Überblick
Die Entwicklung autonomer KI-Agenten ist eines der faszinierendsten und zugleich praxisrelevantesten Felder der modernen Softwareentwicklung. Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Sprachmodelle wie GPT-4 und der zunehmenden Verbreitung von Azure-basierten KI-Diensten entsteht ein wachsender Bedarf an Entwicklerinnen und Entwicklern, die diese Technologien in produktive Anwendungen überführen können. Der Kurs AZ-2005 "Develop AI Agents using Azure OpenAI and the Semantic Kernel SDK" vermittelt genau diese Fähigkeiten. Teilnehmende lernen, wie sie Azure OpenAI Services einrichten, konfigurieren und für die Entwicklung intelligenter Agenten nutzen, die natürliche Sprache verstehen und verarbeiten, komplexe Aufgaben übernehmen und sich nahtlos in bestehende Anwendungen integrieren lassen. Das Semantic Kernel SDK dient dabei als zentrales Werkzeug, um Sprachmodelle mit Anwendungslogik zu verbinden. Der Kurs kombiniert theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Übungen und bereitet auf reale Einsatzszenarien im Unternehmensumfeld vor.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs ist in thematische Blöcke gegliedert, die aufeinander aufbauen und eine progressive Entwicklung vom konzeptionellen Verständnis bis zur praktischen Implementierung ermöglichen. Modul 1 — Azure OpenAI Services: Einrichtung und Grundlagen Der Einstieg in den Kurs widmet sich der Azure-Infrastruktur für KI-Anwendungen. Teilnehmende lernen, wie Azure OpenAI provisioniert, konfiguriert und über APIs angesprochen wird. Dabei wird auch ein Überblick über die verfügbaren Modelle und deren Stärken gegeben.
- Überblick über Azure OpenAI: Modelle, Deployment-Optionen und API-Zugriff
- Einrichtung eines Azure-Tenants und Bereitstellung von OpenAI-Ressourcen
- API-Aufrufe mit REST und SDK: Prompt Engineering und Parameter-Tuning
- Unterschiede zwischen Completion, Chat und Embedding-Endpunkten
- Rate Limits, Kosten und Best Practices für den produktiven Einsatz
- Sicherheit und Zugriffssteuerung bei Azure OpenAI
Modul 2 — Semantic Kernel SDK: Kernkonzepte und Plugins Das Semantic Kernel SDK ist das zentrale Werkzeug dieses Kurses. Dieser Block vermittelt Architektur, Kernkonzepte und die Entwicklung von Plugins, die Sprachmodelle mit Anwendungslogik verbinden.
- Architektur des Semantic Kernel: Kernel, Services, Plugins und Memory
- Erstellung semantischer Funktionen (Prompts) und nativer Funktionen (C# / Python)
- Plugin-Entwicklung und -Verwaltung: Aufbau wiederverwendbarer KI-Komponenten
- Chaining von Funktionen: sequenzielle und parallele Ausführung von KI-Aufgaben
- Konfiguration und Dependency Injection im Semantic Kernel
- Debugging und Logging von Semantic-Kernel-Pipelines
Modul 3 — Intelligente Agenten: Planung, Memory und RAG Dieser Block ist das Herzstück des Kurses und behandelt die Entwicklung autonomer KI-Agenten, die selbstständig Aufgaben planen, Kontext verwalten und auf Wissensdatenbanken zugreifen.
- Planner-Konzepte im Semantic Kernel: Sequential Planner, Stepwise Planner
- Memory-Funktionen: flüchtiger und persistenter Kontext für Agenten
- Embeddings und Vektordatenbanken (z. B. Azure AI Search) für semantische Suche
- RAG-Architektur: Kombination von Retrieval und Generierung für faktentreue Antworten
- Aufbau eines vollständigen RAG-Agenten von der Datenvorbereitung bis zur Ausgabe
- Evaluierung von Agenten-Ausgaben: Qualitätssicherung und Halluzinationserkennung
Modul 4 — Integration, Deployment und Produktion Der abschließende Block behandelt die Überführung entwickelter KI-Agenten in reale Anwendungsumgebungen, einschließlich Sicherheit, Monitoring und Maintenance.
