Überblick
Projektmanagement war schon immer eine disziplinübergreifende Aufgabe — doch mit der zunehmenden Verbreitung von KI in Unternehmen kommen neue Anforderungen hinzu: Wie plant man Projekte, in denen KI-Komponenten eine zentrale Rolle spielen? Wie kommuniziert man Risiken und Erwartungen an Stakeholder, wenn die KI-Ergebnisse probabilistisch sind? Und welche Projektmanagement-Methoden passen zu KI-Einführungsvorhaben, die selten nach klassischem Wasserfall-Ablauf laufen? Dieser Kombikurs beantwortet diese Fragen aus zwei Richtungen: Der AI-for-Business-Teil schärft das Verständnis für KI als Projektgegenstand und als Werkzeug im Projektmanagement selbst. Der PMP-Teil bereitet auf die international bekannteste Projektmanagement-Zertifizierung des Project Management Institute (PMI) vor — in ihrer heutigen Form, die prädiktive, agile und hybride Ansätze gleichwertig abbildet. Projektmanager, die KI-Projekte leiten oder planen, profitieren von dieser Kombination unmittelbar.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock AI for Business im Projektkontext betrachtet KI gezielt aus der Perspektive des Projektmanagements. Der Fokus liegt auf der Frage, was KI-Projekte von klassischen IT-Projekten unterscheidet — und welche Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationswerkzeuge Projektleiter brauchen, um KI-Vorhaben erfolgreich umzusetzen.
- KI als Projektziel und Projektmethode: Use Cases, Iterationsplanung und Deliverable-Definition
- Datengetriebene Planung: Forecasting, Ressourcenoptimierung und KI-gestützte Projekttools
- Stakeholder-Kommunikation zu KI-Vorhaben: Erwartungsmanagement und Erfolgsmetriken
- Risiken in KI-Projekten: Modellunsicherheit, Datenverfügbarkeit, regulatorische Auflagen
- Agile und iterative Projektansätze für KI-Implementierungen
Der zweite Modulblock PMP — Predictive Approaches deckt die klassischen Planungs- und Steuerungswerkzeuge des Projektmanagements ab. Diese Methoden bilden das Fundament der PMP-Prüfung und sind in prädiktiven Projekten universell einsetzbar.
- Projektcharta und Scope Management: WBS, Anforderungsdokumentation
- Termin- und Kostenplanung: Netzplantechnik, Critical Path Method, Kostenpläne
- Earned Value Management: CPI, SPI, EAC, Fortschrittsanalyse
- Qualitätsmanagement: Qualitätsplanung, -sicherung und -kontrolle
- Beschaffung und Vertragsmanagement: Make-or-Buy, RFP-Prozesse
Der dritte Modulblock PMP — Agile und Hybrid Approaches spiegelt die modernisierte PMP-Prüfung, die agile Methoden als gleichwertigen Bestandteil betrachtet. Dieser Teil ist besonders relevant für KI-Projekte, die iterativ entwickelt und kontinuierlich validiert werden.
