Bau & Handwerk
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Energieeffizienz Experte Wohngebäude – BAFA-Qualifikation

Umfassende Qualifizierung zum Energieeffizienzexperten für Wohngebäude gemäß BAFA-Anforderungen — inklusive Baubegleitung, Energieausweis und Listung im Förderprogramm BEG.

Auf einen Blick

Dauer4–5 MonateØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Umfassende Qualifizierung zum Energieeffizienzexperten für Wohngebäude gemäß BAFA-Anforderungen — inklusive Baubegleitung, Energieausweis und Listung im Förderprogramm BEG.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 28.05.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.

Anbieter

47

an 50 Standorten

Angebote

5

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 21 erfassten Orten

Regionen

12 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

zertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 3 Monate bis 6 Monate15×

Gemeldete Preisgruppen

  • 5.000–10.000 €25×

Häufige Kursorte

  • Hannover
  • Mellrichstadt
  • Duisburg
  • Reutlingen
  • Frankfurt am Main
  • Stuttgart

Bundesländer

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Niedersachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen

Vermittelte Kompetenzen

  • Bauphysikalische Grundlagen anwenden
  • Energieberaterbericht erstellen
  • Energieausweis nach GEG ausstellen
  • BAFA-Förderanträge begleiten
  • Baubegleitung durchführen
  • Energieberatungssoftware bedienen
  • Wärmedämmsysteme beurteilen
  • Qualitätssicherung bei Sanierungen

Zugeordnete Zielberufe

  • Energietechnik (weiterführend)4.902 Stellen/12 Mon.
  • Erneuerbare Energien (weiterführend)2.455 Stellen/12 Mon.
  • Energieberater/in307 Stellen/12 Mon.
  • Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin83 Stellen/12 Mon.
  • Energieberater für Wohngebäude28 Stellen/12 Mon.
  • Energieeffizienzexperte3 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 1.352 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Lernziele:

Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, Wohngebäude umfassend energetisch zu analysieren und Optimierungspotenziale systematisch zu identifizierenDie Kursteilnehmenden können Energieberaterberichte nach BAFA-Anforderungen erstellen, Energieausweise nach GEG ausstellen und als Baubegleiter:in qualitätssichernd tätig sein. Die folgenden Kompetenzen werden im Einzelnen aufgebaut.Teilnehmende erwerben ein fundiertes Verständnis dafür, wie Wärme, Feuchtigkeit und Luftströmungen in einem Gebäude interagieren und wie diese Prozesse energetisch relevant sind. Themen wie Wärmeschutz, Feuchteschutz, Wärmebrücken und Luftdichtheit werden theoretisch erarbeitet und anhand von Gebäudebeispielen praktisch veranschaulicht.

  • Bauphysikalische Grundlagen: Wärmeschutz, Feuchteschutz, Dampfdiffusion
  • Wärmebrücken: Typen, Entstehung und Vermeidungsstrategien
  • Luftdichtheit von Gebäuden und Blower-Door-Test
  • Sommerlicher Wärmeschutz und Überhitzungsrisiken
  • Normative Grundlagen: GEG, EnEV, DIN 4108, DIN EN ISO 6946
  • Energieeffizienzklassen und Primärenergiebedarf

Der zweite Themenblock behandelt Anlagentechnik, erneuerbare Energien und Haustechnik. Teilnehmende lernen die wichtigsten Heizsysteme, Warmwasserbereitungstechnologien, Lüftungsanlagen und Klimatechniken kennen und können deren energetische Leistungsfähigkeit im Bestand und im Neubau bewerten. Besonderer Fokus liegt auf der Integration erneuerbarer Energien in Bestandsgebäude.

  • Heizsysteme im Vergleich: Gas, Wärmepumpe, Pellet, Fernwärme
  • Warmwasserbereitung: Trinkwarmwasseranlagen, Solarthermie
  • Lüftungsanlagen mit und ohne Wärmerückgewinnung
  • Photovoltaik und Gebäudeintegration erneuerbarer Energien
  • Hydraulischer Abgleich und Optimierung bestehender Heizanlagen
  • Bilanzierungsverfahren nach GEG und EnEV

Der dritte Themenblock widmet sich Dämmstoffen, Dämmsystemen und der Sanierungsplanung. Hier werden die marktüblichen Wärmedämmstoffe und ihre Eigenschaften systematisch behandelt. Außen-, Innen- und Dachdämmung werden als planerische und ausführungstechnische Herausforderung erarbeitet. Teilnehmende lernen, ein vollständiges Sanierungskonzept mit Kostenabschätzung zu erstellen.Teilnehmende erwerben das Know-how für die sachkundige Begleitung und Überwachung von energetischen Sanierungsschritte vor Ort. Teilnehmende lernen, Ausführungsfehler zu erkennen, Abnahmen durchzuführen und Prüfberichte zu erstellen.Bei erfolgreicher Prüfung sind alle Voraussetzungen für die BAFA-Zulassung und die Listung als Energieeffizienzexperte erfüllt — sofern auch die berufliche Grundqualifikation nach §88 GEG vorliegt.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Fachleute aus dem Bau-, Ausbau- und Anlagentechnikbereich, die die Zusatzqualifikation zum Energieeffizienzexperten für Wohngebäude erwerben möchten. Dazu gehören insbesondere folgende Gruppen.