- Integration von KI-Agenten in Web-APIs und Unternehmensanwendungen
- Containerisierung und Deployment auf Azure Kubernetes Service oder Azure Container Apps
- Monitoring und Observability: Logging, Tracing und Alerting für KI-Pipelines
- Datenschutz und Compliance: verantwortungsvolle KI auf Azure
- Versionierung von Prompts und Modellen im Produktionsbetrieb
- Strategien für kontinuierliche Verbesserung und Modellanpassung
Praxisblock — Hands-on-Übungen und Fallstudien
- Bereitstellung eines Azure OpenAI Deployments und erster API-Aufruf
- Entwicklung eines einfachen Semantic-Kernel-Plugins in C# oder Python
- Aufbau einer Plugin-Pipeline zur automatisierten Textverarbeitung
- Implementierung eines Sequential Planners für eine mehrstufige Aufgabe
- Einrichtung einer Vektordatenbank und Indexierung von Dokumenten
- Entwicklung eines vollständigen RAG-Agenten mit Azure AI Search
- Integration des Agenten in eine einfache REST-API
- Testen und Evaluieren der Agenten-Ausgaben anhand definierter Qualitätskriterien
- Deployment des Agenten als containerisierte Anwendung auf Azure
- Monitoring der Agenten-Performance über Azure Monitor
- Analyse und Behebung typischer Fehlerquellen in KI-Pipelines
- Abschlussprojekt: Entwicklung und Präsentation eines vollständigen KI-Agenten
Die praktischen Übungen orientieren sich an realen Unternehmensanwendungsfällen und erlauben Teilnehmenden, das Gelernte direkt in eigenen Projekten anzuwenden. Alle Beispiele sind so gestaltet, dass sie als Ausgangspunkt für eigene Entwicklungen dienen können.
Lernziele:
Teilnehmende erwerben in diesem Kurs ein breites Spektrum an Fähigkeiten, das von der Azure-Infrastruktureinrichtung bis zur Entwicklung produktionsreifer KI-Agenten reicht.
- Azure OpenAI Services einrichten und konfigurieren
- Sprachmodelle über die Azure OpenAI API ansprechen und für eigene Anwendungen nutzbar machen
- Das Semantic Kernel SDK verstehen, installieren und in bestehende Projekte integrieren
- Plugins und Skills im Semantic Kernel definieren und als wiederverwendbare KI-Bausteine einsetzen
- Intelligente Agenten entwickeln, die natürliche Sprache als Eingabe verarbeiten und strukturierte Aktionen ausführen
- Planner-Mechanismen des Semantic Kernel nutzen, um mehrstufige Aufgaben autonom zu planen und auszuführen
- Memory-Funktionen im Semantic Kernel für persistente und kontextbewusste Agenten implementieren
- Vektordatenbanken und Embeddings zur semantischen Suche in KI-Agenten einsetzen
- RAG (Retrieval-Augmented Generation) Architekturen konzipieren und umsetzen
- Fehler in KI-Agenten-Pipelines diagnostizieren und beheben
- Sicherheits- und Complianceanforderungen für KI-Lösungen auf Azure berücksichtigen
- Fertige KI-Agenten in bestehende Unternehmensanwendungen integrieren und deployen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler mit Erfahrung in der Azure-Plattform, die ihre Kenntnisse im Bereich KI-Entwicklung systematisch ausbauen möchten.
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler mit Azure-Grundkenntnissen, die KI-Agenten entwickeln wollen
- Azure-Entwickler, die bisher noch keine spezifische KI-Erfahrung haben, aber auf dieser Plattform arbeiten
- KI-Ingenieurinnen und -ingenieure, die das Semantic Kernel SDK als neues Werkzeug kennenlernen möchten
- Architektinnen und Architekten, die KI-Lösungen auf Azure planen und umsetzen
- Personen, die international anerkannte Zertifizierungen im Bereich Azure KI-Entwicklung anstreben
Solide Kenntnisse in der Softwareentwicklung — vorzugsweise in C# oder Python — sowie grundlegendes Azure-Wissen werden vorausgesetzt. Erfahrungen mit REST-APIs und Grundlagen des maschinellen Lernens sind empfehlenswert. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, bei dem Vorkenntnisse und berufliche Ziele besprochen und ein passender Lernplan erstellt wird. Für Teilnehmende ohne Azure-Grundlagen können ergänzende Vorbereitungsmodule empfohlen werden.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt und kombiniert selbstgesteuertes Online-Lernen mit betreuten Einheiten, in denen praktische Übungen begleitet und Fachfragen gemeinsam bearbeitet werden. Ergänzend stehen Online-Seminare zur Verfügung. Alle Inhalte sind auf praxisnahe Entwicklungsaufgaben ausgerichtet — Teilnehmende arbeiten mit realen Azure-Ressourcen und schreiben echten Code. Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter mit Azure- und KI-Expertise stehen für Fragen und Feedback zur Verfügung.
