Überblick
Large Language Models sind in der Softwareentwicklung längst kein Experiment mehr. GitHub Copilot, Cursor, ChatGPT und spezialisierte APIs gehören für viele Entwicklerinnen und Entwickler schon zum Arbeitsalltag – doch wer sie nur oberflächlich nutzt, verschenkt Potenzial und geht unnötige Risiken ein. Dieser Kurs geht tiefer: Er zeigt, wie LLMs für Code-Generierung, Architekturberatung, Testing und Dokumentation strategisch eingesetzt werden, wie KI-Ausgaben systematisch bewertet und abgesichert werden und wie LLMs sinnvoll in automatisierte Entwicklungsworkflows integriert werden. Teilnehmende entwickeln ein differenziertes Verständnis für Stärken, Grenzen und Sicherheitsrisiken von LLMs im Entwicklungskontext.
Kursinhalte & Lernziele
LLMs verstehen: Modelle, Funktionsweise und Unterschiede Zum Einstieg wird das technische Fundament gelegt, das für einen kritischen Umgang mit LLMs im Entwicklungskontext notwendig ist. Teilnehmende lernen, wie Transformer-Architekturen grundlegend funktionieren, welche Unterschiede zwischen Modellen wie GPT-4o, Claude, Gemini und spezialisierten Code-Modellen bestehen und warum Kontextfenster, Tokenisierung und Temperatur-Parameter die Ausgabequalität direkt beeinflussen.
- Transformer-Architekturen und Attention-Mechanismus im Überblick
- Modellvergleich: GPT-4o, Claude, Gemini, Code Llama und Codestral
- Kontextfenster, Tokenisierung und ihre Auswirkungen auf Code-Generierung
- Halluzinationen: Ursachen, Muster und systematische Erkennung
- Wann LLMs versagen: Grenzen bei Algorithmen, komplexer Logik und Sicherheit
Prompt Engineering für komplexe Entwicklungsaufgaben Effektive Prompts für Entwicklungsaufgaben sind anders als allgemeine Prompts. Dieser Block zeigt, wie man Kontext, Constraints und Ausgabeformat präzise definiert, wie Chain-of-Thought-Prompting bei Architekturentscheidungen hilft und wie Few-Shot-Beispiele die Code-Qualität verbessern. Teilnehmende üben an realen Entwicklungsszenarien.
- Prompt-Anatomie für Entwicklungsaufgaben: Rolle, Kontext, Constraints, Format
- Chain-of-Thought-Prompting für Algorithmen und Architekturentscheidungen
- Few-Shot-Prompting für konsistenten Code-Stil
- Prompt-Iteration: Warum der erste Entwurf selten der beste ist
- Systemprompts und Kontextverwaltung in Entwicklungsworkflows
LLMs für Code-Generierung, Review und Refactoring Im praktischen Kern des Kurses steht der Einsatz von LLMs für typische Entwicklungsaufgaben. Wie generiert man sauberen, wartbaren Code mit Copilot oder Cursor? Wie nutzt man ChatGPT für Architekturberatung, ohne die Ausgabe unkritisch zu übernehmen? Wie setzt man LLMs für Code-Review und Refactoring ein, ohne dabei die Lesbarkeit oder Sicherheit zu gefährden?
- Code-Generierung mit GitHub Copilot und Cursor: Best Practices und Fallen
- Architekturberatung mit LLMs: Vor- und Nachteile abwägen
- LLM-gestütztes Code-Review: Checklisten und Validierungsansätze
- Refactoring mit KI: Legacy-Code modernisieren und dokumentieren
- Kommentierung und Inline-Dokumentation mit LLM-Unterstützung
Praxisblock: LLMs in automatisierten Workflows, Testing und Governance Im abschließenden Praxisblock wird der gesamte Entwicklungszyklus KI-gestützt durchgespielt. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Integration in CI/CD-Pipelines, der Erstellung von Testfällen und dem verantwortungsbewussten Umgang mit Sicherheitsrisiken und Governance-Anforderungen.
