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Energieeffizienz Wohngebäude: Energieberater-Kurs

Energieberatung für Wohngebäude: GEG-Anforderungen, DIN V 18599, Gebäudehülle, Haustechnik und Energieausweis praxisnah erlernen.

Auf einen Blick

Dauer8 WochenØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Die energetische Sanierung und Optimierung von Wohngebäuden ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben im Bau- und Immobiliensektor.Im Fokus stehen ausschließlich Wohngebäude — die rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge werden konsequent auf diesen Gebäudetyp bezogen.Dieses Modul vermittelt die gesetzlichen Grundlagen vollständig und praxisnah: Welche Anforderungen gelten bei Neubau, Sanierung und Nutzungsänderung? Wo liegen die Mindestanforderungen an Bauteilkennwerte und Anlagentechnik? Wie ist das GEG in den europäischen und bundespolitischen Kontext einzuordnen?

  • GEG-Struktur: Anwendungsbereich, Ausnahmen, Übergangsregelungen
  • GEG-Anforderungen für Neubauten: Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
  • GEG-Anforderungen bei Sanierung: Bauteilpflichten und Nachrüstpflichten
  • Heizungsgesetz (BEG-Heizungsvorschriften) und GEG-Integration
  • Nachweispflichten und Dokumentation gegenüber Behörden
  • Europäische Rahmenbedingungen: Gebäuderichtlinie (EPBD) und Klimaschutzziele

Bauphysik und Gebäudehülle für Wohngebäude Energieverluste im Wohngebäude entstehen primär über die Gebäudehülle. Dieses Modul vermittelt die bauphysikalischen Grundlagen, die für eine fachgerechte Beurteilung und Planung von Dämm- und Sanierungsschritte notwendig sind. Schwerpunkte sind Wärmedurchgang, Wärmebrücken, Luftdichtheit und der Umgang mit Feuchtigkeit und Dampfdiffusion — alles praxisnah auf Wohngebäudetypen (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Altbau) bezogen.

  • U-Wert-Berechnung: Wandaufbauten, Dächer, Kellerdecken, Fenster
  • Wärmebrücken: Typen, Auswirkungen, Wärmebrückenkatalog und Berechnung
  • Luftdichtheit im Wohngebäude: Anforderungen, Messung, Blower-Door-Test
  • Dampfdiffusion und Tauwasserausfall: Glaser-Verfahren und praktische Konsequenzen
  • Dämmsysteme im Vergleich: WDVS, Kerndämmung, Innendämmung — Vor- und Nachteile
  • Fenster und Türen: Kennwerte, Rahmen-Glas-Verhältnis, Einbausituation

Haustechnik: Heizung, Lüftung, Erneuerbare Energien Die Anlagentechnik im Wohngebäude ist der zweite wesentliche Energiefaktor neben der Gebäudehülle. Dieses Modul behandelt Heizungsanlagen — Wärmepumpen, Gasheizungen, Biomasse — im Vergleich und bewertet ihren Einsatz in Wohngebäuden nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien. Ergänzend werden Lüftungsanlagen, Photovoltaik und Solarthermie behandelt, da sie im integrierten Sanierungskonzept eine wachsende Rolle spielen.Dieses Modul führt in die Berechnung nach DIN V 18599 ein, zeigt den Aufbau und die Erstellung von Energieausweisen und vermittelt die Grundlagen einer professionellen Eigentümerberatung — inklusive Sanierungsfahrplan und Wirtschaftlichkeitsrechnung.

