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Energieeffizienz für Nichtwohngebäude – Weiterbildung

Weiterbildung zur Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden: DIN V 18599, komplexe Anlagentechnik und GEG-konforme Planung für gewerbliche und öffentliche Bauten.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs ist als intensive Vollzeitqualifikation konzipiert und richtet sich an Fachleute, die eine zügige Vertiefung anstreben. Genaue Stundenzahlen und Kursdauern variieren je nach Anbieter; marktüblich sind mehrwöchige Vollzeitformate, die in Präsenz oder als Blended-Learning-Format angeboten… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Absolvierenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Dieses dokumentiert die fachliche Qualifikation für die Energieberatung an Nichtwohngebäuden und bildet zusammen mit dem Berufsabschluss die Grundlage für eine… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss im Ingenieurwesen mit Schwerpunkt Gebäudetechnik, Bauwesen oder Versorgungstechnik, alternativ ein einschlägiger Handwerksmeisterabschluss oder eine staatlich geprüfte Technikerausbildung im Bereich Gebäudetechnik oder Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik.… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Nichtwohngebäude — Bürokomplexe, Industriehallen, Schulen, Krankenhäuser, Handelsgebäude — stellen an Energieberater und Planer grundlegend andere Anforderungen als Wohngebäude. Die thermische Zonierung, die Vielfalt der Nutzungsprofile und die komplexen haustechnischen Systeme machen die energetische Bewertung nach DIN V 18599 Parts 2 bis 11 zum eigentlichen Kernstück dieser Qualifikation. Diese Weiterbildung vermittelt das methodische Rüstzeug, um Nichtwohngebäude systematisch zu analysieren, Sanierungspotenziale zu identifizieren, rechtskonforme Energieausweise auszustellen und Modernisierungskonzepte zu entwickeln, die den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) standhalten. Im Vergleich zur Qualifikation für Wohngebäude, die sich auf überschaubare Gebäudehüllen und standardisierte Heizungsanlagen konzentriert, erfordert die Beratung von Nichtwohngebäuden ein deutlich breiteres Repertoire: von der Zoneneinteilung nach Nutzungsprofilen über die Berechnung von Kälte- und Klimaanlagen bis zur Berücksichtigung prozesskältebedingter interner Lasten. Wer nach dieser Weiterbildung in der Energieeffizienzliste des BAFA eingetragen sein möchte, legt hier den dafür notwendigen fachlichen Grundstein.

Was lernst du in diesem Kurs?

Grundlagen der energetischen Bewertung von Nichtwohngebäuden Die Qualifikation startet mit den normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht das GEG mit seinen spezifischen Anforderungen für Nichtwohngebäude sowie die Einbettung in europäische Richtlinien wie die EPBD. Auf dieser Basis wird die Anwendungslogik der DIN V 18599 als mehrteilige Berechnungsnorm eingeführt.

  • Systematik und Geltungsbereich des Gebäudeenergiegesetzes für Nichtwohngebäude
  • Aufbau und Kapitelstruktur der DIN V 18599 Parts 1–11
  • Abgrenzung Wohngebäude/Nichtwohngebäude und Mischgebäude
  • Primärenergiefaktoren, Grenzwerte und Anforderungsprofile
  • Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien nach GEG § 71 ff.
  • Energieausweisarten für Nichtwohngebäude und Ausstellerqualifikation

Thermische Zonierung und Nutzungsprofile Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal der Nichtwohngebäude-Berechnung ist die Zonierung. Nicht jeder Raum darf und soll als Teil einer einzigen Berechnungszone behandelt werden. Dieses Modul erklärt, wie Zonen nach Nutzung, Betriebszeiten und Klimabedingungen gebildet werden und welche Konsequenzen die Zonenwahl für das Berechnungsergebnis hat.

