Pädagogik & Soziales
coaching persoenlichkeit

Konfliktmanagement und Mediation – Weiterbildung

Strukturierte Weiterbildung im Mediationsverfahren und in der allparteilichen Konfliktlösung – für Fachkräfte, die Konflikte zwischen Parteien professionell vermitteln wollen.

Auf einen Blick

Dauermehrere WochenØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Mediation ist ein spezifisches, strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung, das sich von direktiver Krisenintervention grundlegend unterscheidet. Die Mediatorin oder der Mediator greift nicht regulierend ein, sondern begleitet die Konfliktparteien dabei, eigenverantwortlich eine tragfähige Einigung zu erarbeiten. Diese Allparteilichkeit ist das Kern-Prinzip und gleichzeitig die größte Herausforderung des Berufs. Dieser Kurs vermittelt das methodische Fundament der Mediation und macht die Phasenmethodik des Mediationsverfahrens beherrschbar. Im Mittelpunkt stehen das Führen von Mediationsgesprächen in allen Phasen, die Arbeit mit Interessen und Positionen sowie die Erstellung verbindlicher Vereinbarungen. Teilnehmende entwickeln die kommunikativen Fähigkeiten, die für eine allparteiliche Gesprächsmoderation unerlässlich sind, und lernen typische Dynamiken in Mediationsprozessen kennen und konstruktiv nutzen. Der Kurs setzt Deutschkenntnisse auf C1-Niveau voraus, da die präzise sprachliche Differenzierung in Mediationsgesprächen entscheidend ist. Weitere formale Vorkenntnisse werden nicht verlangt.

Coaching & AktivierungInhaltsstand 24.06.2026

Durchführung, Förderung und verfügbare Coaching-Angebote

Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.

Anbieter

2

an 6 Standorten

Angebote

48

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 34 erfassten Orten

Regionen

11 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

traegerintern

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Blended Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Woche bis 1 Monat35×

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €35×

Häufige Kursorte

  • Langenfeld (Rheinland)
  • Recklinghausen
  • Salzgitter
  • Markkleeberg
  • Memmingen
  • Darmstadt

Bundesländer

  • Bayern10×
  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden-Württemberg
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Thüringen

Vermittelte Kompetenzen

  • Mediationsphasen strukturieren und leiten
  • Aktives Zuhören und Reframing
  • Interessenbasierte Verhandlungsführung
  • Allparteiliche Gesprächsmoderation
  • Vereinbarungsmanagement
  • Positions-Interessen-Analyse
  • Neutrale Sprache in Konflikten
  • Konflikteskalation erkennen

Zugeordnete Zielberufe

  • Sozialpädagoge/-pädagogin23.334 Stellen/12 Mon.
  • Mediator/in19 Stellen/12 Mon.
  • Konfliktmanager/in5 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 48 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.

So entstehen diese Daten · Fehler melden

Kursinhalte & Lernziele

Modul 1 — Grundlagen der Mediation und Phasenmethodik Mediation ist kein freies Gespräch, sondern ein strukturiertes Verfahren mit klar definierten Phasen. Dieser Block legt das Fundament: Was ist Mediation, wie grenzt sie sich von Schlichtung, Beratung und Gerichtsverfahren ab, und welcher Ablauf liegt ihr zugrunde?

  • Mediation im Vergleich zu anderen Konfliktlösungsverfahren
  • Phasenmethodik der Mediation: Eröffnung, Themenklärung, Interessenarbeit, Lösungsentwicklung, Vereinbarung
  • Allparteilichkeit als Grundprinzip: Bedeutung und typische Gefährdungen
  • Rechtsrahmen: Mediationsgesetz und berufsethische Grundsätze
  • Abgrenzung Mediator:in von Anwalt, Schlichter und Therapeut

Modul 2 — Kommunikationstechniken für Mediationsgespräche Der Erfolg einer Mediation hängt maßgeblich von der sprachlichen Kompetenz der Mediatorin oder des Mediators ab. In diesem Block werden Techniken systematisch erarbeitet und geübt, die in Mediationsgesprächen immer wieder entscheidend sind.

  • Aktives Zuhören: Ebenen, Techniken und typische Fehler
  • Paraphrasieren und Zusammenfassen in eigenen Worten
  • Reframing: Aussagen in Interessen umdeuten ohne zu verzerren
  • Neutrale und parteiübergreifende Formulierungen trainieren
  • Fragetechniken zur Tiefenarbeit: offene Fragen, Hypothesenarbeit, zirkuläre Fragen

Modul 3 — Interessenarbeit und Lösungsentwicklung Das Herzstück jeder Mediation ist die Arbeit mit den tatsächlichen Interessen hinter den vorgetragenen Positionen. Dieser Block zeigt, wie Mediator:innen diesen Schritt methodisch anleiten und wie kreative, tragfähige Lösungen gemeinsam entwickelt werden.

