Überblick
Generative KI hat die Content-Produktion innerhalb kürzester Zeit grundlegend verändert. Texte, Bilder, Social-Media-Beiträge und ganze Kampagnenkonzepte lassen sich mit den richtigen Werkzeugen deutlich schneller und variantenreicher erstellen als mit rein manuellen Prozessen. Der entscheidende Engpass liegt heute nicht mehr beim Zugang zu den Tools, sondern beim Wissen, wie man ihnen präzise Anweisungen gibt — also beim Prompt Engineering. Diese Weiterbildung vermittelt dieses Wissen gezielt für den Content-Marketing-Kontext: Wie formuliert man Prompts, die verlässlich nützliche Ergebnisse liefern? Welche Werkzeuge eignen sich für welche Aufgaben? Und wie lassen sich KI-generierte Inhalte in bestehende Redaktionsprozesse integrieren, ohne Qualität und Markenstimme zu opfern?
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen generativer KI und Sprachmodelle Bevor man Prompts schreibt, sollte man verstehen, was hinter den Tools steckt. Dieses Modul vermittelt das notwendige Konzeptwissen: Wie funktionieren große Sprachmodelle? Was können sie leisten — und was nicht? Welche Unterschiede bestehen zwischen verschiedenen Modell-Generationen und Anbieterplattformen?
- Funktionsweise von Large Language Models (LLMs): Token, Kontext, Temperatur
- Unterschiede zwischen Modelltypen: instruct-tuned vs. base models
- Plattformübersicht: ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot — Stärken und Grenzen
- Halluzinationen: Ursachen erkennen und Ausgaben kritisch überprüfen
- Datenschutz und Vertraulichkeit beim Eingeben von Unternehmensdaten
- KI-Transparenz: Kennzeichnungspflichten und Kommunikation nach außen
Prompt Engineering — Methoden und Techniken Das Herzstück des Kurses. Hier lernen die Teilnehmer die wichtigsten Techniken, um aus Sprachmodellen zuverlässig nützliche Ergebnisse herauszuholen. Gute Prompts sind keine Magie — sie folgen bestimmten Mustern, die erlernbar und dokumentierbar sind.
- Grundstruktur eines effektiven Prompts: Rolle, Aufgabe, Kontext, Format, Constraints
- Zero-Shot-, Few-Shot- und Chain-of-Thought-Prompting im Vergleich
- System-Prompts und persistente Anweisungen einrichten
- Iteratives Prompten: Ergebnisse verfeinern durch schrittweise Instruktionen
- Persona-Prompts: konsistente Markenstimme in KI-Ausgaben einprogrammieren
- Prompt-Templates erstellen und in der Teamarbeit standardisieren
Generative KI für Text-Content im Marketing Dieses Modul setzt die erlernten Prompt-Techniken direkt in praxisnahe Content-Aufgaben um. Der Fokus liegt auf Formaten, die im Content-Marketing-Alltag besonders häufig vorkommen.
- Blogartikel und SEO-Texte: Briefing formulieren, Gliederung generieren, Draft überarbeiten
- Social-Media-Beiträge für verschiedene Plattformen (LinkedIn, Instagram, X) erstellen
- E-Mail-Texte, Newsletter-Einleitungen und Call-to-Action-Varianten erzeugen
- Produktbeschreibungen und Landing-Page-Texte effizient skalieren
- Tone-of-Voice-Anpassung: Ausgaben an unterschiedliche Zielgruppen anpassen
- Mehrsprachige Ausgaben und Lokalisierung mit KI-Unterstützung
Visuelle Inhalte mit Bildgeneratoren Neben Text-KI verändern bildgebende Modelle die visuelle Kommunikation. Midjourney, DALL-E und vergleichbare Tools erlauben es, Kampagnenmotive, Stimmungsbilder und Illustrationen per Textbeschreibung zu erzeugen — wenn man weiß, wie man sie formuliert.
