Überblick
Prototyping ist die schnellste Methode, um Ideen greifbar zu machen — und generative KI hat diesen Prozess grundlegend verändert. Wer heute digitale Produkte gestaltet, hat mit KI-gestützten Werkzeugen die Möglichkeit, in Stunden statt Wochen von der ersten Skizze zum klickbaren Prototypen zu gelangen. Diese Weiterbildung vermittelt, wie sich KI-Modelle, Bildgeneratoren und Prompting-Techniken konkret in einen professionellen Design-Workflow einbetten lassen. Dabei bleibt der Mensch im Zentrum: Die Kombination aus gestalterischem Urteilsvermögen und technischem KI-Einsatz ist das, was überzeugende Prototypen von generischen Ausgaben unterscheidet.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen: Generative KI verstehen und einordnen Der Einstieg schafft ein solides Verständnis dafür, was hinter generativer KI steckt — ohne tief in Mathematik einzutauchen, aber mit genug technischem Hintergrundwissen, um fundierte gestalterische Entscheidungen zu treffen. Teilnehmende erkunden, welche Modelltypen für Text, Bild und Interaktion relevant sind, und lernen deren charakteristische Stärken und blinde Flecken kennen.
- Überblick über generative KI-Modelle: Sprachmodelle, Bildgeneratoren, multimodale Systeme
- Grundprinzipien von Prompting: Struktur, Kontext, Iteration
- Wichtige KI-Tools im Design-Ökosystem und deren Einsatzgebiete
- Rechtliche Grundlagen: Urheberrecht, Lizenzfragen, Datenschutz beim KI-Einsatz
- Qualitätsbewertung von KI-Ausgaben: Wann reicht das Ergebnis, wann muss manuell nachgearbeitet werden?
- Überblick über aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich KI und Design
Modul 2 — Prompting als Designwerkzeug Dieser Block vertieft das Handwerk des Promptings und macht es zum verlässlichen gestalterischen Instrument. Nicht jede Eingabe produziert brauchbare Ergebnisse — systematisches Prompting ist eine erlernbare Fähigkeit, die über den Unterschied zwischen generischen und wirklich nützlichen KI-Ausgaben entscheidet.
- Prompt-Strukturen für UX-spezifische Aufgaben entwickeln
- Stilangaben, Kontextinformationen und Negativ-Prompts effektiv kombinieren
- Iteratives Prompting: Ausgaben schrittweise verfeinern und steuern
- Eigene Prompt-Bibliothek aufbauen und für wiederkehrende Aufgaben dokumentieren
- KI-Ausgaben für Wireframes, Persona-Bilder und UI-Texte nutzen
- Grenzen von Sprachmodellen im kreativen Kontext benennen und Alternativen kennen
Modul 3 — Prototyping-Workflow mit KI-Unterstützung Hier trifft Theorie auf praktische Designarbeit. Teilnehmende durchlaufen den vollständigen Prototyping-Prozess — von der ersten Konzeptidee bis zum testbereiten Prototypen — und integrieren dabei gezielt KI-Tools an den Stellen, wo sie den größten Mehrwert bringen.
