Software & Webentwicklung
ki machine learning

Software-QS im AI Engineering – Kurs

Praxisorientierte Weiterbildung in Methoden und Werkzeugen der Software-Qualitätssicherung für KI-getriebene Entwicklungsumgebungen — von Teststrategien bis zu automatisierten QA-Pipelines.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Software- & Praxistraining

Wie lange dauert der Kurs?
Der Umfang der Weiterbildung orientiert sich an den Inhalten und ist auf eine vollständige Bearbeitung aller Module ausgelegt. Angeboten wird der Kurs in verschiedenen Formaten — teils als Vollzeitkurs, teils in Teilzeit — sodass Lernende ein für ihre Lebenssituation passendes Format wählen… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Abschluss aller Kursmodule erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat mit dem Titel „Software-QS im AI Engineering". Diese qualifizierte Teilnahmebescheinigung dokumentiert die erworbenen Kompetenzen und ist für die Vorlage bei Arbeitgebern geeignet. Eine staatliche… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für eine erfolgreiche Teilnahme werden grundlegende Kenntnisse digitaler Werkzeuge und erste Berufserfahrung im Bereich Softwareentwicklung oder Product Engineering vorausgesetzt. Programmiererfahrung auf Einsteigerniveau — etwa in Python — erleichtert die Arbeit mit den praktischen… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Qualitätssicherung in der Softwareentwicklung war schon immer anspruchsvoll, doch der Einzug von KI-Modellen, ML-Pipelines und datengetriebenen Systemen stellt QA-Praktiker vor grundlegend neue Herausforderungen. Klassische Testmethoden stoßen dort an Grenzen, wo Systemverhalten nicht mehr vollständig deterministisch ist, Trainingsdaten die Ausgabe beeinflussen und Modell-Updates die gesamte Produktlogik verschieben können. Diese Weiterbildung vermittelt systematisch, wie Software-Qualitätssicherung im Kontext des AI Engineering funktioniert — von der Konzeption geeigneter Teststrategien über die Integration von QA-Prozessen in KI-Entwicklungszyklen bis hin zu automatisierten Qualitätspipelines. Lernende erarbeiten, welche Werkzeuge und Methoden sich für unterschiedliche Szenarien eignen, wie sie Datenqualität bewerten und wie sie Modellverhalten reproduzierbar testen und überwachen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — Grundlagen und Besonderheiten der QS in KI-Projekten: Der erste inhaltliche Baustein legt das konzeptionelle Fundament für alle nachfolgenden Themen. Da KI-Systeme ihr Verhalten aus Daten ableiten statt aus starren Regelwerken, muss auch die Qualitätssicherung neu gedacht werden. Lernende verstehen, warum klassische Testabdeckungsmetriken allein nicht ausreichen und welche ergänzenden Qualitätsdimensionen KI-spezifisch hinzukommen.

  • Abgrenzung klassischer Software-QA von KI-orientierter Qualitätssicherung
  • Fehlerarten in ML-Systemen: Datenfehler, Modellanomalien, Integrationsprobleme
  • Qualitätsmerkmale nach ISO/IEC 25010 im Kontext datengetriebener Anwendungen
  • Rollen und Verantwortlichkeiten im QA-Team eines AI-Engineering-Projekts
  • Dokumentationsstandards für KI-Qualitätsprozesse
  • Einführung in typische Testwerkzeuge und -rahmenwerke für ML-Projekte

Modul 2 — Datenqualität und Testdatenmanagement: Die Qualität eines KI-Modells steht und fällt mit der Qualität der Daten, auf denen es trainiert und evaluiert wird. Dieser Block behandelt, wie Daten systematisch geprüft, profiliert und auf Konsistenz bewertet werden — und welche Auswirkungen Datenmängel auf das Modellverhalten haben.

  • Dimensionen der Datenqualität: Vollständigkeit, Korrektheit, Konsistenz, Aktualität
  • Methoden zur Datenprofilerstellung und zur Erkennung von Anomalien
  • Labeling-Qualität prüfen: Metriken und Review-Prozesse für annotierte Datensätze
  • Umgang mit Klassenungleichgewichten und verzerrten Trainingsdaten
  • Datenversionierung und Reproduzierbarkeit von Experimenten
  • Synthetische Testdaten erzeugen: Einsatzbereiche und Grenzen

Modul 3 — Modell-Testing und Evaluationsstrategien: Sobald ein Modell trainiert ist, beginnt die systematische Evaluationsarbeit. Lernende erarbeiten, wie verschiedene Testarten — von Unit-Tests einzelner Komponenten bis zu Systemtests im produktionsnahen Umfeld — sinnvoll kombiniert werden, und welche Metriken für unterschiedliche Modell-Typen geeignet sind.

