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Energieeffizienz-Experte Wohngebäude (dena/BAFA) – Kurs

Qualifizierung zum Energieeffizienz-Experten für Wohngebäude nach dena-Standard und BAFA-Anforderungen – mit GEG, iSFP, Heiztechnik, Lüftung und erneuerbaren Energien.

Auf einen Blick

Dauermehrere WochenØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Der Energieeffizienz-Experte für Wohngebäude ist die bundesweit anerkannte Fachkraft für energetische Gebäudeberatung.Diese Weiterbildung bereitet systematisch auf genau diese Aufgaben vor. Sie verbindet bauphysikalische Grundlagen mit Heiztechnik, Lüftung, erneuerbaren Energien und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu einem praxisorientierten Gesamtlehrgang. Teilnehmende erwerben die Kompetenz, Bestandsgebäude energetisch zu bewerten, Sanierungsschritte zu planen und öffentliche Zuschüsseanträge fachgerecht vorzubereiten.Bauphysikalische Kenntnisse sind die Voraussetzung, um Schwachstellen zu identifizieren und Handlungsschritten fachgerecht zu bewerten.

  • GEG-Struktur: Anwendungsbereich, Primärenergiefaktoren, Anforderungssystem für Neubau und Bestand
  • Referenzgebäudeverfahren und monatliches Bilanzierungsverfahren nach DIN V 18599
  • U-Wert-Berechnung für Wände, Dach, Boden, Fenster und Türen
  • Wärmebrückenplanung: pauschaler Zuschlag vs. detaillierter Nachweis (DIN EN ISO 10211)
  • Luftdichtheitskonzepte und Blower-Door-Messung (DIN EN ISO 9972)
  • Feuchteschutz: Taupunktdiagramm, Glaser-Verfahren, hygrothermische Simulation

Heiztechnik und Warmwasserbereitung Das Heizungssystem bestimmt maßgeblich den Primärenergiebedarf eines Wohngebäudes. Dieser Block behandelt die energetische Bewertung und den Vergleich der wichtigsten Heiztechnologien.

  • Konventionelle Erzeuger: Niedertemperatur- und Brennwertkessel, Pelletkessel, Holzvergaser
  • Wärmepumpen: Auslegungskriterien, Jahresarbeitszahl, Systemtemperaturen
  • Fernwärmeanschluss und Übergabestationen
  • Solarthermie zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung
  • Wärmeverteilung und -übergabe: Heizkörper vs. Flächenheizung
  • Hydraulischer Abgleich und Regelungstechnik

Lüftung, Kühlung und Smart-Home Eine luftdichte Gebäudehülle erfordert kontrollierte Lüftung. Dieser Block zeigt, wie Lüftungskonzepte entwickelt, dimensioniert und in das Gebäudeenergiekonzept integriert werden.Dieser Block behandelt die Dokumentation, die öffentliche Zuschüsselandschaft und die praktische Arbeit als Energieeffizienz-Experte.

  • Energieausweis für Wohngebäude: Bedarfsausweis vs.Diese durchgängige Fallbearbeitung sichert die Handlungskompetenz, die für die spätere Berufspraxis unmittelbar erforderlich ist.

Das Thema Smart-Home und erneuerbare Energien wird nicht als Add-on behandelt, sondern als integraler Bestandteil der modernen Gebäudeenergieberatung. Querverbindungen zwischen den Modulen sind bewusst eingebaut: Wer versteht, wie Wärmebrücken die Energiebilanz beeinflussen, warum eine falsch ausgelegte Wärmepumpe in einem schlecht gedämmten Gebäude nicht effizient arbeitet und wie ein iSFP die Sanierungsreihenfolge begründet, kann Eigentümern eine kohärente und wirtschaftlich nachvollziehbare Sanierungsstrategie präsentieren. Genau dieses Gesamtbild ist der Kern professioneller Energieberatung für Wohngebäude.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 13.06.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 6 Standorten

Angebote

93

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 35 erfassten Orten

Regionen

12 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerzertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Blended Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Woche bis 1 Monat37×

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €37×

Häufige Kursorte

  • Leipzig
  • Cottbus
  • Neuss
  • Hamm
  • Marburg
  • Freiberg

Bundesländer

  • Bayern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Brandenburg
  • Sachsen
  • Thüringen

Vermittelte Kompetenzen

  • GEG-Anforderungssystem
  • Energiebilanzierung DIN V 18599
  • Individueller Sanierungsfahrplan iSFP
  • U-Wert-Berechnung und Wärmebrücken
  • Lüftungskonzept DIN 1946-6
  • BEG und KfW-Förderprogramme
  • dena-Expertenliste und BAFA-Zulassung
  • Erneuerbare Energien im Gebäude

Zugeordnete Zielberufe

  • Elektroniker/Elektronikerin Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik15.541 Stellen/12 Mon.
  • Berater/Beraterin für erneuerbare Energien2.455 Stellen/12 Mon.
  • Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin83 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 93 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Lernziele:

  • GEG-Anforderungssystem
  • Energiebilanzierung DIN V 18599
  • Individueller Sanierungsfahrplan iSFP
  • U-Wert-Berechnung und Wärmebrücken
  • Lüftungskonzept DIN 1946-6
  • BEG und KfW-Förderprogramme
  • dena-Expertenliste und BAFA-Zulassung
  • Erneuerbare Energien im Gebäude

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit technischem Grundlagenwissen und Branchenerfahrung im Bau- oder Energiebereich, die die Qualifikation als Energieeffizienz-Experte erwerben möchten.

