Überblick
Dieser Kombinationskurs verbindet zwei eigenständige, in der Praxis häufig parallel nachgefragte Qualifikationen: die Salesforce-Zertifizierungsvorbereitung nach ADX301 (Automate No-Code Solutions Using Flow) und das vollständige Microsoft Project Training auf Level 1 und Level 2. Salesforce-Administratoren lernen, manuelle Geschäftsprozesse mithilfe des visuellen Flow Builders durch leistungsfähige Automatisierungen zu ersetzen, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen. Parallel dazu erwerben Teilnehmende professionelle Kompetenzen in Microsoft Project – von der Projektstrukturplanung über Ressourcenmanagement bis zur Fortschrittsmessung. Die Kombination ist besonders für Rollen geeignet, die sowohl CRM-Systemadministration als auch klassisches Projektmanagement abdecken.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Salesforce Flow Builder: Grundlagen und Architektur (ADX301) Dieser Kursabschnitt deckt den gesamten Lernstoff für die Salesforce-Zertifizierungsvorbereitung ADX301 ab. Ausgangspunkt ist das konzeptionelle Verständnis dafür, warum und wie No-Code-Automatisierung in Salesforce funktioniert, bevor einzelne Flow-Typen und -Elemente vertieft werden.
- Überblick über die Salesforce-Automatisierungslandschaft: Workflow Rules, Process Builder, Flow (Unterschiede und Migration)
- Architektur des Flow Builders: Elemente, Verbindungen, Versionen, aktive vs. inaktive Flows
- Datentypen, Variablen, Formeln und Ressourcen im Flow Builder anlegen und verwalten
- Entscheidungslogik mit Decision-Elementen, Loops und Assignment-Elementen abbilden
- Fehlerbehandlung: Fault Paths konfigurieren, Debug-Modus nutzen, Fehlermeldungen gestalten
- Flow-Deployment: Aktivieren, Deaktivieren, Versionsverwaltung und Zugriffssteuerung
Modul 2 – Screen Flows und Benutzeroberflächen gestalten (ADX301) Screen Flows ermöglichen geführte Dateneingaben direkt in Salesforce-Seiten. Dieses Modul zeigt, wie Bildschirmlayouts professionell gestaltet, Feldsichtbarkeitsregeln gesetzt und Flows in Home- oder Record-Seiten eingebettet werden.
- Screen-Elemente: Felder, Texte, Schaltflächen, Sektionen und bedingte Sichtbarkeit
- Navigationslogik: Vorwärts/Rückwärts, bedingte Weiterleitung, optionale Schritte
- Einbindung in Lightning App Builder: Home-Seiten, Record-Seiten, Utility Bar
- Wiederverwendung von Subflows für komplexe mehrstufige Prozesse
- Testen von Screen Flows mit dem Flow-Debug-Tool
- Übergabe von Daten zwischen Screen-Flow und Datenbankoperationen
Modul 3 – Record-Triggered und Scheduled Flows (ADX301) Datensatzgesteuerte Flows automatisieren Hintergrundprozesse ohne Benutzerinteraktion. Sie werden ausgelöst, sobald ein Datensatz angelegt, geändert oder gelöscht wird, oder laufen zu geplanten Zeiten ab.
- Trigger-Konfiguration: Before Save vs. After Save, Eintrittsbedingungen definieren
- Optimierungsregeln: schnelle Feldupdates vs. vollständige Aktionen
- Scheduled Flows: zeitgesteuerte Massenaktionen konfigurieren und testen
- Typische Use Cases: Aufgaben anlegen, E-Mails senden, Felder aktualisieren, Unterflüsse starten
- Testen und Überwachen: Paused Flow Interviews, Flow-Fehler-E-Mails, Debug-Logs
- Best Practices für Bulkifizierung und Governor-Limits
Modul 4 – Microsoft Project Level 1 und Level 2 Microsoft Project ist das Standardwerkzeug für strukturiertes Projektmanagement in Unternehmen. Der Kurs deckt beide Level ab: Level 1 vermittelt die Grundlagen des Projektaufbaus, Level 2 vertieft fortgeschrittene Planungs- und Steuerungsfunktionen.
