Überblick
Digitale Transformation gelingt nicht allein durch Technologie — sie braucht Menschen, die Innovationen strategisch planen, Veränderungen in Organisationen moderieren und dabei verstehen, wie KI-Agenten datengetriebene Prozesse effizienter machen. Diese Weiterbildung verbindet drei Kompetenzebenen, die im Digitalisierungsalltag selten gemeinsam unterrichtet werden: strategisches Innovationsmanagement mit Design-Thinking-Methodik, organisationales Change Management sowie technologische KI-Kompetenz. Ergänzt durch Lean Management mit Six Sigma White Belt und SAP-Kenntnisse auf Anwenderebene entsteht ein Profil, das klassische Managementrollen für die digitale Ära aufrüstet. Der Kurs unterscheidet sich bewusst vom verwandten Controlling-Schwerpunkt-Programm: Während dort SAP CO und Power BI als Kern stehen, liegt hier der Fokus auf Innovationsmanagement, Design Thinking und der Begleitung organisatorischer Veränderungsprozesse — mit KI-Agenten als technologischem Werkzeug, aber Change Management als eigentlichem Differenzierungsmerkmal.
Kursinhalte & Lernziele
Das Programm umfasst sieben Lernmodule, die über mehr als sechs Monate in Vollzeit im Combined-Learning-Format durchgeführt werden. Die Module bauen inhaltlich aufeinander auf und verbinden strategisch-konzeptionelle mit technologischen Inhalten zu einem integrierten Managementprofil. Modul 1 — Digitales Innovationsmanagement und Design Thinking Dieser Einstiegsblock legt das strategische Fundament. Sie lernen, wie Innovationen in Unternehmen systematisch geplant und umgesetzt werden — und wie Design-Thinking-Methoden helfen, kreative Ideen in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen.
- Innovationsplanung: Strategien, Roadmaps und Steuerungsinstrumente für digitale Vorhaben
- Methoden zur strukturierten Ideengenerierung und zur Überführung in Prototypen
- Management und Kontrolle komplexer Innovationsprojekte in digitalen Umfeldern
- Entwicklung und Validierung digitaler und datengetriebener Geschäftsmodelle
- Mechanismen zur Sicherung langfristiger Innovationsfähigkeit in Organisationen
- Design-Thinking-Prozesse in Teamworkshops und reale Innovationsprojekte anwenden
Modul 2 — KI-Engineering: KI-Agenten und Workflow-Automatisierung Die technologische Grundlage des Programmes liegt in diesem Block. Sie verstehen, wie KI-Agenten in digitalen Unternehmensprozessen funktionieren, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration erforderlich sind und wie sie bestehende Workflows verändern.
- Einsatzfelder und Kernkonzepte von KI und Automatisierung in Unternehmen
- Aufbau und Funktionsweise von KI-Agenten in datengetriebenen Workflows
- Entwicklung und Optimierung automatisierter Prozesse mit KI-Unterstützung
- Zusammenspiel aus Agentenlogik, Datenpipelines und Workflow-Steuerung
- Relevante Architekturmuster für skalierbare Automatisierungslösungen in digitalen Unternehmen
Modul 3 — Prompt Engineering: KI-gestützte Analyse, Visualisierung inkl. Daten-Mapping und Reporting Analytische KI-Kompetenz wird in diesem Block systematisch vertieft. Sie lernen, wie Daten aufbereitet, transformiert und visualisiert werden — und wie KI-Tools dabei strukturiert und verantwortungsbewusst eingesetzt werden.
- Datenanalyse, Mapping und Transformation in datengetriebenen Unternehmen
- Einsatz von KI und maschinellem Lernen bei der Strukturierung und Auswertung von Daten
- Automatisierung von Reporting-Prozessen und Erstellung von Visualisierungen
- Entwicklung von Prognosemodellen und Mustererkennung in Unternehmensdaten
- Ethik, Transparenz und Erklärbarkeit von KI-Systemen in Unternehmensprozessen
Modul 4 — Prozessmanager: Change Management Digitale Transformationsprojekte scheitern nicht selten daran, dass Menschen in der Organisation mitgezogen werden müssen. Dieses Modul gibt Ihnen das Handwerkszeug, um Veränderungsprozesse professionell zu begleiten und Widerstände konstruktiv zu bearbeiten.
