Überblick
Coaching hat sich als eigenständiges Berufsfeld etabliert, das weit über Ratschläge oder Motivationsreden hinausgeht. Professionelle Coaches begleiten Menschen in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen — sie stellen die richtigen Fragen, schaffen einen geschützten Reflexionsraum und helfen dabei, eigene Ressourcen zu aktivieren und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Diese Coaching-Ausbildung vermittelt das methodische und persönliche Fundament, das für eine seriöse Tätigkeit als Coach notwendig ist. Der Kurs ist durch den BDVT e.V. zertifiziert — einer der ältesten und anerkanntesten Weiterbildungsverbände im deutschsprachigen Raum — und schließt mit dem BTA-Zertifikat „Zertifizierter Coach" sowie der QRC-Zertifizierung ab. Um die Qualität zu sichern, ist die Gruppe auf maximal 15 Teilnehmende limitiert, was intensive persönliche Begleitung und ausreichend Raum für praktische Übungen ermöglicht. Die Ausbildung findet im Hybrid-Learning-Format in Vollzeit statt.
Kursinhalte & Lernziele
Haltung, Konzept und das eigene Profil als Coach Coaching beginnt nicht mit Methoden, sondern mit Haltung. Dieser Einstiegsblock legt das Fundament für das gesamte Programm, indem er die innere Einstellung und das Selbstverständnis eines Coaches schärft.
- Der Coach als Begleiter: Grundhaltung, Neutralität und Nicht-Wissen
- Das eigene Profil als Coach: Stärken, Entwicklungsfelder, persönliche Ressourcen
- Abgrenzung von Coaching gegenüber Beratung, Mentoring, Supervision und Therapie
- Ethische Grundsätze und Berufsstandards im Coaching
- Entwicklung einer persönlichen Coaching-Philosophie
Coachingprozess und Gesprächsführung Ein Coaching-Gespräch ist kein freies Gespräch — es folgt einer Struktur, hat klare Phasen und erfordert methodische Werkzeuge. Dieser Block vermittelt den Prozessrahmen und zentrale Gesprächstechniken.
- Auftragsklärung: Anliegen, Ziel und Kontext präzise erfassen
- Beziehungsebene und Inhaltsebene im Gespräch bewusst unterscheiden
- Sokratischer Dialog und Mäeutik: Fragen, die Erkenntnis ermöglichen
- Aktives Zuhören, Spiegeln und Paraphrasieren als Grundtechniken
- Gesprächsstruktur über eine Sitzung und eine Coaching-Reihe
Methoden und Werkzeuge Das methodische Repertoire eines Coaches ist breit — dieser Block führt in die wichtigsten Ansätze ein und übt deren Anwendung im Rollensetting.
- Glaubenssatzarbeit: limitierende Überzeugungen erkennen und bearbeiten
- Musterunterbrechung: eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster sichtbar machen
- Visionsarbeit: Zukunftsbilder entwickeln und als Handlungsanker nutzen
- Reframing: Perspektivwechsel als Türöffner in Stagnationssituationen
- Symbolarbeit und Aufstellungsformate in Kurzform
- Phasenmodelle für Veränderungsprozesse (z. B. Transitionsmodell)
Selbst- und Fremdwahrnehmung, Ressourcenaktivierung Professionelles Coaching erfordert ein hohes Maß an Selbstreflexion. Dieser Block schärft die Wahrnehmungsfähigkeit — für sich selbst und für das Gegenüber.
- Selbstwahrnehmung als Instrument: Was passiert in mir während des Gesprächs?
- Fremdwahrnehmung und Kalibrierung: nonverbale Signale lesen
- Persönliche Entwicklung als fortlaufender Prozess im Coaching-Beruf
- Ressourcenaktivierung: Stärken, Fähigkeiten und innere Ressourcen beim Klienten entfalten
- Das Innere Team als Methode für Ambivalenz und innere Konflikte
- Metaphorisches Feedback im Coaching einsetzen
Einzel- und Teamcoaching, Transaktionsanalyse Der abschließende Block verbindet das Gelernte in zwei praktischen Settings und vermittelt die Grundzüge der Transaktionsanalyse als theoretischen Rahmen.
