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Energieberater Nichtwohngebäude – Kurs DIN V 18599 / GEG

Vertiefungsmodul für Energieberater: Bilanzierung von Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599, GEG §88 und Vorbereitung auf die Listung als Energieeffizienzexperte für das BEG-Programm.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs wird in Vollzeit angeboten und ist als Vertiefungsmodul konzipiert, das – je nach vorhandener Grundqualifikation – auf bestehende Energieberater-Ausbildungen aufbaut. Zwei Anbieter am Markt stellen unterschiedliche Durchführungstermine bereit; die genaue Stundenanzahl richtet sich nach… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs schließt mit einer schriftlichen Abschlussprüfung und einer mündlichen Prüfung (Präsentation des Energieberaterberichts) ab. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Energieausweise für Nichtwohngebäude… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Die Teilnahme setzt eine berufliche Qualifikation gemäß §88 Absatz 1 GEG voraus – dies umfasst Architekten, Ingenieure technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtungen sowie Meister und Techniker zulassungspflichtiger Bau- und Ausbaugewerke. Je nach angestrebter Listung als… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Nichtwohngebäude – Büros, Krankenhäuser, Schulen, Gewerbehallen – stehen im Fokus der europäischen und deutschen Klimaschutzpolitik. Ihr Einsparpotenzial bei Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung ist erheblich; die technische Komplexität ihrer Energiebilanzierung übersteigt die von Wohngebäuden erheblich. Dieser Kurs erweitert die Qualifikation von Energieberaterinnen und -beratern, die bereits im Wohngebäudebereich tätig sind, auf das Segment der bestehenden Nichtwohngebäude. Lernziele: Nach Abschluss dieses Kurses können die Teilnehmenden folgende Fachkompetenzen selbständig einsetzen. Dieses Modul legt den normativen Rahmen und die methodischen Grundlagen der Bilanzierung fest, die für alle weiteren Kurseinheiten maßgeblich sind.

  • GEG im Überblick: Anforderungen für bestehende Nichtwohngebäude, Ausweispflichten, Ausnahmen
  • EU-Gebäuderichtlinie (EPBD): Ziele, Zeitpläne, nationale Umsetzungsanforderungen
  • EDL-Gesetz: Energiedienstleistungen und Auditpflichten für Nichtwohngebäude
  • DIN V 18599 Struktur und Zonenmodell: Gebäude in Nutzungszonen einteilen und bilanzieren
  • Unterschiede zur Wohngebäudebilanzierung nach DIN V 18599
  • Energieausweise für Nichtwohngebäude: Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis korrekt erstellen

Gebäudehülle und passive Systeme Die Qualität der Gebäudehülle bestimmt maßgeblich den Energiebedarf eines Nichtwohngebäudes. Fassadensysteme, Fenster, Dachkonstruktionen und Wärmebrücken werden in diesem Modul auf ihre energetische Wirkung hin analysiert.

  • Wärmedämmstoffe für Fassaden: Materialien, Wärmeleitfähigkeiten, Anwendungsbereiche
  • Fassadensysteme (WDVS, Vorhangfassaden, Glasfassaden) energetisch bewerten
  • Fenster und transparente Bauteile: g-Wert, U-Wert, Verschattung
  • Dach- und Bodendämmung in Nichtwohngebäuden
  • Wärmebrücken erkennen und in der Bilanz berücksichtigen
  • Luftdichtheitskonzept: Bedeutung und Messmethoden für Gewerbegebäude

Technische Gebäudeausrüstung – Heizung, Lüftung, Kälte, Beleuchtung Nichtwohngebäude haben in der Regel eine komplexere technische Gebäudeausrüstung als Wohngebäude. Dieses Modul behandelt alle relevanten Anlagensysteme aus Perspektive der Energiebilanzierung.

  • Heizungstechnik in Nichtwohngebäuden: Kesselanlagen, Nah- und Fernwärme, Kraft-Wärme-Kopplung
  • Warmwasserbereitung für gewerbliche Nutzungen und Sondernutzungen
  • Lüftungsanlagen: zentrale vs.- Bestandsaufnahme eines Bürogebäudes oder einer Schuleinrichtung strukturieren
  • Nutzungszonierung nach DIN V 18599 vornehmen
  • Energiebilanz mit geeigneter Software aufstellen
  • Schwachstellen identifizieren und Handlungsschrittepaket zusammenstellen
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Handlungsschritte
  • öffentliche Zuschüssestrategie entwickeln und dokumentieren
  • Ausschreibungstext für eine ausgewählte Sanierungsschritt formulieren
  • Energieberaterbericht strukturieren und wesentliche Abschnitte ausarbeiten
  • Mündliche Präsentation der Ergebnisse (Prüfungsübung)
  • Schriftliche Abschlussprüfung: Gesamtbilanzierung und Handlungsschritteempfehlung

Was lernst du in diesem Kurs?

Lernziele:

  • DIN V 18599 Bilanzierung
  • GEG §88 Energieausweise
  • EU-Gebäuderichtlinie (EPBD)
  • Heizungs- und Lüftungstechnik NWG
  • Beleuchtungseffizienz
  • Erneuerbare Energien im Gewerbe
  • BEG-NWG Förderung
  • Energieberaterbericht erstellen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs richtet sich an Fachleute mit einschlägiger technischer oder bauplanerischer Qualifikation, die ihre Beratungskompetenz gezielt auf Nichtwohngebäude ausweiten möchten.

