Überblick
Künstliche Intelligenz verändert, wie Menschen lernen, wie Kurse gestaltet werden und wie Bildungsinstitutionen ihre Prozesse organisieren. Wer als Trainer, Pädagoge oder Learning-and-Development-Experte in diesem Umfeld tätig ist, kommt zunehmend in Berührung mit adaptiven Lernplattformen, KI-gestützter Bewertung und personalisierten Lernpfaden. Dieses Zertifizierungspaket richtet sich genau an diese Zielgruppe: Es verbindet zwei eigenständige AI+-Zertifizierungen — AI+ Educator und AI+ Learning & Development — zu einer kohärenten Weiterbildung, die sowohl konzeptuelles Grundlagenverständnis als auch anwendungsorientierte KI-Kompetenz aufbaut.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: AI+ Educator — KI für Lehrende und pädagogisch Tätige Dieses erste Zertifizierungsmodul richtet sich an Personen, die selbst lehren oder Bildungsangebote gestalten. Im Mittelpunkt steht, wie KI-gestützte Werkzeuge die Lehrpraxis verändern und verbessern können — von der Unterrichtsplanung bis zur automatisierten Rückmeldung.
- KI-Grundlagen für Lehrende: Maschinelles Lernen, Natural Language Processing, Empfehlungssysteme
- Adaptive Lernplattformen und intelligente Tutoring-Systeme kennenlernen und bewerten
- Personalisierung von Lernpfaden: technische Möglichkeiten und didaktische Grenzen
- Automatisierte Bewertung und Feedback-Generierung mit KI-Tools
- Ethische Prinzipien: Datenschutz, algorithmische Fairness, Transparenz gegenüber Lernenden
- Prüfungsvorbereitung und Ablegen der AI+ Educator-Zertifizierung
Modul 2: AI+ Learning & Development — KI in der Unternehmensweiterbildung Das zweite Modul wechselt in den betrieblichen Kontext. Hier geht es um die Frage, wie L&D-Teams KI-Technologien einsetzen können, um Qualifizierungsmaßnahmen effizienter zu gestalten und eine lernende Organisation aufzubauen.
- KI-Integration in Lernmanagementsysteme (LMS) und Learning Experience Platforms (LXP)
- Content-Kuration und automatisierte Empfehlungen für Mitarbeitende
- Kompetenzdiagnostik: Skill-Gap-Analyse mit KI-gestützten Tools
- Measurement und Learning Analytics: Lernerfolg messen und Maßnahmen ableiten
- Change Management bei der KI-Einführung im Trainingsbereich
- Prüfungsvorbereitung und Ablegen der AI+ Learning & Development-Zertifizierung
Übergreifende Themen: Daten, Ethik und Innovation Beide Zertifizierungsmodule teilen ein gemeinsames konzeptuelles Fundament, das in diesem Block vertieft wird. KI-Systeme in der Bildung erzeugen und verarbeiten sensible Lernerdaten — ein verantwortungsvoller Umgang damit ist keine optionale Ergänzung, sondern Kernkompetenz.
- DSGVO und Datenschutz in KI-basierten Bildungsumgebungen
- Bias in Algorithmen erkennen und reduzieren
- Transparenz und Erklärbarkeit von KI-Entscheidungen im Lernkontext
- Zukunftstrends: Generative KI in der Lehre, multimodale Lernsysteme
- Organisatorische Rahmenbedingungen für eine KI-ready Bildungsstrategie
Praxisübungen und Anwendungsaufgaben
- Analyse einer adaptiven Lernplattform nach pädagogischen und technischen Kriterien
- Entwurf eines KI-gestützten Lernpfads für eine definierte Zielgruppe
- Auswahl eines geeigneten Bewertungstools für einen konkreten Kurstyp
- Konzeption einer L&D-Maßnahme mit KI-Unterstützung für ein fiktives Unternehmen
- Skill-Gap-Analyse mit verfügbaren Diagnosewerkzeugen durchführen
- Erstellung eines Ethik-Leitfadens für den KI-Einsatz im eigenen Bildungsbereich
- Fallstudie: Wie setzt eine Bildungseinrichtung KI erfolgreich ein?
