Überblick
Prompt Engineering ist die Fähigkeit, KI-Sprachmodellen präzise mitzuteilen, was man von ihnen erwartet — und diese Fähigkeit unterscheidet produktive von enttäuschten KI-Nutzern. Für Product Manager und Product Owner ist sie besonders wertvoll: Wer Prompts souverän formulieren kann, spart bei der Erstellung von User Stories, Roadmap-Präsentationen, Stakeholder-Kommunikation und Marktanalysen erheblich Zeit. Dieser Kurs vermittelt Prompt Engineering als handwerkliche Kernkompetenz — nicht als Zufallskunst, sondern als erlernbares Werkzeug mit klaren Prinzipien, nachvollziehbaren Mustern und messbarem Produktivitätsgewinn im PM-Alltag.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen und Prinzipien des Prompt Engineerings: Der erste Abschnitt legt das Fundament. Teilnehmende lernen, warum manche Prompts funktionieren und andere nicht — und was das mit der internen Funktionsweise von Sprachmodellen zu tun hat. Sie verstehen, welche Komponenten einen guten Prompt ausmachen und wie man dieselbe Frage so umformuliert, dass das Modell die gewünschte Antwort liefert.
- Was Sprachmodelle „verstehen" und wo ihre Grenzen liegen
- Die vier Kernkomponenten: Rolle, Kontext, Aufgabe, Format
- Häufige Fehler bei ersten Prompts und wie man sie vermeidet
- Tonalität und Sprachstil gezielt steuern
- Unterschiede zwischen ChatGPT, Claude und Gemini in der Praxis
Fortgeschrittene Prompt-Techniken: Dieses Modul vertieft die Handwerkszeuge. Chain-of-Thought zwingt das Modell zu schrittweisem Denken — ideal für komplexe Analysen. Few-Shot-Prompting zeigt dem Modell durch Beispiele, was man erwartet. Rollenbasierte Prompts erzeugen konsistentere Ausgaben für wiederkehrende Aufgaben.
- Chain-of-Thought für strukturierte Entscheidungsanalysen
- Few-Shot-Beispiele für formatierte Ausgaben (Tabellen, JSON, Markdown)
- Rollen und Personas gezielt einsetzen
- Negative Instruktionen und Einschränkungen formulieren
- Modell-Ausgaben mit Validierungsfragen selbst prüfen lassen
Prompt Engineering für Product-Management-Aufgaben: Das Herzstück des Kurses verbindet Technik mit Praxis. Jede Technik wird direkt auf typische PM-Aufgaben angewendet: User Stories mit Akzeptanzkriterien generieren, Produktentscheidungen vorbereiten, Stakeholder-Präsentationen strukturieren.
- User Stories und Epics in konsistenter Formatierung erstellen
- Akzeptanzkriterien aus Anforderungsbeschreibungen ableiten
- Roadmap-Texte und Quartals-Updates mit KI formulieren
- Wettbewerbsanalysen und Marktrecherchen beschleunigen
- Meeting-Protokolle und Action-Items automatisch zusammenfassen
Multi-Step-Prompts und Prompt-Bibliothek: Im letzten Modul lernen Teilnehmende, komplexe Aufgaben in Prompt-Ketten zu übersetzen und eine persönliche Bibliothek aufzubauen, die echten Mehrwert im Arbeitsalltag liefert.
