Überblick
Dieser Kurs kombiniert das offizielle Salesforce-Entwicklertraining DEX602 „Programming Lightning Web Components" mit einem vollständigen Microsoft-Project-Lehrgang. Im DEX602-Bestandteil lernen Sie, moderne Web-Komponenten für die Salesforce-Plattform zu programmieren – mit HTML-Markup, JavaScript, CSS und Apex sowie dem Salesforce Lightning Design System (SLDS). Im MS-Project-Teil erwerben Sie die Kompetenz, Softwareentwicklungs- und CRM-Projekte strukturiert zu planen und zu steuern. Anders als der deklarative DEX403-Kurs richtet sich DEX602 an Teilnehmende, die aktiv Code schreiben und die Salesforce-Plattform technisch tiefer durchdringen möchten – für Rollen wie Salesforce Developer oder Technical Consultant.
Kursinhalte & Lernziele
LWC-Grundlagen – Komponenten, Markup und Datenbindung Lightning Web Components basieren auf modernen Webstandards (W3C) und unterscheiden sich dadurch grundlegend von den älteren Aura-Komponenten. Sie erlernen den Komponentenaufbau mit HTML-Template-Datei, JavaScript-Controller und CSS, verstehen die reaktive Datenbindung und arbeiten mit @track, @api und @wire-Dekoratoren. Lifecycle-Hooks wie connectedCallback und renderedCallback ermöglichen eine präzise Steuerung des Komponentenverhaltens.
- HTML-Templates mit Conditional-Rendering und Iteration schreiben
- JavaScript-Controller mit reaktiven Properties strukturieren
- CSS-Scoping in LWC und Verwendung von SLDS-Utility-Klassen
- @api-Properties für Eltern-Kind-Kommunikation definieren
- Lifecycle-Hooks gezielt für Initialisierung und DOM-Manipulation einsetzen
- Fehler in der Browser-Konsole und mit VS-Code-Salesforce-Extensions debuggen
Apex-Integration und Datenzugriff aus LWC Um Daten aus Salesforce-Objekten abzurufen oder zu manipulieren, greifen LWC-Komponenten auf Apex-Methoden zurück. Sie schreiben Apex-Klassen mit der @AuraEnabled-Annotation, unterscheiden zwischen Wire-basierten und imperativen Aufrufen und beachten dabei Sicherheits- sowie Sharing-Regeln. Fehlerbehandlung bei asynchronen Operationen ist ein zentraler Teil dieses Abschnitts.
- Apex-Klassen mit @AuraEnabled(cacheable=true) für Wire-Service erstellen
- Imperative Apex-Aufrufe für schreibende Operationen implementieren
- Mit @wire(getRecord) und @wire(getPicklistValues) Standard-Daten abrufen
- Fehlerbehandlung in Promises und asynchronen Apex-Aufrufen strukturieren
- Sharing-Modelle und deren Auswirkung auf SOQL-Abfragen berücksichtigen
- Unit-Tests für Apex-Methoden mit @isTest-Klassen schreiben
Komponentenkommunikation, Events und Deployment Komplexe Seiten bestehen aus mehreren Komponenten, die miteinander kommunizieren müssen. Sie erlernen das Event-System in LWC: benutzerdefinierte Events, Bubble-Verhalten und die Kommunikation über Eltern-Kind-Grenzen hinweg. Anschließend deployen Sie Komponenten auf Lightning-Seiten, in Flow-Screens und als standalone-Apps, und konfigurieren das zugehörige targetConfigs-Metadaten-XML.
- Benutzerdefinierte Events mit CustomEvent und dispatchEvent erstellen
- Event-Bubbling und Composed-Property für Cross-Shadow-DOM-Kommunikation steuern
- LWC in Lightning App Builder als konfigurierbare Seiten-Komponente bereitstellen
- Komponenten in Salesforce Flows als Screen-Component einbinden
- targetConfigs und propertyType-Definitionen im Metadaten-XML pflegen
- Salesforce CLI und VS Code Extension für den Entwicklungs-Workflow einrichten
Microsoft Project – Level 1 und Level 2 Der MS-Project-Teil begleitet die technische Ausbildung mit Projektmanagement-Kompetenz. Level 1 etabliert die Grundlagen der Projektplanung: Strukturplan, Vorgangsabhängigkeiten, Ressourcenzuweisung und Basislinien. Level 2 vertieft fortgeschrittene Szenarien wie Mehrprojekt-Umgebungen, Ressourcenpools über Projekte hinweg, Kostenanalyse und professionelles Reporting für Stakeholder.
