Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei der prägendsten technologischen Entwicklungen unserer Zeit: Künstliche Intelligenz und professionelles Datenmanagement. Im Mittelpunkt steht die praktische Frage, wie KI-Werkzeuge eingesetzt werden können, um Daten zu verstehen, zu verarbeiten und für Analysen und automatisierte Berichte nutzbar zu machen – ohne tiefe Programmierkenntnisse vorauszusetzen. Von Datenformaten über Preprocessing und RAG-Konzepte bis hin zu vollständigen automatisierten Analyse-Agenten mit Business-Use-Cases deckt der Kurs die gesamte Bandbreite moderner KI-gestützter Datenarbeit ab.
Kursinhalte & Lernziele
Datengrundlagen und Preprocessing Ohne saubere, strukturierte Daten liefert keine KI verlässliche Ergebnisse. Dieser Einstiegsblock vermittelt das notwendige Verständnis für Datenformate und die typischen Fehlerquellen in realen Datensätzen. Die Teilnehmenden lernen, Rohdaten für KI-Eingaben vorzubereiten – eine Grundkompetenz für alle weiteren Kursmodule.
- Datenformate: CSV, JSON, XML – Struktur, Lesbarkeit, typische Anwendungsfälle
- Datenqualität: fehlende Werte, Duplikate, Inkonsistenzen identifizieren und beheben
- Grundlegende Datentransformationen ohne Programmierung: Filtern, Sortieren, Normalisieren
- Datenquellen verstehen: Tabellenkalkulationen, Datenbank-Exporte, API-Antworten
- Datensätze für den Upload in KI-Tools optimieren: Zeichenkodierung, Spaltenbezeichnungen, Tabellenstruktur
- Datenschutz beim Handling realer Daten: Anonymisierung, sensitive Felder erkennen
Daten-Prompting und KI-Integration KI-Systeme sind nur so gut wie die Aufgaben, die man ihnen stellt. Dieses Modul zeigt, wie man Datenanalyse-Aufgaben so formuliert, dass KI-Systeme präzise und nützliche Ergebnisse liefern.
- Prompt-Anatomie für Datenaufgaben: Kontext, Daten, Aufgabe, Ausgabeformat
- File-Upload-Workflows: Dokumente, Tabellen und Reports direkt in KI-Chats einbringen
- Iteratives Prompting: Folgefragen, Verfeinerungen, Korrekturen im Dialog
- Ausgabeformate steuern: Tabellen, Zusammenfassungen, JSON-strukturierte Antworten
- Grenzen des Daten-Promptings erkennen: Halluzinationsrisiken, Kontextfensterbeschränkungen
- Mehrsprachige Datenprompts und Umgang mit nicht-deutschen Quelldaten
RAG-Konzepte und Wissensintegration Retrieval-Augmented Generation (RAG) erlaubt es, KI-Systemen eigene Dokumente und Datenquellen als Wissensbasis bereitzustellen. Dieser Block erklärt das Prinzip und zeigt, wie es in der Praxis angewendet wird, ohne dass eigene Serverinfrastruktur benötigt wird.
- RAG-Prinzip: Retrieval-Schritt, Augmentation und Generierung im Zusammenspiel
- Wissensdokumente vorbereiten: Chunking-Strategien, Metadaten, Tabellenstrukturen
- Einbindung von RAG in vorhandene KI-Tools und No-Code-Plattformen
- Qualitätskontrolle von RAG-Antworten: Quellenverweis, Halluzinationserkennung
- Praktische Use-Cases: interne FAQ-Bots, Produktdatenbanken, Report-Assistenten
- Abgrenzung von Fine-Tuning vs. RAG: wann welcher Ansatz sinnvoll ist
Automatisierungsworkflows mit KI Einzelne KI-Abfragen sind erst der Anfang. In diesem Modul bauen die Teilnehmenden echte Automatisierungsworkflows, die Datenquellen, KI-Verarbeitungsschritte und Ausgabekanäle miteinander verbinden – ganz ohne Programmierung.
