Überblick
Dieser Lehrgang verbindet zwei zentrale IT-Kompetenzfelder, die in datenbankgetriebenen Unternehmensumgebungen eng zusammenspielen: die Administration von Salesforce als führender CRM-Plattform und die Administration von Microsoft SQL Server als relationales Datenbankmanagementsystem für On-Premises-Umgebungen. Teilnehmende erwerben praxisorientierte Fertigkeiten in beiden Disziplinen und verstehen, wie CRM-Daten strukturiert, gespeichert und zwischen den Systemen konsistent gehalten werden.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Salesforce-Administration — Grundlagen und Konfiguration Die Salesforce-Plattform ist die meistgenutzte CRM-Lösung weltweit und bildet in vielen Organisationen den zentralen Datenhub für Vertrieb, Service und Marketing. Im ersten Modul lernen Teilnehmende die Setup-Oberfläche kennen und richten Organisationsstrukturen, Profile, Rollen und Berechtigungssätze ein.
- Aufbau und Navigation der Salesforce-Administrationsoberfläche
- Benutzer anlegen, deaktivieren, Lizenzen zuweisen
- Profile und Berechtigungssätze konfigurieren
- Objekt- und Feldebene-Sicherheit definieren
- Login-Richtlinien, IP-Einschränkungen und Multi-Faktor-Authentifizierung einrichten
- Organisationsweite Standardeinstellungen (OWD) für die Datensichtbarkeit konfigurieren
Modul 2: Salesforce-Datenmodell und Automatisierung Salesforce ermöglicht flexible Erweiterungen des Datenmodells ohne Programmierung. Dieses Modul behandelt die strukturellen Anpassungen sowie die Automatisierungswerkzeuge, die Administratoren zur Verfügung stehen.
- Standard- und benutzerdefinierte Objekte, Felder und Beziehungen
- Seitenlayouts, kompakte Layouts und Datensatztypen
- Validierungsregeln und Pflichtfeldlogik
- Flow Builder: Screen Flows, Auto-launched Flows und Scheduled Flows aufbauen
- Approval Processes und Eskalationsregeln konfigurieren
- Importassistenten und Data Loader für Massenoperationen einsetzen
Modul 3: Microsoft SQL Server — Datenbankbetrieb On-Premises SQL Server ist die verbreitete relationale Datenbankplattform für On-Premises-Unternehmensanwendungen. Dieses Modul behandelt Installation, Konfiguration und den laufenden Betrieb einer SQL Server-Instanz unter Windows Server.
- SQL Server-Instanzen installieren und konfigurieren
- SQL Server Management Studio (SSMS) effizient nutzen
- Datenbanken erstellen, verwalten und konfigurieren
- Tabellen, Sichten, Indizes und Constraints anlegen
- SQL Server Agent für automatisierte Jobs und Wartungsaufgaben einrichten
- Überwachung von Performance-Kennzahlen und Aktivitätsstatus
Modul 4: T-SQL, Datensicherung und Benutzerverwaltung Der sichere und performante Betrieb einer SQL Server-Instanz erfordert fundierte T-SQL-Kenntnisse sowie eine durchdachte Backup-Strategie. Dieses Modul vermittelt die praktischen Verwaltungsaufgaben, die im Tagesgeschäft eines Datenbankadministrators anfallen.
- T-SQL-Grundlagen: SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE, JOINs
- Gespeicherte Prozeduren, Funktionen und Trigger erstellen
- Vollständige Sicherungen, differenzielle Sicherungen und Transaktionslog-Backups planen
- Wiederherstellungsszenarien testen und dokumentieren
- Benutzer, Rollen und Berechtigungen auf Server- und Datenbankebene verwalten
- Grundkonzepte von Always On Availability Groups und Datenbankspiegelung als Überblick
Praxisblock: Integrationsszenarien und reale Verwaltungsaufgaben Beide Plattformen werden in Unternehmensumgebungen oft miteinander verbunden. Der Praxisblock baut Szenarien auf, in denen CRM-Daten und relationale Datenbanken zusammenwirken.