  • Meister:innen und Techniker:innen aus zulassungspflichtigen Bau- und Handwerksberufen
  • Architekten, Bauingenieure und Ingenieure der Haustechnik
  • Elektrotechniker:innen und Gebäudetechniker:innen mit GEG-relevanter Qualifikation
  • Personen aus dem Energieberatungsumfeld, die eine BAFA-Zulassung anstreben
  • Fachkräfte, die sich im wachsenden Markt der energetischen Sanierung neu positionieren möchten
Voraussetzungen:

Zugelassen sind Personen mit einer beruflichen Qualifikation nach §88 Absatz 1 Nr. 3 oder 4 GEG — also Meister:innen und Techniker:innen aus einem zulassungspflichtigen Bau-, Ausbau- oder Anlagentechnikgewerbe, dessen Schwerpunkt die Beurteilung von Gebäudehülle, Heizungs- oder Lüftungsanlagen umfasst. Personen mit Qualifikation nach §88 Abs. 1 Nr. 2 GEG (z. B. Architekten, Bauingenieure) können direkt in das Aufbaumodul einsteigen. Berufserfahrung und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind wünschenswert. Teilnehmende sollten sicher mit dem PC umgehen können und Deutschkenntnisse auf C1-Niveau besitzen.

Ablauf & Abschluss

Die Weiterbildung wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt. Online-eigenständige Übungsphasen ermöglichen die flexible Erarbeitung theoretischer Grundlagen; synchrone Präsenz- oder Videokonferenzeinheiten dienen der Vertiefung, Übung und dem fachlichen Austausch. Softwareprogramme für die Energieberatung werden praxisnah eingeführt. Das abschließende Praxisprojekt — Erstellung eines Energieberaterberichts an einem Objekt — ist integraler Bestandteil der Qualifizierung und gleichzeitig Grundlage für die mündliche Prüfung.

Die Weiterbildung dauert mehr als drei Monate und bis zu sechs Monate in Vollzeit. Der Umfang ist durch die umfangreichen BAFA-Anforderungen bedingt und umfasst sowohl den theoretischen Teil (Energieberatung) als auch den praktischen Teil (Baubegleitung und Qualitätssicherung). Die Kursdauer variiert je nach Anbieter, liegt aber in der Regel im genannten Rahmen.

Nach erfolgreich bestandener schriftlicher Abschlussprüfung und mündlicher Verteidigung des Energieberaterberichts erhalten Absolvent:innen ein trägerinternes Zertifikat.Die formelle Listung und BAFA-Zulassung erfolgt auf Antrag der jeweiligen Person nach Kursabschluss.

Nutzen & Perspektiven

Der Markt für energetische Sanierungsberatung wächst kontinuierlich.Wer diese Weiterbildung abschließt, positioniert sich in einem Wachstumsmarkt mit langfristiger Perspektive und erweitertem Leistungsportfolio. Die Qualifikation ermöglicht es, vollständige Beratungsdienstleistungen anzubieten: von der ersten Begutachtung über die Erstellung von öffentliche Zuschüsseanträgen bis zur Baubegleitung und Qualitätssicherung. Das eröffnet neue Geschäftsmodelle für Selbstständige und Betriebe im Handwerk und Bauwesen, die ihren Kunden einen Mehrwert von der Planung bis zur Abnahme bieten möchten.

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Arbeitsmarkt-Report

Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.

Einstieg (0-2 J.):34.000–44.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Energietechnik (weiterführend)
    4.902 Stellen
  • Erneuerbare Energien (weiterführend)
    2.455 Stellen
  • Energieberater/in
    307 Stellen
  • Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin
    83 Stellen
  • Energieberater für Wohngebäude
    28 Stellen
  • Energieeffizienzexperte
    3 Stellen

Unverbindliche Anfrage

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was berechtigt mich nach diesem Kurs beruflich?

Nach erfolgreichem Abschluss — in Verbindung mit der beruflichen Grundqualifikation nach §88 GEG — sind Sie berechtigt, Energieberatungen für Wohngebäude durchzuführen, Energieausweise nach §88 GEG auszustellen und sich als Energieeffizienzexperte in der Expertenliste für das Förderprogramm Bundesförderung für effiziente Gebäude Wohngebäude (BEG WG) listen zu lassen.

Welche berufliche Vorqualifikation brauche ich?

Für die BAFA-Zulassung wird eine berufliche Qualifikation nach §88 GEG vorausgesetzt. Meister:innen und Techniker:innen aus zulassungspflichtigen Bau-, Ausbau- oder Anlagentechnikgewerben erfüllen dies in der Regel. Auch Architekten, Bauingenieure und bestimmte Ingenieure der Haustechnik und Elektrotechnik kommen in Frage. Der Kursträger berät im Einzelfall, ob die jeweilige Qualifikation ausreicht.

Was ist der Unterschied zwischen Teil 1 und Teil 2 der Weiterbildung?

Teil 1 deckt die Energieberatung ab: Bauphysik, Anlagentechnik, Dämmung, Energieberaterbericht und Energieausweis. Er endet mit der Erstellung eines Energieberaterberichts an einem realen Objekt. Teil 2 behandelt die Baubegleitung und Qualitätssicherung: sachkundige Bauüberwachung, Qualitätssicherung bei energetischen Sanierungen und die dafür notwendige Dokumentation. Beide Teile zusammen erfüllen die BAFA-Anforderungen.

Kann ich den Kurs über einen Bildungsgutschein finanzieren?

Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Förderung über Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters in der Regel möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz sowie weitere Förderwege kommen je nach Situation in Betracht. Eine Beratung bei der Agentur für Arbeit vor der Buchung ist empfehlenswert.

Wie lange dauert der Kurs und wie ist er aufgebaut?

Die Weiterbildung dauert in der Regel drei bis sechs Monate in Vollzeit und wird als Combined Learning angeboten — eine Kombination aus Online-Selbstlernphasen und synchronen Präsenz- oder Live-Online-Einheiten. Am Ende steht eine schriftliche Abschlussprüfung sowie die mündliche Verteidigung des erstellten Energieberaterberichts.