Überblick
Dieser Kurs kombiniert die Entwicklung von KI-Anwendungen mit dem expliziten Fokus auf Barrierefreiheit und Inklusion, ein Schwerpunkt, der in der gängigen KI-Ausbildungslandschaft selten so konsequent verankert ist. Teilnehmende erlernen Python for Data Science, Grundlagen von Azure AI und die Methoden der KI-Entwicklung nach CAIP-Standard und setzen all das in Szenarien um, die Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen einschließen. Vier Zertifizierungsmodule rahmen die Inhalte: Microsoft AI-900, Python-Kompetenzen, CertNexus CAIP und EXIN BCS Artificial Intelligence Foundation. Entwicklerinnen und Entwickler, die KI-Systeme für eine diverse Nutzerschaft gestalten möchten, finden hier einen strukturierten Einstieg.
Kursinhalte & Lernziele
Microsoft AI-900: Azure AI Fundamentals mit Accessibility-Bezug Das erste Modul legt die konzeptionelle Grundlage für Azure-basierte KI-Dienste und führt die Accessibility-Perspektive von Anfang an ein. Responsible AI wird nicht als abstrakte Forderung behandelt, sondern direkt mit konkreten Barrierefreiheitsfragen verknüpft.
- Azure AI Services im Überblick: Vision, Sprache, Entscheidung, Wissensverarbeitung
- Grundlagen von Machine Learning und Responsible AI
- Cognitive Services für barrierefreie Anwendungen: Sprach-zu-Text, Bildanalyse, Text-zu-Sprache
- Accessibility in KI-Systemen: Anforderungen und Umsetzungsmuster
- Praxisprojekt: Inklusiver Chatbot mit Azure AI und Accessibility-Features
Python for Data Science mit barrierefreier Visualisierung Dieses Modul vermittelt Python als Werkzeug für Datenarbeit und hebt die Anforderungen an inklusive Datenvisualisierung hervor. Nicht jede Darstellungsform ist für alle Nutzerinnen und Nutzer zugänglich; dieser Kursabschnitt zeigt, wie man Visualisierungen so gestaltet, dass sie auch für Menschen mit Seheinschränkungen nutzbar sind.
- Python Basics: Variablen, Schleifen, Funktionen
- Pandas für Datenimport, -bereinigung und -transformation
- Barrierefreie Visualisierungen mit matplotlib und alternativen Ausgabeformen
- Accessible-Design-Prinzipien für Datenprodukte
- Praxisprojekt: Barrierefreie Datenvisualisierung mit Python
CertNexus CAIP: KI-Methoden und inklusive KI-Systeme CAIP (Certified Artificial Intelligence Practitioner) bietet den methodischen Rahmen für die Entwicklung von KI-Lösungen. In diesem Modul wird die CAIP-Systematik auf inklusive Szenarien angewendet: Modelle werden darauf geprüft, ob sie für diverse Nutzergruppen fair und verlässlich funktionieren.
- KI-Algorithmen und Verfahren: Klassifikation, Regression, Clustering
- Deep-Learning-Architekturen und ihre Accessibility-Relevanz
- Generative KI-Ansätze und ihre Einsatzmöglichkeiten für inklusive Anwendungen
- Bias-Erkennung und -Reduktion in KI-Modellen
- Praxisprojekt: Inklusives KI-Modell mit Accessibility-Unterstützung
EXIN BCS Artificial Intelligence Foundation Das EXIN-BCS-Modul bietet eine breit angelegte Einführung in KI-Grundlagen aus europäischer Perspektive. Die Verbindung von KI-Methoden mit konkreten Unternehmensanwendungen steht im Vordergrund, wobei Accessibility als Querschnittsthema durchgehend präsent bleibt.
- Grundlagen der Künstlichen Intelligenz: Geschichte, Paradigmen, Grenzen
- Überblick über ML-Verfahren und ihre Einsatzfelder
- KI in Unternehmensanwendungen: Fallbeispiele mit Accessibility-Fokus
- Praxisprojekt: Barrierefreie KI-Anwendung für einen konkreten Unternehmenskontext
Praxisblock: Inklusive KI-Projekte von Anfang bis Ende Im abschließenden Praxisblock verbinden Teilnehmende alle Modulkompetenzen in einem integrierten Projekt. Die Anforderungsanalyse schließt Accessibility-Kriterien explizit ein; Umsetzung und Test erfolgen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzungsszenarien.
