Überblick
Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftstechnologie mehr — sie ist Gegenwart. Sprachassistenten, Bilderkennungssysteme, Empfehlungsalgorithmen und autonome Fahrzeuge basieren auf denselben Grundprinzipien, die in dieser Weiterbildung von Grund auf vermittelt werden. Der Kurs richtet sich explizit an Einsteigerinnen und Einsteiger, die KI verstehen, eigene Modelle trainieren und in beruflichen Kontexten einsetzen möchten. Die Lerninhalte umfassen maschinelles Lernen, neuronale Netzwerke, Deep Learning und Natural Language Processing. Praktisch wird mit Python sowie den Bibliotheken TensorFlow und Scikit-learn gearbeitet. Algorithmen zur Bilderkennung, Sprachverarbeitung und Entscheidungsfindung werden sowohl theoretisch erklärt als auch praktisch implementiert. Das Programm schließt mit einem international anerkannten Herstellerzertifikat sowie einem Lehrgangszertifikat von New Horizons ab.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens: Der Einstieg legt das konzeptionelle Fundament. Teilnehmende lernen, was KI ist, wie maschinelles Lernen funktioniert und welche Denkmodelle hinter modernen KI-Systemen stehen. Historische Meilensteine und aktuelle Anwendungsfelder geben Orientierung und Motivation.
- Definition und Geschichte der Künstlichen Intelligenz
- Abgrenzung: KI, maschinelles Lernen und Deep Learning
- Überwachtes Lernen: Klassifikation und Regression
- Unüberwachtes Lernen: Clustering und Dimensionsreduktion
- Bestärkendes Lernen: Grundidee und typische Anwendungsfälle
- Datenqualität und Datenaufbereitung als Erfolgsfaktor
Modul 2 — Neuronale Netzwerke und Deep Learning: Neuronale Netzwerke sind das Rückgrat moderner KI. Dieser Block erklärt den Aufbau künstlicher Neuronen, die Funktion von Schichten und wie durch Backpropagation Modelle lernen. Convolutional Neural Networks und Recurrent Neural Networks werden als spezialisierte Architekturen eingeführt.
- Aufbau eines künstlichen Neurons und einfacher Netzwerke
- Aktivierungsfunktionen: Sigmoid, ReLU, Softmax
- Backpropagation und Gradientenabstieg verständlich erklärt
- Convolutional Neural Networks (CNNs) für Bildverarbeitung
- Recurrent Neural Networks (RNNs) und LSTMs für sequenzielle Daten
- Hyperparameter-Tuning und Modelloptimierung
Modul 3 — Natural Language Processing: Dieser Abschnitt widmet sich der maschinellen Verarbeitung menschlicher Sprache. Teilnehmende lernen, wie Texte aufbereitet, repräsentiert und für Klassifikations- oder Generierungsaufgaben genutzt werden.
- Tokenisierung, Stemming und Lemmatisierung
- Bag of Words und TF-IDF als Textrepräsentation
- Word Embeddings: Word2Vec und GloVe
- Textklassifizierung mit Scikit-learn und TensorFlow
- Sentimentanalyse und Named Entity Recognition
- Einstieg in Transformer-Architekturen und vortrainierte Modelle
Modul 4 — Implementierung mit Python, TensorFlow und Scikit-learn: Der praktische Block bringt alle vorherigen Inhalte in konkrete Code zusammen. Teilnehmende implementieren eigene Modelle, evaluieren sie anhand realer Datensätze und lernen den Einsatz professioneller KI-Bibliotheken.