- Zapier, n8n und Make: Plattformvergleich und Einstieg
- Trigger-Konzepte: zeitgesteuert, ereignisbasiert, webhook-gesteuert
- Datenflüsse: Eingabedaten transformieren, an KI-APIs senden, Ergebnisse weiterleiten
- Fehlerbehandlung in Workflows: Retry-Logik, Benachrichtigungen, Fallback-Aktionen
- Integration mit gängigen Business-Tools: E-Mail, Tabellenkalkulation, CRM, Projektmanagement
- Datenschutz in automatisierten Workflows: welche Daten dürfen durch welche externen Dienste fließen
Praxisblock und Abschlussprojekt
- Analyse eines realen Datensatzes per Daten-Prompt mit iterativer Verfeinerung
- Aufbau eines RAG-basierten Dokument-Assistenten für unternehmenseigene Reports
- Bau eines automatisierten Reporting-Workflows (täglich oder wöchentlich) mit n8n oder Zapier
- Konfiguration eines KI-Agenten für Datenanalyse und automatisches Reporting
- Integration von File-Upload und JSON-Datenausgabe in einem End-to-End-Workflow
- Datenschutz-Audit des eigenen Workflows: Risikoprüfung und Anonymisierungsschritte
- Review und Optimierung von Prompt-Ketten anhand von Qualitätskriterien
- Peer-Review: Workflows anderer Teilnehmender analysieren und Verbesserungen vorschlagen
- Dokumentation des eigenen Projekts für den beruflichen Portfolioaufbau
- Präsentation eines vollständigen automatisierten Analyse-Agenten mit Business-Use-Case
- Abschlussdiskussion: Trends in KI und Datenmanagement, Ausblick auf agentenbasierte Systeme
- Reflexion über ethische Aspekte: Bias in Daten, Transparenzpflichten und EU-AI-Act-Grundlagen
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage
- gängige Datenformate (CSV, JSON, XML) zu verstehen und für KI-Eingaben aufzubereiten
- Daten zu bereinigen (Preprocessing) und typische Datenfehler systematisch zu erkennen und zu beheben
- Daten-Prompts zu formulieren, die KI-Systemen präzise Analyseaufgaben übergeben
- eigene Dateien und Dokumente per File-Upload in KI-Workflows einzubinden
- RAG-Konzepte zu verstehen und eigene Wissensdokumente in KI-Anwendungen zu integrieren
- automatisierte Workflows mit Zapier, n8n oder Make zu bauen, die Datenquellen und KI-Dienste verbinden
- KI-Agenten für Datenanalyse und automatisiertes Reporting zu konfigurieren und zu betreiben
- Datenschutzanforderungen und ethische Grundsätze beim KI-Einsatz in der Datenverarbeitung zu berücksichtigen
- einen vollständigen automatisierten Analyse-Agenten mit realem Business-Use-Case selbstständig umzusetzen
- Ergebnisse von KI-Analysen kritisch zu interpretieren und in geschäftliche Entscheidungen zu übersetzen
- Limitierungen aktueller KI-Systeme im Datenkontext einzuschätzen und kommunizieren zu können
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Berufstätige, die mit Daten arbeiten oder dies in Zukunft stärker tun möchten, und die KI als praktisches Werkzeug für ihre tägliche Arbeit nutzen wollen – unabhängig davon, ob sie aus einem technischen oder kaufmännischen Umfeld kommen.
- Fachkräfte in Analyse-, Controlling- oder Berichtsrollen, die ihre Prozesse mit KI beschleunigen möchten
- Personen, die in den Bereich Data Analytics oder Automatisierung wechseln wollen
- Projektmanager und Teamleiter, die datengetriebene Entscheidungen besser unterstützen wollen
- IT-affine Quereinsteiger ohne formale Datenwissenschafts-Ausbildung
- Personen, die einen Einstieg in KI-Berufsfelder wie Automation Engineering oder KI-gestützte Analytik suchen
Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium (auch abgebrochen) ist Zugangsvoraussetzung. Grundlegende Computerkenntnisse – sicherer Umgang mit Tabellenkalkulation, Browser und Dateimanagement – sind wichtig. Programmierkenntnisse werden ausdrücklich nicht vorausgesetzt, da der Kurs auf No-Code- und Low-Code-Werkzeuge setzt. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sind ausdrücklich willkommen; entscheidend ist das genuine Interesse an Daten, KI und digitalen Prozessen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist stark projektorientiert: Jedes Modul mündet in einer eigenständig umgesetzten Übungsaufgabe, und das Abschlussprojekt baut einen vollständigen KI-gestützten Daten-Workflow auf. Theoretische Einheiten sind knapp gehalten – sie liefern das konzeptuelle Rüstzeug, das unmittelbar in der nächsten Praxisphase angewendet wird. Screencast-Demos zeigen die Werkzeuge Schritt für Schritt; die Teilnehmenden setzen das Gesehene parallel in ihrer eigenen Umgebung um. Peer-Reviews und Gruppen-Feedbacks fördern den Erfahrungsaustausch zu unterschiedlichen Business-Kontexten.