- Anforderungserhebung für barrierefreie KI-Systeme
- Auswahl geeigneter Azure-Dienste für Accessibility-Szenarien
- Implementierung eines Python-basierten Prototyps mit Accessibility-Features
- Testen mit Screenreadern, alternativen Eingabemethoden und Farbkontrast-Tools
- Dokumentation eines inklusiven KI-Entwicklungsprozesses
- Stakeholder-Kommunikation: Accessibility-Anforderungen verständlich vermitteln
- Review und Qualitätssicherung unter Berücksichtigung von WCAG-Richtlinien
- Einbindung von Nutzerfeedback in die Modellverbesserung
- Abschlusspräsentation des inklusiven KI-Projekts
- Kritische Auseinandersetzung: Wo stoßen aktuelle KI-Systeme in Bezug auf Inklusion noch an Grenzen?
- Ausblick auf aktuelle Forschungsfelder zu Accessibility und KI
Inklusion im KI-Kontext bedeutet mehr als das Einhalten von Checklisten: Es geht darum zu verstehen, wie Technologie für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Beeinträchtigungen tatsächlich nutzbar wird, und wie man das bei der Modellentwicklung von Beginn an einplant.
Lernziele:
- Azure AI Services und die Prinzipien von Responsible AI kennen und anwenden (AI-900)
- Inklusive Chatbots und Sprachassistenten mit Accessibility-Features entwickeln
- Python-Grundlagen für Datenverarbeitung und Datenanalyse einsetzen
- Daten für inklusive Anwendungen aufbereiten und barrierefrei visualisieren
- KI-Algorithmen, Deep-Learning-Architekturen und generative KI-Ansätze verstehen (CAIP)
- KI-Systeme mit gezielter Accessibility-Unterstützung konzipieren und prototypisch umsetzen
- Grundlegende KI-Methoden und ML-Verfahren nach EXIN-BCS-Standard einordnen
- Barrierefreie KI-Anwendungen für unterschiedliche Nutzergruppen entwickeln
- Unternehmensanwendungen mit Accessibility-Fokus planen und bewerten
- KI-Projekte mit Blick auf gesellschaftliche Verantwortung und Inklusion gestalten
- Praxisprojekte von der Anforderungsanalyse bis zur prototypischen Umsetzung durchführen
- Fachliche KI-Kompetenz mit WCAG-verträglichen Designprinzipien verbinden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an technisch versierte Personen, die KI-Anwendungen entwickeln und dabei Accessibility als integralen Bestandteil verstehen möchten.
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die barrierefreie KI-Systeme konzipieren wollen
- IT-Fachkräfte mit ersten Python- oder Azure-Erfahrungen, die sich auf Inclusive Design spezialisieren
- Data Analysts, die Datenprodukte für diverse Nutzergruppen gestalten möchten
- UX-nahe Entwicklerinnen und Entwickler mit Interesse an der technischen KI-Seite
- KI-Entwicklerinnen und -Entwickler, die ihren Fokus gezielt um Accessibility-Kompetenzen erweitern wollen
Grundkenntnisse in Programmierung und Datenanalyse sind hilfreich. Erste Erfahrungen mit Python oder Microsoft Azure erleichtern den Einstieg. Empfohlen wird die Microsoft AZ-900-Zertifizierung oder erste Python-Erfahrung. Spezifische Vorkenntnisse zu Barrierefreiheit sind nicht erforderlich; Accessibility-Konzepte werden im Kurs eingeführt und direkt in Übungen verankert.
Ablauf & Abschluss
Jedes Modul wird durch ein konkretes Praxisprojekt abgeschlossen, das den Accessibility-Fokus explizit aufgreift: inklusiver Chatbot, barrierefreie Visualisierung, inklusives CAIP-Modell und eine barrierefreie Unternehmensanwendung. Dieses durchgehende Praxisprinzip verhindert, dass Barrierefreiheit auf theoretische Leitlinien reduziert bleibt. Der Kurs findet online im Combined-Learning-Format statt, wahlweise in Vollzeit oder Teilzeit, und ist deutschlandweit buchbar.
