Überblick
Generative Bild-KI hat kreative Workflows grundlegend verändert. Mittels Sprachbefehlen (Prompts) lassen sich heute Bildkonzepte, Interface-Mockups, Marketingvisuals und Prototypenillustrationen in Sekunden generieren — und anschließend in Werkzeugen wie Adobe Photoshop verfeinern. Dieser Kurs verbindet diese neue Arbeitstechnik mit einer fundierten UX-Ausbildung: Teilnehmende lernen nicht nur, KI-Bilder zu erzeugen, sondern sie in nutzerzentrierte Designprozesse einzubinden — vom ersten Konzept über interaktive Prototypen bis zur Usability-Evaluation. Abgerundet wird die Weiterbildung durch Web-Analytics, Marketingwissen und die Vorbereitung auf das BCS UX-Design-Zertifikat.
Kursinhalte & Lernziele
Adobe Photoshop (ca. 4 Wochen) Adobe Photoshop bleibt das führende Werkzeug für die professionelle Nachbearbeitung generativer KI-Bilder. Wer KI-generierte Visuals für reale Design-Projekte nutzen will, muss sie freistellen, in Layouts integrieren, in der Auflösung anpassen und mit anderen Bildelementen kombinieren können. Dieser Block legt das handwerkliche Fundament dafür.
- Photoshop-Arbeitsbereich und Werkzeugpalette
- Ebenen, Masken und Compositing
- Objekte freistellen mit KI-gestützten Auswahlwerkzeugen
- Auflösung anpassen und Scharfzeichnungsfilter einsetzen
- Farbkorrektur und Bildoptimierung für Screen und Print
- KI-generierte Bilder in bestehende Layouts einpassen
Prompt Engineering — Bildgenerierung mit KI (ca. 4 Wochen) Dieser Block ist das Herzstück des Kurses: Teilnehmende lernen, wie bildgenerierende Modelle funktionieren, worin sie sich unterscheiden und wie man Prompts so formuliert, dass die Ausgaben den kreativen Anforderungen entsprechen. Die Verbindung von Text- und Bildkreation wird praxisnah erprobt — von einfachen Skizzenideen bis zu stildefinierten Visualisierungen.
- Anwendungsfelder generativer KI im visuellen Kontext
- Funktionsweise und Unterschiede bildgenerierender Modelle (z. B. diffusionsbasierte Ansätze)
- Prompting-Strategien für Stil, Komposition und Stimmung
- Kombinierte Text-Bild-Kreation für UX- und Marketingzwecke
- Qualitätskontrolle und Nachbearbeitung KI-generierter Bilder
- Rechtliche Aspekte und Urheberfragen beim KI-Bildeinsatz
UX-Designer inkl. BCS UX-Design-Zertifizierung (ca. 4 Wochen) UX-Design ist mehr als visuelles Gestalten — es ist eine methodische Disziplin, die Nutzerbedürfnisse systematisch erfasst und in intuitiv bedienbare Interfaces übersetzt. Dieser Block deckt den Stoff der BCS UX-Design-Prüfung ab und verbindet Theorie mit praktischen Designübungen.
- User-Centered Design Principles und ihre Bedeutung für Projekte
- User Research: Interviews, Beobachtungen, Kontextanalysen
- Personas entwickeln und Nutzungsszenarien beschreiben
- Usability-Evaluation: Methoden und Metriken
- Informationsarchitektur und Interaktionsmuster
- Prototyping-Techniken: Low-Fidelity bis High-Fidelity
Medienberater — User Centered Design und UX-Prototyping (ca. 4 Wochen) Während der BCS-Block die konzeptionellen Grundlagen legt, fokussiert dieser Modul-Block auf die strukturelle und iterative Designarbeit. Im Vordergrund stehen nutzerfreundliche Konzeptionen, visuell durchdachte Prototypen und die Kommunikation von Designentscheidungen im Team oder gegenüber Kunden.
- Nutzerzentrierung als Designprinzip operationalisieren
- Konzeptionelle und strukturelle Gestaltung von Interfaces
- Visuelles Design und Gestaltgesetze anwenden
- Interaktive Prototypen erstellen und testen
- Designiterationen auf Basis von Nutzerfeedback durchführen
- Qualitätssicherung und Kommunikation im Designprozess
E-Marketing-Entwickler — Web-Analysen und Web-Performance (ca. 4 Wochen) UX-Design entsteht nicht im Vakuum: Ob ein Interface wirklich funktioniert, zeigen Nutzungsdaten. Dieser Block vermittelt, wie Web-Analytics-Tools eingesetzt werden, um User-Verhalten zu analysieren und Designentscheidungen datenbasiert zu begründen. Auch Landingpage-Optimierung und Targeting-Methoden werden behandelt.
