Überblick
Generative Künstliche Intelligenz hat sich in kurzer Zeit zu einer der einflussreichsten Technologien unserer Zeit entwickelt. Ob synthetische Bilder, maschinell erstellte Texte, realistische Audiosynthese oder die automatisierte Codegenerierung — hinter diesen Fähigkeiten stecken mathematisch komplexe Modellarchitekturen, deren Verständnis heute zu den gefragtesten Qualifikationen im IT-Bereich zählt. Dieser Kurs vermittelt einen systematischen Einstieg in die drei zentralen Architekturklassen generativer KI: Generative Adversarial Networks (GANs), Variational Autoencoders (VAEs) und Transformer-basierte Modelle. Teilnehmende lernen nicht nur die theoretischen Grundlagen dieser Architekturen, sondern auch, wo und wie sie in realen Projekten eingesetzt werden. Gleichzeitig werden die ethischen Dimensionen generativer KI beleuchtet — ein Thema, das in der beruflichen Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen generativer KI Dieses Einführungsmodul legt das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Kursabschnitte. Teilnehmende verstehen, was generative Modelle von diskriminativen Modellen unterscheidet, und lernen die wesentlichen Begriffe des Feldes kennen. Die historische Entwicklung wird skizziert, damit aktuelle Durchbrüche in den richtigen Kontext eingeordnet werden können.
- Definition und Abgrenzung: generative vs. diskriminative Modelle
- Wahrscheinlichkeitsverteilungen als Grundlage der Datengenerierung
- Überblick über die Geschichte generativer KI von frühen Ansätzen bis zu modernen Großmodellen
- Typische Ausgabeformate: Text, Bild, Audio, Code, 3D-Daten
- Relevante Python-Bibliotheken und Frameworks (TensorFlow, PyTorch, Hugging Face)
- Überblick über führende generative KI-Plattformen und APIs
Modul 2 — Generative Adversarial Networks (GANs) GANs zählen zu den bahnbrechendsten Erfindungen der modernen KI-Forschung. In diesem Modul wird das adversarielle Trainingsparadigma detailliert erklärt. Teilnehmende verstehen, warum das Zusammenspiel von Generator und Diskriminator zur Erzeugung täuschend echter Daten führt, und lernen bekannte GAN-Varianten kennen.
- Architektur von Generator und Diskriminator
- Trainingsablauf und Verlustfunktionen bei GANs
- Bekannte GAN-Varianten: DCGAN, StyleGAN, CycleGAN, Pix2Pix
- Anwendungsfelder: Bildsynthese, Datenerweiterung, Stil-Transfer, Videobearbeitung
- Typische Trainingsinstabilitäten und Methoden zur Stabilisierung
Modul 3 — Variational Autoencoders (VAEs) VAEs bieten einen probabilistischen Ansatz zur Datengenerierung, der besonders für strukturierte Latenträume geeignet ist. Dieses Modul erklärt die Encoder-Decoder-Architektur, den Reparametrisierungs-Trick und die zugrundeliegende mathematische Intuition hinter der ELBO-Zielfunktion.
- Autoencoder als Vorstufe zum VAE
- Probabilistischer Latentraum und die Idee der Verteilungsmodellierung
- Reparametrisierungs-Trick als Grundlage für das differenzierbare Training
- Anwendungsgebiete: Anomalieerkennung, Bildgenerierung, Drug Discovery
- Vergleich von VAEs und GANs: Stärken und Schwächen beider Ansätze
Modul 4 — Transformer-Architekturen und Large Language Models Transformer sind die treibende Kraft hinter modernen Sprachmodellen wie GPT, BERT und T5. Das Modul erklärt den Self-Attention-Mechanismus, die Positional Encoding-Strategie und den Aufbau von Encoder-Decoder-Transformern. Besonderes Gewicht liegt auf Large Language Models (LLMs) und deren Feinabstimmung.
- Self-Attention-Mechanismus: Intuition und Mathematik
- Multi-Head Attention und Feed-Forward-Blöcke
- Vortraining und Fine-Tuning von Transformer-Modellen
- Bekannte Modelle: GPT-Familie, BERT, T5, Stable Diffusion (Diffusion Transformer)
- Multimodale Transformer: Verbindung von Text, Bild und Audio
Praxisblock — Anwendungen und ethische Reflexion Der Praxisblock vertieft die erworbenen Kenntnisse durch konkrete Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Branchen und integriert die ethische Dimension als durchgehendes Thema. Teilnehmende analysieren reale Einsatzszenarien und diskutieren Verantwortung und Risiken.