- Rationale und emotionale Phasen in Veränderungsprozessen erkennen und moderieren
- Erfolgsfaktoren für wirksames Change Management in Unternehmen unterschiedlicher Größe
- Planung und Implementierung von Veränderungsinitiativen in digitalen Projekten
- Analyse-Tools und Prozessmanagement-Methoden für Change-Vorhaben
- Kommunikation und Stakeholder-Einbindung bei der Einführung digitaler Systeme
Modul 5 — Prozessmanager: Lean Management inkl. Six Sigma White Belt-Zertifizierung Prozesseffizienz ist das Rückgrat jeder datengetriebenen Organisation. In diesem Modul erarbeiten Sie systematische Methoden zur Analyse, Verschlankung und Verbesserung von Prozessen — und verbinden Lean-Denken mit digitalen Transformationsvorhaben.
- Grundkonzepte und Leitprinzipien des Lean Managements in digitalen Unternehmensumgebungen
- Kaizen-Ansatz als kontinuierlicher Verbesserungsprozess für digitale und analoge Prozesse
- Lean Production und Lean Administration: Anwendung in datengetriebenen Betrieben
- Push- und Pull-Systeme und deren Anwendung in operativen Ablauforganisationen
- Six Sigma-Grundkonzept und Zertifizierungsinhalte für den White Belt
Modul 6 — ICDL Microsoft 365: Digitale Zusammenarbeit, IT-Sicherheit und Datenschutz Wer digitale Prozesse managt, braucht sichere Kenntnisse in den Werkzeugen der Zusammenarbeit und ein verlässliches Verständnis von Datenschutzrisiken.
- Digitale Kollaborationsplattformen und kollaborative Arbeitsformen in Microsoft 365
- IT-Sicherheitskonzepte und Sicherheitsstrategien für datengetriebene Unternehmen
- Sicheres Datenmanagement und Zugriffsrechteverwaltung in digitalen Prozessen
- DSGVO-Überblick und Datenschutzrechte: rechtliche Grundlage und praktische Umsetzung
- Datenschutz und IT-Compliance als aktive Managementaufgabe
Modul 7 — SAP CO Anwender Controlling mit S/4HANA Das SAP-Modul gibt dem Programm eine betriebswirtschaftlich-technische Tiefe. Auf Anwenderebene lernen Sie, wie SAP S/4HANA für Controlling-Aufgaben genutzt wird — eine Kompetenz, die in datengetriebenen Unternehmensumgebungen zunehmend zum Standard gehört.
- Systembedienung und Navigationskonzepte in SAP S/4HANA
- Controllingprozesse und Buchungen im Management Accounting
- Planung und Analyse mit dem SAP CO-Modul
- Periodenabschluss und Grundlagen der SAP CO-Zertifizierung
Praxisblöcke verbinden alle sieben Module zu anwendbaren Managementkompetenzen. Typische Aufgaben aus dem Digitalisierungsalltag sind u. a. —
- Erstellung eines Innovations-Roadmaps für ein digitales Produktfeld mit Design-Thinking-Methoden
- Entwicklung eines Change-Management-Plans für ein fiktives Digitalisierungsprojekt
- Aufbau und Dokumentation eines KI-gestützten Analyse-Workflows
- Identifikation und Beseitigung von Verschwendung in einem Verwaltungsprozess mit Lean-Methoden
- Konfiguration und Test eines automatisierten Reporting-Workflows mit KI-Unterstützung
- Prompt-Engineering-Techniken für die strukturierte Datenaufbereitung anwenden
- Buchung und Auswertung von Controlling-Vorgängen in SAP S/4HANA
- Datenschutz-Risikoanalyse für einen exemplarischen digitalen Prozess
- Konzeption eines datengetriebenen Geschäftsmodells nach Design-Thinking-Methode
- Stakeholder-Kommunikationsplan für eine Veränderungsinitiative entwickeln
- Six-Sigma-kompatibles Prozessanalyse-Protokoll für einen digitalisierten Ablauf erstellen
- Kombination: KI-Agenten-Workflow mit anschließender Change-Impact-Analyse
Lernziele:
- Innovationsstrategien entwickeln und digitale Geschäftsmodelle konzipieren und validieren
- Design-Thinking-Prozesse zur Ideengenerierung und Problemlösung in Teams anwenden
- Innovationsprojekte strukturieren, steuern und an messbaren Meilensteinen ausrichten
- Veränderungsprozesse in Organisationen mit fundierten Change-Management-Werkzeugen begleiten
- Lean-Management-Prinzipien und den Kaizen-Ansatz in digitalen Unternehmensprozessen anwenden
- KI-Agenten in datengetriebene Unternehmens-Workflows integrieren und deren Logik verstehen
- automatisierte Datenprozesse aufbauen und kontinuierlich optimieren
- KI-gestützte Analysen durchführen und Prognosemodelle für Unternehmensentscheidungen nutzen
- Datenschutzanforderungen und IT-Sicherheitsvorgaben in digitalen Prozessen einhalten
- SAP S/4HANA im Controlling-Bereich auf Anwenderebene selbstständig bedienen
- ethische Aspekte beim KI-Einsatz in datengetriebenen Unternehmen einordnen und beurteilen
- Six Sigma White Belt- und SAP-Zertifikat als externe Kompetenzausweise erwerben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die an der Schnittstelle zwischen IT, Prozessmanagement und Unternehmensführung tätig sind oder es werden wollen — mit dem Fokus auf Innovation und Veränderung, nicht auf Controlling-Kennzahlen.
- Fachkräfte aus Projektmanagement, Prozessmanagement oder Organisationsentwicklung, die KI-Kompetenz aufbauen möchten
- Berufseinsteiger mit wirtschaftlichem oder technischem Hintergrund, die in digitalen Managementrollen Fuß fassen wollen
- IT-nahe Personen, die neben technologischem Wissen auch strategische und organisatorische Kompetenzen ausbauen wollen
- Fachkräfte aus Verwaltung oder Betrieb, die datengetriebene Unternehmensstrukturen von innen mitgestalten möchten
- Personen mit Interesse an Innovationsmanagement und Design Thinking als methodischem Kern ihrer künftigen Rolle
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung, ein Studium oder ein abgebrochenes Hochschulstudium, alternativ ausreichende Berufserfahrung. Gute Kenntnisse in MS Office werden erwartet; grundlegende EDV-Kenntnisse sind selbstverständlich Voraussetzung. Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind zwingend; Englischgrundkenntnisse sind hilfreich, da einige Software-Oberflächen englischsprachig sind. Die persönliche Eignung für das Programm wird in einem Eignungsgespräch geprüft.
Ablauf & Abschluss
Das Programm wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt. Online-Lernphasen und synchrone Unterrichtseinheiten wechseln sich planvoll ab. Strategisch-konzeptionelle Inhalte — Innovationsmanagement, Change Management, Lean — werden in moderierten Gruppenformaten und Workshop-Szenarien erarbeitet, die den kreativen und kollaborativen Charakter dieser Themen widerspiegeln. Technische Inhalte — SAP, KI-Engineering, Prompt Engineering — werden in strukturierten Systemübungen und geführten Übungsumgebungen vermittelt. Beide Lernwelten sind inhaltlich miteinander verbunden: Praxisblöcke regen dazu an, Lean-Methoden auf digitale Workflows und KI-Agenten-Ergebnisse auf Innovationsprojekte anzuwenden.
Das Programm dauert mehr als sechs Monate bis zu einem Jahr und wird in Vollzeit absolviert. Sieben Module — von der Innovationsstrategie über Change Management und Lean bis zu KI-Engineering und SAP-Anwendung — ergeben eine klare Lernprogression, bei der jedes Modul auf den vorhergehenden aufbaut. Die Zeitplanung lässt Raum für vertiefende Übungen und die Vorbereitung auf Zertifizierungen.