- Low-Fidelity-Konzepte: Skizzen und Wireframes mit KI-generierten Inhalten anreichern
- High-Fidelity-Ausarbeitung: Bildgeneratoren für Mockup-Inhalte, Sprachmodelle für UX-Copy
- Interaktive Prototypen erstellen und mit KI-gestützten Designkomponenten erweitern
- Konsistenz sicherstellen: Design-Systeme und Styleguides mit KI-Ausgaben kombinieren
- Responsive Layouts und Gerätevarianten effizient mit KI-Support aufbauen
- Barrierefreiheit im KI-gestützten Designprozess mitdenken und umsetzen
Praxisblock — Angewandtes Prototyping und Präsentation
- Eigenständige Konzeptentwicklung für ein fiktives digitales Produkt
- Vollständiger Prototyping-Zyklus mit dokumentierten KI-Einsatzpunkten
- Usability-Check des eigenen Prototypen anhand definierter Kriterien
- Peer-Feedback und konstruktive Bewertung der Ergebnisse im Gruppenformat
- Stakeholder-Präsentation vorbereiten und zielgruppengerecht argumentieren
- Dokumentation des Workflows für die Weitergabe im Team
- Aufbau einer persönlichen Tool-Sammlung und Prompt-Referenz
- Auswertung der KI-Leistung und Identifikation manuell nachzuarbeitender Stellen
- Anpassung des Prototypen auf Basis von Nutzerfeedback
- Portfolio-Vorbereitung und Darstellung KI-gestützter Designprozesse
- Abschlussbesprechung und Ausblick auf Weiterentwicklungen im Bereich KI und Design
Die Weiterbildung ist konsequent praxisorientiert. Jeder Themenblock endet mit einer konkreten Aufgabe am eigenen Projekt, sodass am Ende ein vorzeigbarer Prototyp und ein dokumentierter, reproduzierbarer Workflow entstehen — kein abstrakter Theorieüberbau.
Lernziele:
- Grundlegende Konzepte generativer KI und deren Relevanz für Produktentwicklung und UX verstehen
- Prompting-Techniken gezielt einsetzen, um aus KI-Modellen qualitativ hochwertige Design-Ausgaben zu erzeugen
- KI-generierte Inhalte kritisch bewerten und für den Einsatz im professionellen Kontext aufbereiten
- Wireframes und Low-Fidelity-Prototypen mit KI-Unterstützung effizient erstellen
- High-Fidelity-Prototypen unter Einbindung von Bildgeneratoren, Textmodellen und UI-Komponenten ausarbeiten
- Nutzerzentrierung in KI-gestützten Workflows sicherstellen und Usability-Kriterien anlegen
- Iterative Gestaltungsschleifen planen und mit KI-Tools beschleunigen
- Testszenarien für Prototypen konzipieren und Nutzerfeedback strukturiert auswerten
- Technische Möglichkeiten und Grenzen heutiger KI-Systeme im Designkontext realistisch einschätzen
- Prototypen überzeugend gegenüber Stakeholdern präsentieren und KI-Einsatz transparent kommunizieren
- Eigene Arbeitsabläufe durch gezielte Tool-Auswahl und Prompt-Bibliotheken nachhaltig optimieren
- Datenschutz- und Urheberrechtsaspekte beim Einsatz generativer KI im beruflichen Kontext berücksichtigen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Designfachleute und Produktentwickler, die KI-Tools dauerhaft produktiv in ihren Arbeitsalltag integrieren wollen. Die folgenden Profile profitieren besonders davon.
- UX- und UI-Designer mit Grunderfahrung im digitalen Produktdesign
- Product Designer und Interaction Designer, die ihren Prototyping-Prozess modernisieren wollen
- Frontend-Entwickler mit Designbezug, die schnellere Konzeptvalidierung anstreben
- Digitale Kreative, die KI als gleichwertiges Gestaltungswerkzeug verstehen lernen wollen
- Berufseinsteiger mit grundlegenden Kenntnissen digitaler Tools und echtem Interesse an KI-gestützter Gestaltung
Der Kurs setzt grundlegende Kenntnisse in der Arbeit mit digitalen Tools voraus. Erfahrung mit gängigen Designprogrammen (etwa Figma oder ähnliche Wireframing-Werkzeuge) erleichtert den Einstieg in die praxisnahen Aufgaben erheblich. Sprachlich werden gute Deutschkenntnisse (mindestens B2) erwartet, da alle Unterrichts- und Lernmaterialien auf Deutsch vorliegen. Vorkenntnisse in KI oder Machine Learning sind ausdrücklich nicht erforderlich — die relevanten Konzepte werden kursbegleitend eingeführt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet Live-Unterricht mit eigenständiger Projektarbeit. Erklärungen und Demonstrationen erfolgen in interaktiven Online-Sitzungen, in denen Teilnehmende direkt mitarbeiten und Fragen stellen. Zwischen den Lerneinheiten entstehen eigene Prototypen und Prompt-Bibliotheken — die Arbeit am konkreten Projekt ist fester Bestandteil jeder Phase. Feedback-Runden im Gruppenformat ermöglichen den Austausch über unterschiedliche Lösungswege und stärken die kritische Bewertungskompetenz. Die Kursstruktur ist iterativ: Entwürfe werden mehrfach überarbeitet, was dem realen Designprozess entspricht.
