Überblick
Server-Infrastruktur und Cloud-basierte Geschäftsanwendungen wachsen in vielen Unternehmen immer stärker zusammen. Dieser Bündelkurs bereitet auf zwei unterschiedliche, aber zunehmend gemeinsam relevante Kompetenzfelder vor: die Administration von Linux-Systemen und die fortgeschrittene Verwaltung von Salesforce-Umgebungen. Der Linux-Teil vermittelt Grundlagen und operative Fähigkeiten in der Serverbetriebssystemverwaltung, ausgerichtet an branchenüblichen Zertifizierungsstandards wie LPIC-1 und RHCSA. Der Salesforce-Teil geht über die Grundkonfiguration hinaus und adressiert fortgeschrittene Automatisierungs- und Analysefunktionen, die für den ADX-211-Abschluss (Salesforce Certified Advanced Administrator) erforderlich sind. Wer beide Welten beherrscht, kann sowohl auf Infrastrukturebene als auch in der CRM-Plattformverwaltung handlungsfähig sein.
Kursinhalte & Lernziele
Linux Administration – Grundlagen und Systembetrieb Der Linux-Block deckt das Fundament der serverseitigen Betriebssystemverwaltung ab. Im Vordergrund stehen die praktische Arbeit an der Kommandozeile, die Verwaltung von Systemressourcen und das Verständnis der Linux-Architektur. Die Inhalte orientieren sich an branchenüblichen Zertifizierungsanforderungen für Linux-Systemadministratoren.
- Linux-Architektur: Kernel, Shell, Dateisystemhierarchie (FHS)
- Kommandozeile und Shell: Bash-Grundlagen, Pipelines, Umleitungen, Aliasse
- Dateisystemverwaltung: Partitionierung, Dateisystemtypen (ext4, XFS), Mounting
- Benutzer und Gruppen: Anlegen, Verwalten, Berechtigungen (chmod, chown, ACLs)
- Paketmanagement: rpm/yum/dnf (Red Hat) und apt/dpkg (Debian-basiert) im Vergleich
- Prozessverwaltung: Prozesse überwachen, priorisieren, beenden (ps, top, kill, nice)
Linux – Systemdienste, Netzwerk und Scripting Der zweite Linux-Block vertieft die betriebliche Verwaltung von Diensten und die Netzwerkkonfiguration. Shell-Scripting als Automatisierungswerkzeug ist ein weiterer Schwerpunkt.
- Systemd: Dienste starten, stoppen, aktivieren, Status überwachen
- Netzwerkkonfiguration: IP-Adressen, Routen, DNS, Hostname unter Linux
- Sicherheitsgrundlagen: Firewall-Konfiguration (firewalld/iptables), SSH-Härtung
- Shell-Scripting: Variablen, Kontrollstrukturen, Schleifen, administrative Automatisierungsskripte
- Log-Verwaltung: journald, rsyslog, Log-Rotation
- Backup und Wiederherstellung: tar, rsync, grundlegende Sicherungsstrategien
Salesforce Advanced Administrator (ADX-211) Der Salesforce-Block richtet sich an Personen mit Grundkenntnissen in der Salesforce-Administration und vertieft die Plattformkonfiguration auf dem Niveau des Advanced Administrator. Automatisierung, komplexe Sicherheitsmodelle und erweiterte Datenmanagementfunktionen stehen im Mittelpunkt.
- Fortgeschrittene Objektkonfiguration: benutzerdefinierte Objekte, Felder, Beziehungstypen
- Automatisierung in Salesforce: Workflow Rules, Process Builder, Flow Builder im Vergleich
- Sicherheitsmodell: Profile, Permission Sets, Rollen, OWD und Sharing Rules kombinieren
- Reports und Dashboards: komplexe Filter, Bucket Fields, Joined Reports, dynamische Dashboards
- Datenmanagement: Data Loader, Massenimport/-export, Duplikatsverwaltung
- AppExchange und Managed Packages: Einsatz, Konfiguration, Aktualisierungsmanagement
Praxisblock Beide Domänen werden durch laborähnliche Übungen und szenarienbasiertes Arbeiten vertieft. Linux-Administrations-Tasks und Salesforce-Konfigurationsaufgaben wechseln sich ab.
