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Thermische Solarenergie Planung und Projektierung – Kurs

Weiterbildung zur Entwicklung und Projektierung solarthermischer Anlagen: Kollektoren, Speicher, Systemauslegung und Integration erneuerbarer Wärmeversorgung.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Zeitumfang und Kursdauer variieren je nach Anbieter. Üblicherweise handelt es sich um einen mehrwöchigen Kurs, der in Vollzeit- oder Teilzeitformat angeboten wird. Die Themendichte — von Physikgrundlagen über Systemauslegung bis zur Projektdokumentation — erfordert ausreichend Zeit für… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Es handelt sich um keine externe Zertifizierungsprüfung eines Fachverbands. Das Zertifikat weist die erworbene Qualifikation im Bereich solarthermischer… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Zugelassen sind Personen mit technischer Berufsausbildung oder einem technisch-naturwissenschaftlichen Hochschulstudium (Ingenieur- oder Wirtschaftsingenieurwesen). Quereinsteiger mit vergleichbarer beruflicher Qualifikation und nachgewiesener fachlicher Vorbildung können ebenfalls teilnehmen.… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Solarthermische Anlagen liefern Wärme für Warmwasser, Heizungsunterstützung und Prozesswärme auf Basis konzentrierter oder flächiger Solarkollektion. Dieser Kurs vermittelt das Fachwissen für Entwicklung, Auslegung und Projektierung dieser Systeme — von den physikalischen Grundlagen der solaren Strahlung über Kollektor- und Speichertechnologien bis zur Integration in bestehende oder neue Versorgungskonzepte. Angesprochen werden sowohl die technischen Details einzelner Komponenten als auch die übergeordnete Planung ganzer Anlagen im Neubau- und Sanierungsbereich.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — Einführung in erneuerbare Energien und Solarenergie Solarthermie ist eine der ältesten und effektivsten Formen der regenerativen Wärmeerzeugung. Dieser einführende Abschnitt ordnet die Technologie in das Gesamtbild erneuerbarer Energien ein und schafft die Grundlage für alle weiteren Themen. Das Verständnis der zugrunde liegenden Physik ist Voraussetzung für fundierte Auslegungsentscheidungen und die Beurteilung von Herstellerangaben.

  • Strahlungsphysik: Planck'sches Strahlungsgesetz, Absorption, Emission, Rückschau
  • Optische und thermische Kennwerte von Kollektoren
  • Flachkollektor: Aufbau, Absorber, Selektivbeschichtung, Abdeckung, Wärmedämmung
  • Vakuumröhrenkollektor: Sydney-Röhre vs. Heat-Pipe-Röhre, Wirkungsgrad bei niedrigen Einstrahlungen
  • Konzentrierende Kollektoren (CPC, Parabolrinnenkollektoren) für Prozesswärme
  • Kollektorkennlinie und Wirkungsgradermittlung nach EN ISO 9806

Modul 3 — Systemauslegung und Speichertechnik Die Auslegung einer solarthermischen Anlage bestimmt, wie viel des Wärmebedarfs solar gedeckt werden kann und wie effizient das System über das Jahr arbeitet. Speicher spielen dabei eine zentrale Rolle.

  • Jahreswärmebedarf für Warmwasser: Volumen, Temperatur, Nutzungsprofile
  • Heizungsunterstützung: Deckungsgrad, Solarer Anteil, Auslegungsdilemma Sommer/Winter
  • Pufferspeicher, Kombispeicher, Schichtspeicher: hydraulische Einbindung und Auslegung
  • Röhrenwärmetauscher, Solarstationen und Expansionsgefäß
  • Systemertragssimulation (z. B. T*SOL, Polysun) und Interpretation der Ergebnisse
  • Systemkonzepte für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Nahwärmenetze

Modul 4 — Solares Bauen, Integration und Projektierung Solarwärme entfaltet ihr volles Potenzial, wenn sie bereits in der Planung berücksichtigt wird. Solares Bauen beschreibt die gezielte Ausrichtung und Gestaltung von Gebäuden zur Maximierung passiver und aktiver Solarnutzung.

