Energieeffizienz-Experte Vertiefung Wohngebäude – Lehrgang
Vertiefungsmodul für Architekten und Ingenieure zur energetischen Sanierungsplanung, Baubegleitung und Qualitätssicherung — Voraussetzung für die Eintragung als Energieeffizienz-Experte.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
Kostenlos & unverbindlich anfragenAuf einen Blick
Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Das Vertiefungsmodul dauert im Vollzeitformat typischerweise mehr als einen Monat bis zu drei Monate. Der genaue Umfang variiert je nach Kursanbieter und individuellem Lernfortschritt. Es ist als Abschlussmodul nach dem Basismodul konzipiert und bildet gemeinsam mit diesem die vollständige… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Dieses Zertifikat ist — in Kombination mit dem Basismodul und der nachgewiesenen Grundqualifikation nach §88 GEG — die Grundlage für die… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Die Teilnahme setzt voraus, dass die Teilnehmenden eine berufliche Qualifikation im Sinne des §88 GEG Absatz 1 Nr. 2 bis 4 erfüllen. Zudem müssen die Inhalte des Basismoduls Energieeffizienz-Experte Wohngebäude entweder nachgewiesen oder durch entsprechende Vorkenntnisse abgedeckt sein, da das… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Energetische Gebäudesanierung ist eine der zentralen Aufgaben der Bauwirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität. Für qualifizierte Architekten und Ingenieure bietet die Tätigkeit als Energieberater eine attraktive Erweiterung des beruflichen Profils. Das Vertiefungsmodul Wohngebäude richtet sich an Fachleute, die bereits das Basismodul absolviert haben und nun die spezialisierten Kenntnisse für die vollständige Qualifikation als Energieeffizienz-Experte erwerben möchten. Dieser Kurs vermittelt alle Schwerpunktdetails energetischer Sanierungen an Gebäuden und haustechnischen Anlagen für Planung, Ausführung und Kontrolle. Er befähigt zur sachkundigen Baubetreuung, Bauüberwachung und Qualitätssicherung bei energetischen Sanierungsschritte. Der Kurs wird als Combined Learning im Vollzeitformat durchgeführt und dauert typischerweise mehr als einen Monat bis zu drei Monate.
Was lernst du in diesem Kurs?
Lernziele:
Nach Abschluss des Vertiefungsmoduls können die Teilnehmenden energetische Sanierungsschritte an Wohngebäuden vollständig planen, begleiten und qualitätssichern. Sie kennen die rechtlichen Grundlagen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und wenden diese bei ihrer Beratungs- und Planungstätigkeit korrekt an. Die Lernenden beherrschen die Prinzipien energieeffizienten Bauens sowohl im Neubau als auch im Bestand und können diese in konkreten Projekten umsetzenDie Kursteilnehmenden sind in der Lage, detaillierte Projektarbeit für Neubauten und Sanierungen eigenständig durchzuführen. Die Teilnehmenden kennen die Anforderungen und Methoden der Innen- und Kerndämmung und können geeignete Systeme für unterschiedliche Gebäudetypen auswählenDie Kursteilnehmenden können Anlagenkonzepte für haustechnische Installationen fachgerecht entwickeln und Funktionalausschreibungen erstellen. Die Lernenden führen Baubegleitungen strukturiert durch und sichern die Qualität der ausgeführten Sanierungsschritte. Sie kennen die Anforderungen an die Planung und Ausführung luftdichter Gebäude und können Qualitätssicherungsschritte durchführen. Die Teilnehmenden beherrschen die Abnahme anlagentechnischer Installationen fachgerecht. Kursinhalte / Module: Das Vertiefungsmodul ist in mehrere fachlich strukturierte Themenbereiche gegliedert, die alle Aspekte der energetischen Sanierungsplanung und -durchführung für Wohngebäude abdecken. Der erste Block behandelt rechtliche Grundlagen und normatives Regelwerk. Energetische Sanierung findet in einem dichten Geflecht aus Gesetzen, Normen und Förderrichtlinien statt. Deren Kenntnis ist Grundvoraussetzung für jede fachgerechte Tätigkeit. Hier werden die zentralen Planungsprinzipien für energetisch optimierte Gebäude vermittelt, die Grundlage aller nachfolgenden Module sind.
