Überblick
Cloud-Plattformen prägen heute die IT-Architektur von Unternehmen aller Branchen. Salesforce ist die meistgenutzte CRM-Plattform weltweit, Azure der führende Cloud-Infrastruktur-Anbieter in Europa. Wer beide Welten beherrscht, verbindet Business-Applikation und Cloud-Infrastruktur — eine Kombination, die auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gefragt ist. Dieser Kurs bereitet gezielt auf zwei Zertifizierungsprüfungen vor: den Salesforce Certified Platform App Builder sowie die Microsoft-Zertifizierung Azure Administrator Associate (Prüfung AZ-104). Beide Abschlüsse sind international anerkannt und herstellerseitig zertifiziert.
Kursinhalte & Lernziele
Salesforce Platform — Datenmodellierung und App-Konfiguration Salesforce-Administratoren und App-Builder arbeiten täglich mit dem Datenmodell der Plattform: Objekte, Felder und Beziehungen bestimmen, wie Geschäftsdaten strukturiert und verknüpft werden. Dieser Block vermittelt das Verständnis und die praktische Fertigkeit, ein Salesforce-Datenmodell anforderungsgerecht zu entwerfen.
- Standard- und benutzerdefinierte Objekte: Unterschiede, Einsatzbereiche und Namenskonventionen
- Feldtypen in Salesforce: Text, Zahl, Formel, Lookup und Master-Detail
- Beziehungsarten: Lookup, Master-Detail und Many-to-Many mit Junction Object
- Schema Builder zur visuellen Modellierung und Qualitätssicherung
- Validierungsregeln für datenqualitätssichernde Plausibilitätsprüfungen
- Überblick über Salesforce-Standardobjekte: Account, Contact, Opportunity, Case
Salesforce Platform — Automatisierung und Lightning App Builder Automatisierung macht Salesforce zur Prozessplattform: Manuelle Schritte werden durch Flows ersetzt, Genehmigungen durch automatisierte Prozesse gesteuert. Der Lightning App Builder ermöglicht es, die Benutzeroberfläche ohne Programmierung auf die jeweiligen Geschäftsprozesse zuzuschneiden.
- Flow Builder: Record-Triggered Flows, Screen Flows und Schedule-Triggered Flows
- Variablen, Bedingungen, Schleifen und Fehlerbehandlung in Flows
- Approval Processes: mehrstufige Genehmigungsworkflows konfigurieren
- Lightning App Builder: App-Seiten, Record-Pages und Home-Pages gestalten
- Standard- und benutzerdefinierte Komponenten platzieren und konfigurieren
- AppExchange-Pakete: Installation, Konfiguration und Sicherheitsbewertung
Salesforce Platform — Sicherheitsmodell und Prüfungsvorbereitung Das mehrschichtige Sicherheitsmodell von Salesforce ist eines der komplexesten Themen in der Zertifizierungsprüfung. Dieser Block schult das Verständnis der Ebenen — von Org-weiten Einstellungen bis zu datensatzspezifischen Sharing-Regeln — und bereitet auf die typischen Prüfungsszenarien vor.
- Profile und Permission Sets: Objektzugriff, Feldzugriff und Systemberechtigungen
- Rollen und Rollenhierarchie: wie Datensichtbarkeit nach oben vererbt wird
- OWD (Org-Wide Defaults) und ihre Wirkung auf die Datenzugriffssteuerung
- Sharing Rules: Kriterien- und eigentümerbasierte Freigabe außerhalb der Rollenhierarchie
- Record Types und Page Layouts: wie unterschiedliche Nutzergruppen verschiedene Sichten erhalten
- Typische Prüfungsszenarien: Szenarien durcharbeiten und Antworten begründen
Microsoft Azure — Infrastruktur und virtuelle Maschinen Azure-Administration beginnt mit dem Verständnis der grundlegenden Infrastrukturbausteine. Virtual Machines, Storage-Accounts und Ressourcengruppen bilden das Fundament, auf dem alle weiteren Azure-Dienste aufsetzen.
- Azure-Ressourcenhierarchie: Management Groups, Subscriptions, Ressourcengruppen
- Virtual Machines erstellen: Images, Größen, Verfügbarkeitszonen und Skalierungsgruppen
- Azure-Disks und Storage: Managed Disks, Snapshot-Strategien und Backup-Vault
- Azure App Service für Web-Apps: Deployment-Slots, Skalierung und Monitoring
- Azure Container Instances und eine Einführung in AKS (Azure Kubernetes Service)
- Kostenoptimierung: Reserved Instances, Spot-VMs und Hybrid Benefit
Microsoft Azure — Networking und Sicherheit Netzwerkkonfiguration ist ein Kernelement der AZ-104-Prüfung. Azure-Networking umfasst nicht nur virtuelle Netze, sondern auch Load-Balancing, VPN-Gateways und DNS — Komponenten, die zusammen eine sichere und skalierbare Cloud-Infrastruktur bilden.
