Überblick
Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einführen, brauchen keine reinen Techniker – sie brauchen Menschen, die den Überblick behalten: die Use Cases erkennen, die richtigen Tools auswählen, Veränderungsprozesse moderieren und rechtliche Leitplanken einhalten. Dieser Kurs vermittelt genau diese Schnittstellenkompetenz, ohne tiefe Programmierkenntnisse vorauszusetzen. In sieben aufeinander aufbauenden Modulen werden strategische Einordnung, praktischer KI-Tool-Einsatz, Automatisierung, Change-Management, Regulatorik und KI-Strategie-Entwicklung verbunden. Abschluss ist das TÜV-Rheinland-Zertifikat als KI-Manager/in.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Grundlagen und Einordnung von KI-Projekten Der Einstieg schafft konzeptuelles Fundament: Was ist Künstliche Intelligenz, wie funktioniert generative KI, und wie unterscheiden sich KI-Projekte strukturell von klassischen IT-Vorhaben? Teilnehmende lernen, KI-Projekte realistisch einzuordnen und gängige Frameworks zu benennen.
- Grundbegriffe: KI, Machine Learning, generative KI und deren Abgrenzung
- Unterschiede klassischer IT-Projekte und KI-Projekte (Datenbedarf, Unsicherheit, Iterationen)
- Überblick über Projekt- und Datenframeworks: Scrum, CRISP-ML, MLOps
- KI-Anwendungsfelder in verschiedenen Unternehmenstypen und Branchen
- Realistische Einschätzung von Möglichkeiten und Grenzen aktueller KI-Systeme
- KI-Reifegrade in Unternehmen bewerten und kommunizieren
Modul 2: Einsatz moderner KI-Tools im Arbeitsalltag Praktisches Arbeiten mit marktüblichen generativen KI-Tools steht im Mittelpunkt dieses Moduls. Teilnehmende lernen, diese Werkzeuge professionell zu nutzen, Ergebnisse kritisch zu beurteilen und deren Grenzen zu erkennen.
- Praktische Anwendung von Sprachmodell-basierten Assistenten für Recherche und Analyse
- Text-, Bild- und Videoerstellung mit KI-Tools im beruflichen Kontext
- Prompting-Techniken: vom Basis-Prompt zu strukturierten, rollenspezifischen Anfragen
- Qualitätsbewertung und kritische Prüfung von KI-generierten Inhalten
- Datenschutzkonforme Nutzung von KI-Tools (was darf in welches Tool eingegeben werden?)
- Auswahl geeigneter Tools für unterschiedliche betriebliche Aufgaben
Modul 3: KI-Automatisierung, Agenten und Workflows Automatisierung ist das wirtschaftlich stärkste Argument für KI-Investitionen. Dieses Modul führt in die Konzeption und Koordination von KI-Agenten-Workflows ein – ohne Programmierkenntnisse, aber mit technischem Verständnis für die Möglichkeiten.
- Grundprinzipien KI-gestützter Automatisierung: Trigger, Aktionen, Datenflüsse
- Einsatz von No-Code/Low-Code-Plattformen für Workflow-Automatisierung (z. B. n8n)
- Agentenbasierte Arbeitsweisen: was KI-Agenten leisten und wo sie versagen
- Externe Datenquellen, APIs und Schnittstellen in Workflows integrieren
- Optimierung, Fehlerbehandlung und Skalierung automatisierter Prozesse
- Wirtschaftlichkeitsbewertung von Automatisierungsvorhaben
Modul 4: Veränderungsmanagement und Kommunikation KI-Einführung scheitert selten an Technologie – häufiger an fehlender Akzeptanz. Dieses Modul vermittelt strukturierte Change-Management-Kompetenz speziell für KI-Transformationen.
- Widerstände gegenüber KI-Einführung verstehen und adressieren
- Entwicklung einer Change-Story für KI-Projekte
- Stakeholder-Analyse und zielgruppengerechte Kommunikation (Team, Management, Betriebsrat)
- Pilotprojekte als Vertrauensaufbau planen und auswerten
- KI-Kompetenzaufbau in Teams strukturiert fördern
- Kommunikation von KI-Fehlern und unerwarteten Ergebnissen
Modul 5: Recht, Ethik und Regulatorik Wer KI im Unternehmen einsetzt, trägt rechtliche Verantwortung. Dieses Modul gibt den nötigen Überblick – praxisnah und ohne juristische Vorbildung vorauszusetzen.
