Energieeffizienz-Experte Weiterbildung (BAFA/dena)
Weiterbildung zur Fachkraft für Energieberatung und energieeffizientes Bauen nach den Anforderungen der BAFA-Expertenliste.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Weiterbildung ist auf eine mehrmonatige Vollzeit- oder Teilzeitstruktur ausgelegt. Der genaue Zeitrahmen variiert je nach Lernformat und individueller Studiengeschwindigkeit. Teilnehmende, die die Weiterbildung im Vollzeitformat absolvieren, schließen in der Regel innerhalb weniger Monate ab… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die qualifizierte Weiterbildung als Energieeffizienz-Experte dokumentiert. Auf Grundlage dieser Qualifikation können sich Absolventen für die Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) und für die BAFA-Beratersoftware… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Für die Teilnahme an dieser Weiterbildung wird ein Hochschulabschluss in Ingenieurwesen, Architektur oder einem verwandten technischen Studienfach vorausgesetzt. Alternativ ist ein staatlich geprüfter Technikerabschluss in Gebäudetechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ausreichend. Auch… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Die Weiterbildung zum Energieeffizienz-Experten bereitet auf eine der gefragtesten Fachpositionen im Bauwesen vor. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, verschärfter gesetzlicher Anforderungen durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und ambitionierter Klimaschutzziele wächst der Bedarf an qualifizierten Fachleuten, die Gebäudebesitzer und Unternehmen bei der energetischen Modernisierung kompetent begleiten können. Der Kurs vermittelt das gesamte Spektrum der Energieberatung: von der bauphysikalischen Analyse über die Bilanzierung nach DIN V 18599 bis hin zur Erstellung rechtssicherer Sanierungsfahrpläne und Energieausweise. Behandelt werden die Anforderungen an Neubauten, die Pflichten bei der Sanierung im Bestand sowie die Übergangsregelungen.Im Fokus stehen Wärmeschutz, Feuchteschutz und Luftdichtheit als die drei wesentlichen Säulen energetischer Gebäudebewertung. Anhand konkreter Konstruktionsbeispiele werden Dämmsysteme für opake Bauteile (Außenwände, Dächer, Bodenplatten) und transparente Bauteile (Fenster, Glasfassaden) bewertet.
- U-Wert-Berechnung für opake und transparente Bauteile
- Wärmebrückenanalyse und wärmebrückenfreie Konstruktionsdetails
- Feuchteschutznachweis nach Glaser-Verfahren
- Luftdichtheitskonzepte und Blower-Door-Test
- Dämmstoffe und ihre Eigenschaften im Vergleich
- Sommerlicher Wärmeschutz und Übertemperaturhäufigkeit
Was lernst du in diesem Kurs?
Lernziele:
- Bilanzierung nach DIN V 18599
- GEG-Anforderungen
- Energieausweis erstellen
- Sanierungsfahrplan (iSFP)
- BEG-Förderantrag
- Bauphysik und U-Wert-Berechnung
- Heizlastberechnung EN 12831
- Wärmebrückenanalyse
Für wen ist der Kurs geeignet?
Dieser Kurs richtet sich an Fachleute aus dem Bauwesen, der Gebäudetechnik und dem Handwerk, die eine anerkannte Qualifikation als Energieberater anstreben. Typische Teilnehmerprofile
- Ingenieurinnen und Ingenieure der Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Architektur, Maschinenbau oder Versorgungstechnik
- Techniker mit staatlich geprüftem Abschluss in Gebäudetechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
- Handwerksmeister aus Heizungs-, Sanitär-, Klimatechnik oder verwandten Gewerken
- Sachverständige und Planer, die ihr Leistungsangebot um Energieberatung erweitern möchten
- Quereinsteiger aus dem Bau- und Immobilienbereich mit technischem Hochschulabschluss
Für die Teilnahme an dieser Weiterbildung wird ein Hochschulabschluss in Ingenieurwesen, Architektur oder einem verwandten technischen Studienfach vorausgesetzt. Alternativ ist ein staatlich geprüfter Technikerabschluss in Gebäudetechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ausreichend. Auch bestimmte Handwerksmeister im technischen Ausbau können die formalen Voraussetzungen erfüllen. Gute Computerkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Tabellenkalkulation und technischer Software erleichtern den Einstieg erheblich, da ein Teil der Berechnungsübungen softwaregestützt stattfindet.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs ist als berufsbegleitende Fernweiterbildung konzipiert, die digitales eigenständiges Lernen mit betreuten Online-Praxisphasen verbindet. Lernvideos, digitale Skripte und interaktive Übungsaufgaben stehen auf einer Lernplattform zeitflexibel zur Verfügung. Synchrone Online-Sessions ermöglichen den direkten Austausch mit Dozierenden und anderen Teilnehmenden. Berechnungsübungen werden mit praxistauglicher Branchensoftware durchgeführt, sodass Teilnehmende unmittelbar nach der Weiterbildung einsatzfähige Werkzeuge beherrschen.
