Überblick
Dieser Kurs bündelt zwei IT-Administrationskompetenzen: die Vorbereitung auf die Salesforce Certified Administrator Prüfung und einen Windows Server Administration Track. Das Quellmaterial des Anbieters benennt keine konkrete Microsoft-Prüfungsnummer für den Windows-Server-Anteil. Es ist daher davon auszugehen, dass der Windows-Server-Teil als trägerinternes Curriculum konzipiert ist — ein trägerinternes Abschlusszertifikat bescheinigt die Kursteilnahme, kein offizielles Microsoft-Herstellerzertifikat. Falls Teilnehmende nach dem Kurs eine offizielle Microsoft-Zertifizierung anstreben (etwa AZ-800/AZ-801 für Hybrid-Server- und Windows-Server-Administration), empfiehlt sich eine gesonderte Prüfungsanmeldung; der Kurs bereitet inhaltlich auf diese Prüfungen vor, ohne sie formal einzuschließen. Salesforce ist demgegenüber klar extern zertifizierbar: Die Salesforce Certified Administrator Prüfung wird von Salesforce über autorisierte Prüfpartner durchgeführt. Für IT-Fachkräfte, die sowohl CRM-Systeme administrieren als auch On-Premises-Infrastrukturen betreuen, bietet das Bündelprogramm eine kompakte Qualifizierungslösung.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Salesforce Plattform und Basisadministration Dieser Block legt die Grundlage für die Salesforce Certified Administrator Prüfung und deckt die meistgeprüften Kernbereiche ab.
- Salesforce-Datenmodell — Standard-Objekte, benutzerdefinierte Objekte, Lookup- und Master-Detail-Beziehungen
- Benutzerverwaltung — Rollen, Profile, Berechtigungsgruppen, Lizenzzuweisung
- Seitengestaltung mit Page Layouts und Lightning App Builder
- Datenverwaltung — Import Wizard, Data Loader, Duplikatsverwaltung, Datenqualität
- AppExchange — Pakete installieren, konfigurieren und verwalten
- Salesforce-Umgebungen — Sandboxes, Change Sets, Deployment-Grundlagen
Modul 2 — Sicherheitsmodell und Automatisierung in Salesforce Das Salesforce-Sicherheitsmodell ist Prüfungsschwerpunkt und tägliches Handwerk des Administrators. Automatisierung mit Flow Builder ist der aktuelle Standard.
- Freigabemodell — organisationsweite Standardeinstellungen, Rollen, manuelle Freigabe
- Profil- und berechtigungsbasierter Zugriff auf Objekte und Felder
- Flow Builder — Record-triggered Flows, Screen Flows, Scheduled Flows
- Validierungsregeln und Formelfelder für Datenintegrität
- Genehmigungsprozesse — Design, Konfiguration, Eskalationsregeln
- Process Builder ist seit 2023 von Salesforce als deprecated eingestuft und wird im Rahmen dieses Kurses nicht als aktuell behandelt; der Fokus liegt auf Flow Builder als Nachfolger.
Modul 3 — Reports, Dashboards und Service-Grundlagen
- Berichtstypen und -formate: tabellarisch, zusammengefasst, Matrix, verbunden
- Bucket-Felder, Cross-Filter und relative Datumsfilter in Reports
- Dashboards: Komponenten, Datenquellen, dynamische Dashboards
- Listenansichten und kompakte Layouts für Kernprozesse
- Service Cloud Grundlagen: Cases und Entitlement Management im Überblick
Modul 4 — Windows Server Installation und Grundkonfiguration Der Einstieg in Windows Server Administration beginnt mit Installation, Editionen und grundlegenden Konfigurationsaufgaben. Dieser Block legt die Basis für alle weiteren Server-Module.
- Windows Server Editionen und Lizenzierungsmodelle im Überblick
- Installation — interaktiv und über Server Core (ohne GUI)
- Windows Admin Center und PowerShell als primäre Verwaltungstools
- Festplatten- und Volumenverwaltung, Dateisystem-Grundlagen
- Grundlegende Sicherheitshärtung — Windows Firewall, Updates, Benutzerkontensteuerung
- Rollen und Features installieren — Server Manager und PowerShell
Modul 5 — Active Directory, DNS und DHCP Active Directory Domain Services sind das Rückgrat von Windows-Server-Umgebungen. DNS und DHCP sind untrennbar damit verbunden.
- Active Directory Domain Services planen und eine Domäne aufbauen
- Organisationseinheiten (OUs) strukturieren — Design-Prinzipien
- Benutzerkonten, Gruppen und Computerkonten verwalten
- Active Directory Administrative Center und PowerShell für AD-Aufgaben
- DNS-Server konfigurieren — Zonen, Records, Weiterleitung, DNSSEC-Grundlagen
- DHCP-Server einrichten — Scopes, Ausschlüsse, Reservierungen, Optionen
Modul 6 — Gruppenrichtlinien und Benutzerverwaltung Gruppenrichtlinien (GPOs) sind das zentrale Steuerungswerkzeug für Benutzer- und Computerkonfiguration in Windows-Umgebungen.