- Datenmigration aus SQL Server-Tabellen in Salesforce-Objekte über den Data Loader
- Konsistenzprüfung zwischen CRM-Datensätzen und Datenbankdaten
- Troubleshooting häufiger Administrationsfehler in beiden Systemen
- Benutzerberechtigungskonzepte systemübergreifend planen
- Backup-Szenarien praktisch durchspielen und Wiederherstellung verifizieren
- Reporting-Grundlagen: Salesforce-Berichte mit aggregierten SQL-Daten kombinieren
- Sicherheitsaudits und Dokumentationsanforderungen in beiden Umgebungen
- Automatisierung von Routineaufgaben in SQL Server Agent
- Salesforce-Felddefinitionen mit SQL-Datentypen abgleichen
- Datenschutzkonforme Zugriffskontrolle in beiden Systemen implementieren
- Performance-Monitoring und Reaktion auf Anomalien
- Abschlussprojekt: Administrationskonzept für ein fiktives Unternehmensszenario erstellen
Zur Frage der Zertifizierung gilt folgendes: Der Lehrgang bereitet auf die Salesforce Certified Administrator-Prüfung vor, die bei einem akkreditierten Salesforce-Testcenter abgelegt wird. Für den SQL-Server-Teil bietet Microsoft keinen separaten "SQL Server Administrator"-Zertifizierungsweg mehr an — die früheren On-Premises-gerichteten Prüfungen (70-764, 70-765) wurden 2021 aus dem aktiven Katalog zurückgezogen. Wer eine aktuelle Microsoft-Datenbankzertifizierung anstrebt, wird auf die Prüfung DP-300 (Microsoft Certified: Azure Database Administrator Associate) verwiesen, die Datenbankadministration in Azure und hybriden Szenarien abdeckt. Der Lehrgang selbst liefert ein trägerinternes Abschlusszertifikat für den SQL-Server-Anteil.
Lernziele:
- Salesforce-Organisationen eigenständig konfigurieren, Benutzer und Berechtigungen verwalten sowie Sicherheitsmodelle aufsetzen
- Objekte, Felder, Seitenlayouts und Validierungsregeln im Salesforce-Datenmodell erstellen und pflegen
- Workflows, Flow Builder und Automatisierungsregeln zur Prozesssteuerung einsetzen
- Berichte und Dashboards in Salesforce für unterschiedliche Stakeholder-Anforderungen aufbauen
- SQL Server-Instanzen installieren, konfigurieren und betreiben
- Datenbanken, Tabellen und Indizes nach relationalen Prinzipien anlegen und pflegen
- T-SQL-Abfragen schreiben, optimieren und als gespeicherte Prozeduren kapseln
- Backup- und Wiederherstellungsstrategien für SQL Server-Datenbanken planen und durchführen
- Benutzerkonten, Rollen und Berechtigungen auf Datenbankebene verwalten
- Grundlegende Hochverfügbarkeitskonzepte wie Replikation und Always On kennen und einordnen
- Schnittstellen zwischen Salesforce und SQL-Server-basierten Backendsystemen konzeptionell verstehen
- Datenschutz- und Compliance-Anforderungen in beiden Systemwelten berücksichtigen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Lehrgang richtet sich an IT-Fachkräfte und Quereinsteiger, die eine Doppelqualifikation im CRM- und Datenbankbereich anstreben.
- Systemadministratoren, die CRM-Aufgaben übernehmen sollen
- Datenbankadministratoren, die ihre Kenntnisse auf Salesforce ausweiten möchten
- IT-Projektmitarbeitende in Unternehmen, die Salesforce und SQL Server parallel betreiben
- Berufsumsteiger mit technischem Hintergrund und Interesse an Datenverwaltung
- Personen, die sich auf die Salesforce Certified Administrator-Prüfung vorbereiten möchten
Teilnehmende sollten grundlegende IT-Kenntnisse mitbringen — etwa Erfahrung mit Windows-Betriebssystemen und ein allgemeines Verständnis von Datenbanken und Netzwerken. Erste Berührungspunkte mit relationalen Datenbanken oder CRM-Systemen sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Für den SQL-Server-Teil ist die Bereitschaft, englischsprachige Dokumentation zu lesen, empfehlenswert.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht wird im virtuellen Klassenzimmer als Live-Training durchgeführt, ergänzt durch praktische Übungsphasen direkt an der Systemoberfläche. Theorieblöcke wechseln sich mit angeleiteten Übungen und praxisnahen Fallstudien ab. Für den Salesforce-Teil wird eine Sandbox-Umgebung genutzt; für SQL Server arbeiten Teilnehmende an lokal installierten oder serverbasiert bereitgestellten Testinstanzen.