  • Architektinnen, Architekten und Bauingenieure
  • Techniker und Meister aus dem Gebäudetechnik- und SHK-Bereich
  • Ingenieurinnen und Ingenieure der Versorgungs- und Gebäudetechnik
  • Bestandsberaterinnen und -berater in Wohnungsbaugesellschaften
  • Personen mit FH- oder Hochschulabschluss in einem bautechnischen Fach, die in die Energieberatung einsteigen
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden ein FH- oder Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung. Gute PC-Kenntnisse sind für den Einsatz von Berechnungs- und Beratungssoftware erforderlich. Technisches Grundlagenwissen oder Berufserfahrung aus dem Bau- oder Energiebereich wird erwartet und erleichtert den Einstieg erheblich.

Ablauf & Abschluss

Der Lehrgang setzt auf einen methodischen Mix aus Vorlesungseinheiten, Berechnungsübungen und vollständigen Fallbearbeitungen. Energiebilanzen, U-Wert-Berechnungen und iSFP-Dokumentation werden an konkreten Mustergebäuden durchgearbeitet. Online-Seminarblöcke wechseln sich mit betreuten eigenständigen Lernphasen ab. Die prüfungsrelevante Systematik von GEG, dena-Anforderungen und BAFA-Richtlinien wird am Anforderungsprofil der Beratungspraxis gespiegelt.

Die Weiterbildung ist mehrteilig und erstreckt sich über mehrere Wochen. Genauere Angaben zu Wochenstunden, Blockterminen und Durchführungsformat erhalten Interessierte beim jeweiligen Anbieter.

Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab. Darüber hinaus führt er inhaltlich auf die Registrierung als Energieberater für Wohngebäude bei der BAFA und auf die Aufnahme in die dena-Expertenliste hin. Welche zusätzlichen formalen Schritte dafür erforderlich sind (z. B. Nachweis von Berufserfahrung), sollte individuell mit der jeweiligen Stelle geklärt werden.

Nutzen & Perspektiven

Der Energieeffizienz-Experte für Wohngebäude ist eine der gefragtesten Fachqualifikationen im deutschen Gebäudesektor.Wer nach diesem Kurs die Registrierung als Energieberater bei BAFA und dena abschließt, erhält Zugang zu einem bundesweiten Expertennetzwerk und kann direkt an staatlich unterstützten Beratungsprogrammen teilnehmen. Damit eröffnen sich Tätigkeitsfelder in der freiberuflichen Beratung, in Wohnungsbaugesellschaften, bei kommunalen Trägern und in der Bauwirtschaft.Absolventen können unmittelbar nach Kursabschluss erste Beratungsprojekte begleiten und selbständig abwickeln. Ein unterschätzter Aspekt ist die Rechtssicherheit, die dieser Abschluss im Beratungsalltag schafft. Wer die GEG-Anforderungen und die BEG-Bedingungen wirklich kennt, vermeidet kostspielige Fehler bei der Antragsstellung und schützt Eigentümer vor dem Verlust von öffentliche Zuschüssen durch formale Fehler. Das stärkt das Vertrauen der Kundschaft und die Reputation langfristig.

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Arbeitsmarkt-Report

Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.

Einstieg (0-2 J.):34.000–44.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Elektroniker/Elektronikerin Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
    15.541 Stellen
  • Berater/Beraterin für erneuerbare Energien
    2.455 Stellen
  • Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin
    83 Stellen

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Verwandte Kurse & Alternativen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Führt dieser Kurs direkt zur Aufnahme in die dena-Expertenliste?

Der Kurs bereitet inhaltlich auf die Anforderungen der dena-Expertenliste und der BAFA-Zulassung vor und vermittelt alle relevanten fachlichen Kompetenzen. Die formale Registrierung erfolgt separat und setzt neben dem Kursabschluss in der Regel den Nachweis beruflicher Qualifikation und Praxiserfahrung voraus. Genaue Anforderungen sollten direkt bei dena und BAFA abgeklärt werden.

Was ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) und warum ist er wichtig?

Der iSFP ist ein strukturiertes Beratungsdokument, das Eigentümerinnen und Eigentümern einen schrittweisen Sanierungsplan für ihr Gebäude an die Hand gibt. Wer einen von einem zugelassenen Berater erstellten iSFP vorweist, erhält bei der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) einen zusätzlichen Förderbonus. Der Kurs zeigt, wie iSFP korrekt erstellt, dokumentiert und kommuniziert werden.

Welche Rolle spielt das GEG in diesem Kurs?

Das Gebäudeenergiegesetz ist das zentrale Regelwerk für alle energetischen Anforderungen an Wohngebäude in Deutschland. Der Kurs behandelt GEG-Anforderungen für Neubau und Bestand, das Referenzgebäudeverfahren, Primärenergiefaktoren und die Pflichten bei Sanierungsmaßnahmen. GEG-Kenntnisse sind für jeden Energieeffizienz-Experten unverzichtbar.

Muss ich vorher bereits als Energieberater tätig gewesen sein?

Nein. Der Kurs richtet sich auch an Personen, die neu in die Energieberatung einsteigen. Vorausgesetzt werden ein technischer Bildungsabschluss und technisches Grundlagenwissen. Berufserfahrung im Bau- oder Energiebereich ist hilfreich, aber kein formales Zulassungskriterium für den Kurs selbst.

Behandelt der Kurs auch Smart-Home und erneuerbare Energien?

Ja. Smart-Home-Systeme, Energiemanagementsysteme und die Integration von Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen im Gebäudekontext sind eigenständige Themenblöcke. Diese Inhalte sind Teil der modernen Energieberatungspraxis und werden als integraler Kursbestandteil behandelt.