- Scrum und Kanban im Projektmanagement: Sprint-Planung, Backlog-Management, Velocity
- Hybride Vorgehensmodelle: Wann prädiktiv, wann agil, wann gemischt
- Servant Leadership und Teamführung in agilen Umgebungen
- Change Management und Transitions in laufenden Projekten
- PMI Agile Certified Practitioner (PMI-ACP)-Inhalte im Überblick
Praxisblock: PMP-Prüfungsvorbereitung und KI-Projektszenarien
- Projektmanagementplan für ein KI-Einführungsprojekt erstellen
- Stakeholder-Register und Kommunikationsplan für ein hybrides KI-Projekt entwickeln
- Risikoregister für ein maschinelles Lernsystem aufbauen und Gegenmaßnahmen definieren
- Earned-Value-Analyse an einem Fallbeispiel durchführen und Handlungsempfehlungen ableiten
- Agiles Sprint-Backlog für eine KI-Feature-Entwicklung priorisieren
- Ressourcenplanung für ein multinationales KI-Projekt simulieren
- Änderungsantrag in einem komplexen Projektszenario prozesskonform bearbeiten
- PMP-Probeprüfungen im Taktformat absolvieren und Ergebnisse analysieren
- Situative Fragen aus dem PMI Examination Content Outline trainieren
- Lessons-Learned-Workshop für ein abgeschlossenes KI-Projekt moderieren
- Change-Request-Prozess für regulatorische Nachforderung in einem KI-Projekt durchlaufen
- Abschlusspräsentation: KI-Projektplan mit Stakeholder-Kommunikationsstrategie
Lernziele:
- KI-Einsatz im Projektmanagement beschreiben: von der Ressourcenplanung bis zur Risikoprognose
- Anforderungen aus KI-Projekten strukturiert aufnehmen, priorisieren und dokumentieren
- Das PMI-Prozessrahmenwerk (prädiktiv, agil, hybrid) situationsbezogen anwenden
- Stakeholder-Kommunikation in komplexen Projekten mit KI-Komponenten gestalten
- Projektumfang, Zeit und Kosten nach PMBOK-Methodik planen und steuern
- Risikomanagement für KI-Projekte: Unsicherheiten systematisch identifizieren und behandeln
- Ressourcen und Teams in verteilten, hybriden und agilen Projektumgebungen führen
- Earned Value Management (EVM) für die Projektfortschrittsmessung anwenden
- Change-Management-Prozesse in KI-Einführungsprojekten steuern
- Qualitätsmanagement-Methoden für KI-Projekte (Metriken, Validierung, Akzeptanztests) planen
- Verträge und Beschaffungsprozesse im Kontext von KI-Diensten und -Lieferanten strukturieren
- Die PMP-Prüfungsanforderungen des PMI systematisch vorbereiten und bestehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an erfahrene Projektmanagende und Projektleitende, die ihre Praxis durch eine anerkannte Zertifizierung belegen und ihr Know-how um KI-spezifische Planungs- und Steuerungskompetenzen erweitern möchten.
- Projektleiterinnen und Projektleiter mit Erfahrung in IT- oder Digitalisierungsprojekten
- Programm- und Portfolio-Manager, die KI-Initiativen strategisch steuern
- IT-Consultants und Beratende, die KI-Einführungsprojekte im Kundenauftrag leiten
- Scrum Master und Agile Coaches, die ihr Profil um klassische PM-Kompetenzen und eine PMP-Zertifizierung ergänzen möchten
- Fach- und Führungskräfte, die in KI-nahe Projektverantwortung hineinwachsen wollen
PMI verlangt für die PMP-Prüfung in der Regel 36 Monate Projekterfahrung (bei einem Hochschulabschluss) oder 60 Monate (ohne Hochschulabschluss), jeweils kombiniert mit 35 Stunden PM-Weiterbildung — diese Anforderungen gelten für die Prüfungsablegung, nicht für die Kursteilnahme. Grundlegende Kenntnisse in Projektmanagement-Konzepten werden für einen reibungslosen Kurseinstieg empfohlen. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined Learning-Format angeboten — Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wechselt sich mit betreuten Selbststudienphasen ab. Der PMP-Teil arbeitet intensiv mit dem PMI Examination Content Outline (ECO) und zielgerichteten Prüfungsübungen in verschiedenen Frageformaten (Situational, Knowledge, Skill). Der AI-for-Business-Teil setzt auf fallstudienbasiertes Lernen mit praxisnahen KI-Projekt-Szenarien. Praxiserfahrene Trainer mit PMP-Zertifizierung und Projekterfahrung in digitalem Umfeld leiten die Einheiten.
Mehr als ein Monat bis zu drei Monate in Vollzeit. Teilzeitbelegung ist auf Anfrage möglich. Die erforderlichen 35 Stunden PM-Weiterbildung für die PMP-Prüfungszulassung werden durch den Kurs abgedeckt.
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmende ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Der PMP (Project Management Professional) wird durch das PMI nach Bestehen der offiziellen Prüfung vergeben — er setzt die Erfüllung der PMI-Erfahrungsanforderungen voraus. Es handelt sich um ein Herstellerzertifikat des PMI, das weltweit zu den bekanntesten und anerkanntesten Projektmanagement-Zertifizierungen zählt. Die PMP-Zertifizierung erfordert eine Rezertifizierung alle drei Jahre (PDU-Anforderungen).