- Innovative Technologien im Web-Monitoring
- Qualitätsmanagementsysteme und Analyse-Frameworks
- Landingpages konzipieren und optimieren
- Behavioral Targeting und Nutzerverhaltensmuster
- A/B-Testing und Conversion-Optimierung
Spezielles Marketing und Kaufentscheidungsprozesse (ca. 4 Wochen) Um digitale Produkte und UX-Lösungen wirksam zu positionieren, braucht es ein Verständnis von Marketingprozessen und Nutzerentscheidungen. Dieser Block verbindet strategisches Marketing mit psychologischen Grundlagen der Kaufentscheidung — ein wichtiges Wissen für Designer, die auch die kommunikative Wirkung ihrer Arbeit steuern wollen.
- Marketingprozesse planen und steuern
- Zielgruppen segmentieren und Marktanalysen durchführen
- Marketingmix für digitale Produkte einsetzen
- Kundenverhaltensforschung und Entscheidungspsychologie
- Erfolgsmessung und Kampagnencontrolling
Praxisanwendungen
- Moodboard aus KI-generierten Bildern für ein Interface-Konzept erstellen
- Photoshop-Compositing: KI-Bild + UI-Screenshot + Markenfarben
- UX-Audit einer bestehenden Website mit Usability-Methoden
- Persona und User Journey für eine mobile App entwickeln
- Low-Fidelity-Wireframe zu High-Fidelity-Prototyp ausarbeiten
- Web-Analytics-Bericht interpretieren und Optimierungsempfehlungen ableiten
- Landingpage-Konzept mit KI-generierten Visuals entwerfen
- Prompt-Experiment: Stilkonstanz über mehrere KI-generierte Bilder halten
- Accessibility-Check: barrierefreies Design prüfen und dokumentieren
- Marketinganalyse eines digitalen Produkts erstellen
- BCS-Prüfungsvorbereitung anhand von Fallstudien
- Portfolio-Piece: vollständiger UX-Prozess von Research bis Prototype
Lernziele:
- Generative Bild-KI-Modelle in ihrer Funktionsweise verstehen und gezielt auswählen
- Effektive Text-to-Image-Prompts für unterschiedliche Designkontexte formulieren
- Adobe Photoshop für Bildbearbeitung, Freistellung und Auflösungsoptimierung einsetzen
- User-Centered Design (UCD)-Methoden im Designprozess verankern
- User Research durchführen, Personas entwickeln und Nutzerbedürfnisse systematisch erheben
- Interaktive Prototypen gestalten und iterativ verbessern
- Informationsarchitekturen und Interaktionsmuster strukturieren
- Usability-Evaluationen planen und Erkenntnisse in Designentscheidungen umsetzen
- Web-Analytics-Daten interpretieren und zur Performance-Optimierung nutzen
- Landingpages und digitale Marketingmaßnahmen konzipieren
- Kaufentscheidungsprozesse verstehen und Marketingmaßnahmen zielgruppengerecht steuern
- Vorbereitung auf die externe BCS UX-Design-Zertifizierungsprüfung
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung spricht kreative Fachleute an, die ihr Designrepertoire um generative KI erweitern wollen und gleichzeitig eine validierte UX-Qualifikation anstreben. Gute Englischkenntnisse sind empfehlenswert, da viele KI-Tools sowie die BCS-Prüfungsmaterialien auf Englisch ausgelegt sind.
- Mediengestalterinnen und -gestalter Digital, die KI in ihre Workflows integrieren wollen
- Web-Designer, die in die UX-Disziplin einsteigen möchten
- Content Creator, die professionelle Visuals mit KI erstellen und nachbearbeiten wollen
- Marketing-Fachleute mit gestalterischer Affinität
- Quereinsteiger in UX und Digital Design mit kreativem Hintergrund
Eine abgeschlossene Ausbildung im medien-, design- oder IT-nahen Bereich, ein Studium (auch ohne Abschluss) oder vergleichbare Berufserfahrung ist Zugangsvoraussetzung. Grundlegende EDV- und Internetkenntnisse werden vorausgesetzt. Da viele KI-Bildgenerierungs-Tools und die BCS-Dokumentation auf Englisch verfasst sind, werden gute Englischkenntnisse empfohlen — stärker als bei anderen Kursen aus dieser Reihe. Vor Kursbeginn findet ein Fachgespräch zur Eignungsfeststellung statt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs läuft in Vollzeit im Combined-Learning-Format. Kreative Werkzeuge wie Photoshop und KI-Bildgeneratoren eignen sich besonders gut für praxisnahe Lernsequenzen: Teilnehmende arbeiten an konkreten Designprojekten, erproben verschiedene Prompting-Ansätze und iterieren ihre Ergebnisse auf Basis von Feedback. UX-Methoden wie Nutzerinterviews oder Usability-Tests werden simuliert oder im Kurskontext realitätsnah durchgeführt.