- Unit-Test-Generierung mit LLMs: Qualitätssicherung und Grenzfälle
- Integrationstests und Testdaten mit KI-Unterstützung erstellen
- LLMs in GitHub Actions und andere CI/CD-Pipelines einbinden
- Automatisierte Dokumentation und Changelog-Generierung
- Sicherheitsrisiken durch KI-generierten Code: OWASP-Top-10-Check
- Prompt Injection und andere LLM-spezifische Angriffsvektoren erkennen
- Code-Review-Checkliste für KI-generierte Codeabschnitte
- Proprietäre Codebasis und Datenschutz: Was gehört nicht in den Prompt?
- LLM-Governance: Teamrichtlinien und Review-Prozesse etablieren
- Modellauswahl für spezifische Entwicklungsaufgaben: Entscheidungsmatrix
- OpenAI API und LangChain für eigene Entwickler-Workflows nutzen
- Abschlussprojekt: KI-gestützten Entwicklungsworkflow für eine reale Codeaufgabe entwerfen
Erfahrene Engineers mit Integrationserfahrung begleiten den Kurs und bringen aktuelle Praxiserfahrungen aus produktiven LLM-Einsätzen ein. Praxisübungen greifen reale Entwicklungsszenarien auf – kein Spielzeugcode, sondern Aufgaben, die aus dem tatsächlichen Berufsleben stammen.
Lernziele:
- Funktionsweise von Large Language Models verstehen und für den Entwicklungsalltag einordnen
- Prompts für komplexe Entwicklungsaufgaben strukturiert und präzise formulieren
- LLMs für Code-Generierung einsetzen und die Ausgaben kritisch evaluieren
- LLMs für Code-Review, Refactoring und Architekturberatung produktiv nutzen
- LLM-gestütztes Testing: Unit Tests, Integrationstests und Testdaten mit KI-Unterstützung erstellen
- Technische Dokumentation und Code-Kommentierung mit LLM-Hilfe effizient gestalten
- LLMs in CI/CD-Pipelines und automatisierte Entwicklungsworkflows integrieren
- Sicherheitsrisiken durch LLM-generierten Code systematisch erkennen und beheben
- Evaluierungsmethoden für LLM-Ausgaben im Entwicklungskontext anwenden
- LLM-Governance und Best Practices im Entwicklungsteam etablieren und kommunizieren
- Unterschiede zwischen verfügbaren LLM-Modellen und deren Eignung für spezifische Entwicklungsaufgaben beurteilen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, die bereits mit Code arbeiten und LLMs gezielt und verantwortungsbewusst in ihren Workflow integrieren wollen.
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die KI-Assistenten über die Grundnutzung hinaus verstehen wollen
- DevOps-Ingenieurinnen und -ingenieure, die LLMs in Automatisierungsworkflows einbinden wollen
- Full-Stack-Entwicklerinnen und -entwickler, die sowohl Frontend- als auch Backend-Aufgaben mit LLMs angehen
- Technical Leads, die Governance und Best Practices für ihr Team definieren
- KI-affine Entwicklerinnen und Entwickler mit erstem Integrationserfahrungsschatz, die ihr Wissen vertiefen
Grundkenntnisse in mindestens einer Programmiersprache sowie Vertrautheit mit gängigen Entwicklungswerkzeugen (IDE, Git, Terminal, grundlegende API-Konzepte) werden vorausgesetzt. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau sind erforderlich, da der Unterricht auf Deutsch stattfindet. Vorkenntnisse in Machine Learning oder KI-Theorie sind nicht notwendig – der Kurs nähert sich LLMs aus der Entwickler-Perspektive, nicht aus der Data-Science-Perspektive.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet als virtuelles Klassenzimmer statt – live und interaktiv, nicht als Videokurs. Jede Einheit verbindet konzeptionelle Einführungen mit direkt anschließenden Coding-Übungen. Teilnehmende arbeiten sowohl an vorbereiteten Szenarien als auch an eigenen Codeaufgaben aus dem beruflichen Alltag. Die Lerngruppe ist überschaubar gehalten, damit Diskussionen und individuelle Rückmeldungen zu eigenen Lösungsansätzen möglich sind. Je nach Stundenplan werden Vollzeit- und Teilzeitvarianten angeboten.