  • Gebäudeausrichtung, Dachneigung und Verschattungsanalyse
  • Integration in Dach- und Fassadenflächen: Aufdach vs. Indachmontage
  • Hybridkonzepte: Solarthermie kombiniert mit Wärmepumpe, Biomasse oder Gasspitzenlast
  • Regelungsstrategien: Temperaturdifferenzregelung, Hochtemperaturschutz, Frostschutz
  • Hydraulikplanung und Rohrnetzberechnung
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung, CO₂-Bilanz und Amortisationsrechnung

Praxisblock — Projektierungsszenarien und Fallbeispiele

  • Warmwasser-Solaranlage für ein Einfamilienhaus: Auslegung und Simulation
  • Heizungsunterstützung im Mehrfamilienhaus: Deckungsgrad und Speicherdimensionierung
  • Gewerbliche Anlage für Prozesswärme unter 100 °C
  • Nahwärmenetz mit solarer Einspeisung und saisonalem Speicher
  • Verschattungsanalyse und Ausrichtungsoptimierung für ein Gebäude im Bestand
  • Hydraulikplan erstellen: Kollektor, Speicher, Pumpe, Regelung, Sicherheitstechnik
  • Simulation mit T*SOL oder vergleichbarem Tool: Parameterstudie Kollektorfläche/Speichervolumen
  • Wirtschaftlichkeitsvergleich Solarthermie vs.Gegen Ende des Kurses steht die selbstständige Erstellung einer vollständigen Projektierungsmappe für eine solarthermische Anlage.

Wer diesen Kurs abschließt, verfügt über das technische Fundament, um solarthermische Anlagen von der Bedarfsermittlung über die Simulation bis zur Inbetriebnahmekoordination eigenständig zu begleiten — eine wertvolle Spezialisierung im wachsenden Markt für regenerative Wärmeversorgung.

Lernziele:

  • Physikalische Grundlagen der Solarstrahlung, Globalstrahlung und Einstrahlung auf geneigte Flächen berechnen
  • Flachkollektoren, Vakuumröhrenkollektoren und konzentrierende Systeme hinsichtlich Funktion und Einsatzbereich vergleichen
  • Solarthermische Anlagen für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dimensionieren
  • Solarwärmespeicher (Puffer, Kombispeicher, Schichtlader) auslegen und hydraulisch einbinden
  • Solares Bauen als Planungsprinzip verstehen und bei Gebäudeausrichtung anwenden
  • Systemertragssimulationen mit einschlägigen Planungswerkzeugen durchführen
  • Solarthermische Anlagen in Hybridkonzepte mit Wärmepumpe, Biomasse oder Gas einbinden
  • Regelungs- und Steuerungskonzepte für Solaranlagen auswählen und bewerten
  • Gesetzliche Anforderungen und Normenvorgaben für solarthermische Anlagen kennen
  • Wirtschaftlichkeit und Amortisation solarthermischer Projekte berechnen
  • Projektierungsunterlagen (Hydraulikplan, Datenblätter, Leistungsnachweis) erstellen
  • Montage- und Inbetriebnahmeprozesse überblicken und koordinieren

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an technisch vorgebildete Personen, die sich in der Planung und Projektierung solarthermischer Anlagen spezialisieren möchten.

  • Ingenieurinnen und Ingenieure aus Maschinenbau, Versorgungstechnik, Umwelttechnik oder Bau
  • Techniker und Meister aus Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Interesse an erneuerbaren Energien
  • Absolventinnen und Absolventen technisch-naturwissenschaftlicher Hochschulstudiengänge
  • Quereinsteiger aus verwandten technischen Berufen mit adäquater beruflicher Vorbildung
  • Fachkräfte aus Energieberatung, Facility Management oder Bauverwaltung, die Solarwärme in Beratungskonzepte integrieren wollen
Voraussetzungen:

Zugelassen sind Personen mit technischer Berufsausbildung oder einem technisch-naturwissenschaftlichen Hochschulstudium (Ingenieur- oder Wirtschaftsingenieurwesen). Quereinsteiger mit vergleichbarer beruflicher Qualifikation und nachgewiesener fachlicher Vorbildung können ebenfalls teilnehmen. Gute Computerkenntnisse sind Pflicht, da Simulationstools und digitale Planungsunterlagen zentrale Arbeitsmittel des Kurses sind. Grundkenntnisse in Thermodynamik und Strömungslehre sind hilfreich, werden im Kurs aber schrittweise aufgefrischt.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs verbindet Lehrvideos und Lehrtexte zu Grundlagen und Normen mit konkreten Berechnungsaufgaben und Simulationsübungen. Fallbeispiele aus der Planungspraxis werden schrittweise durchgearbeitet, sodass Teilnehmende ein Gefühl für reale Projektdimensionen entwickeln. Fachbetreuer stehen für Rückfragen zur Verfügung. Der Kurs kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden; die Kursstruktur ist so gestaltet, dass einzelne Module auch unabhängig voneinander wiederholt werden können.