- Promptstruktur für Bildgeneratoren: Stil, Komposition, Licht, Referenzen
- Midjourney-Parameter: Aspect-Ratio, Stil-Version, Vary und Upscale
- Konsistente Bildsprache über eine Kampagne hinweg entwickeln
- Bilder für Social Media, Blogposts und Präsentationen anpassen
- Lizenzrechtliche Einordnung KI-generierter Bilder im kommerziellen Einsatz
- Integration in Bildbearbeitungs-Workflows (Canva, Adobe Express)
Praxisblock — Content-Marketing-Projekt mit KI-Unterstützung Im Praxisblock planen und realisieren die Teilnehmer ein kompaktes Content-Projekt, das alle erlernten Werkzeuge und Techniken einbindet.
- Redaktionsplan für eine vierwöchige Kampagne mit KI-Unterstützung aufstellen
- Prompt-Bibliothek für das Beispielunternehmen aufbauen
- KI-generierte Texte redigieren, faktenprüfen und markenkonform anpassen
- Bildmotive für die Kampagne mit Midjourney erstellen und variantenweise anpassen
- Automatisierungs-Workflow skizzieren (z. B. KI-Draft → redaktioneller Review → Freigabe)
- Content-Kalender mit KI-Tool-Schritten annotieren
- Peer-Review: gegenseitige Bewertung von Prompt-Qualität und Output-Güte
- Qualitätscheckliste für KI-gestützte Inhalte entwickeln
- Ethik-Kurz-Check: Bias in Ausgaben, Transparenzpflichten, Urheberrechtsfragen
- Prompt-Templates dokumentieren und für den Teamgebrauch aufbereiten
- Handlungsempfehlung für die KI-Integration im eigenen Unternehmen formulieren
Der Kurs richtet sich an ein kaufmännisch-kommunikatives Publikum; technische Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Unterrichtssprache ist Deutsch; englischsprachige Tool-Oberflächen werden gemeinsam eingeführt.
Lernziele:
- Grundprinzipien des Prompt Engineering verstehen und systematisch anwenden
- Prompts für unterschiedliche Content-Formate (Blogartikel, Social Posts, E-Mail-Texte, Produktbeschreibungen) strukturiert formulieren
- ChatGPT und vergleichbare Sprachmodelle für Recherche, Ideation und Text-Drafts einsetzen
- Bildgeneratoren (z. B. Midjourney) für visuelle Content-Konzepte und Kampagnenmaterial nutzen
- KI-Ausgaben kritisch beurteilen, überarbeiten und auf Markenkonsistenz prüfen
- Prompt-Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben im Content-Team erstellen und dokumentieren
- Generative KI in Redaktionskalender und Content-Pipeline integrieren
- Automatisierungsmöglichkeiten in Content-Workflows erkennen und einrichten
- Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen beim Einsatz generativer KI kennen
- Qualitätssicherung für KI-gestützte Inhalte im Redaktionsprozess verankern
- KI-generierte Bilder lizenzrechtlich einordnen und verantwortungsvoll einsetzen
- Projektmanagement-Grundlagen für Content-Marketing-Projekte mit KI-Beteiligung anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die im Bereich Marketing, Kommunikation oder Content-Produktion tätig sind oder dies werden wollen — und generative KI gezielt als Arbeitswerkzeug einsetzen möchten.
- Content-Marketing-Fachkräfte, die ihre Arbeitsprozesse durch KI-Tools beschleunigen wollen
- Social-Media-Manager und Community-Manager mit Interesse an KI-gestützter Content-Produktion
- Online-Marketing-Fachkräfte, die Kampagnen effizienter produzieren wollen
- Kommunikations- und PR-Mitarbeitende, die KI-Tools in ihre Redaktionsarbeit integrieren
- Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die eine fundierte Qualifikation im Bereich KI und Content Marketing anstreben
Eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium in einem relevanten Bereich (Marketing, Kommunikation, Medien, Kaufmännisches) oder ausreichende Berufserfahrung ist empfehlenswert. Grundlegende EDV-Kenntnisse und sicherer Umgang mit dem Browser und Office-Anwendungen werden vorausgesetzt. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Grundkenntnisse in Englisch erleichtern den Umgang mit den englischsprachigen Tool-Oberflächen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet Wissensvermittlung mit unmittelbarer Werkzeugarbeit — die Teilnehmer arbeiten von Beginn an direkt mit den KI-Tools. Erklärphasen wechseln sich mit geführten Übungen und eigenständigen Aufgaben ab. Der Praxisblock gegen Ende des Kurses bringt alle Elemente in einem zusammenhängenden Projektauftrag zusammen. Lerngruppen-Diskussionen zu Qualität, Ethik und Redaktionsprozessen ergänzen die individuelle Werkzeugarbeit.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat sowie einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmer ein trägerinternes Zertifikat (Prompt Engineering — Generative KI in Content Marketing Projekten) sowie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Es handelt sich nicht um ein staatlich anerkanntes oder herstellerseitig zertifiziertes Abschluss — das Zertifikat dokumentiert die erfolgreich absolvierten Inhalte und die erworbene Werkzeugkompetenz.