- Mehrstufige Workflows mit verketteten Prompts lösen
- Prompt-Templates erstellen, versionieren und teilen
- Iterative Verbesserung: Wie man einen Prompt über mehrere Runden optimiert
- Eigene Bibliothek aufbauen und strukturieren (z. B. in Notion)
Im Kurs werden folgende Aufgaben praktisch durchgeführt, alle Module fließen hier zusammen
- Zehn eigene Prompts für reale PM-Aufgaben erstellen und testen
- Chain-of-Thought-Prompt für eine Produktentscheidungs-Analyse schreiben
- Few-Shot-Vorlage für User Stories in einheitlichem Format entwickeln
- Stakeholder-Update für ein fiktives Produktfeature generieren und überarbeiten
- Prompt-Debugging-Session: fehlerhaften Prompt analysieren und reparieren
- Rollenbasierte Prompts für Kundengespräch-Vor- und Nachbereitung erstellen
- Multi-Step-Prompt-Kette für eine Wettbewerbsrecherche aufbauen
- Automatisiertes Reporting-Template für wöchentliche Statusupdates entwerfen
- KI-Ausgaben kritisch beurteilen — Factchecking und Plausibilitätsprüfung
- Persönliche Prompt-Bibliothek anlegen und strukturieren
- Abschlusspräsentation der eigenen Prompt-Bibliothek im Kurs
Am Ende des Kurses haben Teilnehmende nicht nur Techniken gelernt, sondern eine konkrete, sofort einsatzfähige Ressource für den Berufsalltag erstellt: eine persönliche Bibliothek aus erprobten Prompts für die häufigsten Aufgaben im Produktmanagement.
Lernziele:
- Grundprinzipien guter Prompts verstehen und systematisch anwenden
- Strukturkomponenten eines Prompts (Rolle, Kontext, Aufgabe, Ausgabeformat) kennen und einsetzen
- Chain-of-Thought-Prompting für mehrstufige Analyseaufgaben nutzen
- Few-Shot-Prompting für konsistente, formatierte Ausgaben einsetzen
- Rollenbasierte Prompts für verschiedene PM-Szenarien entwickeln
- Multi-Step-Prompt-Ketten für komplexe Arbeitsabläufe aufbauen
- Fehler in Prompts systematisch diagnostizieren und iterativ beheben
- User Stories, Akzeptanzkriterien und Roadmap-Texte mit KI effizient erstellen
- Automatisierte Berichte und Reporting-Templates durch Prompts generieren
- Eine persönliche, wiederverwendbare Prompt-Bibliothek für den Berufsalltag aufbauen
- KI-Ausgaben kritisch bewerten und auf Korrektheit überprüfen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs ist für alle konzipiert, die im Produktmanagement oder verwandten Rollen arbeiten und KI-Werkzeuge produktiver nutzen möchten. Der Fokus liegt ausdrücklich auf der Steuerung von Sprachmodellen — nicht auf Strategie, nicht auf Technik, sondern auf dem handwerklichen Umgang mit KI im Arbeitsalltag.
- Product Manager und Senior Product Manager, die repetitive Schreibaufgaben effizienter erledigen möchten
- Product Owner, die User Stories und Backlogs schneller pflegen wollen
- Scrum Master und Agile Coaches, die KI in ihre Meeting-Vorbereitung integrieren
- Projektmanager aus nicht-technischen Bereichen mit Interesse an produktivem KI-Einsatz
- Berufseinsteiger und Quereinsteiger, die sich im PM-Bereich positionieren möchten
Keine technischen Kenntnisse erforderlich — wer weiß, wie man eine Suchmaschine benutzt, kann mit diesem Kurs beginnen. Grundkenntnisse digitaler Werkzeuge (Browser, Textverarbeitung, idealerweise erste Erfahrungen mit Tools wie Notion oder Jira) erleichtern die Übungen. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau werden erwartet. Ein Interesse an Produktmanagement oder Product-Owner-Rollen ist empfohlen, um den Praxis-Transfer optimal nutzen zu können.
Ablauf & Abschluss
Jede Technik wird unmittelbar ausprobiert. Der Kurs ist als kompaktes Seminar im virtuellen Klassenzimmer gestaltet, in dem Teilnehmende live mit verschiedenen KI-Werkzeugen arbeiten, eigene Prompts testen und deren Ergebnisse gemeinsam besprechen. Der Lerneffekt entsteht durch direkte Rückmeldung: Ein Prompt funktioniert oder er funktioniert nicht — und das Debugging dieser Diskrepanz ist selbst ein Lernprozess. Vollzeit- und Teilzeitdurchläufe sind verfügbar.