- Datenschutz bei KI-Anwendungen: DSGVO, Einwilligung, Verarbeitung personenbezogener Daten
- Urheberrechtliche Fragen bei KI-generierten Inhalten
- Haftungsfragen und Verantwortlichkeit beim KI-Einsatz
- EU AI Act: Risikoklassen, Anforderungen für Unternehmen, Zeitplan
- Governance-Modelle und interne KI-Richtlinien entwickeln
- Ethische Leitlinien für fairen und transparenten KI-Einsatz
Modul 6: Entwicklung einer unternehmensweiten KI-Strategie Im vorletzten Modul wird das Gelernte in strategische Managementkompetenz überführt. Teilnehmende entwickeln eine vollständige KI-Strategie für ein Unternehmen – von der Use-Case-Analyse bis zur Roadmap.
- Use-Case-Portfolio strukturieren und nach Impact/Aufwand priorisieren
- KI-Readiness eines Unternehmens bewerten (Daten, Infrastruktur, Kultur)
- KI-Roadmap mit Meilensteinen und Verantwortlichkeiten entwickeln
- KPIs für KI-Initiativen definieren und Wirkung nachverfolgen
- KI nachhaltig in Unternehmensstrukturen und -prozesse verankern
- Erfahrungen aus KI-Projekten systematisch als Wissen sichern
Modul 7: Berufliche Positionierung und Praxistransfer Das abschließende Modul verbindet die erworbene Kompetenz mit dem konkreten Berufsfeld KI-Management.
- Berufsbild KI-Manager/in: typische Aufgaben, Verantwortungsbereiche, Hierarchieebenen
- Schnittstellen zwischen KI-Manager/in, IT-Abteilung, Fachabteilungen und Management
- Kompetenzportfolio strukturieren und im Berufskontext kommunizieren
- Transferaufgaben: erworbene Fähigkeiten auf konkrete berufliche Einsatzszenarien anwenden
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses sind Teilnehmende in der Lage, folgende Aufgaben eigenständig zu übernehmen.
- Den Unterschied zwischen klassischen IT-Projekten und KI-Projekten fundiert erklären und einordnen
- Generative KI-Systeme sicher und kritisch im Berufsalltag einsetzen
- KI-Use-Cases in Unternehmen identifizieren, bewerten und zur Entscheidung aufbereiten
- Automatisierungsworkflows mit KI-Agenten-Plattformen konzipieren und koordinieren
- Veränderungsprozesse bei der KI-Einführung strukturiert begleiten und kommunizieren
- Datenschutz-, Urheberrechts- und Haftungsfragen im KI-Einsatz einordnen
- Den EU AI Act und seine Anforderungen für Unternehmen praktisch anwenden
- Eine KI-Roadmap und ein Use-Case-Portfolio für ein Unternehmen entwickeln
- KPIs für KI-Initiativen definieren und deren Wirkung nachverfolgen
- Stakeholder auf Management- und Teamebene zielgruppengerecht informieren
- Das eigene Berufsprofil als KI-Manager/in schärfen und beruflich positionieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Fachkräfte ohne tiefe Programmierkenntnisse, die KI-Vorhaben in Unternehmen koordinieren, steuern und kommunizieren wollen.
- Kaufmännische Fachkräfte und Sachbearbeiter mit Interesse an digitaler Transformation
- Projektkoordinatoren und Teamleitungen, die KI-Projekte verantworten sollen
- IT-nahe Fachkräfte, die in Richtung strategisches KI-Management wechseln wollen
- Quereinsteiger mit organisatorischen oder kommunikativen Stärken
- Fachkräfte in Personalabteilungen, Marketing oder Operations, die KI in ihren Bereich einführen
Technische oder programmierbezogene Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Grundlegende PC-Kenntnisse und Interesse an digitalen Themen und organisatorischen Zusammenhängen sind ausreichend. Deutsch auf B2-Niveau ist erforderlich, um Fachinhalte sicher zu erfassen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet theoretisches Grundlagenverständnis mit direktem Praxisbezug: Jedes Modul enthält praktische Übungen, Fallbeispiele aus unterschiedlichen Branchen und transferorientierte Aufgaben. Die Form variiert je nach Anbieter zwischen Combined Learning und Blended Learning; typisch ist eine Vollzeitverfügbarkeit.
