Überblick
Seit generative KI-Systeme in immer mehr Arbeitsbereiche vordringen, entscheidet zunehmend die Qualität der Eingabe darüber, wie brauchbar das Ergebnis ist. Dieser Kurs vermittelt, wie Prompts – also die Anweisungen an ein KI-System – so formuliert werden, dass sie zuverlässig zu verwertbaren Ergebnissen führen, statt zu vagen oder falschen Antworten. Im Mittelpunkt steht nicht die Technik hinter den Sprachmodellen, sondern die praktische Fertigkeit, Aufgaben aus Textarbeit, Datenanalyse, Kundenkommunikation und Marketing so an ein KI-System zu übergeben, dass die Ergebnisse tatsächlich weiterverwendet werden können.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Grundprinzipien wirksamer Prompts: Der Einstieg vermittelt, aus welchen Bausteinen ein Prompt besteht und warum kleine Formulierungsunterschiede große Auswirkungen auf die Antwortqualität haben können.
- Aufbau eines Prompts aus Kontext, konkreter Aufgabenstellung, gewünschtem Format und Einschränkungen
- Unterschied zwischen offenen, explorativen Prompts und eng geführten, präzisen Anweisungen
- Wirkung von Rollenvorgaben auf Ton, Perspektive und fachliche Tiefe der Antwort
- Einsatz von Beispielen im Prompt, um dem System ein gewünschtes Ergebnismuster vorzugeben
- Steuerung von Länge, Detailgrad und Sprachniveau der erzeugten Texte
- Typische Formulierungsfehler, die zu vagen oder unbrauchbaren Antworten führen
Modul 2 – Iteratives Arbeiten mit KI-Systemen: Dieser Block behandelt, wie Ergebnisse nicht in einem einzigen Prompt perfektioniert, sondern über mehrere Schritte gezielt nachgeschärft werden.
- Techniken zur schrittweisen Verfeinerung von Antworten durch gezielte Rückfragen
- Umgang mit unbefriedigenden Erstantworten: Nachschärfen statt komplettem Neuformulieren
- Aufteilen komplexer Aufgaben in mehrere, aufeinander aufbauende Teilprompts
- Nutzung von Zwischenergebnissen als neuen Ausgangspunkt für vertiefende Anfragen
- Vergleich unterschiedlicher Formulierungsvarianten zur Ermittlung der zuverlässigsten Version
- Dokumentation bewährter Prompt-Varianten für die spätere Wiederverwendung
Modul 3 – Anwendungsfelder im Berufsalltag: Der dritte Block überträgt die Grundprinzipien auf konkrete berufliche Aufgabenstellungen, wie sie in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern vorkommen.
- Prompts für Textarbeit: Zusammenfassungen, Umformulierungen, Tonalitätsanpassungen und Korrekturvorschläge
- Prompts für Datenanalyseaufgaben: Kategorisierung, Strukturierung und Aufbereitung unübersichtlicher Informationen
- Prompts für Marketingtexte: Entwürfe für Beschreibungen, Social-Media-Texte und Betreffzeilen
- Prompts für Kundenkommunikation: Antwortentwürfe, Gesprächsleitfäden und Formulierungshilfen für schwierige Situationen
- Anpassung von Prompts an unterschiedliche Zielgruppen und Kommunikationskanäle
Modul 4 – Qualitätssicherung und verantwortungsvoller Einsatz: Der abschließende Block macht bewusst, wo die Grenzen KI-generierter Inhalte liegen und wie sich Ergebnisse verantwortungsvoll prüfen lassen.
- Einschätzung der Faktentreue und Aktualität von KI-generierten Antworten
- Erkennen von plausibel klingenden, aber inhaltlich fehlerhaften Ausgaben
- Kritische Gegenprüfung von Ergebnissen vor der Weiterverwendung im beruflichen Kontext
- Umgang mit sensiblen oder vertraulichen Informationen bei der Formulierung von Prompts
- Aufbau eines persönlichen Werkzeugkastens wiederverwendbarer Prompt-Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben
Der Kurs arbeitet konsequent an echten Beispielaufgaben aus dem Berufsalltag: Statt abstrakter Übungssätze bearbeiten Teilnehmende Aufgaben wie die Zusammenfassung eines längeren Berichts, die Umformulierung einer E-Mail in einen freundlicheren Ton oder die Strukturierung einer unübersichtlichen Liste in eine auswertbare Tabelle. Jede Übung wird mehrfach mit unterschiedlichen Prompt-Formulierungen durchgespielt, damit der Effekt einzelner Formulierungsentscheidungen unmittelbar sichtbar wird. Ein durchgehendes Thema ist die kritische Distanz zum Ergebnis: KI-Systeme liefern oft überzeugend klingende, aber nicht immer korrekte Antworten. Der Kurs übt deshalb gezielt, Ausgaben nicht ungeprüft zu übernehmen, sondern systematisch gegenzuprüfen, bevor sie in E-Mails, Berichten oder Kundenkontakten verwendet werden.