- Gruppenrichtlinienobjekte erstellen, verknüpfen und Prioritäten steuern
- Computerkonfiguration vs. Benutzerkonfiguration — typische Einsatzszenarien
- Softwareverteilung und Skriptausführung per GPO
- Sicherheitsrichtlinien — Kennwortrichtlinien, Kontosperrungsrichtlinien
- Grundlegende Gruppenrichtlinien-Problembehandlung mit Resultant Set of Policy
Praxisblock — Administration und Betrieb
- Windows-Server-Umgebung mit Event-Viewer und Performance Monitor überwachen
- Aufgabenplanung mit Task Scheduler für Wartungsautomatisierung
- Grundlegende Backup-Strategie: Windows Server Backup, VSS-Snapshots
- Dateiserver-Rollen: SMB-Freigaben, NTFS-Berechtigungen, Zugriffsbasierte Aufzählung
- Grundzüge der Azure AD Connect-Integration für hybride Identitäten
- PowerShell-Skripte für wiederkehrende Verwaltungsaufgaben
- Problembehandlung: häufige Fehlerbilder in AD, DNS und DHCP diagnostizieren
- Benutzeranfragen im Helpdesk-Kontext strukturiert abarbeiten
- Dokumentation von Serverumgebungen und Konfigurationsänderungen
- Zusammenspiel zwischen On-Premises-Infrastruktur und Salesforce Single Sign-On
- Grundlagen der Salesforce-Integration mit Azure Active Directory / Entra ID
- Abschluss-Szenario: Rollout eines neuen Benutzers in AD und Salesforce parallel
Lernziele:
Nach Abschluss des Programms haben die Teilnehmenden folgende Kompetenzen aufgebaut
- Salesforce-Benutzer, Rollen, Profile und Berechtigungsgruppen verwalten
- das Salesforce-Datenmodell mit Standard- und benutzerdefinierten Objekten konfigurieren
- Automatisierungen in Salesforce mit Flow Builder aufbauen (Process Builder ist seit 2023 deprecated und wird nicht behandelt)
- Reports, Dashboards und Listenansichten in Salesforce erstellen und pflegen
- Windows Server installieren, konfigurieren und grundlegend absichern
- Active Directory Domain Services (AD DS) planen und verwalten
- Gruppenrichtlinien (GPOs) für Benutzer- und Computerkonfiguration einsetzen
- DNS und DHCP auf Windows Server konfigurieren und überwachen
- Benutzerkonten, Gruppen und Zugriffsrechte in Active Directory steuern
- Windows-Server-Umgebungen mit integrierten Monitoring-Werkzeugen überwachen
- Grundkonzepte der Hybridfähigkeit von Windows Server (Azure AD Connect, Entra ID) einordnen
- die administrative Schnittstelle zwischen On-Premises-Infrastruktur und Salesforce-CRM verstehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachkräfte, die Administrationsaufgaben in verschiedenen Systemwelten übernehmen müssen —
- IT-Administratoren und Systemtechniker in kleinen und mittleren Unternehmen
- Helpdesk-Mitarbeitende, die in eine vollständige Systemadministration wechseln möchten
- IT-Fachkräfte mit Infrastrukturfokus, die CRM-Plattformkenntnisse ergänzen wollen
- Quereinsteiger in die IT-Systemadministration mit grundlegenden Netzwerkkenntnissen
- Fachkräfte, die sowohl CRM-seitig als auch auf Infrastrukturebene als Ansprechpartner fungieren sollen
Grundlegende IT-Kenntnisse — Betriebssysteme, Netzwerkkonzepte (IP-Adressen, Subnetting, TCP/IP) — sind für den Windows-Server-Teil hilfreich. Vorkenntnisse in Active Directory oder Windows Server sind nicht zwingend erforderlich, aber vorteilhaft. Für den Salesforce-Teil genügen allgemeine IT-Kenntnisse und Vertrautheit mit webbasierten Anwendungen. Tiefe Salesforce-Vorerfahrung wird nicht vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer statt — synchrone Livesessions, ergänzt durch Selbststudiumphasen mit Übungsaufgaben. Für den Windows-Server-Teil werden Laborumgebungen genutzt, in denen Teilnehmende Konfigurationen real durchführen. Für den Salesforce-Teil steht eine Developer Edition Sandbox zur Verfügung. Wer über keinen Lernort in einem Schulungszentrum verfügt, kann mit entsprechender Genehmigung vollständig im Homeoffice teilnehmen. Theorie, Demo und eigene Übungsaufgaben wechseln sich in beiden Kursteilen ab.