  • Architekten und Ingenieure technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtungen
  • Meister und Techniker in zulassungspflichtigen Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen Gewerken
  • Bestehende Energieberater für Wohngebäude, die das Marktsegment Nichtwohngebäude erschließen wollen
  • Energieberaterinnen und -berater, die sich für die Energieeffizienzexperten-Liste (BEG-NWG) qualifizieren möchten
  • Fachplanerinnen und Fachplaner im Bereich technische Gebäudeausrüstung
Voraussetzungen:

Die Teilnahme setzt eine berufliche Qualifikation gemäß §88 Absatz 1 GEG voraus – dies umfasst Architekten, Ingenieure technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtungen sowie Meister und Techniker zulassungspflichtiger Bau- und Ausbaugewerke. Je nach angestrebter Listung als Energieeffizienzexperte für BEG-NWG können zusätzlich Basismodulinhalte nachzuweisen sein, die in separaten Modulen erworben werden können. Der regelmäßige Umgang mit dem PC und Deutschkenntnisse auf C1-Niveau sind erforderlich. Berufserfahrung und betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse sind wünschenswert.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs findet im Vollzeit-Format als Combined Learning statt, das Online-Präsenzphasen mit eigenständigen Übungsphasen verbindet. Die Kombination aus fachtheoretischem Input und Fallstudienarbeit spiegelt die Beratungspraxis wider: Berechnungen, Berichterstellung und Präsentation werden an realistischen Gebäudebeispielen geübt. Der Kurs schließt mit einer mündlichen Prüfung (Beraterbericht-Präsentation) und einer schriftlichen Abschlussprüfung ab.

Der Kurs wird in Vollzeit angeboten und ist als Vertiefungsmodul konzipiert, das – je nach vorhandener Grundqualifikation – auf bestehende Energieberater-Ausbildungen aufbaut. Zwei Anbieter am Markt stellen unterschiedliche Durchführungstermine bereit; die genaue Stundenanzahl richtet sich nach dem gebuchten Kurs.

Der Kurs schließt mit einer schriftlichen Abschlussprüfung und einer mündlichen Prüfung (Präsentation des Energieberaterberichts) ab. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Energieausweise für Nichtwohngebäude können nach §88 GEG ausgestellt werden.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Nachfrage nach qualifizierter Energieberatung für Nichtwohngebäude wächst erheblich: Betriebskosten steigen, die EPBD schreibt ambitioniertere Sanierungspfade vor, und öffentliche wie private Eigentümer stehen unter Druck, Energieausweise und Sanierungsfahrpläne vorzulegen. Energieberaterinnen und -berater, die das Segment Nichtwohngebäude abdecken, erschließen damit einen Markt mit deutlich höheren Beratungsvolumina als im Wohngebäudebereich. Wer diese Listung führt, ist für Gebäudeeigentümer deshalb kein optionaler Berater, sondern eine Pflichtanlaufstelle für unterstützte Sanierungen. Der Kurs vermittelt das gesamte Handwerk, das diese Beratungsleistung ausmacht: von der Bilanzierung nach DIN V 18599 über die Beurteilung komplexer technischer Gebäudeausrüstung bis zur Erstellung prüffähiger Berichte. Damit ist er eine vollständige Qualifikationsgrundlage für alle, die im wachsenden Markt der Nichtwohngebäude-Beratung professionell tätig werden oder tätig bleiben wollen.

Welche Förderung passt zu dir?

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Energieberater/in für Nichtwohngebäude
  • Energieeffizienzexperte/-expertin (BEG-NWG)
  • Architekt/in
  • Bauingenieur/in
  • Fachplaner/in technische Gebäudeausrüstung

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für wen ist dieser Kurs geeignet – reicht eine Ausbildung im Handwerk?

Die Teilnahme setzt eine berufliche Qualifikation nach §88 Absatz 1 GEG voraus. Meister und Techniker zulassungspflichtiger Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischer Gewerke erfüllen diese Voraussetzung. Auch Architekten und Ingenieure technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtungen sind zugelassen.

Was ist der Unterschied zwischen diesem Kurs und einer Energieberater-Grundausbildung?

Dieser Kurs ist ein Vertiefungsmodul für bereits ausgebildete Energieberater (oder Personen mit gleichwertiger Qualifikation), die den Wohngebäudebereich auf Nichtwohngebäude erweitern möchten. Die Bilanzierungsmethodik nach DIN V 18599, die Anlagensysteme und die Förderstruktur unterscheiden sich erheblich von der Wohngebäude-Beratung.

Berechtige mich dieser Kurs zur Ausstellung von Energieausweisen für Nichtwohngebäude?

Ja. Nach erfolgreichem Abschluss können Energieausweise für Nichtwohngebäude nach §88 GEG ausgestellt werden, sofern die persönliche Qualifikationsvoraussetzung nach §88 GEG erfüllt ist.

Wie werde ich als Energieeffizienzexperte für BEG-NWG gelistet?

Die Listung auf der dena-Expertenliste setzt den Nachweis aller im BAFA-Regelheft definierten Basismodul- und Vertiefungsmodulinhalte voraus. Dieser Kurs deckt das Vertiefungsmodul für Nichtwohngebäude ab. Je nach persönlicher Ausgangsqualifikation können Basismodulinhalte in separaten Kursen zu erwerben sein.

Welche Software wird für die Bilanzierung im Kurs eingesetzt?

Der Kurs vermittelt die methodischen Grundlagen der DIN-V-18599-Bilanzierung. Die eingesetzte Berechnungssoftware richtet sich nach dem Anbieter; gängige Bilanzierungstools für Nichtwohngebäude werden vorgestellt. Eigene Softwarelizenzen sind in der Regel nicht vorauszusetzen, können aber empfohlen werden.