- Einzelcoaching: Fallarbeit im Zweier-Setting mit Feedback
- Teamcoaching: besondere Dynamiken, Rollen im Team und systemische Interventionen
- Grundlagen der Transaktionsanalyse: Ich-Zustände, Transaktionen, Lebensskripte
- Praktische Fallarbeit im Kursverlauf: Üben in der Gruppe mit wechselnden Rollen
Lernziele:
- Sie verstehen die Haltung und das Konzept des Coachings und können es von Beratung, Mentoring, Supervision und Therapie klar abgrenzen
- Sie kennen Ihr eigenes Profil als Coach und reflektieren Stärken, blinde Flecken und Entwicklungsfelder
- Sie begleiten Coachingprozesse strukturiert, lösungsorientiert und in klar definierten Rollen
- Sie führen professionelle Auftragsklärungen durch und unterscheiden Beziehungsebene von Inhaltsebene
- Sie setzen den Sokratischen Dialog und die Mäeutik als Fragetechniken methodisch sicher ein
- Sie arbeiten mit Glaubenssätzen, Musterunterbrechungen und Visionsarbeit in Einzelsettings
- Sie führen Teamcoachings durch und kennen die besonderen Dynamiken von Gruppen und Teams
- Sie nutzen Phasenmodelle, Reframing und Symbolarbeit als Werkzeuge im Coachingprozess
- Sie trainieren Selbst- und Fremdwahrnehmung als Basis für professionelle Coachingbeziehungen
- Sie aktivieren Ressourcen im Klienten-System über das Innere Team und andere Methoden
- Sie wenden die Grundlagen der Transaktionsanalyse im Coachingkontext an
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Ausbildung richtet sich an Personen, die professionell als Coach tätig werden wollen oder Coaching-Kompetenzen in bestehende Beratungs- und Führungsrollen integrieren möchten.
- Führungskräfte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter coachend begleiten und entwickeln wollen
- Personalverantwortliche und HR-Fachkräfte, die Coaching als Führungsinstrument einsetzen
- Beraterinnen und Berater, die ihre Methodik um das Coaching-Repertoire erweitern wollen
- Personen, die sich als selbstständige Coaches niederlassen und eine anerkannte Zertifizierung vorweisen wollen
- Menschen, die sich persönlich weiterentwickeln und sich intensiv mit Kommunikation und Selbstreflexion auseinandersetzen möchten
Für die Teilnahme sind exzellente Deutschkenntnisse auf C1-Niveau sowie Berufserfahrung erforderlich. Die Ausbildung setzt auf persönlichen Austausch, Reflexion eigener beruflicher Situationen und intensive Fallarbeit — dafür ist sprachliche Sicherheit und ein gewisser Erfahrungshintergrund entscheidend. Eine formale Berufsausbildung oder ein Studium in einem spezifischen Fachbereich ist nicht vorgegeben. Entscheidender ist die Bereitschaft, sich mit der eigenen Person und den eigenen Kommunikationsmustern auseinanderzusetzen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Hybrid-Learning-Format statt, das Präsenzphasen mit Online-Einheiten kombiniert. Die Gruppengröße ist auf 15 Personen begrenzt, was eine persönliche Atmosphäre und ausreichend Übungszeit sicherstellt. Ein wesentlicher Teil des Kurses besteht aus praktischen Übungen: Rollenspiele, Fallarbeit im Zweier- und Dreiersetting, Selbstreflexionsaufgaben und strukturiertes Peer-Feedback. Die Ausbildung wird in Vollzeit durchgeführt und verbindet theoretische Inputs mit sofortiger praktischer Anwendung.
Die Ausbildung dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat und wird in Vollzeit absolviert. Dieser konzentrierte Zeitrahmen erlaubt eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und ausreichend Raum für die persönliche Entwicklung, die im Coaching-Beruf so zentral ist.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das BTA-Zertifikat „Zertifizierter Coach" sowie die QRC-Zertifizierung. Der Kurs ist durch den BDVT e.V. zertifiziert, einen der renommiertesten Verbände für Training und Coaching im deutschsprachigen Raum. Diese Kombination aus Verbands- und Trägerzertifizierung signalisiert potenziellen Auftraggebern und Arbeitgebern, dass die Ausbildung nach definierten Qualitätsstandards gestaltet und geprüft wurde.