- Azure Virtual Network: Adressräume, Subnetze und CIDR-Notation
- Network Security Groups: Regeln, Prioritäten und effektive Regeln ermitteln
- VNet Peering, VPN Gateway und ExpressRoute-Grundlagen
- Azure Load Balancer und Application Gateway im Vergleich
- Azure DNS: private und öffentliche Zonen, Recordtypen und DNS-Auflösung
- Azure Firewall und DDoS Protection als Infrastruktur-Sicherheitsebenen
Microsoft Azure — Identität, Monitoring und Prüfungsvorbereitung Azure Entra ID ist der zentrale Identitätsdienst für Azure und Microsoft 365. RBAC steuert den Zugriff auf Ressourcen rollenbasiert — ein Thema, das in der AZ-104-Prüfung prominent vertreten ist. Monitoring und Cost Management runden das Administratorenprofil ab.
- Azure Entra ID: Benutzer, Gruppen, Gastkonten und externe Identitäten
- RBAC: integrierte Rollen, benutzerdefinierte Rollen und Scope-Konzepte
- Conditional Access und Multi-Factor Authentication konfigurieren
- Azure Monitor: Metriken, Alerts und Dashboards einrichten
- Log Analytics Workspace und KQL-Abfragen für Diagnose und Audit
- Cost Management: Budgets, Kostenwarnungen und Empfehlungen des Azure Advisor
Praxisübungen und Zertifizierungsvorbereitung
- Salesforce-Sandbox einrichten und ein benutzerdefiniertes Datenobjekt mit Beziehungen anlegen
- Flow Builder: Record-Triggered Flow für automatische Aufgabenerstellung nach Opportunity-Gewinn
- Sicherheitsszenarien lösen: richtige Kombination aus Profil, Rolle und Sharing Rule bestimmen
- Azure-Ressourcengruppe anlegen, VM deployen und per RDP verbinden
- NSG-Regelwerk für eine dreischichtige Anwendungsarchitektur entwerfen
- RBAC-Rollenzuweisung auf Ressourcengruppenebene und Überprüfung mit az cli
- VNet Peering zwischen zwei virtuellen Netzwerken konfigurieren
- Azure Monitor Alert-Regel für CPU-Auslastung einer VM einrichten
- Log Analytics-Abfrage zur Identifizierung fehlgeschlagener Anmeldeversuche
- Salesforce-Prüfungssimulation: 60 Fragen im Originalformat mit Auswertung
- AZ-104-Übungsklausur: vollständige Prüfungssimulation mit Zeitlimit
- Prüfungsgespräch im Trainer-Feedback: häufige Schwachstellen identifizieren und korrigieren
Der Kurs setzt auf Live-Demo-Sessions, in denen Trainer alle Konfigurationsschritte im echten Interface demonstrieren. Teilnehmende arbeiten parallel in eigenen Trial- oder Sandbox-Umgebungen, sodass alle Schritte sofort praktisch nachvollzogen werden. Die Prüfungssimulatoren enthalten Fragen im Originalstil beider Prüfungen.
Lernziele:
- das Salesforce-Datenmodell mit Objekten, Feldern und Beziehungen eigenständig zu gestalten
- Geschäftsprozesse in Salesforce mit Flow Builder und Process Builder zu automatisieren
- Lightning-Apps, Seiten und Komponenten im App Builder zu konfigurieren
- das Salesforce-Sicherheitsmodell (Profile, Rollen, Permission Sets, Sharing Rules) korrekt anzuwenden
- die Anforderungen und das Format der Salesforce-Zertifizierungsprüfung Platform App Builder zu kennen
- virtuelle Azure-Maschinen zu erstellen, zu konfigurieren und zu skalieren
- Azure Virtual Networks, Subnetze, NSGs und VNet Peering zu planen und einzurichten
- Azure Entra ID (ehemals Azure Active Directory) für Identitäts- und Zugriffsmanagement einzusetzen
- RBAC-Rollen zuzuweisen und Azure-Ressourcen rollenbasiert abzusichern
- Azure Monitor, Log Analytics und Cost Management für Betrieb und Kostenkontrolle zu nutzen
- die Anforderungen der Microsoft-Prüfung AZ-104 zu kennen und gezielt darauf vorzubereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an IT-Fachkräfte und Quereinsteiger mit technischem Hintergrund, die eine Karriere in der Cloud-Administration oder im CRM-Ökosystem anstreben.
