Überblick
Prompt Engineering ist die Grundkompetenz für alle, die KI-Sprachmodelle in ihrer täglichen Arbeit produktiv nutzen wollen. Nicht die Wahl des Modells entscheidet über die Qualität der Ausgabe – sondern die Qualität der Anweisung. Dieser Kurs vermittelt systematisch, wie Prompts aufgebaut, strukturiert und iterativ verbessert werden, bis das Sprachmodell genau das liefert, was gebraucht wird. Von einfachen Formulierungsregeln über komplexe Multi-Step-Prompts bis hin zu eigenen Prompt-Bibliotheken für den Berufsalltag: hier wird das Handwerk des Prompt Engineerings von Grund auf erarbeitet. Dieser Kurs ist der Einstieg in die gesamte Welt der KI-Steuerung – im Gegensatz zu spezialisierten Folgekursen für Bildgenerierung oder Datenanalyse steht hier die breite Bandbreite aller Prompt-Techniken im Vordergrund.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul legt das konzeptuelle Fundament. Was ist ein Prompt, und warum reagieren Sprachmodelle auf Anweisungen so empfindlich? Teilnehmende verstehen die Grundmechanismen hinter großen Sprachmodellen – ohne in mathematische Details abzugleiten – und entwickeln ein Gespür dafür, warum manche Formulierungen konsistent gute Ergebnisse liefern, während andere regelmäßig scheitern.
- Was ist Prompt Engineering, und warum ist es eine eigenständige Kompetenz?
- Wie Sprachmodelle Tokens verarbeiten und auf Kontext reagieren
- Anatomie eines Prompts: Aufgabe, Kontext, Rolle, Format, Beispiele
- Der Unterschied zwischen Zero-Shot, One-Shot und Few-Shot
- Erwartungsmanagement: Was Sprachmodelle können – und was nicht
- Überblick über aktuelle Modelle: ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot im Vergleich
Das zweite Modul vertieft Prompt-Strukturen und etablierte Design-Patterns. Wer diese Muster kennt, muss keine Prompts mehr von Null erfinden – stattdessen wählt man das passende Muster und passt es an die jeweilige Aufgabe an.
- Rollenbasierte Prompts: KI als Experte, Lektor, Kritiker oder Counterpart einsetzen
- Chain-of-Thought-Prompting: Schritt-für-Schritt-Denken systematisch einleiten
- System Prompts und Kontext-Setting für konsistente Interaktionen
- Few-Shot-Prompting: Beispiele als Lernmuster für das Modell bereitstellen
- Analogie- und Rahmenprompts: Komplexe Sachverhalte verständlich beschreiben
- Constraint-Prompts: Ausgabe durch Einschränkungen präzisieren
Das dritte Modul behandelt erweiterte Techniken für anspruchsvolle Aufgaben. Wenn einfache Prompts nicht ausreichen, kommen Prompt-Ketten, Debugging und iterative Verfeinerung ins Spiel.
- Multi-Step-Prompts: Komplexe Aufgaben in Teilschritte zerlegen
- Prompt-Debugging: Schlechte Ausgaben analysieren und Ursachen identifizieren
- Iterative Verfeinerung: Ausgaben systematisch in Richtung Ziel verbessern
- Prompt-Ketten: Ausgabe eines Schritts als Eingabe für den nächsten nutzen
- Komplexe Analyse-Prompts für strukturierte Recherche und Auswertungen
- Meta-Prompting: Das Modell beim Prompt-Design selbst einbeziehen
Das vierte Modul erschließt berufliche Anwendungsfelder. Prompt Engineering ist kein abstraktes Handwerk – es hat unmittelbare Auswirkungen auf die tägliche Arbeitsproduktivität. Hier werden konkrete Einsatzszenarien aus unterschiedlichen Berufsfeldern bearbeitet.
- Prompt Engineering für Texterstellung: E-Mails, Berichte, Zusammenfassungen
- Code-Generierung und Debugging mit KI-Unterstützung
- Kreative Aufgaben: Brainstorming, Konzeptentwicklung, Ideenverfeinerung
- Analyseaufgaben: Dokumente auswerten, Fakten prüfen, Argumente strukturieren
- Prompt Engineering für Präsentationen, Agenden und Meeting-Vorbereitung
- Eigene Prompt-Bibliothek: Vorlagen dokumentieren, kategorisieren und pflegen
Praxisteil – Prompt-Projekte aus dem Berufsalltag Jede Technik wird direkt mit echten Sprachmodellen ausprobiert und bewertet. Dieser Praxisteil stellt sicher, dass das Gelernte nicht nur verstanden, sondern wirklich beherrschbar wird.
