten
- Assets aus dem Web und über Plugins beziehen
- Kommentar- und Freigabeworkflows im Team
In einem durchgehenden Praxisprojekt wird eine eigene App-Oberfläche von der Skizze bis zum klickbaren Prototyp entwickelt. Dieser Block verankert alle theoretischen Inhalte durch unmittelbare Anwendung und schafft ein Portfolio-Stück, das in Vorstellungsgesprächen vorgezeigt werden kann.
- Ideen schnell skizzieren (Scribbling auf Papier)
- Low-Fidelity-Wireframe in XD aufbauen
- Mit geometrischen Formen Platzhalter für Bilder und Content schaffen
- Wiederholungsraster für Text- und Bildbereiche einsetzen
- UI-Komponenten aus einem Kit übernehmen und anpassen
- Farbschema und Typografiesystem definieren
- Gestaltungselemente über Plugins ergänzen
- Responsive Versionen für Tablet und Mobile ableiten
- Interaktionen verknüpfen: Navigation, Hover-States, Overlays
- Vollständigen Klick-Prototyp erstellen und im Team vorstellen
- Entwickler-Handoff-Datei vorbereiten
- Feedback einarbeiten und Iteration durchführen
Das Praxisprojekt schließt mit einer vollständig ausgearbeiteten Designdatei ab, die als Grundlage für eine weitere technische Umsetzung oder als Referenz für zukünftige Projekte dient. Dabei werden Qualitätskriterien wie Konsistenz, Lesbarkeit und Zugänglichkeit überprüft und sichergestellt, dass alle Vorgaben des Briefings erfüllt sind.
Lernziele:
- Grundprinzipien des UX- und UI-Designs verstehen und in eigene Projekte überführen
- Zielgruppenanalysen durchführen und daraus Designanforderungen ableiten
- Gestaltungsgesetze des Webs anwenden, um intuitive und barrierefreie Oberflächen zu erzeugen
- Farbwelten und Typografiesysteme gezielt einsetzen und ihre psychologische Wirkung kennen
- Flat-Design- und Material-Design-Prinzipien im Projektalltag umsetzen
- Adobe XD-Oberfläche sicher bedienen: Werkzeuge, Ebenen, Gruppen, Rasterlayouts
- Responsives Design in XD umsetzen und Inhalte für verschiedene Bildschirmgrößen anpassen
- Interaktionen und Übergänge erstellen sowie im Prototyp-Modus prüfen
- Assets aus dem Web, über Plugins und aus Photoshop/Illustrator in XD integrieren
- UI-Kits und externe Plugins installieren und produktiv nutzen
- Im Team mit anderen Designern und Entwicklern in Adobe XD kollaborieren
- Grundregeln für mobile Typografie und Textlängen kennen und anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die im kreativen, digitalen oder kommunikativen Berufsfeld tätig sind und ihr Repertoire um professionelle UX- und UI-Designfähigkeiten erweitern möchten. Vorwissen in anderen Adobe-Anwendungen ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
- Grafiker und Designer, die ihre Kompetenzen auf digitale Produkte ausweiten wollen
- Marketingfachleute aus Unternehmen, Agenturen oder Verlagen
- Webentwickler, die ein tieferes Verständnis für Design und Prototyping entwickeln möchten
- Modedesigner, Industriedesigner oder Produktdesigner mit Interesse an digitalen Oberflächen
- Fotografen mit eigenem Studio oder Werbeabteilung, die crossmedialer aufgestellt sein möchten
Teilnehmende sollten einen sicheren Umgang mit dem PC mitbringen, da sämtliche Werkzeuge am Computer bedient werden. Räumliches Denken und ein grundlegendes Gespür für Gestaltung sind hilfreich, um die vermittelten Designprinzipien schnell in eigene Entwürfe umzusetzen. Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind Voraussetzung, da Kursunterlagen und Unterricht auf Deutsch stattfinden. Erfahrung mit Adobe-Programmen wie Photoshop oder Illustrator erleichtert den Einstieg, ist aber keine Pflichtvoraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt — eine Kombination aus betreuten Online-Einheiten, angeleiteten Übungen und eigenständigen Praxisphasen. In Vollzeit absolviert, ist das Format intensiv und ermöglicht raschen Lernfortschritt. Digitale Lernplattformen, Video-Tutorials und Live-Feedback durch Lehrende wechseln sich ab. Die Praxisnähe steht im Vordergrund: Jedes Konzept wird unmittelbar in Adobe XD erprobt, bevor es im nächsten Schritt vertieft wird. So entsteht ein Portfolio-Stück, das im Anschluss direkt eingesetzt werden kann.