Die Weiterbildung dauert im Vollzeitformat in der Regel mehr als einen Monat bis zu drei Monate. Teilzeitmöglichkeiten erlauben eine parallele Berufstätigkeit. Die genaue Stundenstruktur variiert je nach Durchführung.
Nach erfolgreichem Abschluss wird ein trägerinternes Zertifikat mit dem Titel „Prompt Engineering lernen für Product Manager" ausgestellt. Es ist keine staatlich anerkannte oder externe Zertifizierungsprüfung, sondern eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erworbenen Kompetenzen dokumentiert und in Bewerbungsunterlagen eingesetzt werden kann.
Nutzen & Perspektiven
Prompt Engineering ist unter den KI-Kompetenzen besonders universell: Sie erfordert keine Programmierkenntnisse und lässt sich sofort nach dem Kurs einsetzen. Wer User Stories, Stakeholder-Kommunikation oder Marktanalysen regelmäßig erstellt, kann durch gut gestaltete Prompts Zeit sparen, die an anderer Stelle in strategische Arbeit fließt. Der Return on Investment zeigt sich im Alltag — nicht nach Monaten, sondern nach Tagen. Was diesen Kurs von einem allgemeinen KI-Einführungskurs unterscheidet, ist die spezifische Ausrichtung auf PM-Aufgaben. Wer verstehen will, wie KI generell funktioniert, ist hier falsch; wer lernen will, wie man KI für Roadmaps, User Stories und Reporting produktiv einsetzt, findet hier genau das. Die Prompt-Bibliothek am Ende ist kein theoretisches Konstrukt, sondern ein praktisches Werkzeug für den nächsten Arbeitstag. Langfristig lohnt sich die Investition, weil Prompt Engineering eine Metakompetenz ist: Wer versteht, wie man KI-Modelle präzise steuert, kann diese Fähigkeit auf neue Werkzeuge übertragen — egal ob das nächste Sprachmodell anders heißt oder neue Features bietet. Die Grundprinzipien bleiben weitgehend konstant.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich technische Vorkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Prompt Engineering erfordert keine Programmierkenntnisse. Sie benötigen lediglich Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Werkzeugen und die Bereitschaft, verschiedene KI-Tools aktiv auszuprobieren. Auch PM-Quereinsteiger können problemlos teilnehmen.
Was ist der Unterschied zu einem KI-Strategiekurs für Produktmanager?
Dieser Kurs lehrt ausschließlich die handwerkliche Steuerung von KI-Sprachmodellen — also das Formulieren, Testen und Verbessern von Prompts. KI-Strategie, Produktvision oder technische KI-Architekturen sind nicht Gegenstand. Wer das strategische Gesamtbild von KI im Produktmanagement sucht, sollte den Kurs „Künstliche Intelligenz für Produktmanager" in Betracht ziehen.
Welche KI-Werkzeuge werden im Kurs genutzt?
Hauptsächlich ChatGPT, Claude und Gemini sowie Notion AI und Microsoft Copilot. Die Techniken sind nicht werkzeugspezifisch — wer Prompts für eines dieser Modelle schreiben kann, überträgt die Fähigkeit leicht auf andere.
Wie lange dauert der Kurs?
Im Vollzeitformat mehr als einen Monat bis zu drei Monaten. Eine Teilzeitvariante ist verfügbar und erlaubt die Kombination mit einer beruflichen Tätigkeit. Der genaue Stundenumfang hängt vom jeweiligen Durchführungsanbieter ab.
Was nehme ich als konkretes Ergebnis aus dem Kurs mit?
Eine persönliche, strukturierte Prompt-Bibliothek für Ihre häufigsten PM-Aufgaben — User Stories, Stakeholder-Updates, Marktrecherchen und mehr. Diese Bibliothek ist direkt einsatzbereit und kann kontinuierlich erweitert werden.
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