Der Kurs ist aufgrund seiner vier inhaltlichen Module und des integrierten Praxisblocks mehrwöchig ausgelegt. Er wird hauptsächlich in Vollzeit angeboten, steht aber auch als Teilzeitvariante zur Verfügung. Alle Termine können bundesweit online absolviert werden.
Teilnehmende bereiten sich auf mehrere Zertifizierungen vor: Microsoft AI-900 (Azure AI Fundamentals), CertNexus CAIP (Certified Artificial Intelligence Practitioner) und EXIN BCS Artificial Intelligence Foundation. Die Zertifikate werden von den jeweiligen Ausstellerorganisationen Microsoft, CertNexus und EXIN vergeben. Ergänzend wird eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Barrierefreie KI-Entwicklung ist kein Nischenthema mehr: Europäische Barrierefreiheitsgesetze, EU-KI-Verordnung und wachsende Sensibilität für digitale Teilhabe machen Accessibility zur Anforderung, nicht zur Kür. Entwicklerinnen und Entwickler, die KI-Systeme von Anfang an inklusiv denken, sind in einer starken Position, sowohl im öffentlichen Sektor als auch in Unternehmen, die diverse Nutzerschaften bedienen. Die Verbindung aus mehreren anerkannten Zertifizierungen und einem durchgehenden Accessibility-Fokus schafft ein Profil, das so auf dem Weiterbildungsmarkt selten zu finden ist. Für Entwicklerinnen und Entwickler, die sich differenzieren möchten, ist dieser Kurs eine klare Positionierungsmöglichkeit in einer spezialisierten Nische mit wachsender Relevanz. Die Praxisprojekte, inklusiver Chatbot, barrierefreie Datenvisualisierung, CAIP-Modell mit Accessibility-Features und barrierefreie Unternehmensanwendung, bilden ein kohärentes Portfolio, das die Accessibility-Kompetenz über bloße Zertifikatstitel hinaus dokumentiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was macht den Accessibility-Fokus dieses Kurses aus?
Jedes der vier Module schließt mit einem Praxisprojekt, das Barrierefreiheit als zentrale Anforderung aufgreift: ein inklusiver Chatbot, barrierefreie Datenvisualisierungen, ein KI-Modell mit Accessibility-Unterstützung und eine barrierefreie Unternehmensanwendung. Accessibility ist damit kein Add-on, sondern durchgehend in die Kursstruktur eingebettet.
Muss ich bereits Kenntnisse zu Barrierefreiheit mitbringen?
Nein. Accessibility-Konzepte werden im Kurs eingeführt und in den Praxisprojekten direkt angewendet. Grundkenntnisse in Programmierung und Datenanalyse sind hilfreicher als Vorwissen zu Barrierefreiheit.
Welche Zertifizierungen erwerbe ich?
Der Kurs bereitet auf Microsoft AI-900, CertNexus CAIP und EXIN BCS Artificial Intelligence Foundation vor. Diese Zertifikate werden von den jeweiligen Herausgebern Microsoft, CertNexus und EXIN ausgestellt.
Für wen ist dieser Kurs besonders geeignet?
Besonders gut passt der Kurs zu Entwicklerinnen und Entwicklern, die ihr KI-Profil gezielt um Accessibility-Kompetenzen erweitern möchten, etwa weil sie im öffentlichen Sektor, bei NGOs oder in Unternehmen mit diversen Nutzergruppen arbeiten. Auch IT-Fachkräfte, die sich auf ein wachsendes Marktsegment spezialisieren möchten, profitieren.
Warum ist Accessibility in der KI-Entwicklung zunehmend wichtig?
Europäische Barrierefreiheitsgesetze und die EU-KI-Verordnung schaffen konkrete gesetzliche Anforderungen an digitale Systeme. Entwicklerinnen und Entwickler, die KI-Systeme barrierefrei gestalten können, sind für viele Unternehmen und Behörden ein gesuchtes Profil.
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