- IT-Administratoren, die ihr Profil um Cloud-Zertifizierungen erweitern möchten
- Salesforce-Anwender oder -Admins, die formal zertifiziert werden wollen
- Quereinsteiger mit IT-Hintergrund, die gezielt auf zwei gefragte Herstellerzertifikate hinarbeiten
- Consultant-Profilen, die Cloud-Infrastruktur und CRM-Konfiguration kombinieren möchten
- IT-Projektverantwortliche, die ein tieferes technisches Verständnis beider Plattformen benötigen
Grundlegende IT-Kenntnisse (Netzwerke, Betriebssysteme, Cloud-Grundbegriffe) sind hilfreich. Für den Azure-Pfad sind erste Erfahrungen mit virtuellen Maschinen oder Netzwerkkonzepten vorteilhaft. Für den Salesforce-Pfad sind erste Admin-Erfahrungen mit Salesforce oder einer anderen CRM-Plattform von Vorteil, aber nicht zwingend. Englischkenntnisse sind empfehlenswert, da Prüfungsfragen und Herstellerdokumentationen überwiegend auf Englisch vorliegen. Gute Deutschkenntnisse für den Kursunterricht werden erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer per Live-Videokonferenz statt. Trainer demonstrieren alle Konfigurationsschritte im echten Interface, Teilnehmende arbeiten parallel in eigenen Umgebungen. Theorie-Einheiten wechseln mit Übungs- und Feedback-Phasen. Fallstudien aus dem Unternehmensalltag zeigen, wie Salesforce- und Azure-Konzepte in der Praxis verzahnt werden. Teilnehmende können von verschiedenen Standorten oder aus dem Homeoffice teilnehmen, sofern Mikrofon, Kamera und stabile Internetverbindung vorhanden sind.
Zwei Anbieter bieten den Kurs mit 40 Angeboten an. Die Gesamtdauer ist von der gewählten Modulkombination abhängig und variiert je nach Anbieter — verbindliche Angaben zu Wochenstunden und Laufzeit sind direkt beim jeweiligen Kursanbieter erhältlich. Bei intensiver Vollzeitteilnahme sind mehrere Monate einzuplanen.
Der Kurs bereitet auf zwei externe Zertifizierungsprüfungen vor: den Salesforce Certified Platform App Builder (Prüfung bei einem autorisierten Salesforce-Testcenter oder online proctored) und die Microsoft-Prüfung AZ-104 (Azure Administrator Associate, abgelegt bei einem akkreditierten Pearson-VUE-Testcenter). Beide Prüfungen werden von Salesforce Inc. bzw. Microsoft Corporation zertifiziert und sind international anerkannte Herstellerzertifikate. Zusätzlich erhalten Teilnehmende nach Kursabschluss ein trägerinternes Zertifikat als Nachweis der absolvierten Weiterbildung.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Salesforce und Azure spiegelt eine Realität wider, die in mittleren und großen Unternehmen längst Alltag ist: CRM-Prozesse laufen auf Salesforce, die zugehörige IT-Infrastruktur liegt in Azure. Wer beide Plattformen administrieren und konfigurieren kann, übernimmt eine Brückenfunktion, die in integrierten IT-Teams und bei Beratungsunternehmen besonders geschätzt wird. Beide Zertifikate sind herstellerseitig ausgestellt und werden weltweit erkannt. Sie funktionieren als objektiver, prüfbarer Nachweis von Kompetenz — unabhängig davon, wo und bei welchem Unternehmen jemand bisher gearbeitet hat. In einem Markt, in dem viele Stellenausschreibungen konkrete Zertifizierungen als Anforderung nennen, schafft das einen direkten und messbaren Vorteil. Mittel- und langfristig öffnen beide Zertifikate Türen zu weiterführenden Spezialisierungen: Salesforce-Administratoren können zum Salesforce Architect aufsteigen, Azure-Administratoren können auf AZ-305 (Azure Solutions Architect Expert) oder AZ-500 (Security Engineer) weitermachen. Der Kurs ist damit nicht nur ein Abschluss, sondern der Ausgangspunkt eines strukturierbaren Cloud-Karrierepfads.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche zwei Zertifikate werden in diesem Kurs angestrebt?
Der Kurs bereitet auf den Salesforce Certified Platform App Builder (Salesforce-Prüfung) und die Microsoft-Prüfung AZ-104 (Azure Administrator Associate) vor. Beide sind international anerkannte Herstellerzertifikate, die bei externen Testcentern abgelegt werden.
Muss ich Salesforce und Azure schon kennen?
Grundlegende IT-Kenntnisse sind hilfreich. Erste Erfahrungen mit Salesforce oder Azure erleichtern den Einstieg, sind aber keine zwingende Voraussetzung. Der Kurs baut das nötige Wissen für beide Plattformen schrittweise auf.
Sind die Prüfungsgebühren im Kurs enthalten?
Prüfungsgebühren für externe Herstellerprüfungen (Salesforce, Microsoft/Pearson VUE) sind in der Regel nicht im Kurspreis enthalten. Ob und wie Prüfungsgebühren übernommen oder bezuschusst werden, klärt der jeweilige Anbieter im Aufnahmegespräch.
Kann der Kurs im Homeoffice absolviert werden?
Ja. Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer statt. Voraussetzung sind ein stabiler Internetzugang, Mikrofon und Kamera. Für Präsenzteilnahme stehen Arbeitsplätze in den Centern des Anbieters zur Verfügung.
Welche Weiterbildungen bauen auf diesem Kurs auf?
Im Salesforce-Ökosystem führen Salesforce Architect-Zertifizierungen weiter. Im Azure-Bereich bieten sich AZ-305 (Solutions Architect Expert) oder AZ-500 (Security Engineer) als nächste Schritte an. Beide Pfade profitieren direkt von den in diesem Kurs erworbenen Kenntnissen.
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