Das Programm schließt mit einem trägerinternen Abschlusszertifikat ab, das die Gesamtqualifizierung dokumentiert. Innerhalb des Programmes können zwei extern anerkannte Zertifizierungen erworben werden: ein SAP-Zertifikat (SAP CO Anwender mit S/4HANA) sowie das Six Sigma White Belt-Zertifikat. Letzteres ist eine branchenübergreifend anerkannte Prozessmanagement-Qualifikation, die in Industrie und Dienstleistung geschätzt wird. Die Zertifikate werden von den jeweiligen Herausgebern vergeben.
Nutzen & Perspektiven
Wer digitale Transformationsprojekte in Unternehmen mitgestalten will, braucht eine selten gefundene Kombination: strategisches Denken, methodische Kompetenz in Veränderungsprozessen und ausreichend technisches Verständnis für KI und Automatisierung. Genau diese Verbindung macht das Programm wertvoll — und unterscheidet es von rein technischen Qualifizierungen ebenso wie von klassischen Managementweiterbildungen ohne Technologiebezug. Der Mix aus Design Thinking, Change Management und Lean Management ist dabei bewusst gesetzt: In der Praxis scheitern digitale Vorhaben häufig nicht an fehlender Software, sondern an mangelnder Innovations- und Veränderungsbereitschaft in der Organisation. Wer beides verstehen und begleiten kann — die technologische Seite ebenso wie die menschliche — ist in Managementrollen, Projektleitungen und Change-Funktionen erheblich wirksamer als jemand mit einseitig technischem oder einseitig betriebswirtschaftlichem Profil. Das Six Sigma White Belt-Zertifikat und das SAP-Zertifikat machen das erworbene Profil konkret und überprüfbar. Beide sprechen unterschiedliche Arbeitgebergruppen an: SAP-Kenntnisse sind in mittelständischen und großen Unternehmen praktisch überall relevant; Lean- und Six-Sigma-Kompetenz ist branchenübergreifend gefragt und signalisiert prozessanalytisches Denken, das gerade in digitalisierten Betrieben zunehmend erwartet wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worin unterscheidet sich dieses Programm vom KI-Management-Kurs mit Controlling-Fokus?
Das Controlling-Programm baut auf SAP CO und Power BI als Kernwerkzeuge auf und zielt auf Berichts- und Analysefunktionen im Management Accounting. Dieses Programm legt den Schwerpunkt auf strategisches Innovationsmanagement mit Design Thinking, Change Management und Lean/Six Sigma — KI-Agenten sind auch hier enthalten, aber als Werkzeug innerhalb einer deutlich breiteren Managementqualifizierung.
Welche Zertifikate kann ich erwerben?
Im Programm können ein SAP-Zertifikat (SAP CO Anwender mit S/4HANA) und das Six Sigma White Belt-Zertifikat erworben werden. Zusätzlich erhalten Sie ein trägerinternes Abschlusszertifikat, das die gesamte Qualifizierung dokumentiert.
Brauche ich Vorkenntnisse im Bereich KI oder Datenanalyse?
Nein. Das Programm baut KI-Kenntnisse von Grund auf auf und setzt keine technischen Vorkenntnisse voraus. Grundlegende EDV-Kenntnisse und sicherer Umgang mit MS Office sind ausreichend.
Warum ist Change Management in einem KI-Programm enthalten?
Digitale Transformationsprojekte scheitern häufig nicht an der Technologie, sondern an mangelnder Akzeptanz in der Organisation. Change-Management-Kompetenz ist deshalb ein zentrales Unterscheidungsmerkmal dieses Programmes: Es befähigt Sie, nicht nur KI-Workflows aufzubauen, sondern diese auch im Unternehmensalltag zu verankern.
Für welche beruflichen Rollen bereitet dieses Programm vor?
Das Programm bereitet auf Rollen an der Schnittstelle zwischen IT, Prozessmanagement und Unternehmensführung vor — z. B. KI-Manager, Digital Transformation Manager, Change Manager oder IT-Projektmanager. Der Schwerpunkt liegt auf Positionen, die sowohl technologische als auch organisatorische Verantwortung tragen.
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