Überblick
Zwei der gefragtesten Zertifizierungen im IT-Bereich kombiniert in einer einzigen Weiterbildung — der Red Hat Certified Engineer (RHCE) und die Salesforce Administrator Certification decken auf den ersten Blick unterschiedliche IT-Welten ab, ergänzen sich in der Praxis jedoch sinnvoll. Der RHCE steht für tiefgreifende Linux-Kompetenz mit Fokus auf Ansible-Automatisierung und systemnahe Administration. Die Salesforce-Administrator-Zertifizierung belegt die Fähigkeit, die weltweit führende CRM-Plattform zu konfigurieren, zu administrieren und auf Unternehmensprozesse auszurichten. Wer beide Zertifikate hält, ist in der Lage, sowohl die Infrastrukturschicht eines Unternehmens zu beherrschen als auch die darauf aufbauenden Geschäftsprozesse in cloud-basierter CRM-Software zu verwalten.
Kursinhalte & Lernziele
Die Weiterbildung besteht aus zwei klar abgegrenzten Zertifizierungsblöcken, die in eigenen Trainings-Tracks vermittelt werden. Block 1: Red Hat Certified Engineer (RHCE) Der RHCE baut auf dem RHCSA auf und vertieft vor allem die Automatisierung mit Ansible. Im Mittelpunkt dieses Tracks steht nicht mehr nur die manuelle Administration einzelner Systeme, sondern das Management ganzer Server-Umgebungen über Code.
- Ansible: Grundkonzepte, Inventories, Module und Ad-hoc-Befehle
- Playbooks schreiben: Tasks, Handler, Variablen, Loops und Conditionals
- Roles und Ansible Galaxy: wiederverwendbare Automatisierungsbausteine
- Fehlerbehandlung in Playbooks: Block/Rescue, Ignore Errors, Tags
- Ansible Vault: sensible Daten sicher in Playbooks verwalten
- Netzwerkdienste automatisiert konfigurieren: DNS, NTP, Firewall mit firewalld
- SELinux-Konfiguration und Troubleshooting über Ansible
- Containerautomatisierung mit Podman und systemd-Integration
- Prüfungsformat der EX294: praktische, aufgabenbasierte Umgebung kennen und üben
Block 2: Salesforce Certified Administrator Die Salesforce-Administrator-Zertifizierung (ADM-201) ist der weltweit anerkannte Einstiegspunkt in die Salesforce-Plattform. Dieser Track vermittelt die vollständige Plattformkompetenz für Konfiguration, Benutzerverwaltung und Prozessautomatisierung.
- Salesforce-Datenmodell: Standard- und benutzerdefinierte Objekte, Felder, Beziehungen
- Benutzer-Setup: Profile, Rollen, Berechtigungssets, Freigaberegeln
- Sicherheitsmodell: OWD, Rollen-Hierarchien, Freigaben auf Record-Ebene
- Automatisierungen: Workflow Rules, Process Builder, Flow Builder
- Validierungsregeln und Formelfelder für Datenqualität nutzen
- Reports und Dashboards erstellen, formatieren und teilen
- Leads, Accounts, Contacts, Opportunities und Cases konfigurieren und verwalten
- AppExchange und Grundlagen der Salesforce-Ökosystems
- Vorbereitung auf die ADM-201-Prüfung: Fragetypen und Prüfungsstruktur verstehen
Praxisphasen in beiden Zertifizierungsblöcken Beide Zertifizierungsgebiete werden durch intensive Hands-on-Phasen begleitet. Im RHCE-Track werden reale Lab-Umgebungen unter Red Hat Enterprise Linux genutzt. Im Salesforce-Track stehen Developer-Orgs zum eigenständigen Konfigurieren und Testen zur Verfügung.