  • Positions-Interessen-Analyse: Techniken zur Freilegung tieferliegender Bedürfnisse
  • Interessenbasierte Verhandlungsführung nach dem Harvard-Prinzip
  • Brainstorming und Lösungsoptionen entwickeln ohne Bewertung
  • Bewertung und Auswahl von Lösungsoptionen mit beiden Parteien
  • Umgang mit Ungleichgewichten und Machtgefällen in der Mediation

Modul 4 — Vereinbarungsmanagement und Abschluss Eine gute Mediationsvereinbarung ist klar, umsetzbar und von beiden Parteien getragen. Dieser Block behandelt die Gestaltung von Mediationsvereinbarungen und die strukturierte Abschlussphase des Verfahrens.

  • Elemente einer rechtssicheren Mediationsvereinbarung
  • Sprachliche Präzision bei der Formulierung von Vereinbarungspunkten
  • Abschlussphase: Würdigung des Prozesses und Ausblick
  • Umgang mit Teileinigungen und gescheiterten Mediationsversuchen
  • Nachfolge-Gespräche und Evaluierung der Umsetzung

Praxisblock — Mediationssimulationen und Fallarbeit Die kommunikativen Techniken und die Phasenmethodik werden intensiv durch Simulation und Fallarbeit eingeübt. Teilnehmende übernehmen abwechselnd die Rolle der Mediatorin/des Mediators und erhalten gezieltes Feedback.

  • Durchführung vollständiger Mediationsszenarien in Rollenspielen
  • Analyse von Phasenübergängen und Weichenstellungen
  • Übungen zu Reframing und Interessenarbeit in Echtzeit
  • Transkriptarbeit: Analyse von Gesprächspassagen auf kommunikative Wirkung
  • Umgang mit schwierigen Gesprächskonstellationen (Schweiger, Agressor, Weiner)
  • Formulierungsübungen für Vereinbarungstexte
  • Feedback-Runden nach Rollenspielen mit strukturierter Beobachtung
  • Analyse typischer Fehler in Mediationsgesprächen
  • Entwicklung eigener Gesprächsleitfäden für wiederkehrende Situationen
  • Gruppenarbeit zur Bewertung von Mediationsverläufen
  • Übungen zur allparteilichen Gesprächsmoderation in Dreierkonstellationen
  • Abschlussprojekt: eigenständig geführtes Mediationsgespräch mit Feedbackrunde

Die Simulationsarbeit ist entscheidend: Mediationskompetenz entsteht durch wiederholte praktische Anwendung, nicht allein durch das Studium von Techniken.

Lernziele:

  • Mediationsphasen nach dem Harvard-Ansatz strukturieren und leiten
  • Allparteilichkeit als Grundhaltung verstehen, entwickeln und in Gesprächen halten
  • Positionen von Interessen unterscheiden und tieferliegende Bedürfnisse freilegen
  • Aktives Zuhören und Reframing gezielt in Mediationsgesprächen einsetzen
  • Eigen- und Fremddynamiken in Mediationsprozessen erkennen und konstruktiv nutzen
  • Interessen-basierte Verhandlung moderieren und kreative Lösungsoptionen erarbeiten
  • Gesprächsblockaden und Kommunikationsmuster in Konflikten analysieren
  • Neutrale Sprache und parteiübergreifende Formulierungen bewusst einsetzen
  • Mediationsvereinbarungen rechtssicher und klar formulieren
  • Eskalationsmuster in Mediationsgesprächen frühzeitig erkennen und begegnen
  • Abschlussphasen strukturieren und Ergebnisse nachhaltig sichern
  • Den eigenen Kommunikationsstil in Konfliktsituationen bewusst wahrnehmen und weiterentwickeln

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Personen, die beruflich Konflikte zwischen anderen Parteien vermitteln wollen, und die dafür ein strukturiertes Verfahren und belastbare kommunikative Techniken suchen.

  • Personalentwickler:innen und HR Business Partner, die Konflikte im Unternehmen moderieren
  • Berater:innen aus sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern
  • Führungskräfte, die Mediationskompetenzen ergänzend zur Führungsrolle aufbauen
  • Fachkräfte, die eine spätere vertiefte Mediationsausbildung vorbereiten möchten
  • Personen ohne formalen Abschluss im Konfliktbereich, die strukturiert in das Thema einsteigen
Voraussetzungen:

Deutschkenntnisse auf mindestens C1-Niveau werden vorausgesetzt, da Mediationsgespräche feinsinnige sprachliche Differenzierungen erfordern. Inhaltliche Vorkenntnisse im Konflikt- oder Mediationsbereich sind nicht nötig. Der Kurs ist so aufgebaut, dass der Einstieg ohne Vorwissen gelingt.