Lernziele:
- Den grundlegenden Aufbau eines wirksamen Prompts aus Kontext, Aufgabe, Format und Einschränkungen benennen
- Zwischen offenen und präzise strukturierten Prompts unterscheiden und je nach Aufgabe die passende Form wählen
- Rollenvorgaben und Kontextinformationen gezielt einsetzen, um Antworten in Ton und Tiefe zu steuern
- Iteratives Prompting anwenden, um Ergebnisse in mehreren Schritten schrittweise zu verfeinern
- Ausgabeformate wie Listen, Tabellen oder strukturierten Text gezielt anfordern
- Häufige Fehlerquellen wie zu vage Formulierungen oder widersprüchliche Vorgaben erkennen und vermeiden
- Prompts für Textaufgaben wie Zusammenfassungen, Umformulierungen und Tonalitätsanpassungen entwickeln
- Prompts für einfache Datenanalyseaufgaben formulieren, etwa zur Strukturierung oder Kategorisierung von Informationen
- Prompts für Kundenkommunikation gestalten, etwa für Antwortentwürfe oder Gesprächsleitfäden
- Die Grenzen von KI-generierten Inhalten einschätzen, insbesondere hinsichtlich Faktentreue und Aktualität
- Ergebnisse kritisch gegenprüfen, bevor sie im beruflichen Kontext weiterverwendet werden
- Einen persönlichen Werkzeugkasten wiederverwendbarer Prompt-Bausteine für den eigenen Arbeitsalltag aufbauen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Berufstätige, die KI-gestützte Textsysteme im Arbeitsalltag bereits nutzen oder einsetzen möchten und dabei über oberflächliches Ausprobieren hinauskommen wollen. Vorkenntnisse in Programmierung oder KI-Technik sind nicht erforderlich.
- Mitarbeitende in Kommunikation, Marketing oder Kundenservice, die Textentwürfe effizienter erstellen wollen
- Sachbearbeitende, die unübersichtliche Informationen mithilfe von KI strukturieren möchten
- Content-Erstellende, die Ausgangstexte für weitere Bearbeitung generieren lassen
- Berufstätige, die sich einen systematischen statt zufälligen Umgang mit KI-Tools aneignen wollen
Erforderlich ist ein grundlegendes Verständnis dafür, was KI-Textsysteme leisten können, sowie Offenheit für den Einsatz digitaler Werkzeuge im Arbeitsalltag. Technisches Vorwissen zu Künstlicher Intelligenz oder Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, da der Kurs bewusst anwendungsorientiert und ohne technischen Unterbau aufgebaut ist.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs arbeitet mit einem hohen Anteil eigenständiger Übungsphasen am eigenen Rechner, in denen Prompts direkt an einem KI-System getestet und verglichen werden. Kurze Impulseinheiten zu den jeweiligen Grundprinzipien wechseln sich mit praktischen Anwendungsübungen ab, sodass jede neue Technik sofort am eigenen Beispiel erprobt werden kann. Der Austausch über unterschiedliche Formulierungsversuche und deren Ergebnisse ist fester Bestandteil des Unterrichtsverlaufs.
Der Kurs ist kompakt angelegt und lässt sich neben laufender beruflicher Tätigkeit gut einplanen. Genaue Termine, Taktung und Gesamtumfang unterscheiden sich je nach Anbieter und werden bei der Anfrage über Kursweg mitgeteilt.
Am Ende erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters, die die behandelten Inhalte zum Prompt Engineering dokumentiert. Eine herstellerseitige oder branchenweit standardisierte Zertifizierung existiert für dieses noch junge Themenfeld bislang nicht.
Nutzen & Perspektiven
Der Umgang mit KI-Textsystemen wird in vielen Berufsfeldern zur alltäglichen Fertigkeit, doch die meisten Nutzenden bleiben beim Ausprobieren nach Zufallsprinzip stehen, ohne die Wirkmechanismen wirksamer Prompts zu verstehen. Dieser Kurs schafft genau dieses Verständnis systematisch, anstatt es dem Zufall zu überlassen. Wer lernt, Kontext, Aufgabenstellung und gewünschtes Format präzise zu formulieren, erhält spürbar konsistentere und direkt verwertbare Ergebnisse – und spart damit Zeit, die sonst für mehrfaches Nachbessern draufgeht. Der iterative Ansatz, Ergebnisse schrittweise zu verfeinern statt in einem einzigen Versuch perfektionieren zu wollen, überträgt sich zudem auf viele andere digitale Arbeitsprozesse. Langfristig profitieren vor allem Berufstätige, deren Aufgaben regelmäßig Textarbeit, Aufbereitung von Informationen oder Kommunikation mit Kundinnen und Kunden umfassen. Ein systematischer, kritisch geprüfter Umgang mit KI-Werkzeugen wird zunehmend als eigenständige berufliche Kompetenz wahrgenommen, unabhängig vom konkreten Tätigkeitsfeld.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für Prompt Engineering?
Nein, der Kurs ist bewusst anwendungsorientiert und setzt keine Programmier- oder KI-technischen Kenntnisse voraus. Es geht um die zielgerichtete Formulierung von Anweisungen, nicht um Software-Entwicklung.
Welche Aufgabenbereiche werden konkret geübt?
Geübt werden Textarbeit wie Zusammenfassungen und Umformulierungen, einfache Datenanalyseaufgaben, Marketingtexte sowie Formulierungshilfen für die Kundenkommunikation.
Wie geht der Kurs mit fehlerhaften KI-Antworten um?
Ein eigener Kursblock behandelt gezielt die kritische Gegenprüfung von Ergebnissen, damit plausibel klingende, aber inhaltlich falsche Antworten nicht ungeprüft übernommen werden.
Erhalte ich eine anerkannte Zertifizierung?
Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebescheinigung des Anbieters ab. Eine herstellerseitige oder branchenweit standardisierte Prompt-Engineering-Zertifizierung gibt es für dieses Themenfeld bislang nicht.
Für wen lohnt sich der Kurs besonders?
Besonders für Berufstätige, deren Aufgaben regelmäßig Textarbeit, Informationsaufbereitung oder Kundenkommunikation umfassen und die KI-Werkzeuge über reines Ausprobieren hinaus systematisch nutzen wollen.
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