Überblick
Diese Weiterbildung vermittelt eine umfassende und praxisorientierte Einführung in das User Experience Design — eines der gefragtesten Felder in der digitalen Produktentwicklung. Die Kursinhalte wurden in Kooperation mit Coursera und auf Basis von Google-Lernmaterial entwickelt und decken das gesamte Spektrum von den Grundlagen des UX-Denkens bis hin zu fortgeschrittenen Forschungs- und Testmethoden ab. Die Teilnehmenden lernen, nutzerzentriert zu denken, Prototypen zu entwickeln und Benutzeroberflächen systematisch zu evaluieren. Der Kurs richtet sich an Einsteiger:innen und Personen auf dem Weg zum Intermediate-Level im UX-Bereich und bietet eine solide Basis für eine Karriere im Design, der Produktentwicklung oder der digitalen Kommunikation.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste thematische Block widmet sich den Grundlagen des User Experience Designs und stellt sicher, dass alle Teilnehmenden ein gemeinsames Verständnis der zentralen Konzepte entwickeln. Dabei wird der Begriff User Experience in seinem historischen und wirtschaftlichen Kontext verortet, und es wird deutlich gemacht, weshalb nutzerzentriertes Denken in der modernen Produktentwicklung unverzichtbar ist.
- Was ist User Experience und warum ist sie entscheidend für digitale Produkte
- Zentrale Begriffe wie Usability, Accessibility, Information Architecture und Interaction Design
- Der UX-Designprozess vom Discovery über Define, Ideate, Prototype bis Test
- Überblick über gängige UX-Design-Tools und deren Einsatzbereiche
- Die Rolle von UX-Designer:innen im agilen Produktentwicklungsteam
- Unterschiede zwischen UX-Design, UI-Design und Product Design
Der zweite Block behandelt Nutzerforschung und Anforderungsanalyse als Fundament jedes erfolgreichen Designprozesses. Die Teilnehmenden lernen, systematisch Nutzerdaten zu erheben, auszuwerten und in klare Designanforderungen zu übersetzen. Forschung ist kein einmaliger Schritt, sondern ein kontinuierlicher Begleiter durch den gesamten Entwicklungsprozess.
- Qualitative Forschungsmethoden: Interviews, kontextuelle Beobachtung, Fokusgruppen
- Quantitative Methoden: Umfragen, Metriken und Analytics als Ergänzung zur qualitativen Arbeit
- Erstellen von Empathy Maps zur Visualisierung von Nutzerperspektiven und -emotionen
- Entwicklung aussagekräftiger Personas auf Basis echter Forschungsdaten
- Schreiben von User Stories und Ableiten von Anforderungen für das Designteam
- Mapping von User Journeys zur Identifikation von Schmerzpunkten und Verbesserungspotenzial
Der dritte Block konzentriert sich auf die Ideenfindung und Konzeptentwicklung, also den kreativen Kern des UX-Designprozesses. Design-Sprints als strukturiertes Werkzeug bieten einen bewährten Rahmen, um innerhalb weniger Tage von einer offenen Problemstellung zu einem testbaren Entwurf zu gelangen. Die Teilnehmenden entwickeln ihre Fähigkeit, kreative Lösungen zu generieren und diese systematisch zu bewerten.
- Grundprinzipien des Design Thinking und seine Anwendung im UX-Prozess
- Durchführung und Moderation von Design-Sprints nach dem Google-Modell
- Kreativmethoden wie Crazy-8s, How-Might-We-Fragen und Dot-Voting
- Erstellung von Wireframes und Informationsarchitektur-Diagrammen
- Low-Fidelity-Prototyping mit Papier und digitalen Werkzeugen
- Übergang von der Ideation zur strukturierten Konzeptdokumentation
Der vierte Block umfasst Prototyping, Testing und iterative Verbesserung als Abschluss des Designzyklus, der in der Praxis fortlaufend wiederholt wird. Usability-Tests liefern echtes Nutzerfeedback und bilden die Grundlage für fundierte Designentscheidungen. Die Teilnehmenden lernen, Tests zu planen, durchzuführen und die Erkenntnisse strukturiert auszuwerten.
- High-Fidelity-Prototyping und interaktive Klickdummies
- Planung und Durchführung von Usability-Tests mit echten Nutzer:innen
- Heuristische Evaluation nach Nielsen und weitere Analyse-Frameworks
- Dokumentation und Priorisierung von Testergebnissen
- Iterativer Designprozess: Feedback aufnehmen, priorisieren und umsetzen
- Präsentation von Designentscheidungen gegenüber Teams und Stakeholdern
Praxisblock — eigene Projekte und Portfolioaufbau Im gesamten Kursverlauf arbeiten die Teilnehmenden an realen oder praxisnahen Projekten, die sie schrittweise durch den vollständigen UX-Prozess führen. Die entstehenden Arbeiten können direkt als Portfolio-Stücke verwendet werden und belegen gegenüber potenziellen Arbeitgebenden das erworbene Können.