Die Dauer des Lehrgangs variiert je nach individuellem Zuschnitt der Module. Da der Kurs aus kombinierbaren Einheiten besteht, wird der Umfang zu Beginn in Abstimmung mit dem Lernstand der Teilnehmenden festgelegt. Die Durchführung erfolgt sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Abschlusszertifikat, das beide Lernbereiche dokumentiert. Für den Salesforce-Anteil ermöglicht der Lehrgang die Vorbereitung auf die Salesforce Certified Administrator-Prüfung, die separat bei einem akkreditierten Prüfungszentrum abgelegt wird. Für den SQL-Server-Bereich gibt es keinen aktiven "SQL Server Administrator"-Prüfungspfad mehr bei Microsoft; der aktuelle, auf Datenbankadministration in modernen Infrastrukturen ausgerichtete Pfad ist DP-300 (Azure Database Administrator Associate).
Nutzen & Perspektiven
Salesforce-Kenntnisse sind auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt, aber wer zusätzlich Datenbank-Know-how mitbringt, hebt sich deutlich ab. Unternehmen suchen Administratoren, die nicht nur CRM-Einstellungen vornehmen können, sondern auch verstehen, wie Daten im Backend strukturiert gespeichert werden und wie Schnittstellen zwischen Systemen zuverlässig funktionieren. Diese Doppelqualifikation positioniert Absolventen für Rollen, die sonst zwei getrennte Fachkräfte erfordern würden. Die Kombination aus Salesforce-Konfigurationskompetenz und T-SQL-Kenntnissen ist besonders in mittelständischen Unternehmen wertvoll, die Salesforce als CRM und SQL Server als ERP-Datenbank parallel betreiben. Administratoren mit Kenntnissen in beiden Systemen können als interne Schnittstelle zwischen IT und Fachabteilungen agieren, Datenqualitätsprobleme eigenständig diagnostizieren und Integrationsprojekte begleiten. Der Lehrgang schlägt damit eine Brücke zwischen klassischer On-Premises-Datenbankadministration und modernem CRM-Betrieb. Wer nach dem Abschluss auch die Cloud-Richtung einschlagen möchte, findet mit DP-300 einen klar definierten nächsten Schritt, der das erworbene SQL-Server-Wissen in die Azure-Welt verlängert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifizierungen kann ich mit diesem Lehrgang erreichen?
Der Lehrgang bereitet auf die Salesforce Certified Administrator-Prüfung vor, die separat bei einem akkreditierten Testcenter abgelegt wird. Für den SQL-Server-Teil stellt der Anbieter ein trägerinternes Abschlusszertifikat aus. Einen aktiven "SQL Server Administrator"-Prüfungspfad bei Microsoft gibt es seit 2021 nicht mehr; der nächstgelegene aktuelle Microsoft-Pfad für Datenbankadministration ist DP-300 (Azure Database Administrator Associate).
Warum gibt es keine Microsoft-Prüfung speziell für SQL Server Administrator mehr?
Microsoft hat die On-Premises-gerichteten Datenbankprüfungen (70-764, 70-765) im Jahr 2021 aus dem aktiven Katalog zurückgezogen. Die Nachfolge-Zertifizierung DP-300 deckt Datenbankadministration sowohl für Azure SQL als auch für hybride SQL-Server-Umgebungen ab und ist der empfohlene Weg für Fachkräfte, die eine aktuelle Microsoft-Datenbankzertifizierung anstreben.
Welche Vorkenntnisse sind für diesen Kurs erforderlich?
Grundlegende IT-Kenntnisse genügen als Einstieg. Für den SQL-Server-Anteil ist Vertrautheit mit Windows-Betriebssystemen hilfreich; Datenbankgrundlagen sind kein Pflichtvorwissen, erleichtern aber den Einstieg. Salesforce-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
In welchem Format findet der Unterricht statt?
Der Lehrgang wird als Live-Training im virtuellen Klassenzimmer durchgeführt, wahlweise in Vollzeit oder Teilzeit. Praktische Übungen an Salesforce-Sandbox-Umgebungen und SQL-Server-Instanzen sind fester Bestandteil des Lernprozesses.
Für wen ist die Kombination aus Salesforce und SQL Server besonders sinnvoll?
Besonders wertvoll ist die Doppelqualifikation in Unternehmen, die Salesforce als CRM und SQL Server als Backend-Datenbank parallel betreiben. Admins mit Kenntnissen in beiden Systemen können Datenintegrationen begleiten, Qualitätsprobleme eigenständig diagnostizieren und als Schnittstelle zwischen IT und Fachabteilungen wirken.
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