Die Weiterbildung dauert typischerweise mehrere Wochen bis zu drei Monaten, abhängig vom individuellen Vorwissen und dem gewählten Umfang. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeit-Varianten sind verfügbar. Ein individuell angepasster Starttermin kann auf Anfrage vereinbart werden. Der genaue Zeitrahmen wird im Beratungsgespräch festgelegt.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat, das die erworbenen Kenntnisse in der Entwicklung von KI-Agenten mit Azure OpenAI und dem Semantic Kernel SDK dokumentiert. Der Kurs bereitet auf weiterführende Microsoft-Zertifizierungsprüfungen im Azure-KI-Bereich vor. Die externe Zertifizierungsprüfung wird bei Microsoft abgelegt.
Nutzen & Perspektiven
Die Nachfrage nach Entwicklerinnen und Entwicklern, die eigenständig produktionsreife KI-Agenten bauen können, wächst schneller als das Angebot an qualifizierten Fachkräften. Das Semantic Kernel SDK hat sich innerhalb kurzer Zeit als eines der wichtigsten Frameworks für enterprise-grade KI-Entwicklung auf Microsoft-Basis etabliert. Wer dieses Werkzeug beherrscht und Azure OpenAI souverän einsetzen kann, besitzt eine hochwertige Kompetenz, die in Unternehmen aller Größen gefragt ist — von Startups bis zu internationalen Konzernen. Dieser Kurs vermittelt keine abstrakten Konzepte, sondern konkretes Handwerk: Teilnehmende entwickeln echte KI-Agenten, deployen sie auf Azure und lernen, wie sie im Produktionsbetrieb überwacht und verbessert werden. Dieses praxisorientierte Vorgehen stellt sicher, dass das erworbene Wissen unmittelbar beruflich eingesetzt werden kann. Gleichzeitig schafft der Kurs die Grundlage für weiterführende Spezialisierungen — etwa im Bereich RAG-Architekturen, Multi-Agent-Systeme oder Azure-KI-Lösungsarchitektur. Bei AZAV-zertifizierten Trägern kann diese Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Je nach Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Eine individuelle Beratung klärt, welche Förderoptionen genutzt werden können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Programmierkenntnisse brauche ich für AZ-2005?
Solide Programmierkenntnisse in C# oder Python sind erforderlich. Azure-Grundkenntnisse sind ebenfalls wichtig. Erfahrungen mit REST-APIs und ML-Grundlagen sind empfehlenswert, aber nicht zwingend.
Was ist das Semantic Kernel SDK und warum ist es relevant?
Das Semantic Kernel SDK ist ein Open-Source-Framework von Microsoft, das Sprachmodelle mit Anwendungslogik verbindet. Es ermöglicht die Entwicklung intelligenter Agenten, die komplexe Aufgaben planen und ausführen können, und ist eines der wichtigsten KI-Entwicklungs-Frameworks für die Azure-Plattform.
Führt der Kurs direkt zu einer Microsoft-Zertifizierung?
Der Kurs bereitet auf weiterführende Microsoft-Zertifizierungen im Azure-KI-Bereich vor. Das Herstellerzertifikat und das Lehrgangszertifikat werden nach Kursabschluss ausgestellt. Die eigentliche Zertifizierungsprüfung wird extern bei Microsoft abgelegt.
Kann dieser Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz oder andere Förderwege in Frage. Eine Beratung klärt die individuellen Möglichkeiten.
Arbeite ich im Kurs mit echten Azure-Ressourcen?
Ja, die praxisorientierten Übungen finden mit realen Azure-Umgebungen statt. Teilnehmende richten eigene Azure OpenAI Deployments ein, entwickeln Semantic-Kernel-Plugins und deployen fertige Agenten auf Azure.
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Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
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- KI-Engineer281 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)80 Stellen
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- KI-Entwickler5 Stellen
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