Nutzen & Perspektiven
Coaching ist heute ein nachgefragtes Instrument — in Unternehmen, in der Personalentwicklung und im freien Markt für Einzelpersonen, die in Veränderungsprozessen Orientierung suchen. Wer eine fundierte Coaching-Ausbildung mit anerkannten Zertifizierungen vorweisen kann, hat gegenüber Personen, die Coaching als Nebentätigkeit ohne formale Qualifikation anbieten, einen klaren Glaubwürdigkeitsvorteil. Die Kombination aus BTA-Zertifikat und QRC-Zertifizierung liefert diesen Nachweis in einer im Markt anerkannten Form. Die methodische Breite dieser Ausbildung — von der Transaktionsanalyse über Glaubenssatzarbeit bis hin zum Teamcoaching — macht Sie als Coach vielseitig einsetzbar. Sie können nicht nur in Einzelsettings arbeiten, sondern auch Gruppen und Teams begleiten, was die potenzielle Kundschaft erheblich erweitert. Besonders für Führungskräfte und HR-Fachkräfte, die Coaching intern einsetzen wollen, ist diese Bandbreite ein entscheidender Vorteil gegenüber schmaler ausgerichteten Ausbildungen. Die intensive Gruppenarbeit mit maximal 15 Teilnehmenden und die konsequente Verbindung von Theorie und Praxis stellen sicher, dass Sie nach Abschluss nicht nur wissen, wie Coaching funktioniert, sondern es auch tatsächlich anwenden können. Das ist der Unterschied zwischen einer Zertifizierungsveranstaltung und einer echten Ausbildung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen BTA-Zertifikat und QRC-Zertifizierung?
Das BTA-Zertifikat „Zertifizierter Coach" wird vom Bildungsträger vergeben und bescheinigt den Abschluss der Ausbildung. Die QRC-Zertifizierung ist eine Qualitätszertifizierung, die die Ausbildung nach definierten Coaching-Standards bestätigt. Beide Nachweise ergänzen sich und stärken die Glaubwürdigkeit gegenüber Auftraggebern.
Warum ist die Gruppe auf 15 Personen begrenzt?
Coaching ist ein Handwerk, das man nur durch Übung lernt. Eine kleine Gruppe gewährleistet, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ausreichend Gelegenheit für Rollenspiele, Fallarbeit und persönliches Feedback hat. Zudem ermöglicht die Größe eine intensive und persönliche Lernatmosphäre.
Eignet sich der Kurs auch für Führungskräfte, die nicht als freie Coaches arbeiten wollen?
Ja. Viele Teilnehmende absolvieren diese Ausbildung, um Coaching-Kompetenzen in ihre Führungsrolle zu integrieren. Der coachingorientierte Führungsstil ist in modernen Unternehmen zunehmend gefragt, und die Methodenkenntnis hilft dabei, Mitarbeitergespräche, Entwicklungsgespräche und Teamdynamiken professioneller zu gestalten.
Was bedeutet die BDVT-Zertifizierung des Kurses?
Der BDVT e.V. ist einer der ältesten und renommiertesten Verbände für Training, Beratung und Coaching im deutschsprachigen Raum. Die Zertifizierung durch den BDVT bescheinigt, dass der Kurs nach definierten Qualitätsstandards konzipiert und durchgeführt wird — das ist ein Signal an Auftraggeber und Arbeitgeber, dass es sich um eine ernsthafte Ausbildung handelt.
Welche Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt und warum?
Für die Teilnahme sind exzellente Deutschkenntnisse auf C1-Niveau erforderlich. Coaching lebt von sprachlicher Präzision — von der Formulierung von Fragen über das aktive Zuhören bis hin zur Reflexion in der Gruppe. Ohne sichere Sprachkompetenz ist die volle Teilnahme an den intensiven Gesprächs- und Übungsformaten nicht möglich.
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