- Level 1: Benutzeroberfläche, Projektkalender, Vorgänge anlegen und strukturieren
- Level 1: Abhängigkeiten (FS, SS, FF, SF), Meilensteine, Sammelaufgaben
- Level 1: Ressourcen anlegen, Vorgängen zuweisen, Kostenpläne erstellen
- Level 1: Gantt-Diagramm lesen, drucken und exportieren
- Level 2: Baseline setzen und Soll-Ist-Vergleiche durchführen
- Level 2: Ressourcenkonflikte erkennen und durch Ressourcenausgleich lösen
- Level 2: Benutzerdefinierte Felder, Filter und Ansichten konfigurieren
- Level 2: Berichte erstellen und Projektstatus für Stakeholder aufbereiten
- Level 2: Mehrprojektdateien verknüpfen und gemeinsame Ressourcenpools nutzen
- Level 2: Projektfortschritt erfassen und Vorhersagen (EVM, kritischer Pfad) generieren
Praxisübungen: Automatisierung und Projektsimulation In gemeinsamen Übungsszenarien werden beide Kursteile verknüpft: Teilnehmende automatisieren einen Salesforce-Prozess und verfolgen die zugehörige Einführung des neuen Prozesses gleichzeitig in einem Microsoft Project Plan.
- Vollständige Screen-Flow-Entwicklung für ein reales CRM-Szenario (z. B. Kundensupport-Prozess)
- Record-Triggered Flow für automatische Benachrichtigungen bei Vertragsabschluss konfigurieren
- Fehlerbehandlung und Testprotokoll für einen komplexen Flow erstellen
- Projektplan für eine Salesforce-Rollout-Initiative in MS Project modellieren
- Ressourcenzuweisung für das Rollout-Team und Engpassanalyse
- Baseline des Projektplans setzen und nach einer Änderung aktualisieren
- Statusbericht mit MS Project-Ansichten und Filtern für das Management vorbereiten
- Verknüpfung zwischen Flow-Dokumentation und Projektstrukturplan (PSP) herstellen
- Gantt-Diagramm exportieren und für Präsentation aufbereiten
- Flow-Aktivierung dokumentieren und als Projektmeilenstein im Plan abbilden
- Fehlerszenarien in Salesforce debuggen und korrigieren
- Abschlusskontrolle: vollständiger Flow-Test und finaler Projektbericht
Die Übungsphase macht den Unterschied zwischen theoretischem Verständnis und echtem Anwendungswissen. Wer beide Plattformen in einem realistischen Kontext gemeinsam bedient hat, kann in der Praxis sofort produktiv eingesetzt werden.
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses sind Teilnehmende in der Lage,
- den Salesforce Flow Builder sicher zu bedienen und automatisierte No-Code-Lösungen eigenständig zu erstellen,
- unterschiedliche Flow-Typen (Screen Flows, Record-Triggered Flows, Scheduled Flows) zu unterscheiden und situationsgerecht einzusetzen,
- Benutzeranforderungen zu analysieren, in Automatisierungslogik zu übersetzen und als Flow-Design zu dokumentieren,
- Bildschirmflüsse mit angepassten Layouts, Feldsichtbarkeitsregeln und Navigationslogik zu entwickeln,
- datensatzausgelöste Flows für die automatische Verarbeitung bei Anlage, Änderung oder Löschung von Records zu konfigurieren,
- Best Practices für Flow-Verwaltung, Versionierung und Fehlerbehandlung in Salesforce zu befolgen,
- Microsoft Project-Dateien zu erstellen, strukturieren und verwalten,
- Vorgänge, Abhängigkeiten und Meilensteine in einer realistischen Projektstruktur anzulegen,
- Ressourcen zu planen, Engpässe zu erkennen und Workloads auszugleichen,
- Projektbudgets und Zeitrahmen zu schätzen und laufend zu überwachen,
- Projektfortschritt visuell mit Gantt-Diagrammen und Berichten darzustellen,
- beide Werkzeuge in der täglichen Praxis eines CRM-Administrators oder Projektmanagers einzusetzen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Fachkräfte, die sowohl CRM-Administration als auch Projektmanagement verantworten oder sich für Rollen bewerben, die beides erfordern.
- Salesforce-Administratoren, die ihre Automatisierungskompetenz ausbauen möchten
- IT-Projektkoordinatoren, die zusätzlich CRM-Plattformkenntnisse aufbauen
- Business Analysten und Solution Designer, die No-Code-Automatisierungen planen und umsetzen
- Projektmanager, die in Salesforce-Einführungsprojekten als technische Schnittstelle fungieren
- Fachkräfte, die sich auf Kombinationsrollen im CRM-Umfeld vorbereiten
Für den Salesforce-Teil sind grundlegende Kenntnisse der Salesforce-Plattform sinnvoll – Teilnehmende sollten wissen, was Objekte, Felder und Datensätze in Salesforce sind. Vorkenntnisse in Process Builder oder Workflow Rules erleichtern den Einstieg, sind aber nicht zwingend. Für den MS-Project-Teil reichen Grundkenntnisse in Windows und Microsoft Office. Programmierkenntnisse sind weder für den Salesforce- noch für den Projektmanagement-Teil erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs läuft im Combined-Learning-Format in Vollzeit. Für beide Kursanteile stehen Übungsumgebungen bereit: Eine Salesforce Developer-Org für die Flow-Builder-Übungen und Microsoft Project auf den Arbeitsgeräten der Teilnehmenden. Instruktionseinheiten wechseln sich mit geführten und freien Übungsszenarien ab. Die zeitliche Struktur ermöglicht es, beide Kursteile ohne Überschneidung vollständig abzudecken – typischerweise über mehrere Monate in Vollzeit.