- Reflexion der eigenen Lehrpraxis hinsichtlich KI-Potenzial
- Prüfungssimulation AI+ Educator mit Auswertung
- Prüfungssimulation AI+ Learning & Development mit Auswertung
- Peer-Diskussion: ethische Dilemmata in KI-basierten Bewertungssystemen
- Entwicklung einer eigenen KI-Roadmap für den Bildungsbereich
Die Praxisaufgaben sind auf den Alltag von Trainern und L&D-Fachleuten zugeschnitten. Ziel ist nicht nur das Bestehen der Zertifizierungsprüfungen, sondern das Entwickeln eines konkreten Handlungsrepertoires, das direkt nach dem Kurs in der eigenen Arbeit eingesetzt werden kann.
Lernziele:
- Grundlegende Konzepte von Künstlicher Intelligenz im Bildungskontext zu erklären und einzuordnen
- KI-basierte Lernplattformen und adaptive Systeme zu verstehen und auszuwählen
- Personalisierte Lernpfade mit KI-Unterstützung zu konzipieren und umzusetzen
- Automatisierte Bewertungswerkzeuge für Prüfungen und Aufgaben einzusetzen
- Ethische Fragestellungen rund um KI in Bildung und Training zu beurteilen und anzuwenden
- Daten aus Lernmanagementsystemen zu lesen und für pädagogische Entscheidungen zu nutzen
- KI-gestützte Unternehmensschulungen zu entwickeln und eine Kultur kontinuierlicher Innovation zu fördern
- Kompetenzaufbau-Maßnahmen mit KI-Techniken zu unterstützen
- Mitarbeitende an KI-Tools heranzuführen und Akzeptanz zu fördern
- Die AI+ Educator- und die AI+ Learning & Development-Zertifizierungsprüfungen abzulegen
- Eigene Lehrpläne und Trainingsformate auf KI-Readiness zu prüfen und anzupassen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieses Zertifizierungspaket richtet sich an Bildungsprofis, die ihre KI-Kompetenz strukturiert aufbauen und mit anerkannten Zertifikaten nachweisen wollen.
- Trainerinnen und Trainer in der beruflichen Weiterbildung
- Pädagoginnen und Pädagogen an Schulen, Hochschulen oder Bildungsträgern
- Learning & Development-Fachkräfte in Unternehmen
- Bildungsmanager und Verantwortliche für Curricula-Entwicklung
- Personen, die in den Bereich Education Technology (EdTech) wechseln wollen
Technische Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Hilfreich ist Erfahrung im Lehrbereich oder in der betrieblichen Personalentwicklung. Grundlegende Computerkenntnisse werden vorausgesetzt. Vor Kursbeginn wird ein individuelles Beratungsgespräch geführt und ein auf die Vorkenntnisse zugeschnittener Lernplan erstellt; auf Wunsch sind individuelle und Teilzeit-Starttermine möglich.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung läuft primär im Combined-Learning-Format ab, mit Anteilen als reines Online-Seminar je nach Durchführung. Vollzeit-Starttermine sind die Regel, Teilzeitvarianten auf Anfrage möglich. Der Aufbau ist bewusst iterativ gestaltet: Zwischen den zwei Zertifizierungsmodulen gibt es Reflexionsphasen, in denen das Gelernte auf eigene Praxisbeispiele angewendet wird. So entsteht kein abstraktes Theoriewissen, sondern direkt verwendbares Handlungswissen.
Die Maßnahme dauert mehr als eine Woche bis zu einem Monat, je nach Durchführungsform. Da beide Zertifizierungsmodule nacheinander absolviert werden und Prüfungsvorbereitungsphasen integriert sind, ist ausreichend Zeit für gründliches Lernen eingeplant.
Nach Bestehen beider Prüfungen erhalten die Teilnehmenden die international anerkannten AI+ Educator- und AI+ Learning & Development-Zertifikate sowie ein Lehrgangszertifikat von New Horizons. Die AI+-Zertifizierungen sind branchenübergreifend anerkannt und dokumentieren KI-Kompetenz auf einem definierten Niveau gegenüber Arbeitgebern und Auftraggebern.