  • Kriterien für die Abgrenzung von Nutzungszonen nach DIN V 18599 Teil 4
  • Nutzungsprofile Büro, Handel, Schule, Versammlungsstätte, Gesundheit, Produktion
  • Interne Lasten aus Personen, Beleuchtung und Geräten je Nutzungszone
  • Einfluss von Betriebszeiten und Belegungsdichten auf den Nutzenergiebedarf
  • Grenzen der Zonierung und Vereinfachungsansätze für die Praxis

Anlagentechnik und haustechnische Systeme Klimatisierung, Lüftung, Beleuchtung und Prozesswärme/-kälte prägen den Energieverbrauch von Nichtwohngebäuden stärker als die Gebäudehülle. Dieses Modul behandelt die Bewertung und Optimierung haustechnischer Systeme nach DIN V 18599.

  • Heizungsanlagen und Wärmeerzeuger (Kessel, Wärmepumpe, KWK) für den gewerblichen Einsatz
  • Raumlufttechnische Anlagen (RLT): Volumenstromberechnung, Wärmerückgewinnung, Hygiene
  • Kälteanlagen und Kühlsysteme: Kompressionskälte, Absorptionskälte, freie Kühlung
  • Beleuchtungssysteme und Tageslichtnutzung nach DIN V 18599 Teil 4
  • Trinkwarmwassersysteme in Großgebäuden und Zirkulationsverluste

Bestandsaufnahme, Aktionsplanung und Wirtschaftlichkeit Die Beschreibungen des energetischen Zustands eines Bestandsgebäudes und die daraus abgeleiteten Empfehlungen sind das Kernprodukt jedes Energieberatungsauftrags. Dieses Modul leitet durch den strukturierten Ablauf von der Bestandsaufnahme bis zur Entscheidungsvorlage.

  • Vorgehensweise bei der Bestandsaufnahme und Datenerhebung vor Ort
  • Gebäudehülle: Wärmedurchgangskoeffizienten, Wärmebrücken, Luftdichtheit messen und bewerten
  • Systemvergleich Referenz- vs. Variantenrechnung nach GEG
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung: Amortisation, Barwert, Nutzungskostenvergleich
  • Umsetzungspfade und Sanierungsfahrpläne für gewerbliche Liegenschaften

Praxisblock

  • Zonierungsübung für ein reales Bürogebäude anhand von Grundriss und Belegungsdaten
  • Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs mit Zonierungsmatrix nach DIN V 18599
  • Ausfüllen eines Energieausweises für ein Nichtwohngebäude (Bedarfsausweis)
  • Bewertung einer RLT-Anlage mit Wärmerückgewinnung nach DIN V 18599 Teil 7
  • Einsparpotenziale einer LED-Nachrüstung mit Tageslichtsteuerung berechnen
  • Wirtschaftlichkeitsvergleich: Gaskondensationskessel vs. Wärmepumpe im Gewerbeobjekt
  • Variantenrechnung für eine Fassadendämmung eines Bürokomplexes
  • Berechnung des erneuerbaren Energieanteils nach GEG und Dokumentation
  • Erstellung eines Sanierungsfahrplans (iSFP-ähnliches Format für NWG)
  • Kurzvorstellung und Diskussion eines eigenen Fallbeispiels aus dem Berufsumfeld
  • Eingabe einer Gebäudebeschreibung in eine Berechnungssoftware und Ergebnisinterpretation
  • Kalibrierung der Berechnung anhand vorliegender Verbrauchsdaten

Nach Abschluss des Praxisblocks haben die Teilnehmenden eine vollständige Berechnung für ein fiktives Mustergebäude durchgeführt und die Berechnungsmethodik verinnerlicht. Die Übungen sind eng an reale Beratungsaufträge angelehnt und trainieren den souveränen Umgang mit der Norm auch in Grenzfällen.