Die Weiterbildung ist auf eine mehrmonatige Vollzeit- oder Teilzeitstruktur ausgelegt. Der genaue Zeitrahmen variiert je nach Lernformat und individueller Studiengeschwindigkeit. Teilnehmende, die die Weiterbildung im Vollzeitformat absolvieren, schließen in der Regel innerhalb weniger Monate ab; bei berufsbegleitender Teilzeit verlängert sich der Zeitraum entsprechend. Detaillierte Informationen zu Umfang und Stundenplan werden bei der Anmeldung kommuniziert.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die qualifizierte Weiterbildung als Energieeffizienz-Experte dokumentiert. Auf Grundlage dieser Qualifikation können sich Absolventen für die Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) und für die BAFA-Beratersoftware registrieren lassen, sofern die jeweiligen Vorqualifikationsnachweise vorliegen. Nutzen / Mehrwert: Energieberatung ist eines der wenigen Berufsfelder im deutschen Bauwesen, in denen staatlich definierte Qualifikationsanforderungen eine echte Marktzutrittsschranke bilden. Mit dieser Qualifikation erschließen sich tragfähige Einkommensperspektiven - als freiberuflicher Energieberater, als angestellte Fachkraft bei Planungsbüros oder als Inhouse-Experte in Wohnungsbaugesellschaften und Industrieunternehmen. Die Weiterbildung hat einen unmittelbaren beruflichen Mehrwert: Noch während des Kurses bauen Teilnehmende ein belastbares Methodenwissen auf, das sie in ersten Beratungsprojekten direkt einsetzen können. Der Fokus auf praxisnahe Berechnungsübungen sorgt dafür, dass das erworbene Wissen nicht theoretisch bleibt, sondern in professionelle Arbeitsergebnisse überführt wird. Angesichts des Klimaschutzziels der Bundesregierung - Klimaneutralität des Gebäudebestands bis 2045 - steht die Sanierungswelle erst am Anfang. Energieeffizienz-Experten werden in den kommenden Jahrzehnten gebraucht, und eine heute abgeschlossene Qualifikation baut eine Fachkompetenz auf, die dauerhaft nachgefragt wird.
Modul 3 - Gebäudetechnische Anlagen und Bilanzierung
Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf der Bilanzierung von Heiztechnik, Lüftungsanlagen und Trinkwarmwassersystemen nach DIN V 18599. Es werden verschiedene Heizungserzeuger - von konventionellen Gas- und Ölkesseln bis hin zu Wärmepumpen und Solarthermie - hinsichtlich ihrer Effizienz und ihrer Einbindung in die Gesamtbilanz bewertet. Lüftungskonzepte und deren Einfluss auf den Gesamtenergiebedarf werden systematisch erläutert.
- Bilanzierungsmethodik nach DIN V 18599 für Wohn- und Nichtwohngebäude
- Heizungserzeuger: Effizienzklassen, Jahresnutzungsgrade, Aufwandszahlen
- Wärmepumpen: Heizleistung, JAZ und systemische Einbindung
- Solarthermie: Ertragssimulation und Deckungsgrade
- Lüftungsanlagen mit und ohne Wärmerückgewinnung
- Trinkwarmwasserbereitung und Solarunterstützung
Praxisblöcke und Anwendungsbeispiele In praxisorientierten Übungseinheiten werden Berechnungen und Bewertungen an realen oder realitätsnahen Fallbeispielen durchgeführt. Die Teilnehmenden erwerben so Sicherheit im Umgang mit den einschlägigen Berechnungsmethoden und Softwarewerkzeugen. Durch die intensive Praxisphase bauen Teilnehmende die Berechnungssicherheit auf, die für die spätere eigenständige Beratungstätigkeit unerlässlich ist. Parallel zur Rechentechnik wird die Beratungskommunikation geschult: Wie erkläre ich einem Gebäudeeigentümer den Unterschied zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis? Wie priorisiere ich Handlungsschritte im Sanierungsfahrplan transparent und nachvollziehbar?
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Energieberater
- Sanierungsfahrplan-Ersteller (iSFP)
- Energieeffizienz-Experte (dena-Liste)
- Energieauditor
- Fachingenieur für Gebäudeenergietechnik
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Voraussetzungen brauche ich für diesen Kurs?
Erforderlich ist ein Hochschulabschluss in Ingenieurwesen, Architektur oder einem vergleichbaren technischen Fach, alternativ ein staatlich geprüfter Technikerabschluss in Gebäudetechnik oder HLK-Technik. Bestimmte Handwerksmeister im technischen Ausbau können die Voraussetzungen ebenfalls erfüllen. Computerkenntnisse werden vorausgesetzt.
Was ist die dena-Expertenliste und warum ist sie wichtig?
Die Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) ist ein offizielles Register qualifizierter Energieberater, deren Eintragung für die Beantragung von Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beim BAFA vorgeschrieben ist. Nur eingetragene Experten dürfen im Auftrag von Eigentümern BEG-Anträge stellen. Diese Qualifikation eröffnet damit unmittelbaren Zugang zum staatlich geförderten Beratungsmarkt.
Welchen Abschluss erhalte ich nach der Weiterbildung?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat, das Ihre Qualifikation als Energieeffizienz-Experte dokumentiert. In Verbindung mit Ihrem Vorqualifikationsnachweis können Sie dieses Zertifikat für die Registrierung auf der dena-Expertenliste einreichen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Bedarfs- und einem Verbrauchsausweis?
Der Bedarfsausweis ermittelt den theoretischen Energiebedarf anhand von Baukonstruktion und technischen Anlagen - unabhängig vom tatsächlichen Nutzungsverhalten. Der Verbrauchsausweis basiert auf den gemessenen Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre. Beide Varianten werden im Kurs behandelt, die Bedarfsberechnung nach DIN V 18599 bildet dabei den methodischen Schwerpunkt.
In welchen Bereichen kann ich nach der Weiterbildung arbeiten?
Die Qualifikation öffnet Türen zu selbstständiger Energieberatung (z. B. als freiberuflicher Sanierungsberater), zu Anstellungen in Planungsbüros, bei Wohnungsbaugesellschaften, Energieversorgern oder kommunalen Energieagenturen. Auch die Rolle als Inhouse-Energiemanager bei industriellen Betreibern von Gebäudeportfolios ist ein typisches Einsatzfeld.