Die Kursdauer richtet sich nach dem jeweiligen Anbieter. Angaben zu Gesamtumfang und Zeitplan entnehmen Interessierte dem konkreten Kursangebot.
Der Kurs schließt mit dem TÜV-Rheinland-Zertifikat als „Manager für angewandte KI-Transformation" ab. TÜV Rheinland ist eine international anerkannte Prüf- und Zertifizierungsorganisation; das Zertifikat bescheinigt nachgewiesene Kompetenzen im strategischen und operativen KI-Management. Zusätzlich stellen Anbieter eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung aus.
Nutzen & Perspektiven
KI-Manager/innen sind in Unternehmen aller Größen und Branchen gesucht – die Nachfrage nach Menschen, die technologische KI-Kompetenz mit strategischem Denken und Change-Erfahrung verbinden, übersteigt das aktuelle Angebot deutlich. Wer diesen Kurs abschließt, deckt genau dieses seltene Profil ab. Das TÜV-Rheinland-Zertifikat ist kein reines Kurszeugnis, sondern ein extern vergebenes Qualitätsmerkmal, das in Stellenbesetzungsprozessen direkt eingeordnet werden kann. In Kombination mit den praktisch erworbenen Fähigkeiten – funktionsfähige Automatisierungsworkflows, konkrete Use-Case-Analysen, eine durchdachte KI-Roadmap – entsteht ein Kompetenzprofil, das über reine Theorie hinausgeht. Wer aus einem kaufmännischen oder organisatorischen Hintergrund kommt und nicht selbst programmieren will, aber trotzdem in der digitalen Transformation eine tragende Rolle spielen möchte, findet hier genau den richtigen Einstieg in eine zukunftssichere Funktion.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich programmieren können, um an diesem Kurs teilzunehmen?
Nein. Der Kurs ist explizit für Menschen ohne Programmierkenntnisse konzipiert. Im Vordergrund stehen strategisches Verständnis, Koordinationskompetenz und der sichere Umgang mit KI-Tools – keine Code-Entwicklung.
Was ist das TÜV-Rheinland-Zertifikat wert?
TÜV Rheinland ist eine international anerkannte Prüforganisation. Das Zertifikat bescheinigt extern geprüfte Kompetenzen und ist in Unternehmen aller Größen als Qualitätsnachweis bekannt – kein reines Kurszeugnis eines einzelnen Anbieters.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem allgemeinen Digitalisierungskurs?
Der Fokus liegt explizit auf Künstlicher Intelligenz und KI-spezifischen Herausforderungen: Use-Case-Bewertung, Agenten-Workflows, EU AI Act, Change-Management bei KI-Einführung und KI-Roadmap-Entwicklung. Das ist spezifischer als allgemeine Digitalisierungsthemen.
Welche konkreten Tätigkeiten übernehmen KI-Manager/innen im Unternehmen?
KI-Manager/innen identifizieren Automatisierungspotenziale, koordinieren KI-Projekte, kommunizieren zwischen IT und Fachabteilungen, stellen die Einhaltung rechtlicher Anforderungen sicher und entwickeln die unternehmensinterne KI-Strategie weiter.
Ist der Kurs auch für Führungskräfte geeignet, die KI-Projekte verantworten?
Ja. Der Kurs ist bewusst auf die Managementperspektive ausgerichtet: Entscheidungsgrundlagen schaffen, Projekte steuern, Teams mitziehen. Führungskräfte finden hier strukturiertes Wissen für ihren konkreten Verantwortungsbereich.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Kaufmännische Sachbearbeitung verlagert sich Richtung digitale Prozesse (DATEV-, SAP-, Salesforce-Kenntnisse). Wer klassische Buchhaltung mit ERP/Tool-Wissen kombiniert, ist überdurchschnittlich gefragt; Reine Routine-Sachbearbeitung verliert.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin des Einkaufs215.221 Stellen
- Einkäufer/Einkäuferin10.752 Stellen
- Bezirksleiter/Bezirksleiterin2.208 Stellen
- IT-Manager/IT-Managerin114 Stellen
- KI-Manager/KI-Managerin111 Stellen
- Application-Engineer/-Manager/in62 Stellen