- Projektstrukturplan anlegen und Sammelvorgänge strukturieren
- Vorgangsdauer schätzen und Abhängigkeiten (Start-Start, Ende-Anfang) verknüpfen
- Ressourcen zuweisen, Überbelastungen erkennen und ausgleichen
- Basislinie speichern und Abweichungen in der Verfolgungstabelle auswerten
- Ressourcenpools für teamübergreifende Planung anlegen
- Berichte exportieren und für Management-Präsentationen aufbereiten
Praktische Anwendung und Szenario-Übungen Praxisszenarios in diesem Kurs umfassen den vollständigen Entwicklungszyklus: eine LWC-Applikation von der ersten Komponente bis zur fertigen, auf einer Lightning-Seite deployen Lösung. Parallel dazu planen Teilnehmende ein exemplarisches Softwareprojekt in MS Project und analysieren typische Planungsrisiken.
- Vollständige LWC-Applikation mit Datenabruf und Nutzerinteraktion entwickeln
- SLDS-Patterns für Cards, Buttons und Data Tables in eigenen Komponenten verwenden
- Wire-Service und imperatives Apex kombiniert in einer realistischen Komponente einsetzen
- LWC auf einer benutzerdefinierten Lightning-Seite deployen und testen
- Komponentenhierarchien mit mehreren Eltern-Kind-Ebenen strukturieren
- IT-Projekt mit MS Project von der Initiierung bis zur Abnahme durchplanen
- Ressourcenkonflikte erkennen und Terminverschiebungen simulieren
- Berichtsformat für Lenkungsausschuss-Präsentation erstellen
- Kritischen Pfad analysieren und priorisierte Maßnahmenliste ableiten
- Testprotokoll für deployte LWC-Komponenten strukturieren
- Salesforce CLI-Kommandos für Source-Push und Deployment verstehen
- Fehlerdiagnose bei Deployment-Fehlern mit Metadaten-Logs üben
Die Integration beider Kursbestandteile spiegelt wider, was in der Praxis gefragt ist: technisches Entwicklerwissen und die Fähigkeit, die eigene Arbeit in einen Projektrahmen einzubetten, Abhängigkeiten zu kommunizieren und Fortschritt messbar zu machen.
Lernziele:
- Lightning Web Components (LWC) mit HTML-Templates, JavaScript und CSS erstellen
- Reactive Properties und den LWC-Lifecycle für dynamische UI-Verhalten nutzen
- Kommunikation zwischen Komponenten über Events und Pub-Sub-Muster implementieren
- Salesforce Lightning Design System (SLDS) für konsistentes UI-Styling einsetzen
- Apex-Klassen schreiben und per Wire Service sowie imperativ aus LWC aufrufen
- LWC-Komponenten auf Seiten, in Flows und als eigenständige Apps deployen
- Sicherheitsaspekte in LWC (Locker Service, Lightning Security) berücksichtigen
- Debugging-Werkzeuge im Salesforce-Umfeld gezielt einsetzen
- MS Project für die Terminplanung und Ressourcenzuweisung in IT-Projekten nutzen
- Basislinie und Soll-Ist-Vergleich zur Projektkontrolle einsetzen
- Kritischen Pfad und Pufferzeiten analysieren und für Steuerungsentscheidungen nutzen
- Mehrprojektumgebungen und übergreifende Ressourcenpools in MS Project verwalten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen mit Programmiererfahrung oder Interesse an aktiver Softwareentwicklung auf der Salesforce-Plattform. Geeignet für alle, die über eine deklarative Konfiguration hinaus gehen und eigene Komponenten entwickeln möchten.
- Softwareentwickler, die auf die Salesforce-Plattform umsteigen wollen
- Salesforce-Administratoren, die in Entwicklerrollen aufsteigen möchten
- Web-Developer mit Kenntnissen in HTML/JavaScript, die Salesforce-Expertise aufbauen
- IT-Fachkräfte, die Salesforce-Projekte technisch leiten und steuern wollen
- Quereinsteiger mit Programmier-Grundkenntnissen und Interesse am CRM-Bereich
Grundkenntnisse in einer objektorientierten Programmiersprache sowie Basiswissen in HTML und JavaScript werden vorausgesetzt, da DEX602 direkt in die Komponentenprogrammierung einsteigt. Kenntnisse in der Salesforce-Plattform – etwa als Administrator oder Endnutzer – sind hilfreich, aber kein zwingendes Kriterium. Für den MS-Project-Bestandteil genügen allgemeine Windows-Kenntnisse. Da ein Teil der Dokumentation auf Englisch vorliegt, sind Grundkenntnisse der englischen Fachsprache empfehlenswert.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, das Online-Unterrichtsphasen mit angeleiteten Übungen in einer eigenen Salesforce Developer Edition Org verbindet. Codebeispiele werden schrittweise entwickelt, im Trainer-geführten Modus vorgestellt und dann eigenständig in Übungsaufgaben umgesetzt. Der MS-Project-Bestandteil arbeitet mit realistischen Projektszenarios, die in der Software selbst durchgeführt werden. Die Vollzeitstruktur sorgt für einen kontinuierlichen Lernfluss.