- Ansible-Automatisierungsszenarien vollständig von Grund auf aufbauen
- Netzwerkdienste auf mehreren Systemen gleichzeitig über Playbooks verwalten
- Salesforce-Sandbox einrichten, Testdaten anlegen und Konfigurationen validieren
- Praxisnahe Szenarien aus dem CRM-Alltag durchspielen: Lead-Konvertierung, Opportunity-Management, Case-Routing
- Fehler in Ansible-Playbooks debuggen und in Salesforce-Konfigurationen analysieren
- Lab-Umgebungen unter prüfungsähnlichen Bedingungen nutzen
- Beide Systeme aus Administratoren-Perspektive bedienen und dokumentieren
- Lösungsansätze für typische Admin-Aufgaben strukturiert entwickeln
- Kreuzblick: Verstehen, wie Linux-Infrastruktur und Salesforce-Cloud-Systeme in einer IT-Landschaft zusammenarbeiten
Der virtuelle Live-Unterricht findet im Online-Klassenzimmer statt, das eine interaktive Teilnahme per Mikrofon, Kamera und Chat ermöglicht. Theorie-Einheiten wechseln mit Übungsphasen und Fallstudienarbeit ab, sodass beide Themengebiete mit methodischer Tiefe vermittelt werden.
Lernziele:
- Red Hat Enterprise Linux sicher und professionell administrieren
- Ansible Playbooks schreiben, strukturieren und für die Systemautomatisierung einsetzen
- Netzwerkdienste und Sicherheitsfunktionen unter RHEL konfigurieren und verwalten
- Containerisierte Anwendungen mit Podman unter Red Hat betreiben
- Die RHCE-Prüfung (EX294) bestehen und damit professionelle Linux-Automatisierungskompetenz nachweisen
- Die Salesforce-Plattformarchitektur und das Datenmodell verstehen
- Benutzer, Profile, Rollen und Berechtigungssets in Salesforce verwalten
- Standardobjekte wie Leads, Accounts, Contacts, Opportunities und Cases konfigurieren
- Workflows, Validierungsregeln und Process Builder für Prozessautomatisierung nutzen
- Dashboards und Reports in Salesforce erstellen und für Stakeholder aufbereiten
- Die Salesforce Certified Administrator Exam ADM-201 erfolgreich absolvieren
- Beide Zertifikatsprofile gegenüber Arbeitgebern im IT- und Operations-Bereich überzeugend vertreten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Professionals mit Praxiserfahrung, die gezielt zwei international anerkannte Zertifizierungen in einer strukturierten Weiterbildung erwerben möchten.
- Linux-Administratoren mit RHCSA-Hintergrund, die ihre Automatisierungskompetenz mit Ansible formell zertifizieren wollen
- IT-Generalisten, die sowohl Infrastruktur als auch Business-Applikationen verantworten und ein doppeltes Zertifizierungsprofil aufbauen wollen
- Salesforce-Anwender mit Praxiserfahrung, die zusätzlich eine starke Linux-Zertifizierung anstreben
- DevOps-affine Fachkräfte, die Operations-Kompetenz und CRM-Administrationswissen kombinieren möchten
- IT-Projektverantwortliche, die bei Ausschreibungen breite Zertifizierungsprofile nachweisen müssen
Für den RHCE-Teil wird solides Linux-Grundwissen auf RHCSA-Niveau vorausgesetzt — also sicherer Umgang mit der Kommandozeile, Datei- und Prozessmanagement unter Red Hat Enterprise Linux sowie grundlegende Kenntnisse in Netzwerken und Dateisystemen. Eine formal abgeschlossene RHCSA-Zertifizierung ist ideal, aber gleichwertiges praktisches Wissen ist ebenfalls ausreichend. Für den Salesforce-Teil sind IT-Grundkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit webbasierten Anwendungen sinnvoll; tiefere Salesforce-Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im virtuellen Live-Klassenzimmer statt. In diesen synchronen Einheiten können Fragen direkt gestellt, Übungsaufgaben besprochen und Lab-Szenarien kommentiert werden. Praxisaufgaben werden in isolierten Übungsumgebungen durchgeführt — RHEL-Labs auf Red-Hat-Infrastruktur, Salesforce-Konfigurationen in dedizierten Developer-Orgs. Die Modulstruktur ermöglicht eine flexible Anpassung der Kursreihenfolge und Dauer an individuelle Vorkenntnisse.