Der Kurs dauert mehr als einen bis zu drei Monate und findet in Vollzeit statt. Der Zeitrahmen berücksichtigt, dass beide Kursteile (ADX301 und MS Project Level 1 + 2) inhaltlich eigenständig und jeweils umfangreich sind.
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmende ein Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat. Das Herstellerzertifikat dokumentiert die Vorbereitung auf die offizielle Salesforce-Zertifizierungsprüfung; die eigentliche Salesforce-Prüfung ADX301 wird separat bei einem akkreditierten Testcenter abgelegt. Für den MS-Project-Teil wird ebenfalls ein Lehrgangszertifikat ausgestellt. Beide Nachweise zusammen belegen die erworbene Doppelkompetenz in CRM-Automatisierung und Projektmanagement.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Salesforce Flow und Microsoft Project ist auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise selten, aber zunehmend gesucht. Unternehmen, die Salesforce für ihr CRM nutzen, schätzen Mitarbeitende, die nicht nur die Plattform konfigurieren, sondern auch die dazugehörigen Einführungs- und Anpassungsprojekte methodisch steuern können. Diese Doppelkompetenz reduziert Reibungsverluste zwischen IT-Administration und Projektmanagement. Salesforce-Automatisierungen ohne Code zu erstellen ist ein besonders zukunftssicheres Kompetenzfeld: Flow Builder ersetzt sukzessive ältere Automatisierungstools in Salesforce (Workflow Rules, Process Builder), und wer den Wechsel beherrscht, ist in jedem Salesforce-System langfristig wertvoll. Microsoft Project bleibt trotz agiler Konkurrenztools in vielen Unternehmen Standard – besonders im deutschen Mittelstand und in der öffentlichen Verwaltung. Wer beide Zertifikate vorweisen kann, hebt sich bei der Bewerbung um Rollen wie CRM-Administrator, Technical Project Manager oder Salesforce Solution Designer deutlich von einfach ausgewiesenen Kandidaten ab.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich programmieren können, um den Salesforce-Teil zu verstehen?
Nein. Der ADX301-Kurs basiert vollständig auf dem visuellen Flow Builder – es wird kein Apex-Code und keine andere Programmiersprache benötigt. Automatisierungen werden durch Konfiguration von Elementen, Verbindungen und Bedingungen erstellt, nicht durch Codezeilen.
Welches Salesforce-Vorzertifikat brauche ich?
Ein formales Salesforce-Vorzertifikat (z. B. Certified Administrator) ist keine Pflichtvoraussetzung, aber hilfreich. Wichtig ist, dass Teilnehmende mit den Grundkonzepten von Salesforce vertraut sind: Objekte, Felder, Datensätze und die Oberfläche des Salesforce-Setups kennen.
Ist die Salesforce-Prüfung im Kurs inbegriffen?
Der Kurs bereitet auf die Salesforce-Zertifizierungsprüfung ADX301 vor. Die eigentliche Prüfung findet separat bei einem akkreditierten Testcenter statt und ist nicht im Kurspreis enthalten. Das Herstellerzertifikat des Kurses dokumentiert die abgeschlossene Vorbereitung.
Welche Version von Microsoft Project wird eingesetzt?
Im Kurs wird eine aktuelle Desktopversion von Microsoft Project eingesetzt. Die Kursinhalte zu Level 1 und Level 2 orientieren sich an den stabilen Kernfunktionen des Programms, die über Versionen hinweg konsistent sind.
Kann ich den Kurs auch dann sinnvoll nutzen, wenn ich nur einen der beiden Teile benötige?
Formal ist es ein Kombikurs, bei dem beide Teile absolviert werden. Wer primär Salesforce oder primär MS Project benötigt, wird trotzdem beide Kursanteile durchlaufen – das verschafft ein breiteres Kompetenzprofil, das sich bei Jobs vorteilhaft auswirkt.
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