Lernziele:

  • DIN V 18599 in ihrer gesamten Breite anwenden, insbesondere Parts 2 bis 11 für Nutzungszonen und Anlagentechnik
  • Thermische Zonierung eines Nichtwohngebäudes nach Nutzungsprofilen eigenständig vornehmen
  • Primär- und Endenergiebedarf für Bestand und Neubau berechnen und vergleichend darstellen
  • GEG-Anforderungen für Nichtwohngebäude kennen und in der Beratungspraxis anwenden
  • Energieausweise für Nichtwohngebäude nach Bedarf ausstellen und inhaltlich korrekt befüllen
  • Technische Anlagensysteme — Heizung, Kühlung, RLT, Beleuchtung, Trinkwarmwasser — energetisch beurteilen
  • Einsparpotenziale durch Hüllflächendämmung, Fenstererneuerung und Verschattung quantifizieren
  • Erneuerbarer-Energien-Anteile gemäß GEG im Gesamtkonzept verankern
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Sanierungsschritte durchführen und verständlich kommunizieren
  • Besonderheiten verschiedener Gebäudekategorien (Büro, Handel, Schule, Gesundheit) berücksichtigen
  • Messkonzepte und Monitoring als Teil des energetischen Betriebsmanagements einsetzen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Diese Weiterbildung richtet sich an Fachleute aus Ingenieurwesen, Architektur und Gebäudetechnik, die bereits über ein grundlegendes Verständnis energetischer Zusammenhänge verfügen und sich auf den spezifisch komplexeren Bereich der Nichtwohngebäude spezialisieren möchten.

  • Ingenieurinnen und Ingenieure aus den Bereichen Bau, Versorgungstechnik, Maschinenbau
  • Architektinnen und Architekten mit Interesse an energetischer Fachplanung
  • Staatlich geprüfte Techniker:innen aus der Gebäudetechnik oder Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik
  • Fachkräfte aus einschlägigen Handwerksberufen mit Meisterqualifikation
  • Personen, die bereits im Bereich Wohngebäude beraten und ihr Portfolio erweitern wollen
Voraussetzungen:

Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss im Ingenieurwesen mit Schwerpunkt Gebäudetechnik, Bauwesen oder Versorgungstechnik, alternativ ein einschlägiger Handwerksmeisterabschluss oder eine staatlich geprüfte Technikerausbildung im Bereich Gebäudetechnik oder Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik. Grundlegende Computerkenntnisse sowie der sichere Umgang mit gängiger Software werden vorausgesetzt, da Berechnungen teilweise am PC durchgeführt werden. Kenntnisse der Grundlagen der Gebäudeenergietechnik — etwa aus der Berufsausbildung, dem Studium oder einer vorherigen Weiterbildung zu Wohngebäuden — sind von Vorteil und erleichtern den Einstieg.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs kombiniert strukturierten Theorieunterricht mit anwendungsorientierten Berechnungsübungen. Normenkunde und Regelwerk werden nicht abstrakt vermittelt, sondern stets am konkreten Berechnungsfall demonstriert. Digitale Lernmaterialien, Musterberechnungen und kommentierte Berechnungsblätter begleiten die Lerneinheiten. Fallbesprechungen aus der Praxis der Energieberatung helfen dabei, typische Grenzfälle und häufige Fehler bei der Zonierung oder Systemzuordnung zu erkennen. Gruppenarbeitsphasen ermöglichen den Austausch über unterschiedliche Herangehensweisen.