- Einrichtung und Härtung eines Linux-Servers nach Vorgabe (Übungsumgebung)
- Scripting-Aufgaben zur Automatisierung von Benutzer- und Dateiverwaltung unter Linux
- Fehlerdiagnose in Linux-Umgebungen anhand typischer Administrationsprobleme
- Konfiguration eines komplexen Salesforce-Sicherheitsmodells für ein Unternehmenszenario
- Aufbau eines mehrstufigen Flow-Prozesses zur Automatisierung eines Vertriebsvorgangs
- Erstellung eines Report-Dashboards für eine Sales-Organisation in Salesforce
- Datenimport mit dem Data Loader und anschließende Qualitätsprüfung
- Vergleich von Automatisierungsoptionen in Salesforce anhand realer Anforderungen
- Analyse typischer ADX-211-Prüfungsthemen in der Gruppe
- Diskussion von Best Practices für die Sicherheitskonfiguration in beiden Systemen
- Transfer beider Kompetenzbereiche auf kombinierte Administrationsprojekte
Die abwechselnden Aufgaben aus Linux-Administration und Salesforce-Konfiguration sorgen dafür, dass beide Kompetenzfelder eigenständig vertieft werden. Querverbindungen – etwa bei rollenbasierter Zugriffskontrolle, Automatisierung oder Log-Management – werden dabei bewusst hergestellt.
Lernziele:
- Linux-Dateisystem und -Verzeichnisstruktur sicher navigieren und verwalten
- Benutzer- und Rechteverwaltung unter Linux konfigurieren und administrieren
- Paketmanagement, Prozessverwaltung und Systemdienste unter Linux bedienen
- Shell-Scripting-Grundlagen für die Automatisierung administrativer Aufgaben einsetzen
- Netzwerkkonfiguration und Sicherheitsgrundlagen unter Linux verstehen
- Salesforce-Objekte, Felder, Beziehungen und Seiten auf fortgeschrittenem Niveau konfigurieren
- Workflow-Automatisierungen, Prozess-Builder und Flow in Salesforce einrichten
- Reports und Dashboards in Salesforce für komplexe Analysen aufbauen
- Sicherheitsmodelle in Salesforce: Profile, Permission Sets, Rollen und Sharing Rules
- Datenmanagement in Salesforce: Import, Export, Deduplizierung und Qualitätssicherung
- Anforderungen der Salesforce-ADX-211-Prüfung kennen und gezielt vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachleute und Quereinsteiger:innen mit Interesse an Systemverwaltung und Cloud-Plattformadministration.
- Systemadministrator:innen und IT-Generalisten, die ihr Profil um Salesforce-Kenntnisse erweitern wollen
- Salesforce-Administrator:innen mit Grundkenntnissen, die auf Advanced-Niveau weiterentwickeln und Linux-Know-how aufbauen wollen
- IT-Quereinsteiger:innen, die mit zwei marktrelevanten Zertifizierungen einsteigen wollen
- Cloud-Administrator:innen, die Infrastruktur- und Plattformkenntnisse kombinieren möchten
- Fachkräfte aus IT-Betrieb und Support, die sich breiter qualifizieren wollen
Für den Linux-Teil sind Grundkenntnisse in IT und Betriebssystemen empfehlenswert; tiefe Linux-Vorerfahrung ist nicht zwingend erforderlich. Für den Salesforce-Advanced-Administrator-Teil werden Grundkenntnisse in der Salesforce-Administration vorausgesetzt – idealerweise auf dem Niveau des Salesforce Certified Administrator. Wer den Administrator-Abschluss noch nicht hat, sollte prüfen, ob ein vorgelagerter Grundkurs sinnvoll ist.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im Combined-Learning-Format statt: strukturierte Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer wechseln mit Übungs- und Projektphasen ab. Praxiserfahrene Dozenten setzen Theorie-Einheiten, Hands-on-Übungen, Fallstudien und Praxistrainings abwechslungsreich ein. An Präsenzstandorten stehen PC-Arbeitsplätze mit dualem Bildschirmsetup bereit. Home-Office-Teilnahme ist möglich.
Der Kurs wird in Vollzeit durchgeführt. Die genaue Dauer hängt vom Modulumfang ab; individuelle Teilzeitstarttermine können auf Anfrage abgestimmt werden.