Die Weiterbildung dauert zwischen einem und drei Monaten in Vollzeit. Abhängig von Anbieter und Kursplan variiert die genaue Stundenzahl, wobei Unterrichtszeit, angeleitete Laborphasen und Selbstlernabschnitte kombiniert werden. Die Vollzeitintensität ermöglicht einen fokussierten Einstieg in die LWC-Entwicklung.
Zum Kursabschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Lehrgangs- oder Teilnahmezertifikat. Der DEX602-Bestandteil ist das offizielle Salesforce-Training und kann als Vorbereitung auf weiterführende Salesforce-Developer-Zertifizierungen (z. B. Salesforce Platform Developer I) genutzt werden; diese Prüfungen werden eigenständig bei einem akkreditierten Testcenter abgelegt.
Nutzen & Perspektiven
Lightning Web Components ist der aktuelle Standard für die Salesforce-Frontend-Entwicklung und löst ältere Aura-Komponenten ab. Wer LWC programmieren kann, ist in der Lage, Salesforce-Organisationen mit maßgeschneiderten UI-Elementen zu erweitern, die weit über das hinausgehen, was mit deklarativen Mitteln erreichbar ist. In Projekten, in denen komplexe Nutzerinteraktionen, externe API-Anbindungen oder spezifische Darstellungslogik gefragt sind, ist diese Fähigkeit ein entscheidender Unterschied. Die Ergänzung durch MS Project schafft einen unmittelbaren Praxisbezug: Viele Salesforce-Developer arbeiten in Projektteams, die Timelines, Ressourcenpläne und Statusberichte brauchen. Wer das eigene Entwicklungspensum in einem Projektplan einordnen und kommunizieren kann, übernimmt schneller Verantwortung und wird als Ansprechpartner über den reinen Code hinaus wahrgenommen. Der kombinierte Lehrgang liefert damit eine doppelte Qualifizierung: technische Tiefe auf der Salesforce-Plattform plus strukturierte Planungskompetenz mit dem in deutschen Unternehmen verbreiteten MS-Project-Standard. Gerade für Fachkräfte, die sich in Richtung Senior Developer oder Projektverantwortung entwickeln wollen, ist dieser breite Ansatz eine sinnvolle Investition.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet DEX602 vom DEX403-Kurs?
DEX403 deckt deklarative Konfiguration ohne Code ab – Datenmodell, Flows, Sicherheit. DEX602 richtet sich an Personen, die aktiv programmieren: Sie schreiben JavaScript, HTML und Apex, um eigene UI-Komponenten zu erstellen. Beide Kurse sind eigenständig, DEX602 setzt aber mehr technische Vorkenntnisse voraus.
Brauche ich Salesforce-Vorkenntnisse für DEX602?
Grundkenntnisse der Salesforce-Plattform sind hilfreich, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Wichtiger sind solide Grundlagen in JavaScript und HTML sowie Erfahrung mit objektorientierter Programmierung. Ein Verständnis der Salesforce-Datenstruktur lässt sich begleitend erwerben.
Führt der Kurs zu einer offiziellen Salesforce-Entwickler-Zertifizierung?
Der Kurs beinhaltet das offizielle DEX602-Training und bereitet inhaltlich auf Salesforce-Developer-Zertifizierungen wie den Platform Developer I vor. Die Prüfung legen Sie eigenständig bei einem autorisierten Testcenter ab; das trägerinterne Zertifikat erhalten Sie unabhängig davon.
Wie viel Programmierzeit ist im Kurs enthalten?
Ein wesentlicher Teil des Kurses besteht aus hands-on Laborphasen, in denen Sie in einer eigenen Salesforce Developer Edition Org Komponenten entwickeln. Codebeispiele werden schrittweise erarbeitet und dann in eigenständigen Übungen vertieft. Der MS-Project-Teil ergänzt die Entwicklungsarbeit mit Planungsszenarios.
Ist der Kurs auch in Teilzeit durchführbar?
Laut Marktdaten wird dieser Kurs überwiegend in Vollzeit angeboten. Bei Bedarf sollte die Teilzeitmöglichkeit direkt beim jeweiligen Anbieter erfragt werden, da das Angebot variieren kann.
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