Der Kurs läuft in Vollzeit über mehr als drei Monate bis zu sechs Monaten. Er setzt sich aus sechs Modulblöcken von je ca. vier Wochen zusammen. Genaue Stundenzahlen und Termine erfragen Sie beim Anbieter.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Kurszertifikat. Darüber hinaus bereitet der Kurs auf die externe Prüfung zum BCS UX-Design-Zertifikat vor — einem anerkannten Nachweis, der vom British Computer Society vergeben wird. Die BCS-Prüfung ist eine eigenständige externe Zertifizierungsprüfung. Das Ablegen und Bestehen liegt in der eigenen Verantwortung der Teilnehmenden.
Nutzen & Perspektiven
Generative KI verändert den Designberuf, ohne ihn zu ersetzen — aber sie verändert ihn so grundlegend, dass Fachleute, die diesen Wandel ignorieren, mittelfristig an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen werden. Wer Prompting als Designkompetenz versteht und KI-Bilder professionell nachbearbeiten kann, arbeitet schneller, flexibler und mit einem deutlich erweiterten visuellen Repertoire. Dieser Kurs vermittelt genau diese Verbindung. Das BCS UX-Design-Zertifikat gibt der Qualifikation einen international validierten Rahmen. Im Unterschied zu reinen Portfolio-Kursen können Absolventinnen und Absolventen ihre Kompetenzen in Usability, User Research und Interaktionsdesign durch einen anerkannten Nachweis belegen — was in Bewerbungsverfahren und bei Kundenakquise einen messbaren Unterschied macht. Die Kombination aus Photoshop-Handwerk, KI-Bildgenerierung, UX-Methodik und Web-Analytics ist für den modernen Medienberuf nahezu ideal: Sie deckt den gesamten Bogen von der kreativen Idee über die nutzerzentrierte Umsetzung bis zur datenbasierten Erfolgsmessung ab — eine Gesamtkompetenz, die kein Einzelkurs in dieser Dichte abbilden kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche bildgenerierenden KI-Tools werden im Kurs behandelt?
Der Kurs behandelt die Grundprinzipien und Unterschiede bildgenerierender Modelle sowie Strategien der KI-gestützten Inhaltserstellung. Konkrete Werkzeuge wie Midjourney, DALL·E oder Stable Diffusion werden im Kontext ihrer Einsatzfelder besprochen. Fragen Sie den Anbieter nach der genauen Toolpalette im aktuellen Kursjahrgang.
Was ist das BCS UX-Design-Zertifikat?
Das BCS UX-Design-Zertifikat wird vom British Computer Society ausgestellt und ist ein international anerkannter Nachweis für nutzerzentrierte Gestaltungskompetenz. Es belegt Kenntnisse in User Research, Usability, Prototyping und Interaktionsdesign.
Brauche ich Vorkenntnisse in Photoshop oder Design?
Grundlegende EDV-Kenntnisse und Internetkenntnisse werden vorausgesetzt. Vorkenntnisse in Photoshop oder Design sind nützlich, aber nicht zwingend erforderlich. Gute Englischkenntnisse werden empfohlen, da viele KI-Tools und Dokumentationen auf Englisch sind.
Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs läuft in Vollzeit über mehr als drei Monate bis sechs Monate. Er besteht aus sechs Modulblöcken von je ca. vier Wochen Dauer.
Ist der Kurs förderfähig?
Ja, der Kurs ist nach AZAV zugelassen. Bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen ist eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich.
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- Mediengestalter/Mediengestalterin Digital und Print Fachrichtung Digitalmedien240 Stellen
- Medienproduktion (grundständig)59 Stellen
- Mediengestalter/Mediengestalterin - Bild und Ton13 Stellen