Ablauf & Abschluss

Mediationslernen ist Praxislernen. Der Kurs setzt auf intensive Simulation und gibt nach jeder Übungseinheit strukturiertes Feedback. Theoretische Blöcke werden kurz gehalten und sofort mit Übungssequenzen verbunden. Teilnehmende wechseln regelmäßig zwischen den Rollen Mediator:in, Partei und Beobachter:in, was ein vielschichtiges Lernerleben erzeugt. Kleingruppenarbeit ermöglicht intensive Begleitung. Der Kurs wird als trägerinternes Zertifikat abgeschlossen.

Der Kurs ist auf Vollzeit ausgelegt. Genaue Stundenzahl und Gesamtdauer variieren je nach Anbieter. Zwei Anbieter bieten aktuell 48 Angebote deutschlandweit an.

Teilnehmende erhalten ein trägerinternes Zertifikat von WBS TRAINING SE oder einem anderen Anbieter, das die Kompetenzen in Konfliktmanagement und Mediation dokumentiert. Eine staatlich anerkannte Mediationsausbildung nach § 5 MediationsG erfordert darüber hinaus eine zertifizierte Ausbildung mit Mindestumfang und Supervisionsstunden.

Nutzen & Perspektiven

Wer Mediationskompetenzen besitzt, verändert die Art, wie Konflikte in seinem Umfeld verlaufen. Das gilt für Führungskräfte ebenso wie für Berater:innen, Sozialarbeiter:innen und Personalentwickler:innen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, Gespräche zwischen streitenden Parteien so zu gestalten, dass die Parteien selbst zur Lösung kommen — ohne Urteil, ohne Parteinahme, mit konkretem Ergebnis. Die in diesem Kurs entwickelten Techniken — aktives Zuhören, Reframing, interessenbasierte Verhandlungsführung — sind nicht nur in formellen Mediationsgesprächen nützlich. Sie verbessern die Qualität aller schwierigen Gespräche, die im beruflichen Alltag vorkommen: Mitarbeitergespräche, Kundenbeschwerden, interne Verhandlungen. Absolventinnen und Absolventen berichten, dass sich ihre allgemeine Gesprächsführung nachhaltig verändert. Für diejenigen, die eine weitergehende Mediationsausbildung anstreben, bietet dieser Kurs eine fundierte Vorbereitung. Das strukturelle Wissen und die kommunikativen Grundfertigkeiten, die hier aufgebaut werden, sind in jeder zertifizierten Mediationsausbildung vorausgesetzt oder werden dort vertieft — dieser Kurs verkürzt die Anlaufzeit erheblich.

Welche Förderung passt zu dir?

Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Arbeitsmarkt-Report

Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und Coaches sind in vielen Bundesländern Engpassberuf. Bedarf in Kitas, Schulsozialarbeit und Erwachsenenbildung wächst kontinuierlich, bezahlung bleibt unter IT, dafür hohe Job-Sicherheit.

Einstieg (0-2 J.):30.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):40.000–52.000 €
Senior (8+ J.):54.000–70.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Sozialpädagoge/-pädagogin
    23.334 Stellen
  • Mediator/in
    19 Stellen
  • Konfliktmanager/in
    5 Stellen

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Angaben ergänzen (optional) – für ein genaueres Angebot

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bin ich nach dem Kurs anerkannte:r Mediator:in im Sinne des Mediationsgesetzes?

Nein. Die staatliche Anerkennung nach § 5 MediationsG erfordert eine zertifizierte Ausbildung mit gesetzlich vorgeschriebenem Mindestumfang und Supervisionsstunden. Dieser Kurs vermittelt die methodischen und kommunikativen Grundlagen, die eine spätere Ausbildung fundiert vorbereiten.

Welche Vorkenntnisse brauche ich?

Es werden keine inhaltlichen Vorkenntnisse im Mediations- oder Konfliktbereich vorausgesetzt. Der einzige formale Zugangsweg ist Deutsch auf C1-Niveau, da die präzise sprachliche Arbeit in Mediationsgesprächen zentral ist.

Worin besteht der Unterschied zu einem Kurs über Krisenmanagement?

Dieser Kurs fokussiert auf das strukturierte Mediationsverfahren: Phasenmethodik, Allparteilichkeit, Interessenarbeit und Vereinbarungsgestaltung. Krisenmanagement-Kurse hingegen behandeln direktive Intervention in eskalierten Situationen mit organisationalen und arbeitsrechtlichen Dimensionen.

Für welche beruflichen Situationen ist dieser Kurs besonders nützlich?

Besonders für Personalentwickler:innen, HR Business Partner und Berater:innen, die regelmäßig in Konfliktgesprächen zwischen Mitarbeitenden oder zwischen Kundenparteien vermitteln. Auch für Sozialpädagog:innen und Fachkräfte, die in multikomplexen Beziehungssystemen arbeiten.

Welchen Abschluss bekomme ich?

Teilnehmende erhalten ein trägerinternes Zertifikat, das bei WBS TRAINING SE als solches ausgestellt wird. Es dokumentiert die Kenntnisse in Konfliktmanagement und Mediation, hat aber keine staatlich anerkannte Gültigkeit als Mediationsabschluss.