Der Kurs bereitet auf externe Zertifizierungsprüfungen vor. Im Linux-Bereich sind das branchenübliche Abschlüsse auf LPIC-1- oder RHCSA-Niveau (Linux Professional Institute bzw. Red Hat). Im Salesforce-Bereich zielt der Kurs auf die ADX-211-Prüfung zum Salesforce Certified Advanced Administrator ab, die direkt bei Salesforce/Trailhead abgelegt wird. Zusätzlich wird eine trägerinterne qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Linux-Administration und Salesforce-Plattformverwaltung sind auf den ersten Blick unterschiedliche Disziplinen. In der Praxis wächst der Bedarf an Fachleuten, die beide Seiten verstehen: Der Salesforce-Admin, der weiß, wie Skripte und APIs funktionieren, ist flexibler als jemand, der nur die grafische Oberfläche kennt. Und der Linux-Admin, der auch eine CRM-Plattform verwalten kann, ist in kleineren und mittelständischen IT-Teams oft unverzichtbar. Zwei Zertifizierungen aus einem Lehrgang heraus zu erwerben spart nicht nur Zeit, sondern schafft auch ein kohärentes Profil im Lebenslauf. Gerade in mittelständischen Unternehmen, wo IT-Rollen oft nicht streng getrennt sind, ist es ein Vorteil, sowohl Serverbetrieb als auch Businessanwendungen zu kennen. Der Bündelkurs bereitet genau auf dieses Berufsprofil vor. Für Quereinsteiger:innen bietet die Kombination einen strukturierten Weg in zwei zukunftssichere Bereiche der IT. Salesforce ist eine der meistgenutzten CRM-Plattformen weltweit; Linux bildet die Basis eines erheblichen Teils der globalen Serverinfrastruktur. Wer beide Welten kennt, ist breit aufgestellt – und kann sich in verschiedene Richtungen weiterentwickeln, je nachdem, wo die persönlichen Stärken und Interessen liegen. Gerade in Unternehmen, die Salesforce intern betreiben und gleichzeitig eigene Linux-Server oder Cloud-Instanzen verwalten, ist diese Doppelkompetenz ein konkreter Mehrwert, der sich direkt in der täglichen Arbeit zeigt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifizierungen bereitet dieser Kurs vor?
Im Linux-Bereich bereitet der Kurs auf LPIC-1 (Linux Professional Institute) oder RHCSA (Red Hat Certified System Administrator) vor. Im Salesforce-Bereich zielt er auf die ADX-211-Prüfung zum Salesforce Certified Advanced Administrator ab, die direkt bei Salesforce/Trailhead abgelegt wird.
Brauche ich Vorkenntnisse in Salesforce oder Linux?
Für den Linux-Teil reichen IT-Grundkenntnisse. Für den Salesforce-Advanced-Teil werden Grundkenntnisse in der Salesforce-Administration vorausgesetzt – idealerweise auf dem Niveau des Salesforce Certified Administrator. Wer diesen Abschluss noch nicht hat, sollte einen vorgelagerten Grundkurs in Betracht ziehen.
Warum werden Linux-Administration und Salesforce in einem Kurs kombiniert?
In vielen IT-Teams, besonders im Mittelstand, sind diese Rollen nicht streng getrennt. Wer sowohl Linux-Serverbetrieb als auch eine führende CRM-Plattform verwalten kann, ist flexibel einsetzbar. Die Kombination bietet ein kohärentes Profil für Positionen, die breite IT-Kompetenz erfordern.
In welchem Format findet der Unterricht statt?
Der Unterricht läuft als Combined Learning: Live-Einheiten im virtuellen Klassenzimmer wechseln mit Übungs- und Projektphasen ab. Präsenzteilnahme an Standorten und Home-Office sind möglich; an Standorten stehen PC-Arbeitsplätze mit dualem Bildschirmsetup bereit.
Kann ich die Linux- und Salesforce-Module separat buchen?
Ja, die Module sind grundsätzlich einzeln kombinierbar. Als Bündel bieten sie einen zeitlichen und inhaltlichen Vorteil: Die Gesamtdauer ist kompakter als bei separaten Buchungen, und thematische Querverbindungen – etwa bei Automatisierung und Zugriffskontrolle – werden im gemeinsamen Unterricht direkt sichtbar.
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