- Wärmedämmung: Grundlagen, Materialien und Detailplanung für Bestandsgebäude
- Energetische Anforderungen an Außenwände, Dach und Boden
- Wärmebrücken: Identifikation, Bewertung und konstruktive Vermeidung
- Energiebilanzierung und Primärenergiekennwert für Wohngebäude
- Vergleich Neubaustandards und Sanierungsstandards nach GEG
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für energetische Handlungsschritte
Der dritte Block behandelt Innen- und Kerndämmung als spezifische Sanierungsherausforderung. Bei denkmalgeschützten oder architektonisch besonderen Gebäuden ist eine Außendämmung oft nicht möglich. Hier greifen Innen- und Kerndämmungsverfahren.
- Anwendungsfälle und Grenzen der Innendämmung
- Dampfdiffusion und Tauwasservermeidung bei innenliegenden Dämmebenen
- Systemvergleich: Innendämmsysteme und ihre bauphysikalischen Eigenschaften
- Hohlraumdämmung und Kerndämmung: Technik, Materialien und Qualitätskontrolle
- Planung und Ausführungsüberwachung bei Innendämmschritte
- Besonderheiten bei denkmalgeschützten Gebäuden
Der vierte Block umfasst Anlagenkonzept, Baubegleitung und Qualitätssicherung. Dieser Bereich verbindet die gebäudehüllenbezogene Planung mit der haustechnischen Systemplanung und den Aufgaben des baubegleitenden Energieberaters.
- Anlagenkonzepte für Heizung, Lüftung und Warmwasser in sanierten Gebäuden
- Funktionalausschreibungen für Anlagentechnik erstellen
- Luftdichte Gebäudehülle: Planung, Ausführung und Druckdifferenzprüfung (Blower-Door-Test)
- Qualitätssicherung luftdichter Gebäude nach anerkannten Regelwerken
- Baubegleitung: Aufgaben, Dokumentation und Abnahme
- Abnahme von Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen
Im Praxis-Block werden alle Themenbereiche in realitätsnahen Übungsszenarien vertieft. Wer dieses Modul erfolgreich absolviert und die erforderlichen Grundqualifikationen nachweist, kann beim BAFA die Aufnahme in die Energieeffizienz-Experten-Liste beantragen — eine wesentliche Voraussetzung für die Tätigkeit als gelisteter Energieberater im Rahmen von Bundesförderprogrammen.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Das Vertiefungsmodul richtet sich ausschließlich an Architekten und Ingenieure technischer oder naturwissenschaftlicher Fachgebiete nach §88 Absatz 1 Nr. 2 GEG, die bereits das Basismodul absolviert haben.
- Architekten und Stadtplaner mit Interesse an Energieberatung
- Ingenieure aus Hochbau, Haustechnik, Maschinenbau oder Verfahrenstechnik
- Techniker und Meister mit der entsprechenden GEG-Qualifikation
- Fachplaner für Haustechnik, die ihr Profil um Energieberatung erweitern möchten
- Personen, die sich als Energieeffizienz-Experte beim BAFA listen lassen möchten
Die Teilnahme setzt voraus, dass die Teilnehmenden eine berufliche Qualifikation im Sinne des §88 GEG Absatz 1 Nr. 2 bis 4 erfüllen. Zudem müssen die Inhalte des Basismoduls Energieeffizienz-Experte Wohngebäude entweder nachgewiesen oder durch entsprechende Vorkenntnisse abgedeckt sein, da das Vertiefungsmodul darauf aufbaut. Ein sicherer Umgang mit dem Computer sowie Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 sind erforderlich. Berufserfahrung in der Bauplanung oder Haustechnik ist wünschenswert und unterstützt das Verständnis der vermittelten Fachinhalte, ist aber keine formale Voraussetzung.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Das Vertiefungsmodul wird als Combined Learning angeboten. Digitale Lernmaterialien wie Fachvideos, Planungsbeispiele, Normentexte und interaktive Übungsaufgaben werden über eine Online-Plattform bereitgestellt. Ergänzend erfolgt eine fachkundige tutorielle Begleitung, in der Rückfragen beantwortet und Projektarbeiten besprochen werden. Die Vollzeitstruktur ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit dem umfangreichen Fachstoff.
