Überblick
Der Kurs AI-050T00 vermittelt eine fundierte, praxisorientierte Einführung in die Entwicklung generativer KI-Lösungen auf Basis des Azure OpenAI Service. Teilnehmende lernen, wie sie leistungsstarke KI-Modelle erstellen, konfigurieren und in bestehende Anwendungen integrieren können. Der Kurs deckt die gesamte Bandbreite von den theoretischen Grundlagen generativer KI über die praktische Nutzung der Azure OpenAI APIs bis hin zu Modelltraining, Feinabstimmung und realen Anwendungsszenarien ab. Ziel ist es, praxisrelevante Kenntnisse zu vermitteln, die Entwicklerinnen und Entwickler, Architekten und KI-Fachkräfte unmittelbar in Projekten einsetzen können. Der Kurs ist als anerkannte Microsoft-Weiterbildung positioniert und adressiert den wachsenden Bedarf an praktischem Know-how im Bereich generativer KI in der Cloud.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt die konzeptionellen Grundlagen generativer KI. Teilnehmende lernen, wie Sprachmodelle funktionieren, was Large Language Models (LLMs) von traditionellen Modellen unterscheidet und wie Azure als Plattform für KI-Entwicklung positioniert ist. Der Azure OpenAI Service und seine Kernfunktionalitäten werden vorgestellt.
- Grundlagen generativer KI und Large Language Models (LLMs)
- Architekturprinzipien von Transformer-Modellen verstehen
- Azure OpenAI Service einrichten und Ressourcen bereitstellen
- Verfügbare Modelle und Modellvarianten im Azure OpenAI Service kennenlernen
- Sicherheits- und Zugangsverwaltung im Azure Portal konfigurieren
- Unterschiede zwischen Completion, Chat Completion und Embedding-APIs
Das zweite Modul behandelt die praktische Nutzung der Azure OpenAI APIs und Prompt Engineering. Hier erlernen Teilnehmende, wie sie API-Anfragen strukturieren, Parameter sinnvoll wählen und Prompts so formulieren, dass die Modellausgaben präzise und nutzbar werden. Typische Anwendungsszenarien werden anhand von Praxisbeispielen durchgearbeitet.
- Azure OpenAI REST API und SDK nutzen
- Prompt Engineering: Grundtechniken für zuverlässige Ausgaben
- Systemrollen und Few-Shot-Learning in Chat-Completion-Anfragen einsetzen
- Temperatur, Top-P und andere Generierungsparameter sinnvoll steuern
- Ausgaben filtern und mit Content-Filtering-Mechanismen arbeiten
- Tokenisierung und Kontextlänge in der API-Nutzung berücksichtigen
Das dritte Modul widmet sich der Modellanpassung und Weiterentwicklung. Teilnehmende lernen, wie Fine-Tuning durchgeführt wird, um Modelle auf spezifische Aufgaben oder Domänen zu spezialisieren. Embedding-Modelle und semantische Suche eröffnen weitere Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmensanwendungen.
- Fine-Tuning eines Azure OpenAI Modells mit eigenen Trainingsdaten
- Daten für das Fine-Tuning aufbereiten und validieren
- Embedding-Modelle für semantische Suche und Ähnlichkeitsbewertung einsetzen
- Vektordatenbanken als Ergänzung zu Azure OpenAI verstehen
- Retrieval-Augmented Generation (RAG) als Architekturmuster implementieren
- Evaluationsmetriken für KI-generierte Ausgaben definieren und messen
Das vierte Modul verbindet alle Kompetenzen in der Integration generativer KI in reale Anwendungen. Teilnehmende entwickeln Chatbots, automatisieren Workflows und lernen, KI-Funktionen sicher in bestehende Unternehmensarchitekturen einzubetten. Governance und verantwortungsvoller KI-Einsatz werden als Querschnittsthema behandelt.
