Überblick
Generative KI und insbesondere ChatGPT haben in kürzester Zeit die Art und Weise verändert, wie Menschen Texte verfassen, Informationen recherchieren, Code schreiben und Entscheidungen vorbereiten. Doch der Unterschied zwischen oberflächlicher Nutzung und echtem professionellem Einsatz liegt im Verständnis der Technologie und in der Beherrschung gezielter Eingabestrategien. Der Kurs Practical ChatGPT – From Use Cases to Prompt Engineering & Ethical Implications vermittelt genau dieses Wissen: praxisorientiert, systematisch und mit einem klaren Blick auf die ethischen Verantwortlichkeiten, die mit dem Einsatz von KI einhergehen. Teilnehmende lernen, wie sie ChatGPT in unterschiedlichen beruflichen Kontexten gewinnbringend einsetzen, welche Grenzen das System hat und wie verantwortungsvoller Umgang mit KI-Tools in der Praxis aussieht.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block führt in die Grundlagen von ChatGPT und generativer KI ein. Teilnehmende verstehen, wie das Modell funktioniert, was es leisten kann und wo seine strukturellen Grenzen liegen. Dieses Grundverständnis ist die Voraussetzung für alle weiteren Kurseinheiten.
- Funktionsweise von Large Language Models und ihre Trainingsdaten
- Unterschied zwischen generativer KI und regelbasierter KI
- Typische Stärken und Schwächen von ChatGPT im professionellen Einsatz
- Überblick über verschiedene Versionen und Varianten des Modells
- Einsatzbereiche und Nicht-Einsatzbereiche in der beruflichen Praxis
Der zweite Block ist das Herzstück des Kurses: Prompt Engineering. Teilnehmende erwerben praktische Fertigkeiten, um Eingaben so zu formulieren, dass gewünschte Ergebnisse zuverlässig erzielt werden. Anhand zahlreicher Beispiele wird deutlich, wie kleine Änderungen in der Formulierung große Auswirkungen auf die Ausgabequalität haben.
- Aufbau und Struktur effektiver Prompts
- Techniken: Zero-Shot, Few-Shot, Chain-of-Thought und rollenbasierte Prompts
- Iteration und Verfeinerung von Prompts zur Ausgabeoptimierung
- Kontextsteuerung und Parameteranpassung für spezifische Ergebnisse
- Best Practices für häufige Anwendungsfälle wie Texterstellung, Analyse und Recherche
Der dritte Block behandelt konkrete Anwendungsfälle aus der Berufspraxis. Von der Unterstützung beim Schreiben von Berichten über die Vorbereitung von Präsentationen bis hin zur Automatisierung repetitiver Aufgaben werden realistische Szenarien durchgespielt und ausgewertet.
- ChatGPT in der Textproduktion: Berichte, E-Mails, Zusammenfassungen
- ChatGPT in der Recherche und Datenaufbereitung
- ChatGPT in der Programmierung und Code-Review
- ChatGPT im Kundensupport und in der internen Kommunikation
- Grenzen der Verlässlichkeit: Halluzinationen, Fehler und Verifikationspflichten
Der vierte Block befasst sich mit den ethischen Implikationen des KI-Einsatzes. Teilnehmende entwickeln ein reflektiertes Verständnis für die gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen, die mit dem Einsatz von Sprachmodellen einhergehen.
- Bias und Diskriminierung in KI-Modellen und deren Ursachen
- Datenschutz und Datensicherheit beim Einsatz von ChatGPT
- Urheberrechtliche Fragen bei KI-generierten Inhalten
- Transparenz und Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen
- Regulatorische Entwicklungen: EU AI Act und aktuelle Rechtslage
Ergänzt werden alle Blöcke durch praktische Übungen, die Gelerntes direkt in berufliche Handlungen überführen.