Das Vertiefungsmodul dauert im Vollzeitformat typischerweise mehr als einen Monat bis zu drei Monate. Der genaue Umfang variiert je nach Kursanbieter und individuellem Lernfortschritt. Es ist als Abschlussmodul nach dem Basismodul konzipiert und bildet gemeinsam mit diesem die vollständige Qualifikation für die BAFA-Listung als Energieeffizienz-Experte Wohngebäude.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters. Dieses Zertifikat ist — in Kombination mit dem Basismodul und der nachgewiesenen Grundqualifikation nach §88 GEG — die Grundlage für die Beantragung der Aufnahme in die Energieeffizienz-Experten-Liste des BAFA sowie für die Berechtigung zur Ausstellung von Energieausweisen nach §88 GEG.Nutzen / Mehrwert: Der Bedarf an qualifizierten Energieberatern in Deutschland wächst kontinuierlich. Angesichts der Klimaziele der Bundesregierung und des stetig steigenden Sanierungsdrucks im Gebäudesektor sind Fachkräfte mit BAFA-Listung als Energieeffizienz-Experte am Markt gefragt. Das Vertiefungsmodul ist der entscheidende letzte Schritt zur vollständigen Qualifikation und eröffnet damit ein neues berufliches Tätigkeitsfeld oder eine lukrative Erweiterung des bestehenden Dienstleistungsangebots. Architekten und Ingenieure, die dieses Modul abschließen, erweitern ihr berufliches Profil um eine hochspezialisierte und gefragte KompetenzDie Kursteilnehmenden können anschließend Planungs- und Beratungsleistungen im Bereich energetischer Sanierung selbstständig oder in Büros anbieten, Bauherren bei der Inanspruchnahme von öffentliche Zuschüssen begleiten und als gelistete Experten in Bundesförderprogrammen tätig werden. Die Investition in dieses Vertiefungsmodul zahlt sich damit auf mehreren Ebenen aus.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Energieberater:in
- Energieeffizienz-Experte/-Expertin
- Sachverständige:r für Energieeffizienz
- Bauleiter:in für energetische Sanierung
- Sanierungsplaner:in
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das Basismodul Voraussetzung für diesen Kurs?
Ja, das Vertiefungsmodul setzt die Inhalte des Basismoduls voraus. Wer das Basismodul noch nicht absolviert hat, muss die entsprechenden Kenntnisse anderweitig nachweisen können, um an diesem Modul teilnehmen zu dürfen.
Kann ich mich nach Abschluss als Energieeffizienz-Experte beim BAFA listen lassen?
Nach Abschluss des Vertiefungsmoduls und des Basismoduls sowie dem Nachweis der erforderlichen Grundqualifikation nach §88 GEG können Sie beim BAFA die Aufnahme in die Energieeffizienz-Experten-Liste für das Förderprogramm Bundesförderung für effiziente Gebäude beantragen.
Welche Berufsgruppen sind zugelassen?
Zugelassen sind Architekten und Ingenieure technischer oder naturwissenschaftlicher Fachgebiete sowie weitere Berufsgruppen nach §88 Absatz 1 Nr. 2 bis 4 GEG. Die genauen Zulassungsvoraussetzungen sollten vorab mit dem Bildungsträger geklärt werden.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit förderbar. Laut BAFA ist die Zusatzqualifikation für die Energieberatertätigkeit mit der nötigen Grundqualifikation förderfähig.
Darf ich nach dem Kurs Energieausweise ausstellen?
Ja, nach erfolgreichem Abschluss beider Module und dem Nachweis der Grundqualifikation nach §88 GEG sind Sie berechtigt, Energieausweise gemäß §88 GEG auszustellen und als gelisteter Energieeffizienz-Experte in Bundesförderprogrammen tätig zu werden.