- Integration des Azure OpenAI Service in Webanwendungen und APIs
- Entwicklung eines Chatbot-Prototyps mit Azure OpenAI Chat Completion
- Automatisierung von Aufgaben wie Textzusammenfassung und Klassifikation
- Sicherheitsaspekte und Governance beim Einsatz von KI in Unternehmen
- Kostenmanagement und Nutzungsgrenzen des Azure OpenAI Service
- Deployment und Monitoring generativer KI-Lösungen in Azure
Im hands-on Laborteil setzen Teilnehmende alle Konzepte in eigenen Azure-Umgebungen um und entwickeln einen funktionsfähigen Prototyp.
- Einrichten des Azure OpenAI Service in einer persönlichen Azure-Ressourcengruppe
- Erste API-Anfragen an GPT-Modelle über die REST API und das SDK stellen
- Prompt-Engineering-Übung: qualitative Ausgaben durch gezielte Prompts erzeugen
- Entwicklung eines einfachen Chatbots mit Chat-Completion-API
- Fine-Tuning eines Modells auf einem kleinen domänenspezifischen Datensatz
- Implementierung einer semantischen Suche mit Embedding-Modellen
- Aufbau eines RAG-Prototyps mit externer Wissensbasis
- Integration einer OpenAI-Funktion in eine Beispiel-Webanwendung
- Nutzung von Content-Filtering-Mechanismen und Konfiguration von Sicherheitsfiltern
- Automatisierung einer Zusammenfassungsaufgabe mit mehreren Dokument-Inputs
- Kostenanalyse einer geplanten KI-Lösung anhand von Token-Verbrauchsszenarien
- Abschlussprojekt: Konzeption und Prototyp einer eigenen generativen KI-Anwendung
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses verstehen Teilnehmende die grundlegenden Konzepte und Funktionsweisen generativer KI-Modelle, insbesondere Transformer-basierter Sprachmodelle. Sie können den Azure OpenAI Service einrichten und konfigurieren sowie Zugangsberechtigungen verwalten. Teilnehmende sind in der Lage, die Azure OpenAI APIs gezielt anzusprechen und Anfragen zu strukturieren, um qualitativ hochwertige Ausgaben zu erzielen. Sie beherrschen grundlegende Prompt-Engineering-Techniken, um KI-Ausgaben gezielt zu steuern. Sie können KI-Modelle durch Fine-Tuning an spezifische Anwendungsfälle anpassen. Teilnehmende wissen, wie generative KI-Lösungen in Webanwendungen, Chatbots und Automatisierungsprozesse integriert werden. Sie verstehen Konzepte wie Embedding und semantische Suche und können diese in Projekten einsetzen. Sie kennen Sicherheits- und Governance-Aspekte beim Einsatz generativer KI in Unternehmensumgebungen. Teilnehmende sind in der Lage, generierte Ausgaben zu evaluieren und Qualitätskriterien zu definieren. Sie können Kostenperspektiven und Nutzungsmodelle des Azure OpenAI Service einschätzen. Sie verfügen über praktische Erfahrung durch die Durchführung von Labors und Projekten. Sie sind vorbereitet, eigenständig innovative KI-Projekte mit Azure OpenAI zu planen und umzusetzen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, KI-Ingenieure, Cloud-Architekten und technische Fachkräfte, die generative KI-Lösungen auf Basis von Azure entwickeln und implementieren möchten. Grundlegende Programmierkenntnisse und erste Erfahrungen mit der Azure-Plattform sind empfehlenswert.
- Softwareentwickler und Backend-Entwickler, die KI-Funktionen in Anwendungen integrieren möchten
- Azure-Cloudarchitekten und Solution Architects mit Interesse an KI-Workloads
- KI-Ingenieure und Machine-Learning-Fachkräfte, die auf generative Modelle spezialisieren wollen
- Technische Führungskräfte und Teamleads, die fundiertes Verständnis für generative KI benötigen
- Berufseinsteigerinnen und -einsteiger mit technischem Hintergrund, die sich auf KI-Entwicklung spezialisieren
Grundlegende Programmierkenntnisse in Python oder einer anderen gängigen Programmiersprache sind empfehlenswert. Erste Erfahrungen mit der Microsoft Azure-Plattform, insbesondere dem Azure Portal und REST APIs, erleichtern den Einstieg. Grundlegende Kenntnisse in maschinellem Lernen oder Datenwissenschaft sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Vor Seminarbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, in dem ein individueller Lernplan entwickelt wird.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning angeboten, das Online-Selbstlernphasen mit betreuten Unterrichtseinheiten kombiniert. Zusätzliche reine Online-Seminarformate sind verfügbar. Das Lernformat setzt auf einen starken Praxisanteil mit Laborübungen, Projekten und realen Anwendungsszenarien. Theoretische Inhalte werden direkt mit praktischen Übungen verknüpft. Vollzeit- und Teilzeitvarianten werden angeboten.