Zeitumfang und Kursdauer variieren je nach Anbieter. Üblicherweise handelt es sich um einen mehrwöchigen Kurs, der in Vollzeit- oder Teilzeitformat angeboten wird. Die Themendichte — von Physikgrundlagen über Systemauslegung bis zur Projektdokumentation — erfordert ausreichend Zeit für eigenständiges Üben mit den Simulationstools. Genaue Stundenzahlen entnehmen Interessierte dem jeweiligen Anbieterangebot.

Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Es handelt sich um keine externe Zertifizierungsprüfung eines Fachverbands. Das Zertifikat weist die erworbene Qualifikation im Bereich solarthermischer Projektierung nach und eignet sich zur Vorlage bei Arbeitgebenden oder als Nachweis bei Förderprojekten.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Solarthermische Anlagen erleben eine Renaissance: Steigende Energiekosten und politische Zielvorgaben zur Wärmewende treiben die Nachfrage sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden. Wer Systeme planen, dimensionieren und projektieren kann, ist in Planungsbüros, bei Energieversorgern und Heizungsbaubetrieben gefragt. Die Weiterbildung verschafft Teilnehmenden einen vollständigen Überblick: von der Strahlungsphysik über Kollektortechnologien bis zur Systemsimulation und Wirtschaftlichkeitsrechnung. Diese Breite ermöglicht es, in unterschiedlichen Projektkontexten kompetent zu agieren — ob bei einem Einfamilienhaus oder einem gewerblichen Prozesswärme-Vorhaben. Absolventinnen und Absolventen können Projektierungsunterlagen eigenständig erstellen, Angebote fachlich bewerten und in interdisziplinären Planungsteams die solarthermische Komponente verantworten. Das ist eine praktisch anwendbare Qualifikation für ein wachsendes Marktsegment.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Projektentwickler/-in Solarthermie
  • Energieberater/-in erneuerbare Wärme
  • Fachingenieur/-in für erneuerbare Energien
  • Solartechniker/-in
  • Planer/-in Wärmeversorgung

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik?

Solarthermische Anlagen wandeln Sonnenstrahlung direkt in Wärme um und nutzen diese für Warmwasser oder Heizung. Photovoltaikanlagen erzeugen elektrischen Strom. Dieser Kurs behandelt ausschließlich die thermische Nutzung — also Wärmeerzeugung durch Kollektoren.

Welche Berufe profitieren am meisten von dieser Weiterbildung?

Besonders gefragt sind Absolventinnen und Absolventen in der Heizungs- und Sanitärtechnik, in Planungsbüros für Gebäudetechnik sowie in der Energieberatung. Auch Fachleute aus dem Umweltingenieurwesen oder der Versorgungstechnik können ihre Profilierung durch diese Spezialisierung stärken.

Werden konkrete Planungstools im Kurs verwendet?

Ja. Simulations- und Planungstools (wie T*SOL oder Polysun) werden eingesetzt, um Systemerträge zu berechnen und Auslegungsvarianten zu vergleichen. Das Erlernen dieser Tools ist ein zentraler praktischer Bestandteil des Kurses.

Ist der Kurs auch für Quereinsteiger ohne technisches Studium geeignet?

Quereinsteiger können zugelassen werden, wenn sie eine technische Berufsausbildung und adäquate berufliche Vorbildung nachweisen können. Die genauen Voraussetzungen sollten mit dem jeweiligen Anbieter vor der Anmeldung geklärt werden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Es handelt sich nicht um eine externe Verbandszertifizierung, sondern um einen Nachweis der erworbenen Fachkenntnisse im Bereich solarthermischer Projektierung.