- Medizin und Life Sciences: Moleküldesign, medizinische Bildgebung
- Kreativwirtschaft: KI-generierte Musik, Kunst, Drehbücher
- E-Commerce und Marketing: Produktbeschreibungen, personalisierte Werbegrafiken
- Softwareentwicklung: Code-Assistenten und automatisierte Tests
- Journalismus und Content-Produktion: Chancen und Risiken
- Deepfakes: Erkennungsstrategien und gesellschaftliche Konsequenzen
- Bias in Trainingsdaten: Ursachen, Messung und Minderungsansätze
- Transparenz und Erklärbarkeit generativer Modelle
- Urheberrechtliche Fragestellungen bei KI-generierten Inhalten
- EU AI Act und seine Auswirkungen auf generative KI-Anwendungen
- Sicherheits- und Datenschutzaspekte beim Einsatz von Sprachmodellen
- Karrierewege im Bereich generativer KI: Rollen, Gehälter, Einstiegsmöglichkeiten
Der Kurs verbindet konzeptionelles Verständnis mit dem Blick auf reale Einsatzszenarien. Praxisbeispiele aus führenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen machen deutlich, wo generative KI heute bereits produktiv eingesetzt wird. Parallel dazu fördern Diskussionsrunden und Fallstudien das kritische Denken zu ethischen und gesellschaftlichen Fragen.
Lernziele:
- Die grundlegende Funktionsweise generativer KI-Modelle erklären und gegeneinander abgrenzen
- Architektur und Trainingsparadigma von Generative Adversarial Networks (GANs) verstehen
- Variational Autoencoders (VAEs) als probabilistische Modelle zur Datengenerierung beschreiben
- Transformer-basierte Architekturen in ihren Grundprinzipien erläutern und typische Anwendungsfelder benennen
- Einsatzszenarien generativer KI in Industrie, Medien und Forschung identifizieren
- Stärken und Grenzen der jeweiligen Modellklassen bewerten
- Bias in generativen Modellen erkennen und Strategien zu seiner Reduktion kennen
- Sicherheitsrisiken generativer KI (Deepfakes, Fehlinformationen) einordnen
- Verantwortungsvolle Nutzung von KI-generierten Inhalten diskutieren
- Regulatorische und ethische Rahmenbedingungen für KI in Deutschland und der EU überblicken
- Berufsbilder und Karrierewege im Umfeld generativer KI skizzieren
- Anbieter und Plattformen für generative KI-Dienste in der Praxis vergleichen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit einem grundlegenden Interesse an Künstlicher Intelligenz, die ihr Verständnis gezielt auf den Bereich generativer Modelle ausweiten möchten.
- Data Scientists und Machine-Learning-Ingenieure, die ihr Portfolio um generative Modelle erweitern wollen
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die KI-Komponenten in Produkte integrieren
- Berufseinsteigerinnen und -einsteiger im KI-Bereich, die international anerkannte Zertifizierungen anstreben
- Forscher und Wissenschaftlerinnen aus angrenzenden Disziplinen (z. B. Bioinformatik, Materialwissenschaften)
- IT-Fachleute, die den Einsatz generativer KI in Unternehmensumgebungen bewerten und steuern
Grundkenntnisse in Mathematik (lineare Algebra, Wahrscheinlichkeitsrechnung) und Programmierung — vorzugsweise Python — werden empfohlen. Ein Verständnis einfacher Machine-Learning-Konzepte (z. B. Klassifikation, Regression, neuronale Netze) erleichtert den Einstieg erheblich, ist aber keine zwingende Voraussetzung. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem ein auf die persönlichen Vorkenntnisse abgestimmter Lernplan erstellt wird. Teilnehmende mit Vorwissen können gezielt an Stellen einsteigen, die für sie am relevantesten sind. Quereinsteiger aus anderen MINT-Fächern sind ausdrücklich willkommen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning durchgeführt, das heißt, er kombiniert Präsenz- oder synchrone Online-Phasen mit selbstgesteuerten Lerneinheiten. Dozentinnen und Dozenten mit ausgewiesener Praxiserfahrung in KI-Projekten vermitteln die Inhalte in interaktiven Sessions. Fallstudien, Diskussionen und Reflexionsaufgaben fördern den Transfer auf eigene berufliche Kontexte. Das Lerntempo wird durch individuelle Lernpläne angepasst, sodass sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene optimal gefördert werden. Teilnehmende werden zudem bei der Erstellung oder Aktualisierung ihrer Bewerbungsunterlagen begleitet.