Die Gesamtdauer des Kurses richtet sich nach der Kombination und dem Tempo der gewählten Module. Details zum konkreten Stundenplan und zur Kursstruktur gibt der jeweilige Anbieter auf Anfrage bekannt. Beide Prüfungen — EX294 für RHCE und ADM-201 für Salesforce Administrator — können nach Kursabschluss an akkreditierten Testcentern abgelegt werden.
Nach erfolgreichem Kursabschluss und Bestehen der jeweiligen Herstellerprüfungen erhalten Teilnehmende den Titel Red Hat Certified Engineer (RHCE) von Red Hat sowie die Salesforce Certified Administrator Certification von Salesforce. Beide sind internationale Herstellerzertifizierungen, die unabhängig vom Kursanbieter Gültigkeit haben. Ergänzend wird ein trägerinternes Kursabschlusszertifikat ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Der RHCE ist eine der angesehensten Linux-Zertifizierungen weltweit. In einer Zeit, in der Ansible als Standard-Tool für Infrastructure-as-Code gilt, ist die RHCE-Zertifizierung ein klarer Karrierebeschleuniger für Linux-Administratoren und DevOps-Engineers. Unternehmen, die Red Hat Enterprise Linux einsetzen, suchen gezielt nach zertifiziertem Personal — der RHCE reduziert die Zeit bis zur ersten produktiven Mitarbeit erheblich. Die Salesforce-Plattform ist mit über 150.000 Unternehmenskunden weltweit das führende CRM-System. Die Administrator-Zertifizierung ist der nachweislich häufigste Einstiegspunkt in Salesforce-Karrieren: Zertifizierte Admins sind gesucht, weil gut konfigurierte Salesforce-Org einen direkten Einfluss auf Vertriebsperformance und Kundenzufriedenheit hat. Einstiegsgehälter für Salesforce Admins liegen auch in Deutschland deutlich über dem Durchschnitt für kaufmännische IT-Positionen. Wer beide Zertifikate hält, positioniert sich an der Schnittstelle von Infrastruktur und Business-Applikation. Dieses doppelte Profil ist besonders attraktiv für wachsende IT-Abteilungen, die schlanke Teams bevorzugen, in denen Einzelpersonen mehrere Bereiche abdecken können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich den RHCSA-Kurs separat absolviert haben?
Eine formal abgeschlossene RHCSA-Zertifizierung ist ideal, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Wer gleichwertiges praktisches Linux-Wissen mitbringt — also den sicheren Umgang mit der Kommandozeile, Benutzer- und Prozessmanagement unter RHEL — kann ebenfalls einsteigen.
Warum sind RHCE und Salesforce Admin in einem Kurs kombiniert?
Beide Zertifikate sind international stark nachgefragt und decken Schlüsselbereiche moderner IT-Abteilungen ab: Infrastrukturautomatisierung auf der einen, Cloud-CRM-Administration auf der anderen Seite. IT-Fachkräfte mit breitem Profil sind besonders in wachsenden Unternehmen gesucht, die schlanke Teams bevorzugen.
Wo werden die Zertifizierungsprüfungen abgelegt?
Die RHCE-Prüfung (EX294) wird bei Red Hat an akkreditierten Prüfungszentren oder remote abgelegt. Die Salesforce Administrator Prüfung (ADM-201) wird über das Webassessor-System von Salesforce online oder vor Ort abgenommen. Beide Prüfungen sind unabhängig vom Kursanbieter.
Ist der Kurs auch für reine Salesforce-Einsteiger geeignet?
Für den Salesforce-Teil sind tiefere Salesforce-Vorkenntnisse nicht erforderlich. Für den RHCE-Teil sind jedoch Linux-Kenntnisse auf RHCSA-Niveau zwingend notwendig. Wer nur Salesforce lernen möchte, sollte einen reinen Salesforce-Kurs in Betracht ziehen.
Wie läuft der Unterricht ab?
Der Unterricht findet synchron im virtuellen Live-Klassenzimmer statt. Theorie-Einheiten wechseln mit praktischen Übungsphasen ab, die in dedizierten Lab-Umgebungen — RHEL-Labs für den Red-Hat-Teil, Developer-Orgs für Salesforce — durchgeführt werden.
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