- Python-Grundlagen für KI: NumPy, Pandas, Matplotlib
- Scikit-learn: Daten laden, vorverarbeiten, Modelle trainieren und evaluieren
- TensorFlow und Keras: neuronale Netze bauen und trainieren
- Modellbewertung: Accuracy, Precision, Recall, F1-Score, Konfusionsmatrix
- Overfitting und Regularisierung: Dropout, L1/L2
- Speichern, Laden und Deployment einfacher KI-Modelle
Praxis-Block — Anwendungsprojekte und reale KI-Szenarien
- Bilderkennung: eigenes CNN auf einem Bilddatensatz trainieren
- Textklassifizierung: Sentimentanalyse auf Produktrezensionen anwenden
- Entscheidungsfindung: Entscheidungsbaum und Random Forest auf tabellarischen Daten
- Clustering: Kundensegmentierung mit K-Means durchführen
- NLP-Pipeline von der Rohdaten-Vorbereitung bis zur Klassifikation
- Modellvergleich: verschiedene Algorithmen auf demselben Datensatz evaluieren
- Fehleranalyse: falsch klassifizierte Beispiele untersuchen und Modell verbessern
- Visualisierung von Trainingskurven und Evaluierungsmetriken
- Ethik-Fallstudie: Bias in KI-Modellen erkennen und dokumentieren
- Präsentation eines eigenen KI-Projekts im Kursrahmen
- Überblick über KI-Karrierepfade und weiterführende Lernressourcen
- Abschlussdiskussion: Trends und Zukunft der KI
Zum Abschluss dokumentieren Teilnehmende ein eigenes kleines KI-Projekt vollständig — von der Fragestellung über die Datenauswahl, das Modelltraining bis zur Bewertung der Ergebnisse. Diese Dokumentation kann als Portfolio-Bestandteil in der Bewerbung eingesetzt werden.
Lernziele:
- Grundlegende Konzepte der Künstlichen Intelligenz und deren historische Entwicklung einordnen
- Den Unterschied zwischen maschinellem Lernen, Deep Learning und klassischer KI erklären
- Verschiedene Typen von maschinellem Lernen unterscheiden: überwachtes, unüberwachtes und bestärkendes Lernen
- Neuronale Netzwerke aufbauen, trainieren und evaluieren
- Wichtige Deep-Learning-Architekturen wie CNNs und RNNs verstehen und anwenden
- Natural Language Processing für Textklassifizierung und Sprachverarbeitung einsetzen
- KI-Modelle mit Python, TensorFlow und Scikit-learn implementieren
- Trainings- und Evaluierungsprozesse von KI-Modellen strukturiert durchführen
- Overfitting erkennen und durch Regularisierungstechniken begegnen
- Algorithmen zur Bilderkennung und Sprachverarbeitung konfigurieren und testen
- Ethische und gesellschaftliche Implikationen von KI-Systemen reflektieren
- Ergebnisse und Modelleigenschaften verständlich kommunizieren und dokumentieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich explizit an Personen ohne KI-Vorwissen, die einen strukturierten und praxisnahen Einstieg in das Thema suchen. Geeignet sind sowohl Berufseinsteiger als auch Berufstätige aus anderen Fachbereichen, die KI für ihre Arbeit nutzbar machen möchten.
- Einsteiger ohne bisherige KI- oder Machine-Learning-Kenntnisse
- IT-Fachleute, die ihr Skillset um KI-Grundlagen erweitern möchten
- Datenbankadministratoren, Entwickler oder Analysten mit Interesse an KI
- Berufstätige aus Nicht-IT-Bereichen mit analytischer Affinität
- Studierende und Berufseinsteiger, die KI-Kompetenzen aufbauen möchten
Grundlegende Computerkenntnisse werden vorausgesetzt. Python-Kenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich — ein Einstieg in Python-Grundlagen wird im Kurs mit angeboten. Mathematische Vorkenntnisse auf Schulniveau (Grundlagen der Statistik und linearen Algebra) erleichtern das Verständnis der Lernalgorithmen. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse ermittelt und ein individueller Lernplan erstellt wird. Die Bereitschaft zur eigenständigen Vertiefung zwischen den Unterrichtseinheiten wird erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend im Format Combined Learning durchgeführt, das strukturierte Online- oder Präsenzphasen mit selbstgesteuerten Lernabschnitten kombiniert. Jede theoretische Einheit wird durch praktische Übungen mit realen Datensätzen ergänzt. Ergänzend stehen Online-Seminare für eine ortsunabhängige Teilnahme zur Verfügung. Teilnehmende erhalten Zugang zu einer Übungsumgebung mit vorbereiteten Notebooks und Datensätzen. Erfahrene Trainer stehen für Fragen und Feedback bereit und unterstützen beim Übergang von der Theorie zur eigenen Implementierung.