- Durchführung einer vollständigen Nutzerforschung für ein selbst gewähltes Szenario
- Erstellung einer vollständigen Persona einschließlich Empathy Map und Journey Map
- Entwicklung eines Prototyps von der Skizze bis zum klickbaren Modell
- Planung und Auswertung eines eigenen Usability-Tests
- Dokumentation aller Designentscheidungen in einem strukturierten UX-Bericht
- Peer-Review-Sessions zur gegenseitigen Bewertung und Verbesserung der Arbeitsergebnisse
- Reflexion des eigenen Lernfortschritts und Ableitung weiterer Entwicklungsziele
- Aufbau eines ersten UX-Portfolios mit mindestens einem abgeschlossenen Fallbeispiel
- Präsentation des Abschlussprojekts vor der Lerngruppe und dem Kurscoaching-Team
- Nutzung englischsprachiger Fachdokumentation und internationaler UX-Ressourcen
- Anwendung branchenüblicher Fachbegriffe in schriftlicher und mündlicher Kommunikation
- Einarbeitung in mindestens ein gängiges UX-Tool der Branche
Alle Praxisarbeiten werden begleitet und durch qualifiziertes Feedback der Lehrenden gestützt. Die entstehenden Portfolio-Materialien bereiten direkt auf reale Bewerbungssituationen im UX-Bereich vor.
Lernziele:
Nach Abschluss dieser Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, die grundlegenden Konzepte und Prinzipien des User Experience Designs zu erklären und anzuwenden. Sie kennen die zentralen Begriffe, Tools und Denkmodelle des UX-Felds und können diese im Arbeitsalltag einsetzen. Sie erstellen eigenständig Empathy Maps, Personas, User Stories und User Journey Maps, um Nutzerbedürfnisse strukturiert zu erfassen und darzustellen. Sie planen und führen Design-Sprints durch, um innerhalb kurzer Zeit von der Problemdefinition zu testbaren Prototypen zu gelangen. Sie beherrschen grundlegende Methoden der UX-Forschung wie qualitative Interviews, Usability-Tests und Heuristische Evaluation. Sie wenden iterative Designprozesse an und verbessern Produkte auf Basis von echtem Nutzerfeedback. Sie erstellen Low- und High-Fidelity-Prototypen und präsentieren Design-Entscheidungen strukturiert gegenüber Teams oder Auftraggebenden. Sie verstehen die Unterschiede zwischen UX-Design, UI-Design und Interaction Design und verorten ihre eigene Rolle im Produktentwicklungsprozess. Sie setzen internationale Fachbegriffe des UX-Felds sicher ein und erschließen englischsprachige Fachliteratur und Tool-Dokumentationen. Sie arbeiten mit branchenüblichen Design-Tools und können im Team an gemeinsamen Projekten arbeiten. Sie reflektieren eigene Entwürfe kritisch und leiten begründete Verbesserungsmaßnahmen ab.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung ist für alle Personen geeignet, die in das Berufsfeld UX-Design einsteigen oder vorhandene Kenntnisse systematisch ausbauen möchten. Sie eignet sich sowohl für Quereinsteigende als auch für Personen mit Design- oder technischem Hintergrund.
- Berufseinsteiger:innen ohne Vorerfahrung im Design, die eine Karriere im UX-Bereich anstreben
- Web-Entwickler:innen und Frontend-Entwickler:innen, die ihr Verständnis für nutzerzentriertes Design vertiefen möchten
- Grafikdesigner:innen und Kommunikationsdesigner:innen, die den Schritt in die digitale UX-Welt wagen
- Produktmanager:innen und Marketing-Fachleute, die enger mit Design-Teams zusammenarbeiten
- Personen in beruflicher Neuorientierung mit hoher Digitalaffinität und Interesse an Kreativität und Technologie
Die Weiterbildung setzt gute Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 voraus, da Kursmaterialien, Aufgaben und Kommunikation überwiegend auf Deutsch stattfinden. Grundlegende Englischkenntnisse sind empfehlenswert, da viele UX-Fachbegriffe englischen Ursprungs sind und internationale Ressourcen erschlossen werden. Technische Vorkenntnisse in Design oder Programmierung sind nicht erforderlich — eine hohe Digitalaffinität und die Bereitschaft, neue Software-Werkzeuge zu erlernen, sind jedoch wichtig. Erfahrungen mit gängiger Bürosoftware und dem eigenständigen Arbeiten am Computer werden als selbstverständlich vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten, das selbstgesteuertes Online-Lernen mit angeleiteten Einheiten verbindet. Kursinhalt und Lernmaterialien stehen digital zur Verfügung und wurden auf Basis des Google-UX-Design-Curriculums entwickelt, das über Coursera zugänglich ist. Praktische Übungen, Projekte und Peer-Feedback-Runden fördern die aktive Auseinandersetzung mit dem Stoff. Lehrende begleiten den Lernprozess und geben qualifiziertes Feedback zu den eingereichten Arbeitsergebnissen.