- Hands-on-Übungen mit ChatGPT an realen beruflichen Aufgabenstellungen
- Iterative Prompt-Optimierung mit unmittelbarem Feedback
- Analyse von Fallbeispielen zu KI-bedingten Fehlern und deren Folgen
- Entwicklung einer persönlichen Prompt-Bibliothek für den eigenen Berufsalltag
- Gruppenaufgaben zur Anwendung von Prompt-Engineering-Techniken
- Diskussion ethischer Grenzfälle und deren Relevanz für die eigene Arbeit
- Entwicklung eines Mini-Konzepts für den KI-Einsatz in der eigenen Abteilung
- Kritische Bewertung von KI-Ausgaben auf Faktentreue und Bias
- Simulation eines Datenschutz-Audits für einen ChatGPT-Use-Case
- Erarbeitung einer internen Guideline für den verantwortungsvollen KI-Einsatz
- Prüfungsvorbereitung mit typischen Aufgabenformaten
- Reflexion und individuelle Anwendungsplanung
Lernziele:
Nach dem Abschluss des Kurses können Teilnehmende die technologischen Grundlagen von ChatGPT und Large Language Models erklären und einordnen. Sie sind in der Lage, ChatGPT für spezifische berufliche Anwendungsfälle gezielt zu nutzen. Sie verstehen die Prinzipien des Prompt Engineerings und können Prompts strukturieren, anpassen und optimieren, um präzise und nutzbare Ergebnisse zu erzielen. Sie kennen häufige Schwächen und Fehlerquellen von Sprachmodellen und können deren Ausgaben kritisch einschätzen. Sie wissen, wie Datenschutz und Informationssicherheit beim Einsatz von ChatGPT gewahrt werden können. Sie verstehen die ethischen Grundsätze des verantwortungsvollen KI-Einsatzes, einschließlich der Vermeidung von Bias und Diskriminierung. Sie können den Einsatz von ChatGPT in ihre eigene Arbeitsumgebung integrieren und Kollegen darin einführen. Sie sind in der Lage, Anwendungsszenarien im eigenen Berufsfeld zu identifizieren und zu bewerten. Sie kennen aktuelle regulatorische Entwicklungen rund um den Einsatz von KI. Sie können auf Basis ihrer Kenntnisse fundierte Entscheidungen über den Einsatz oder Nicht-Einsatz von KI-Tools treffen. Sie erhalten ein international anerkanntes Zertifikat für ihre neu erworbenen Kompetenzen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Berufstätige aus allen Branchen, die ChatGPT und ähnliche KI-Tools professionell einsetzen oder einzuführen planen. Besonders angesprochen sind die folgenden Zielgruppen.
- Fachkräfte aus Verwaltung, Marketing, Kommunikation und Vertrieb
- IT-Fachleute, die KI-gestützte Workflows entwickeln
- Führungskräfte, die den verantwortungsvollen Einsatz von KI in ihrer Organisation steuern
- Berater und Trainer, die KI-Kompetenzen an andere weitergeben
- Quereinsteiger, die sich systematisch in das Thema KI einarbeiten möchten
Für diesen Kurs sind keine technischen Vorkenntnisse in KI oder Programmierung erforderlich. Grundlegende Computerkenntnisse und Vertrautheit mit digitalen Tools sind ausreichend. Die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit Technologie und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen ist willkommen. Vor Seminarbeginn findet ein Beratungsgespräch statt, um einen individuellen Lernplan zu erstellen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning durchgeführt und verbindet Selbststudiumsphasen mit betreuten Online- oder Präsenzphasen. Der Praxisanteil ist bewusst hoch gehalten: Teilnehmende arbeiten direkt mit ChatGPT an eigenen Aufgabenstellungen. Fallstudien, Gruppenübungen und Diskussionsrunden ergänzen die Wissensvermittlung. Die Trainer bringen Erfahrung aus der praktischen KI-Anwendung mit und können aktuelle Entwicklungen im schnelllebigen KI-Markt in den Unterricht einbeziehen. Flexible Teilzeit-Varianten ermöglichen die Vereinbarkeit mit dem Berufsalltag.