Die Weiterbildung wird als Vollzeitkurs angeboten. Die genaue Gesamtdauer hängt vom jeweiligen Anbieter ab; typischerweise erstrecken sich vergleichbare Formate über mehrere Wochen. Aktuelle Termindaten und Uhrzeiten sind direkt bei den anbietenden Einrichtungen erhältlich.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat mit der Bezeichnung „Prototyping mit künstlicher Intelligenz". Dieses Zertifikat dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in der KI-gestützten Gestaltungsarbeit und eignet sich als Nachweis für Arbeitgeber und bei der Erweiterung des eigenen Portfolios. Es handelt sich um ein anerkanntes, aber kein staatliches oder herstellergebundenes Zertifikat.
Nutzen & Perspektiven
Wer KI-Werkzeuge souverän in den Designprozess integriert, arbeitet nicht nur schneller — er verändert auch qualitativ, was in einem bestimmten Zeitrahmen möglich ist. Der Sprung von der Idee zum testbereiten Prototypen, der früher Tage oder Wochen in Anspruch nahm, gelingt mit dem richtigen KI-Einsatz in einem Bruchteil der Zeit. Das schafft Spielraum für mehr Iterationen, früheres Nutzertesting und letztlich bessere Produkte. Gleichzeitig bleibt die gestalterische Urteilskompetenz dort, wo sie hingehört: beim Menschen. Die Weiterbildung vermittelt nicht nur Werkzeugkenntnisse, sondern ein tieferes Verständnis dafür, wann und warum KI-Einsatz im Designprozess sinnvoll ist — und wo menschliches Urteil unersetzlich bleibt. Diese kritische Reflexionsfähigkeit ist auf dem Arbeitsmarkt gefragter als bloße Tool-Beherrschung, weil sie es ermöglicht, mit der schnellen Entwicklung im KI-Bereich Schritt zu halten, anstatt an einzelne Werkzeuge gebunden zu sein. Für Unternehmen, die Designteams weiterqualifizieren wollen, bietet der Kurs zudem einen unmittelbaren Praxistransfer: Teilnehmende bringen am Ende nicht nur Wissen, sondern fertige Prototypen, dokumentierte Workflows und erprobte Prompt-Strategien mit, die direkt in laufende Projekte einfließen können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse in KI oder Programmierung?
Nein. Der Kurs führt alle relevanten KI-Konzepte kursbegleitend ein. Wichtiger als technisches Vorwissen ist ein grundlegendes Verständnis digitaler Designprozesse und die Bereitschaft, neue Werkzeuge auszuprobieren.
Welche Designsoftware wird im Kurs verwendet?
Der Kurs ist werkzeugagnostisch angelegt und orientiert sich an aktuell verbreiteten Designprogrammen wie Figma. Eigene Erfahrungen mit ähnlichen Tools lassen sich gut einbringen. Konkrete Softwareangaben liefert der jeweilige Anbieter.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Abschluss?
Absolventen erhalten ein trägerinternes Zertifikat mit der genauen Bezeichnung des Kurstitels. Es dient als Nachweis für Arbeitgeber und kann ins Portfolio aufgenommen werden.
Ist der Kurs auch für Berufswechsler geeignet?
Ja, sofern grundlegende Kenntnisse im Umgang mit digitalen Tools vorhanden sind. Quereinsteiger mit Affinität zu gestalterischen Themen und Interesse an KI-Technologien finden hier einen guten Einstieg in das Berufsfeld UX/UI Design.
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