Nutzen & Perspektiven
Bildungseinrichtungen und L&D-Abteilungen stehen unter zunehmendem Druck, KI in ihre Prozesse zu integrieren — oft ohne zu wissen, wo sinnvolle Einstiegspunkte liegen. Wer nach dieser Weiterbildung zurückkehrt, kann fundierte Entscheidungen treffen: welche Plattformen zu evaluieren sind, welche ethischen Leitplanken gesetzt werden sollten und wie Mitarbeitende an neue Werkzeuge herangeführt werden. Das macht Absolventinnen und Absolventen zur gefragten internen Ressource. Beide Zertifizierungen zusammen ergeben mehr als die Summe ihrer Teile. AI+ Educator stärkt die didaktische Perspektive, AI+ Learning & Development die organisationale. Wer beides beherrscht, kann sowohl in der Classroom-Situation als auch im strategischen L&D-Kontext agieren — eine Kombination, die auf dem Markt für Bildungsdienstleistungen und Personalentwicklung zunehmend erwartet wird. Trainer, die KI souverän einsetzen, können Kurse schneller aktualisieren, Lernmaterialien adaptiver gestalten und ihren Teilnehmenden ein differenzierteres Feedback geben. Die Weiterbildung eignet sich außerdem als Qualifikationsnachweis gegenüber Institutionen und Fördergebern, die KI-Kompetenz in Bildungsprojekten fordern. Für Freelance-Trainer kann der Zertifikatsnachweis bei der Akquise von Aufträgen im EdTech- und Corporate-Training-Bereich entscheidend sein. Auch für Bildungsorganisationen, die intern Qualifizierungsstandards für ihre Trainerstäbe definieren, bietet diese Doppelzertifizierung eine klare Referenz. Wer beide AI+-Zertifikate vorweisen kann, zeigt, dass KI-Kompetenz nicht nur theoretisch vorhanden ist, sondern auf einem anerkannten Niveau geprüft wurde.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen AI+ Educator und AI+ Learning & Development?
AI+ Educator richtet sich an lehrende Personen und fokussiert auf KI-gestützte Unterrichtsgestaltung, personalisierte Lernpfade und automatisierte Bewertung im Klassenraum-Kontext. AI+ Learning & Development adressiert betriebliche Weiterbildung — Skill-Gap-Analyse, LMS-Integration und organisationales Change Management bei KI-Einführung.
Muss ich Programmieren können, um von diesem Kurs zu profitieren?
Nein. Die Weiterbildung ist konzeptionell und anwendungsorientiert aufgebaut und erfordert keine Programmierkenntnisse. Im Vordergrund steht das Verstehen, Auswählen und Anwenden von KI-Tools im Bildungskontext, nicht deren technische Entwicklung.
Sind beide Zertifizierungsprüfungen in der Maßnahme integriert?
Ja, beide AI+-Prüfungen (AI+ Educator und AI+ Learning & Development) sind fester Bestandteil der Maßnahme inklusive Prüfungsvorbereitung. Details zu den enthaltenen Prüfungsgebühren werden im Beratungsgespräch vor Kursbeginn besprochen.
Wie werden ethische Fragen rund um KI im Kurs behandelt?
Ethik ist kein Randthema, sondern durchgängiges Element beider Module. Konkret geht es um Datenschutz nach DSGVO, algorithmischen Bias, Transparenz gegenüber Lernenden und den verantwortungsvollen Umgang mit Lernerdaten. Diese Inhalte sind Teil der Zertifizierungsprüfungen und spiegeln aktuelle Anforderungen in der Bildungspraxis wider.
Ist dieser Kurs auch für Personen ohne Bildungshintergrund geeignet?
Die Inhalte bauen auf Praxiserfahrung im Lehr- oder Trainingsbereich auf. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die gezielt in den Bildungsbereich oder EdTech-Sektor wechseln wollen, können teilnehmen; ein Beratungsgespräch vorab hilft, den passenden Einstieg zu bestimmen.
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