Die Kursdauer richtet sich nach der gewählten Modulkombination und dem Lernmodell (Teilzeit/Vollzeit). Im Teilzeitbetrieb dauert das Programm typischerweise mehrere Wochen. Konkrete Termine und Stundenpläne werden individuell mit dem Anbieter abgestimmt.
Die Salesforce Certified Administrator Prüfung wird extern über autorisierte Salesforce-Prüfpartner abgenommen. Nach Bestehen erhalten Teilnehmende das offizielle Salesforce-Herstellerzertifikat; die Prüfungsgebühr fällt separat an. Für den Windows-Server-Teil stellt der Anbieter ein trägerinternes Lehrgangszertifikat aus. Das Quellmaterial benennt keine konkrete Microsoft-Prüfungsnummer für diesen Teil. Wer darüber hinaus eine offizielle Microsoft-Zertifizierung anstrebt — etwa AZ-800 (Administering Windows Server Hybrid Core Infrastructure) oder AZ-801 (Configuring Windows Server Hybrid Advanced Services) — kann die entsprechenden Prüfungen separat bei Pearson VUE ablegen; der Kurs legt inhaltlich eine Grundlage, die in diese Richtung weiterentwickelt werden kann.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Salesforce-CRM-Administration und Windows-Server-Infrastruktur entspricht dem Bedarf vieler mittelständischer IT-Abteilungen: Dort wird oft von einer Person erwartet, sowohl CRM-seitig als Ansprechpartner zu fungieren als auch die On-Premises-Infrastruktur im Griff zu behalten. Statt zwei separate Qualifizierungen zu absolvieren, deckt dieses Bündelformat beide Kompetenzbereiche in einem Lehrgang ab. Transparent zu benennen ist dabei: Der Windows-Server-Teil schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab — keine offizielle Microsoft-Herstellerzertifizierung. Wer gezielt auf AZ-800/AZ-801 hinarbeiten möchte, sollte die Prüfungsvorbereitung daraufhin konkret ausrichten. Das Programm legt eine solide Basis, die in Richtung dieser Zertifizierungen weiterentwickelt werden kann. Die Salesforce-Seite ist demgegenüber klar: Das Salesforce Certified Administrator Zertifikat ist industrieweit anerkannt und durch eine externe Prüfung erreichbar. Für IT-Generalisten in wachsenden Unternehmen, die CRM-Einführungen begleiten und gleichzeitig die interne Infrastruktur betreuen, ist diese Qualifikation eine praxisnahe Grundlage. Der direkte Transfer in den Joballtag ist hoch — die Inhalte aus beiden Teilbereichen tauchen im täglichen Betrieb regelmäßig auf, oft am selben Tag.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Microsoft-Zertifizierungsprüfung ist für den Windows-Server-Teil vorgesehen?
Das Quellmaterial des Anbieters benennt keine konkrete Microsoft-Prüfungsnummer. Der Windows-Server-Teil endet mit einem trägerinternen Zertifikat. Wer eine offizielle Microsoft-Zertifizierung anstrebt, kann separat AZ-800 oder AZ-801 bei Pearson VUE ablegen — der Kurs legt inhaltlich eine Grundlage dafür.
Wird Process Builder im Salesforce-Teil behandelt?
Nein. Process Builder ist seit 2023 von Salesforce als deprecated eingestuft. Der Kurs behandelt ausschließlich Flow Builder als aktuellen Standard für Automatisierungen in Salesforce.
Ist die Salesforce-Zertifizierung offiziell anerkannt?
Ja. Die Salesforce Certified Administrator Prüfung wird von Salesforce über autorisierte Prüfpartner abgenommen. Nach Bestehen erhält man ein offizielles Salesforce-Zertifikat. Die Prüfungsgebühr ist separat und nicht im Kurs enthalten.
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Grundlegende IT-Kenntnisse (Betriebssysteme, Netzwerkkonzepte) sind für den Windows-Server-Teil hilfreich, aber kein striktes Pflichtvoraussetzung. Für den Salesforce-Teil genügt allgemeine IT-Affinität. Tiefe Vorkenntnisse in beiden Bereichen werden nicht erwartet.
Kann ich auch nur einzelne Module buchen?
Die Module sind laut Anbieter individuell kombinierbar. Spreche den Anbieter direkt an, um einen auf deine Vorkenntnisse und Ziele zugeschnittenen Lernplan zu besprechen.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- IT Administrator3.282 Stellen
- System Administrator1.040 Stellen
- Salesforce Administrator84 Stellen
- Technische Informatik (grundständig)59 Stellen