Der Kurs ist als intensive Vollzeitqualifikation konzipiert und richtet sich an Fachleute, die eine zügige Vertiefung anstreben. Genaue Stundenzahlen und Kursdauern variieren je nach Anbieter; marktüblich sind mehrwöchige Vollzeitformate, die in Präsenz oder als Blended-Learning-Format angeboten werden. Die Prüfungsleistung am Ende umfasst in der Regel eine praktische Berechnungsaufgabe und/oder eine schriftliche Prüfung.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Absolvierenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Dieses dokumentiert die fachliche Qualifikation für die Energieberatung an Nichtwohngebäuden und bildet zusammen mit dem Berufsabschluss die Grundlage für eine Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste des BAFA (dort wird die Listeneintragung selbst beantragt; das Kursanbieter-Zertifikat ist eine der Voraussetzungen). Ein staatlich anerkannter Abschluss wird nicht vergeben.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Der Markt für Energieberatung an Nichtwohngebäuden wächst kontinuierlich: Gewerbeimmobilien, öffentliche Liegenschaften und Industriegebäude stehen unter zunehmend strengen Anforderungen des GEG und der EU-Gebäuderichtlinie. Wer als Energieberater:in auch Nichtwohngebäude kompetent betreuen kann, erschließt sich ein erheblich größeres Auftragsvolumen und positioniert sich in einem Marktsegment, in dem gut ausgebildete Fachkräfte gesucht werden. Die Kenntnis der DIN V 18599 in ihrer Tiefe — mit Zonierung, Anlagenbewertung und den speziellen Nutzungsprofilen für gewerbliche Bauten — ist das entscheidende Differenzierungsmerkmal gegenüber Beraterinnen und Beratern, die ausschließlich Wohngebäude betreuen. Gerade bei komplexen Liegenschaften mit gemischten Nutzungen (Büro plus Lagerfläche, Verkauf plus Kühlung) ist die Fähigkeit zur sachgerechten Zonierung und zur integrierten Systembetrachtung das Kernkompetenzprofil, das Auftraggeber bei der Beraterwahl überzeugt. Die praktischen Berechnungsübungen stellen sicher, dass die Qualifikation nicht bei der Theorie bleibt, sondern direkt in den Beratungsalltag einfließen kann.

Welche Förderung passt zu dir?

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Energieberater/in für Nichtwohngebäude
  • Fachplaner/in für technische Gebäudeausrüstung
  • Energiemanager/in (gewerbliche Liegenschaften)
  • Gebäudeenergieberater/in
  • Sanierungsplaner/in (GEG)

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worin unterscheidet sich diese Qualifikation von der Weiterbildung für Wohngebäude?

Nichtwohngebäude erfordern die Anwendung von DIN V 18599 Parts 2–11 mit einer mehrstufigen Zonierung nach Nutzungsprofilen und die Bewertung von Kälte- und RLT-Anlagen. Wohngebäude werden nach einem vereinfachten Verfahren mit weniger Zonen und ohne Prozessklima berechnet. Der Komplexitätsgrad ist bei Nichtwohngebäuden erheblich höher.

Welchen Abschluss erhalte ich und was ermöglicht er?

Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Diese Bescheinigung ist zusammen mit Ihrem Berufsabschluss Voraussetzung für eine Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste des BAFA, die für bestimmte Beratungsleistungen und Förderprogramme erforderlich ist.

Welche Vorkenntnisse werden konkret erwartet?

Vorausgesetzt wird ein Hochschulabschluss im Bau- oder Ingenieurwesen oder eine staatliche Technikerausbildung in der Gebäudetechnik. Grundlagenkenntnisse der Gebäudeenergietechnik erleichtern den Einstieg, sind aber nicht formal vorgeschrieben.

Für welche Gebäudetypen qualifiziert diese Weiterbildung?

Die Qualifikation deckt alle Gebäude ab, die nicht ausschließlich zum Wohnen genutzt werden: Bürogebäude, Einzelhandel, Schulen, Krankenhäuser, Industriehallen, Hotels und gemischt genutzte Liegenschaften. Jede dieser Kategorien hat eigene Nutzungsprofile in DIN V 18599.

Ist die Weiterbildung auch in Teilzeit oder online möglich?

Angebot und Format variieren je nach Bildungsträger. Am Markt sind sowohl Vollzeit-Präsenzformate als auch Blended-Learning-Modelle mit Online-Anteilen verfügbar. Eine Vorabrecherche zu den aktuellen Angeboten auf Kursweg gibt Auskunft über konkrete Termine und Lernformen.