Der Kurs ist in verschiedenen Formatvarianten verfügbar: kürzere Intensivkurse von mehr als drei Tagen bis zu einer Woche, mittlere Formate von mehr als einer Woche bis zu einem Monat sowie umfangreichere Programme über einen bis zu drei Monate. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitvarianten werden angeboten, um eine Vereinbarkeit mit beruflichen Verpflichtungen zu ermöglichen. Individuelle Startzeiträume sind nach Absprache möglich.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Kursabschluss ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Diese Zertifikate dokumentieren die erworbenen Kenntnisse gegenüber potenziellen Arbeitgebern und sind im internationalen IT-Stellenmarkt bekannt. Der Kurs kann darüber hinaus als Vorbereitung auf weiterführende Zertifizierungsprüfungen im Bereich Künstliche Intelligenz dienen. Die Abschlussdokumentation wird in geeigneter Form ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Generative KI ist keine Nischentechnologie mehr — sie verändert die Arbeitswelt in Tempo und Tiefe. Wer die grundlegenden Architekturen versteht, kann KI-Tools nicht nur nutzen, sondern beurteilen, anpassen und verantwortungsvoll einsetzen. Das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt, denn Unternehmen suchen zunehmend Fachleute, die generative KI strategisch einbetten können, statt sie unkritisch anzuwenden. Dieser Kurs schafft ein fundiertes konzeptionelles Verständnis, das als Basis für weiterführende Spezialisierungen dient. Ob Bildgenerierung, Textproduktion oder multimodale Anwendungen — wer die Unterschiede zwischen GANs, VAEs und Transformern kennt, kann für jedes Problem die geeignete Architektur auswählen. Dieses Urteilsvermögen ist in der Praxis wertvoller als die reine Werkzeugnutzung. Bei Kursträgern mit AZAV-Zertifizierung ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr als Finanzierungswege in Betracht. Eine individuelle Beratung zu Fördermöglichkeiten ist Teil des Kursangebots.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Grundkenntnisse in Python und elementarer Mathematik (lineare Algebra, Wahrscheinlichkeitsrechnung) sind hilfreich. Vor Kursbeginn wird ein individueller Lernplan erstellt, der auf Ihre Vorkenntnisse eingeht. Auch Quereinsteiger aus MINT-Fächern sind willkommen.
Was ist der Unterschied zwischen GANs, VAEs und Transformern?
GANs erzeugen Daten durch ein adversariales Spiel zwischen Generator und Diskriminator. VAEs nutzen probabilistische Latenträume für strukturierte Generierung. Transformer setzen auf Self-Attention und dominieren heute den Bereich der Sprach- und Multimodal-Modelle. Welches Modell am besten passt, hängt vom Anwendungsfall ab.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Teilnehmende erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Diese Dokumente werden von Arbeitgebern im IT-Sektor als Qualifikationsnachweis akzeptiert.
Kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters in der Regel möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung kommen je nach Situation in Betracht. Eine individuelle Beratung gehört zum Kursangebot.
In welchem Format wird der Kurs angeboten?
Der Kurs wird als Combined Learning angeboten — eine Kombination aus synchronen Online- oder Präsenzphasen und selbstgesteuerten Lerneinheiten. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind verfügbar. Individuelle Starttermine können nach Absprache vereinbart werden.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Data Scientist2.243 Stellen
- IT-Manager/IT-Managerin752 Stellen
- Ingenieur/Ingenieurin für technische Informatik406 Stellen
- Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin161 Stellen
- KI-Ingenieur/in0 Stellen
- Machine-Learning-Ingenieur/in0 Stellen