- Einen vollständigen Analyse-Prompt für ein reales Berufsszenario entwickeln
- E-Mail-Vorlage durch gezieltes rollenbasiertes Prompting erstellen
- Chain-of-Thought-Prompt für eine mehrstufige Planungsaufgabe formulieren
- Few-Shot-Prompting: Drei Beispiele definieren, testen und auswerten
- Einen schlechten Prompt diagnostizieren, überarbeiten und das Ergebnis vergleichen
- System Prompt für einen fiktiven KI-Assistenten im eigenen Berufsfeld entwickeln
- Multi-Step-Prompt für ein komplexes Rechercheprojekt aufsetzen
- Prompt-Vergleich: denselben Auftrag an ChatGPT, Claude und Gemini schicken und auswerten
- Persönliche Prompt-Bibliothek anlegen: zehn wiederverwendbare Vorlagen dokumentieren
- Kreativ-Prompt: Ideenbörse für ein fiktives Produkt oder Projekt
- Analyse-Prompt: Quellentext zusammenfassen, kritisch kommentieren, strukturieren
- Meta-Prompt: das Modell bitten, den eigenen Prompt zu verbessern
Gute Prompts entstehen nicht intuitiv – sie werden durch Verständnis und Übung entwickelt. Wer einmal versteht, warum ein Chain-of-Thought-Prompt besser funktioniert als ein direkter Befehl, wird dieses Wissen in jeder KI-Interaktion anwenden. Die im Kurs erarbeitete Prompt-Bibliothek ist ein unmittelbar einsetzbares Arbeitsinstrument, das über den Kurs hinaus nützlich bleibt. Prompt Engineering ist keine temporäre Kompetenz für eine Übergangszeit der KI-Entwicklung. Je leistungsfähiger Sprachmodelle werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, sie präzise zu steuern. Dieser Kurs vermittelt das Fundament, das für jeden Berufskontext anpassbar ist.
Lernziele:
Teilnehmende können nach Abschluss erklären, was einen guten Prompt von einem schlechten unterscheidet – strukturell und inhaltlich. Sie kennen die wichtigsten Prompt-Design-Patterns und wenden sie situationsgerecht an. Sie beherrschen Chain-of-Thought-Prompting für komplexe, mehrstufige Denkaufgaben. Sie setzen Few-Shot-Prompting ein, um durch Beispiele konsistentere und besser passende Ausgaben zu erzielen. Sie formulieren System Prompts und nutzen Rollen-Prompting, um den Kontext für ein Modell gezielt zu setzen. Sie erstellen Multi-Step-Prompts und können komplexe Aufgaben in sequenzielle Prompt-Ketten zerlegen. Sie wissen, wie sie KI-Ausgaben kritisch bewerten und Prompts iterativ verbessern. Sie können Prompts für Code-Generierung, Textarbeit, Analyse und kreative Aufgaben einsetzen. Sie verstehen, wie unterschiedliche Sprachmodelle auf ähnliche Prompts reagieren und welche Eigenheiten zu beachten sind. Sie erkennen typische Fehler in der Prompt-Formulierung und wissen, wie man sie behebt. Sie bauen eine persönliche Prompt-Bibliothek auf, die im Berufsalltag direkt einsetzbar ist. Sie können Prompt-Engineering-Kompetenzen auf neue KI-Modelle und Tools übertragen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Grundlagenkurs richtet sich an alle Berufstätigen, die KI-Sprachmodelle für ihre Arbeit nutzen oder einsetzen wollen – unabhängig vom Fachbereich.
- Berufstätige aus allen Branchen, die KI-Tools produktiv in ihren Alltag integrieren wollen
- Quereinsteiger und Berufsrückkehrer, die digitale KI-Kompetenzen gezielt aufbauen möchten
- Fachkräfte aus Verwaltung, Kommunikation, Marketing oder Vertrieb mit Bedarf an KI-Effizienz
- Studierende oder Absolventen, die ihren Berufseinstieg durch KI-Know-how stärken wollen
- Arbeitssuchende, die mit einer praxisrelevanten Qualifikation punkten möchten
Grundlegende Kenntnisse in der Computernutzung und Interneterfahrung werden vorausgesetzt. Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sind erforderlich, da der Kurs auf Deutsch durchgeführt wird. Interesse an digitalen Technologien und Offenheit für den Umgang mit KI-Modellen sind wichtiger als technische Vorkenntnisse. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder vergleichbare Berufserfahrung ist hilfreich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist konsequent praxisorientiert: Jede Prompt-Technik wird im direkten Austausch mit echten KI-Modellen ausprobiert. Input-Phasen, bei denen neue Konzepte eingeführt werden, wechseln sich mit Übungsblöcken ab, in denen Teilnehmende selbst formulieren, testen und auswerten. Der Kurs findet je nach Anbieter im Blended-Learning-Format oder als virtuelles Klassenzimmer statt, überwiegend in Teilzeit. Zwischen den Einheiten gibt es geführte Aufgaben, die Teilnehmende in ihrem eigenen Berufskontext durchführen – so wird das Gelernte direkt angewendet.