Die Weiterbildung dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat bei Vollzeitteilnahme. Der genaue Umfang variiert je nach Anbieter und kann auch teilstationäre oder rein digitale Formate umfassen. Die Intensität der Vollzeitvariante ermöglicht es, innerhalb kurzer Zeit praxisreif zu werden. Termine und genaue Stundenzahlen werden durch den jeweiligen Anbieter kommuniziert.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsträgers. Dieses Dokument bestätigt die erworbenen Kenntnisse und kann gegenüber Arbeitgebern nachgewiesen werden. Ein staatlich anerkannter Abschluss oder ein Hersteller-Zertifikat von Adobe ist nicht Bestandteil des Kurses, aber die Kompetenzen sind unmittelbar in der Berufspraxis einsetzbar.
Nutzen & Perspektiven
Adobe XD gehört zu den meistgenutzten Design-Tools in professionellen Agenturen, Tech-Unternehmen und digitalen Produktteams. Wer mit Adobe XD Prototypen entwickeln und übergeben kann, bringt eine Schlüsselkompetenz mit, die in Stellenanzeigen für UX-Designer, UI-Designer, Webdesigner und Digital Producer regelmäßig gefordert wird. Durch den praxisorientierten Kursaufbau verlassen Teilnehmende die Weiterbildung nicht nur mit Theorie im Gepäck, sondern mit einem vorzeigbaren Prototyp-Projekt. Für Berufstätige, die sich neu positionieren oder umschulen möchten, bietet dieser Kurs einen direkten Weg in den wachsenden Bereich des digitalen Produktdesigns. Die Kombination aus gestalterischen Grundlagen, Werkzeugwissen und kollaborativen Arbeitsweisen deckt genau das ab, was Arbeitgeber bei Junior-UX-Designers und Designgeneralisten suchen. Die Verbindung zu anderen Adobe-Tools wie Photoshop und Illustrator macht die erworbenen Kenntnisse zudem besonders breit anwendbar. Die Weiterbildung ist bei AZAV-zertifizierten Trägern durchführbar und damit in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung als Finanzierungswege in Betracht. Eine individuelle Beratung beim zuständigen Leistungsträger gibt Aufschluss über die jeweils passende Option.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse in Adobe-Programmen?
Erfahrungen mit Photoshop oder Illustrator erleichtern den Einstieg, sind aber keine Pflichtvoraussetzung. Wichtiger sind PC-Sicherheit, räumliches Denken und Deutschkenntnisse auf B2-Niveau.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Das ist kein staatlich anerkannter Abschluss, aber ein anerkannter Nachweis für den Arbeitsmarkt.
Ist der Kurs über einen Bildungsgutschein finanzierbar?
Ja, der Kurs wird bei AZAV-zertifizierten Trägern angeboten und ist in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Je nach Situation können auch das Qualifizierungschancengesetz oder andere Förderinstrumente greifen.
Für wen ist dieser Kurs besonders geeignet?
Besonders geeignet ist der Kurs für Grafiker, Marketingfachleute und kreative Berufseinsteiger, die ins digitale Produktdesign wechseln möchten. Auch Webentwickler, die ihre Designkompetenz ausbauen wollen, profitieren stark.
Entsteht am Ende ein vorzeigbares Portfoliostück?
Ja. Im Praxisblock entwickeln Teilnehmende ein eigenes Schnittstellenprojekt vom Scribble bis zum klickbaren Prototyp, das direkt als Portfolio-Stück in Bewerbungsunterlagen eingesetzt werden kann.
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Arbeitsmarkt-Report
Digitale Mediengestaltung, UX/UI, Social-Media-Content und Webdesign bleiben gefragt — aber AI-Tools verändern die Arbeit grundlegend. Wer Adobe/Figma mit AI-Workflows (Midjourney, ChatGPT, Runway) kombiniert, sichert sich überdurchschnittliche Position.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Mediengestalter/in Digital und Print2.062 Stellen
- Webdesigner/in787 Stellen
- Mediengestalter/Mediengestalterin Digital und Print Fachrichtung Digitalmedien240 Stellen
- UX-Designer/UX-Designerin162 Stellen
- Produktioner/Produktionerin - Medien141 Stellen
- UX-Designer/in76 Stellen