Nutzen & Perspektiven
Content-Produktion ist im Marketing einer der ressourcenintensivsten Bereiche. Wer Prompt Engineering beherrscht, kann Text-Drafts, Bildmotive und Kampagnenkonzepte erheblich schneller generieren — und gewinnt damit Kapazität für die inhaltliche Qualitätsarbeit, die KI nicht ersetzen kann: Faktencheck, Markenkonsistenz, strategische Aussagenschärfe. Die Weiterbildung vermittelt genau diese Kombination: Tool-Kompetenz und kritisches Urteilsvermögen. Midjourney und ChatGPT als Werkzeuge zu kennen reicht nicht aus. Was im Content-Marketing zählt, ist die Fähigkeit, sie in bestehende Workflows zu integrieren — Redaktionskalender, Review-Prozesse, Freigabestrukturen — und dabei Qualität, Markentonalität und rechtliche Anforderungen im Blick zu behalten. Dieser Kurs schließt genau diese Lücke zwischen dem sporadischen KI-Einsatz und einem systematischen, dokumentierten Prozess. Mit der zunehmenden Verbreitung generativer KI im Marketing wächst auch der Druck auf Kommunikationsfachkräfte, diese Werkzeuge zu beherrschen. Eine nachweisbare Qualifikation im Bereich Prompt Engineering und generative KI — kombiniert mit praktischen Content-Marketing-Projekterfahrungen aus dem Kurs — erhöht die Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt und eröffnet neue Einsatzfelder in datengetriebenen und digital-affinen Marketingteams.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Der Kurs richtet sich an ein kaufmännisch-kommunikatives Publikum. Prompt Engineering bedeutet, Anweisungen in natürlicher Sprache zu formulieren — nicht zu programmieren. Grundlegende EDV-Kenntnisse und Erfahrung mit Browser und Office-Programmen reichen aus.
Welche Tools werden im Kurs eingesetzt?
Der Kurs arbeitet mit marktgängigen generativen KI-Tools: ChatGPT und vergleichbare Sprachmodelle für Text-Content, Midjourney für Bildgenerierung sowie Tools für die Workflow-Integration (z. B. Canva, Adobe Express). Englischsprachige Oberflächen werden gemeinsam eingeführt.
Was ist der Unterschied zwischen diesem Kurs und einem allgemeinen KI-Kurs?
Dieser Kurs fokussiert ausschließlich auf den Content-Marketing-Kontext. Prompt Engineering wird nicht abstrakt gelehrt, sondern direkt auf Blogartikel, Social Posts, Kampagnen und Redaktionsprozesse angewendet. Der Praxisblock simuliert ein echtes Content-Projekt.
Welchen Abschluss bekomme ich nach dem Kurs?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmer ein trägerinternes Zertifikat und eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Es handelt sich nicht um eine staatliche Abschlussprüfung — das Zertifikat dokumentiert die erworbene Werkzeugkompetenz im Bereich Prompt Engineering und generative KI.
Wie wird mit rechtlichen Fragen zu KI-generiertem Content umgegangen?
Der Kurs behandelt rechtliche und ethische Rahmenbedingungen praxisnah: Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte, lizenzrechtliche Einordnung KI-generierter Bilder und Datenschutzaspekte beim Eingeben von Unternehmensdaten in KI-Systeme. Ein eigener Ethik-Check ist im Praxisblock verankert.
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