Nutzen & Perspektiven
Der PMP ist eine der meistgefragten Projektmanagement-Zertifizierungen weltweit. Unternehmen, die KI in ihre Wertschöpfung integrieren, suchen zunehmend nach Projektleitenden, die nicht nur klassische PM-Methoden beherrschen, sondern auch verstehen, was KI-Projekte technisch und organisatorisch von anderen Vorhaben unterscheidet. Dieser Kurs stellt genau diese Verbindung her. Für erfahrene Projektleiterinnen und Projektleiter ist die PMP-Zertifizierung ein Karriereturbo: Internationale Studien zeigen regelmäßig, dass PMP-Zertifizierte im Schnitt signifikant höhere Gehälter erzielen als nicht-zertifizierte Kolleginnen und Kollegen mit vergleichbarer Erfahrung. In Kombination mit KI-Know-how entsteht ein Profil, das für die nächste Dekade digitaler Unternehmenstransformation geradezu maßgeschneidert ist. Wer nach dem Kurs in KI-Einführungsprojekte zurückkehrt, merkt unmittelbar den Unterschied: Die Fähigkeit, Stakeholder-Interessen zu managen, Risiken zu quantifizieren und Projektstatus methodisch zu messen, hebt die Projektleitung auf ein Niveau, das sowohl intern als auch extern Vertrauen schafft. Das PMP-Zertifikat ist dabei nicht nur ein Beleg vergangener Erfahrung — es signalisiert die Bereitschaft, Projektmanagement als professionelle Disziplin kontinuierlich weiterzuentwickeln. Nicht zuletzt bietet die im Kurs enthaltene Weiterbildungszeit den formalen Nachweis der geforderten 35 PM-Stunden für die PMI-Prüfungsanmeldung. Diese Hürde hält viele erfahrene Projektleiterinnen und Projektleiter davon ab, die PMP-Prüfung anzugehen — dieser Kurs räumt sie strukturiert aus dem Weg und schafft damit den direkten Weg zur Zertifizierung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der PMP und wer stellt ihn aus?
Der Project Management Professional (PMP) ist eine weltweit anerkannte Zertifizierung des Project Management Institute (PMI). Er bescheinigt fundierte Kenntnisse in prädiktivem, agilem und hybridem Projektmanagement und ist in Stellenausschreibungen für Projektleitung global einer der meistgenannten Qualifikationsnachweise. Die Rezertifizierung erfolgt alle drei Jahre.
Welche Berufserfahrung brauche ich für die PMP-Prüfung?
PMI verlangt für die Prüfungszulassung in der Regel 36 Monate Projekterfahrung (bei einem Hochschulabschluss) oder 60 Monate (ohne Hochschulabschluss), kombiniert mit 35 Stunden nachgewiesener PM-Weiterbildung — die durch diesen Kurs abgedeckt werden. Die Erfahrungsanforderungen gelten für die Prüfungsablegung, nicht für die Kursteilnahme.
Warum verbindet dieser Kurs KI und Projektmanagement?
KI-Projekte unterscheiden sich strukturell von klassischen IT-Projekten: Sie sind stärker iterativ, haben unscharfe Erfolgsmetriken und erfordern enge Abstimmung zwischen Datenteams und Fachbereichen. Der AI-for-Business-Teil vermittelt das Verständnis für diese Besonderheiten und zeigt, wie PMP-Methoden für KI-Vorhaben angepasst werden.
Deckt der Kurs die 35-Stunden-PM-Weiterbildung für die PMP-Zulassung ab?
Ja, die im Kurs enthaltenen Stunden PM-Weiterbildung decken die von PMI geforderten 35 Stunden für die Prüfungszulassung ab. Das Lehrgangszertifikat von New Horizons dient als Nachweis für die PMI-Anmeldung.
Wie läuft die PMP-Prüfung ab?
Die PMP-Prüfung umfasst 180 Fragen in einem mehrschichtigen Format: situative, wissensbezogene und fertigkeitsbezogene Fragen zu allen Bereichen des PMI Examination Content Outline (ECO). Der Kurs bereitet gezielt darauf vor — mit Probeprüfungen, Frageformats-Training und gezielter Analyse von Ergebnissen.
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