Der Kurs erstreckt sich typischerweise über mehrere Wochen und kann je nach Anbieter als Vollzeit- oder Teilzeitvariante belegt werden. Die genaue Stundenanzahl wird durch den jeweiligen Anbieter festgelegt. Eigenständige Nachbearbeitung und das Experimentieren mit eigenen Datensätzen werden ausdrücklich empfohlen, da die Kompetenzentwicklung im Bereich Daten-Prompting und Workflow-Design stark von der eigenen Praxis abhängt.
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Bildungsträgers, die die erworbenen Kompetenzen im Bereich KI und Datenmanagement dokumentiert. Ein offizielles Industrie- oder Herstellerzertifikat ist mit diesem Kurs nicht verbunden – die Bescheinigung eignet sich jedoch als Kompetenznachweis in Bewerbungsunterlagen und als Grundlage für weiterführende Zertifizierungen im Bereich Data Analytics oder AI Engineering.
Nutzen & Perspektiven
KI-Werkzeuge für Datenarbeit sind kein Zukunftsthema mehr – sie sind in Analyse- und Controlling-Abteilungen bereits im Einsatz. Wer heute lernt, Daten sauber aufzubereiten, präzise Prompts zu formulieren und Automatisierungsworkflows aufzubauen, verschafft sich einen messbaren Produktivitätsvorteil: Analysen, die früher Stunden dauerten, können mit gut konfigurierten KI-Agenten in Minuten erledigt werden. Der Praxisansatz des Kurses ist dabei entscheidend: Nicht abstrakte KI-Theorie, sondern konkrete Werkzeuge und Workflows stehen im Mittelpunkt. Das Abschlussprojekt – ein vollständiger automatisierter Analyse-Agent mit echtem Business-Use-Case – ist ein vorzeigbares Ergebnis, das direkt als Portfolioarbeit genutzt werden kann. Besonders wertvoll ist die Verbindung von Datenkompetenz und Automatisierungsdenken: Wer versteht, wie Datenflüsse in Workflows organisiert werden und wie KI in diese Flüsse eingebunden wird, denkt in Systemen – eine Denkweise, die in modernen Unternehmen zunehmend gefragt ist und Türen zu Rollen wie Data Analyst, Automation Engineer oder AI Developer öffnet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein, Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Der Kurs setzt auf No-Code- und Low-Code-Ansätze mit Werkzeugen wie Zapier, n8n und Make. Datenkonzepte wie JSON oder API-Anbindungen werden so vermittelt, dass sie auch ohne Programmierhintergrund verständlich und anwendbar sind.
Was sind RAG-Konzepte und wozu sind sie praktisch nützlich?
RAG steht für Retrieval-Augmented Generation. Das Konzept ermöglicht es, KI-Systemen eigene Wissensdokumente (z. B. interne Reports, Produktdaten) bereitzustellen, damit die KI darauf basierend präzisere und kontextspezifische Antworten liefern kann. Im Kurs lernen die Teilnehmenden, wie sie eigene Datenquellen in KI-Workflows integrieren.
Welche Automatisierungstools werden im Kurs eingesetzt?
Der Kurs arbeitet mit führenden No-Code-Automatisierungsplattformen wie Zapier, n8n und Make. Diese Werkzeuge ermöglichen es, Datenflüsse zwischen Anwendungen zu automatisieren, KI-Analysen in bestehende Business-Prozesse einzubinden und repetitive Aufgaben ohne Programmierung zu automatisieren.
Wer stellt am Ende die Bescheinigung aus?
Nach erfolgreicher Kursteilnahme erhalten die Absolventinnen und Absolventen eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Bildungsträgers. Diese dokumentiert die erworbenen Kompetenzen im Bereich KI und Datenmanagement für Bewerbungen und das berufliche Profil.
Für welche Branchen ist das Kurswissen relevant?
Datengetriebene Entscheidungsprozesse und KI-Automatisierung sind branchenübergreifend gefragt – von Handel und Logistik über Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen bis hin zu Marketing und produzierendem Gewerbe. Der Kurs vermittelt übertragbare Werkzeuge und Denkweisen, die in nahezu jedem datenintensiven Unternehmensbereich angewendet werden können.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- KI-Engineer161 Stellen
- Künstliche Intelligenz (weiterführend)63 Stellen
- Entwickler/Entwicklerin für Datenvisualisierung8 Stellen