Der Kurs wird je nach Anbieter in Teilzeit oder Vollzeit angeboten. Termine sind online buchbar, meist im Blended-Learning-Format mit synchronen und asynchronen Einheiten. Der genaue Stundenumfang variiert zwischen Anbietern; Interessierte erfragen die aktuellen Termine direkt beim jeweiligen Bildungsanbieter.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein Zertifikat des Bildungsträgers mit dem Titel „Prompt Engineering lernen". Dieses Dokument bestätigt den Erwerb grundlegender und fortgeschrittener Prompt-Engineering-Kompetenzen. Es handelt sich um eine trägerinterne Qualifikationsbescheinigung, keinen staatlichen oder herstellerbezogenen Abschluss.
Nutzen & Perspektiven
Prompt Engineering ist die Querschnittskompetenz der KI-Ära. Wer KI-Modelle effektiv steuern kann, ist in der Lage, komplexe Schreib-, Analyse- und Planungsaufgaben erheblich schneller zu erledigen – ohne die inhaltliche Kontrolle abzugeben. Das gilt für Texterstellung, Recherche, Konzeptentwicklung und Kundenkommunikation gleichermaßen. Im Unterschied zu spezialisierten Folgekursen – etwa für KI-Bildgenerierung oder Datenanalyse – legt dieser Kurs das breite Fundament: alle zentralen Prompt-Techniken, ihre Logik und ihre praktische Anwendung. Wer hier startet, kann später gezielt in spezialisierte Richtungen weiterbilden und dabei auf ein solides Grundverständnis aufbauen. Für den Berufsmarkt ist Prompt Engineering eine Qualifikation, die quer durch alle Branchen und Hierarchiestufen gefragt ist. Sachbearbeitende, Führungskräfte, Kreative und Techniker profitieren gleichermaßen. Wer diesen Kurs abschließt, hat nicht nur ein Zertifikat – er hat ein einsatzbereites Werkzeug, das ab dem ersten Tag nach dem Kurs produktiven Unterschied macht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen ist dieser Kurs geeignet?
Für alle, die KI-Sprachmodelle in ihrer Arbeit einsetzen – unabhängig vom Beruf oder Fachbereich. Der Kurs setzt kein technisches Vorwissen voraus und ist ausdrücklich auch für Quereinsteiger und Berufsrückkehrer konzipiert.
Welche KI-Tools werden im Kurs genutzt?
Im Kurs werden unter anderem ChatGPT, Claude, Gemini und Microsoft Copilot verwendet. Der Fokus liegt nicht auf einem einzelnen Modell, sondern auf Techniken, die auf alle wichtigen Sprachmodelle übertragbar sind.
Unterscheidet sich dieser Kurs vom Prompt-Engineering-Kurs für Bildgenerierung?
Ja, grundlegend. Dieser Kurs behandelt ausschließlich Textprompts für Sprachmodelle – Analyse, Schreiben, Planen, Coden. Der Bildgenerierungs-Kurs fokussiert auf DALL-E, Midjourney und Stable Diffusion mit ganz anderen Stilparametern und Kompositionsprinzipien.
Was ist das Ergebnis am Ende des Kurses?
Teilnehmende erarbeiten eine persönliche Prompt-Bibliothek mit wiederverwendbaren Vorlagen für ihren Berufsalltag. Außerdem erhalten sie ein Zertifikat des Bildungsträgers als Qualifikationsnachweis.
Wie viel Zeit muss ich einplanen?
Der Kurs wird je nach Anbieter in Teilzeit oder Vollzeit angeboten. Viele Termine laufen im Blended-Learning-Format, das Online-Einheiten mit selbstgesteuerten Übungsphasen kombiniert. Genaue Stundenangaben und aktuelle Termine sind beim jeweiligen Anbieter erhältlich.
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