Der Kurs ist kompakt strukturiert und richtet sich an Personen, die gezielt und effizient lernen. Die genaue Kursdauer und Wochenstundenanzahl variiert je nach Anbieter und gewähltem Lernformat. Vollzeit- und Teilzeiteinstiege sind möglich.
Nach Abschluss des Kurses erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die erworbene Kompetenzen im Bereich LLM-gestützte Softwareentwicklung dokumentiert. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat des anbietenden Kursträgers. Dieses belegt praxisnah erworbene Fähigkeiten und ist gegenüber Arbeitgebern im IT-Bereich aussagekräftig.
Nutzen & Perspektiven
Entwicklerinnen und Entwickler, die LLMs wirklich beherrschen, arbeiten schneller und mit höherer Qualität – nicht weil sie alles an die KI delegieren, sondern weil sie genau wissen, wann KI-Unterstützung sinnvoll ist und wann menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar bleibt. Dieser Kurs vermittelt genau diese Unterscheidungsfähigkeit: produktiv sein ohne naiv zu sein. Besonders wertvoll ist das Themenfeld Sicherheit und Governance. LLM-generierten Code unreflektiert in Produktionssysteme zu übernehmen ist ein reales Risiko – von subtilen Sicherheitslücken bis zu urheberrechtlich problematischen Codeschnipseln. Wer nach diesem Kurs eine eigene Review-Praxis für KI-Output etabliert hat, schützt sich und sein Team vor vermeidbaren Fehlern. Schließlich positioniert der Kurs Teilnehmende als Fachleute, die nicht nur KI-Werkzeuge nutzen, sondern auch im Team Orientierung geben können – bei der Auswahl geeigneter Modelle, bei der Formulierung von Governance-Richtlinien und bei der Integration von LLMs in bestehende Prozesse. Diese Kombination aus technischem Verständnis und strategischer Perspektive ist am Arbeitsmarkt für Softwareentwicklung gefragt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen ist dieser Kurs gedacht?
Der Kurs richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, die bereits mit Code arbeiten und LLMs gezielt in ihren Workflow integrieren wollen. Absolute Programmieranfänger sind nicht die Zielgruppe – Grundkenntnisse in mindestens einer Sprache werden vorausgesetzt.
Welche Tools werden im Kurs konkret eingesetzt?
Im Kurs kommen Cursor, GitHub Copilot, ChatGPT, Claude, die OpenAI API, LangChain und GitHub Actions zum Einsatz. Werkzeuge werden nicht nur demonstriert, sondern in praxisnahen Übungen mit echten Entwicklungsszenarien erprobt.
Wie wird das Thema Sicherheit bei LLM-generiertem Code behandelt?
Sicherheitsrisiken durch LLM-generierten Code – etwa eingeschleuste Abhängigkeiten, schlechte Kryptographie oder unkritisch übernommene Muster – sind ein eigener Themenblock. Teilnehmende lernen, KI-Ausgaben systematisch auf Sicherheitslücken zu prüfen, bevor Code in Produktionssysteme gelangt.
Was bedeutet LLM-Governance für Entwicklungsteams?
LLM-Governance umfasst Richtlinien dafür, welche KI-Werkzeuge genutzt werden dürfen, wie mit proprietären Code-Snippets und Unternehmensgeheimnissen in Prompts umgegangen wird und wie Qualitätssicherung für KI-generierten Code aussieht. Der Kurs zeigt, wie solche Richtlinien im Team etabliert werden.
Erhalte ich ein Zertifikat nach dem Kurs?
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die erworbene Kompetenzen im Bereich LLM-gestützte Softwareentwicklung dokumentiert. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat, das praxisnah erworbene Kenntnisse belegt.
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