Der Kurs dauert in der Vollzeitvariante typischerweise mehr als eine Woche bis zu einem Monat. In der Teilzeitvariante oder bei kombiniertem Lernen kann die Dauer auf bis zu drei Monate ausgedehnt werden. Die genaue Dauer wird im individuellen Beratungsgespräch vor Kursbeginn festgelegt.
Nach dem Abschluss des Kurses erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Trägers New Horizons. Die externe Zertifizierungsprüfung wird von einer anerkannten Zertifizierungsorganisation abgenommen und bestätigt die erworbenen Kompetenzen im Bereich Prompt Engineering und ethische KI-Nutzung.
Nutzen & Perspektiven
KI-Kompetenz ist in der modernen Arbeitswelt kein Differenziator mehr, sondern wird zur Basisanforderung. Wer ChatGPT und verwandte Tools professionell einsetzen kann, steigert seine Produktivität, liefert bessere Ergebnisse und kann als Multiplikator für KI-Kompetenz im eigenen Team wirken. Das in diesem Kurs erworbene Wissen über Prompt Engineering ermöglicht es, das Potenzial generativer KI tatsächlich zu erschließen, statt an der Oberfläche zu kratzen. Das Zertifikat signalisiert Arbeitgebern und Kunden, dass der Inhaber nicht nur mit KI-Tools umgehen kann, sondern auch die ethischen und regulatorischen Rahmenbedingungen kennt. Das ist besonders in regulierten Branchen und in der öffentlichen Verwaltung ein wesentlicher Mehrwert, denn Vertrauen in die verantwortungsvolle KI-Nutzung muss nachweisbar sein. Bei AZAV-zertifizierten Kursträgern kann eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters beantragt werden. Zusätzliche Fördermöglichkeiten ergeben sich gegebenenfalls aus dem Qualifizierungschancengesetz oder aus Programmen der Deutschen Rentenversicherung. Eine Förderberatung klärt die konkreten Optionen vor Kursbeginn.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein, Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kurs richtet sich ausdrücklich an Berufstätige aus allen Branchen, einschließlich nicht-technischer Berufsfelder. Grundlegende Computerkenntnisse genügen, um vom Kurs zu profitieren.
Was ist Prompt Engineering und warum ist es wichtig?
Prompt Engineering bezeichnet die Kunst und Methodik, Anfragen an KI-Systeme wie ChatGPT so zu formulieren, dass präzise und nutzbare Ergebnisse entstehen. Wer Prompts gezielt strukturieren kann, erzielt deutlich bessere Ausgaben und erschließt das volle Potenzial generativer KI für den eigenen Arbeitsalltag.
Behandelt der Kurs auch Datenschutzaspekte?
Ja, Datenschutz und Informationssicherheit beim KI-Einsatz sind ein eigener Schwerpunkt des Kurses. Teilnehmende lernen, welche Daten in ChatGPT-Systemen verarbeitet werden, welche Risiken entstehen können und wie sie Datenschutzvorgaben beim KI-Einsatz im Arbeitsalltag einhalten.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Teilnehmende erhalten nach Abschluss des Kurses und der Prüfung ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Trägers New Horizons. Das Zertifikat dokumentiert die erworbenen Kompetenzen in Prompt Engineering und ethischer KI-Nutzung.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Je nach persönlicher Situation können auch das Qualifizierungschancengesetz oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht kommen. Eine Beratung vor Kursbeginn klärt die konkreten Optionen.
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Arbeitsmarkt-Report
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Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- IT-Manager/IT-Managerin752 Stellen
- Prompt Engineer425 Stellen
- Technische Informatik (grundständig)406 Stellen
- Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein162 Stellen
- AI Consultant124 Stellen
- Chatbot-Entwickler/Chatbot-Entwicklerin7 Stellen