  • DIN V 18599: Aufbau, Zonierung, Berechnungsmethode für Wohngebäude
  • Energieausweis: Bedarfsausweis vs.Biomasse) für ein Einfamilienhaus erstellen
  • Lüftungskonzept für ein saniertes Wohngebäude entwickeln
  • PV-Anlage für ein Wohngebäude grob dimensionieren und Eigenverbrauch abschätzen
  • Energiebilanz für ein Wohngebäude nach DIN V 18599 mit gegebenen Kennwerten berechnen
  • Bedarfsausweis für ein fiktives Gebäude anhand vorgegebener Daten erstellen
  • Sanierungsfahrplan mit Handlungsschrittepriorisierung für ein Altbau-Szenario entwickeln
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung für eine Dämmschritt durchführen
  • Vorgespräch mit Eigentümer simulieren und Sanierungsschritte kommunizieren

Die Praxisaufgaben orientieren sich an realen Wohngebäudetypen und typischen Beratungssituationen, sodass das erworbene Wissen unmittelbar in die Beratungspraxis überführt werden kann.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 13.06.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 5 Standorten

Angebote

100

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 38 erfassten Orten

Regionen

11 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Blended Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Woche bis 1 Monat45×

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €45×

Häufige Kursorte

  • Berlin
  • Köln
  • Eisenach
  • Parchim
  • Bochum
  • Ueckermünde

Bundesländer

  • Nordrhein-Westfalen11×
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Bayern
  • Thüringen
  • Baden-Württemberg
  • Niedersachsen

Vermittelte Kompetenzen

  • GEG-Anforderungen für Wohngebäude
  • Bauphysik (U-Wert, Wärmebrücken, Dampfdiffusion)
  • Gebäudehülle und Dämmtechnik (WDVS, Kern-, Innendämmung)
  • DIN V 18599 Energiebedarfsberechnung
  • Heizungsanlagen und Wärmepumpen
  • Energieausweis Wohngebäude
  • BAFA-BEW und KfW-Förderprogramme
  • Sanierungsfahrplan und Wirtschaftlichkeitsberechnung

Zugeordnete Zielberufe

  • Geprüfter Polier/Geprüfte Polierin - Tiefbau20.721 Stellen/12 Mon.
  • Geprüfter Polier/Geprüfte Polierin - Hochbau17.383 Stellen/12 Mon.
  • Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin83 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 100 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Lernziele:

  • GEG-Anforderungen für Wohngebäude
  • Bauphysik (U-Wert, Wärmebrücken, Dampfdiffusion)
  • Gebäudehülle und Dämmtechnik (WDVS, Kern-, Innendämmung)
  • DIN V 18599 Energiebedarfsberechnung
  • Heizungsanlagen und Wärmepumpen
  • Energieausweis Wohngebäude
  • BAFA-BEW und KfW-Förderprogramme
  • Sanierungsfahrplan und Wirtschaftlichkeitsberechnung

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Fachleute aus dem Bau- und Gebäudetechnikbereich, die sich zur qualifizierten Energieberatung für Wohngebäude weiterbilden möchten.

  • Ingenieure und Ingenieurinnen aus Hochbau, Bauingenieurwesen oder Gebäudetechnik
  • Staatlich geprüfte Techniker aus Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
  • Handwerker aus Bereichen wie Sanitär, Heizung, Klimatechnik oder Dachdecker
  • Architekten und Architektinnen mit Schwerpunkt Sanierung und energetische Optimierung
  • Fachleute aus der Immobilienwirtschaft mit technischem Hintergrund
Voraussetzungen:

Die Teilnahme setzt einen Hochschulabschluss im Ingenieurwesen oder mit Schwerpunkt Gebäudetechnik bzw. Bauwesen voraus — alternativ eine Qualifikation als staatlich geprüfte Technikerin oder staatlich geprüfter Techniker in der Gebäude-, Heizungs-, Lüftungs- oder Klimatechnik. Auch bestimmte Handwerksberufe qualifizieren zur Teilnahme, wenn die entsprechenden fachlichen Grundlagen vorhanden sind. Grundlegende Computerkenntnisse sind für die Arbeit mit Berechnungstools und Fachanwendungen erforderlich.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs verbindet Fachvorträge zu Recht, Bauphysik und Anlagentechnik mit konkreten Berechnungsaufgaben und Fallstudien zu realen Wohngebäudeszenarien. Energiebilanzen und Ausweiserstellungen werden nicht nur besprochen, sondern tatsächlich durchgerechnet. Das Format ist online und richtet sich an Berufstätige, die neben ihrer Tätigkeit eine strukturierte Weiterbildung absolvieren möchten.