Die Weiterbildung dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat und wird in Vollzeit absolviert. Die genaue Stundenanzahl richtet sich nach dem jeweiligen Anbieter und der Kursstruktur der einzelnen Module. Durch das intensive Vollzeitformat können die Inhalte in einem kompakten Zeitraum vollständig erarbeitet werden, was einen schnellen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt oder die Vorbereitung auf weiterführende Kurse ermöglicht.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsträgers. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über die Coursera-Plattform ein externes Zertifikat zu erlangen, das von Coursera ausgestellt wird und international bekannt ist. Eine gesonderte Abschlussprüfung durch Microsoft oder eine staatliche Institution findet nicht statt. Das Zertifikat belegt gegenüber Arbeitgebenden die Teilnahme an einer strukturierten und inhaltlich anerkannten Weiterbildung im Bereich UX-Design.
Nutzen & Perspektiven
UX-Design gehört zu den am stärksten wachsenden Berufsfeldern in der digitalen Wirtschaft. Unternehmen aller Branchen investieren zunehmend in nutzerzentrierte Produktentwicklung, weil gute User Experience direkt mit Kundenzufriedenheit, Conversion-Raten und Markenbindung zusammenhängt. Wer fundierte UX-Kenntnisse vorweisen kann, besitzt einen deutlichen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt — ob im Angestelltenverhältnis, als Freelancer oder in der eigenen Produktentwicklung. Diese Weiterbildung bietet eine praxisnahe und strukturierte Einstiegsmöglichkeit, die genau auf die Anforderungen des Berufsfelds abgestimmt ist. Die Kombination aus Google-entwickeltem Lehrmaterial, Coursera-Infrastruktur und persönlicher Begleitung durch AZAV-zertifizierte Bildungsträger sorgt für ein Lernerlebnis auf internationalem Niveau mit gleichzeitiger Förderbarkeit im deutschen Bildungssystem. Die Inhalte sind nicht nur theoretisch fundiert, sondern direkt auf die berufliche Praxis ausgerichtet: Portfolioprojekte, Nutzerforschung und Prototypen entstehen im Kurs und können unmittelbar in Bewerbungsunterlagen eingesetzt werden. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter förderbar. Je nach individueller Situation kommen auch Leistungen nach dem Qualifizierungschancengesetz, Förderungen der Deutschen Rentenversicherung, Maßnahmen im Rahmen der Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) oder Leistungen zur beruflichen Rehabilitation in Betracht. Die Förderberatung erfolgt in der Regel durch den jeweiligen Träger oder die zuständige Agentur für Arbeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse im Design, um diesen Kurs zu belegen?
Nein, Vorkenntnisse im Design sind nicht erforderlich. Der Kurs startet auf Einsteigerniveau und führt schrittweise zu fortgeschrittenen Inhalten. Eine hohe Digitalaffinität und die Bereitschaft, neue Tools zu erlernen, sind jedoch wichtig, um den Inhalten gut folgen zu können.
Welches Zertifikat erhalte ich nach Abschluss?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des durchführenden Bildungsträgers. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über Coursera ein extern anerkanntes Zertifikat zu erlangen, das auf dem Google-UX-Design-Curriculum basiert.
Ist der Kurs über einen Bildungsgutschein förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter förderbar. Auch Förderungen nach dem Qualifizierungschancengesetz oder der Deutschen Rentenversicherung können je nach individueller Situation in Betracht kommen.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten, das Online-Selbststudium mit angeleiteten Lernphasen kombiniert. Er findet in Vollzeit statt und dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat.
Kann ich nach dem Kurs direkt als UX-Designer arbeiten?
Der Kurs bereitet auf Einstiegspositionen im UX-Bereich vor und vermittelt alle grundlegenden Kompetenzen für Junior-Rollen. Die im Kurs erstellten Portfolio-Projekte können direkt in Bewerbungsunterlagen eingesetzt werden. Für Senior-Positionen sind weitere Berufserfahrung und ggf. Folgeweiterbildungen empfehlenswert.
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