Der Kurs dauert in der Regel zwischen einem und drei Monaten. Vollzeitformate ermöglichen einen schnelleren Abschluss, Teilzeitoptionen passen sich an berufliche Verpflichtungen an. Der genaue Zeitplan wird im Beratungsgespräch individuell festgelegt.
Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Die Nachweise dokumentieren grundlegende KI-Kompetenzen und sind bei Unternehmen anerkannt, die KI-Fachkräfte suchen. Die Prüfungsanforderungen werden transparent im Verlauf des Kurses kommuniziert.
Nutzen & Perspektiven
KI-Kenntnisse gehören zu den gefragtesten Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt — branchenübergreifend. Ob Gesundheitswesen, Logistik, Finanzdienstleistungen oder Medien: überall entstehen Stellen, die ein grundlegendes Verständnis von maschinellem Lernen und KI voraussetzen. Dieser Kurs schafft genau dieses Fundament und ermöglicht es Absolventinnen und Absolventen, in KI-Projekte einzusteigen oder bestehende Fachkenntnisse mit KI-Methoden zu kombinieren. Das international anerkannte Zertifikat macht die neu erworbenen Kompetenzen für Arbeitgeber und Auftraggeber sichtbar. Besonders für Quereinsteiger ist ein zertifizierter Nachweis entscheidend, um im Bewerbungsprozess zu überzeugen. Der praktische Ansatz des Kurses stellt sicher, dass Teilnehmende nach Abschluss nicht nur Konzepte kennen, sondern eigene KI-Modelle implementieren können. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach individueller Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Das Beratungsgespräch vor Seminarbeginn klärt die geeignete Förderart und unterstützt bei der Jobsuche und Bewerbungsoptimierung während der Schulung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen KI-Kurs?
Python-Kenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Der Kurs bietet eine Einführung in die für KI relevanten Python-Grundlagen. Grundlegende Computerkenntnisse sollten vorhanden sein. Im Beratungsgespräch wird ein individueller Lernplan auf Basis Ihrer Vorkenntnisse erstellt.
Welche Tools und Bibliotheken werden im Kurs eingesetzt?
Hauptsächlich wird mit Python, TensorFlow, Keras und Scikit-learn gearbeitet. Ergänzend kommen NumPy, Pandas und Matplotlib für Datenverarbeitung und Visualisierung zum Einsatz. Alle Werkzeuge sind kostenlos verfügbar und weit verbreitet in der Industrie.
Was lerne ich konkret am Ende des Kurses?
Sie können eigene KI-Modelle trainieren, evaluieren und auf realen Datensätzen anwenden. Sie verstehen neuronale Netzwerke, können NLP-Pipelines aufbauen und Algorithmen zur Bild- und Sprachverarbeitung einsetzen. Außerdem erhalten Sie ein international anerkanntes Zertifikat.
Ist der Kurs für einen Berufswechsel in den KI-Bereich geeignet?
Ja. Der Kurs legt das Fundament für einen Berufseinstieg im KI-Bereich. Das Zertifikat und das im Kurs erstellte Projektportfolio stärken die Bewerbungsunterlagen. Der Anbieter unterstützt aktiv bei der Jobsuche während und nach der Schulung.
Kann ich die Förderung über die Bundesagentur für Arbeit nutzen?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach Situation greifen. Das Beratungsgespräch klärt die passende Option.
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