Die Kursdauer variiert je nach Anbieter. Typische Formate umfassen mehrere Wochen strukturierten Online-Unterrichts mit klar definierten Lernzielen pro Einheit. Der Zeitaufwand berücksichtigt neben den Lehreinheiten auch die Bearbeitung der Rechenaufgaben und Praxisfälle.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Das Zertifikat dokumentiert die Kompetenz in der Energieberatung für Wohngebäude und ist Grundlage für die Eintragung in entsprechende Beraterlisten (z. B.Besonders wertvoll ist die Verbindung von technischem Tiefgang und Beratungspraxis: Der Kurs beschränkt sich nicht auf abstrakte Berechnungen, sondern vermittelt gleichzeitig, wie technische Erkenntnisse in verständliche Sanierungsempfehlungen für Eigentümer übersetzt werden. Diese kommunikative Kompetenz ist entscheidend für eine erfolgreiche Beratungstätigkeit. Nicht zuletzt schafft die Weiterbildung die Grundlage für eine unabhängige Beratertätigkeit oder die Vertiefung in spezifische Bereiche wie Nichtwohngebäude, Sanierungsplanung für Wohnungsunternehmen oder öffentliche Gebäude — der Wohngebäude-Fokus dieses Kurses ist damit nicht ein Ende, sondern ein solider Ausgangspunkt für eine spezialisierte Karriere in der Energieberatung.

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Arbeitsmarkt-Report

Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.

Einstieg (0-2 J.):34.000–44.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Geprüfter Polier/Geprüfte Polierin - Tiefbau
    20.721 Stellen
  • Geprüfter Polier/Geprüfte Polierin - Hochbau
    17.383 Stellen
  • Gebäudeenergieberater/Gebäudeenergieberaterin
    83 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Qualifikation brauche ich für die Teilnahme?

Vorausgesetzt wird ein Hochschulabschluss im Ingenieurwesen oder Gebäudetechnik bzw. Bauwesen — alternativ eine Qualifikation als staatlich geprüfter Techniker in der Gebäude-, Heizungs-, Lüftungs- oder Klimatechnik oder ein einschlägiger Handwerksberuf mit entsprechenden Fachkenntnissen.

Was ist das GEG und warum ist es für die Energieberatung zentral?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist das zentrale Regelwerk für energetische Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Es legt fest, welche Anforderungen bei Neubau und Sanierung einzuhalten sind — Energieberater müssen diese Anforderungen kennen, um rechtskonforme Nachweise und sinnvolle Sanierungsempfehlungen zu liefern.

Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist ein staatlich gefördertes Beratungsprodukt, das Eigentümern einen strukturierten Stufenplan zur energetischen Sanierung ihres Gebäudes liefert. Die Erstellung wird durch das BAFA gefördert; Energieberater, die iSFP anbieten, müssen in der Energieeffizienz-Expertenliste eingetragen sein.

Berechtigt das Zertifikat zur Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste?

Das trägerinterne Zertifikat dieses Kurses ist eine wesentliche Grundlage für die Eintragung in entsprechende Beraterlisten. Die genauen Anforderungen für die Expertenliste werden im Kurs erläutert; die finale Eintragung erfolgt über die dena (Deutsche Energie-Agentur) auf Basis der nachgewiesenen Qualifikation.

Gilt der Kurs auch für Nichtwohngebäude?

Der Kurs ist explizit auf Wohngebäude ausgerichtet — das ist sein Schwerpunkt und seine Stärke. Für Nichtwohngebäude gelten andere Berechnungsansätze, Anforderungsprofile und Zertifizierungswege, die in separaten Weiterbildungen behandelt werden.