Die Dauer des Kurses beträgt überwiegend mehr als eine Woche bis zu einem Monat; in manchen Varianten auch bis zu drei Monate. Die genaue Laufzeit hängt vom gewählten Format und dem Umfang der Laborprojekte ab. Vollzeit und Teilzeit sind verfügbar; individuelle Starttermine können abgestimmt werden.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein trägerinternes Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers. Der Kurs kann als Vorbereitung auf weiterführende Microsoft Azure AI-Zertifizierungen wie die Azure AI Engineer Associate-Prüfung (AI-102) genutzt werden.
Nutzen & Perspektiven
Generative KI ist eine der transformativsten Technologien der aktuellen Dekade. Fachkräfte, die praktische Erfahrung in der Entwicklung von KI-Lösungen mit Azure OpenAI mitbringen, sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Der Kurs vermittelt nicht nur theoretisches Grundlagenwissen, sondern konkrete Implementierungskompetenzen, die direkt in Projekten eingesetzt werden können. Der Azure OpenAI Service ist ein leistungsstarkes, skalierbar in der Microsoft Azure-Cloud betriebenes Angebot, das die Nutzung von GPT-Modellen, Codex und anderen generativen Modellen in Unternehmensanwendungen ermöglicht. Wer die Plattform beherrscht, kann innovative Lösungen schneller entwickeln und gleichzeitig von der Skalierbarkeit, Sicherheit und Compliance-Konformität der Azure-Cloud profitieren. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Auch Leistungen nach dem Qualifizierungschancengesetz, Förderungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) kommen je nach individueller Situation als Förderquellen in Frage.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Programmierkenntnisse werden für den Kurs empfohlen?
Grundlegende Programmierkenntnisse in Python oder einer vergleichbaren Sprache sind empfehlenswert. Erste Erfahrungen mit REST APIs und dem Azure Portal erleichtern den Einstieg. ML-Kenntnisse sind hilfreich, aber kein zwingendes Eintrittskriterium.
Bereitet dieser Kurs auf eine Microsoft-Zertifizierungsprüfung vor?
Ja, der Kurs AI-050T00 kann als Vorbereitung auf die Azure AI Engineer Associate-Prüfung (AI-102) genutzt werden. Er vermittelt die grundlegenden generativen KI-Kompetenzen, die in dieser und weiteren Azure-KI-Zertifizierungen relevant sind.
Was ist der Unterschied zwischen dem Azure OpenAI Service und der öffentlichen OpenAI API?
Der Azure OpenAI Service nutzt dieselben Modelle wie die öffentliche OpenAI API, bietet aber Unternehmensvorteile wie Azure-eigene Sicherheits- und Compliance-Zertifizierungen, Private Networking, Role-Based Access Control (RBAC) und SLAs. Für Unternehmensanwendungen ist der Azure-Service in der Regel vorzuziehen.
Kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Auch Leistungen nach dem Qualifizierungschancengesetz oder der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach Situation infrage. Eine individuelle Beratung vor der Anmeldung ist empfohlen.
Was versteht man unter Retrieval-Augmented Generation (RAG) im Kurskontext?
RAG ist ein Architekturmuster, bei dem ein Sprachmodell bei der Antwortgenerierung auf externe Wissensquellen zugreift, anstatt ausschließlich auf sein gespeichertes Training zurückzugreifen. Das Modell sucht relevante Informationen in einer Wissensbasis und integriert diese in die Antwort. Der Kurs zeigt, wie RAG mit Azure OpenAI und Vektordatenbanken implementiert wird.
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