  • Evaluationsmetriken für Klassifikation, Regression und Sprachmodelle
  • Behavioral Testing und metamorphisches Testen für KI-Komponenten
  • Robustheitstests: Adversarial Examples, Out-of-Distribution-Daten, Edge Cases
  • A/B-Testing und Canary Releases für Modellversionen in der Produktion
  • Benchmark-Datensätze auswählen und fair einsetzen
  • Testergebnisse interpretieren und Handlungsempfehlungen ableiten

Modul 4 — CI/CD und Monitoring für KI-Systeme: Qualitätssicherung endet nicht mit dem Deployment. KI-Modelle können in der Produktion driften — das Verhalten verändert sich, wenn sich die Eingabedaten im Laufe der Zeit verschieben. Dieser Abschnitt vermittelt, wie QA-Prozesse in CI/CD-Pipelines verankert und produktive Systeme kontinuierlich überwacht werden.

  • Aufbau automatisierter ML-Testpipelines mit gängigen CI/CD-Werkzeugen
  • Qualitätsgates definieren: Schwellenwerte für Metriken, Ablehnungskriterien
  • Monitoring-Konzepte: Feature Drift, Label Drift, Concept Drift erkennen
  • Alerting-Strategien bei Qualitätsabweichungen in produktiven KI-Systemen
  • Logging und Traceability für ML-Inferenzläufe
  • Retraining-Trigger und Modell-Update-Workflows absichern

Praxis-Block — Anwendungsszenarien und Werkzeugarbeit

  • Aufsetzen einer einfachen ML-Testpipeline mit pytest und einem Modell-Framework
  • Datenqualitätsprüfung an einem realen oder realistischen Datensatz durchführen
  • Behavioral Tests für ein Textklassifikationsmodell schreiben und auswerten
  • Robustheitstest gegen veränderte Eingabeverteilung entwerfen
  • Monitoring-Dashboard für Modelldrift konzipieren und Metriken definieren
  • Qualitätsgate in eine CI/CD-Konfiguration integrieren
  • Fehleranalyse an einem fehlgeschlagenen Modell-Deployment durchführen
  • Testbericht erstellen und Ergebnisse für nicht-technische Stakeholder aufbereiten
  • Vergleich von zwei Modellversionen nach definierten Qualitätskriterien dokumentieren
  • Evaluationsrahmen für einen neuen KI-Anwendungsfall eigenständig entwerfen
  • Peer-Review eines Testplans mit konstruktivem Feedback
  • Diskussion realer Qualitätsvorfälle aus der KI-Praxis und Ableitung von Lessons Learned

Grundlage für die praktischen Übungen sind offene Werkzeuge und Framework-Konzepte, die im beruflichen Alltag tatsächlich Anwendung finden. Die Übungen sind so gestaltet, dass Lernende sie später auf eigene Projekte übertragen können, ohne von einem bestimmten Tooling abhängig zu sein. Ein abschließendes Praxisprojekt erlaubt es, den gesamten QA-Zyklus — von der Anforderungsanalyse über das Testdesign bis zur Auswertung und Dokumentation — selbständig zu durchlaufen und damit das Gelernte zu konsolidieren.

Lernziele:

  • Grundlegende Prinzipien der Software-Qualitätssicherung auf KI-Systeme übertragen und anpassen
  • Unterschiede zwischen klassischen und ML-basierten Systemtests erkennen und kommunizieren
  • Teststrategie für datengetriebene Anwendungen konzipieren und dokumentieren
  • Datenqualität als eigenständige Qualitätsdimension systematisch bewerten und sicherstellen
  • Automatisierte QA-Pipelines für ML-Projekte aufbauen und konfigurieren
  • Modellverhalten mit geeigneten Metriken erfassen, vergleichen und tracken
  • Regressionsrisiken bei Modell-Updates identifizieren und durch gezielte Tests beherrschen
  • Typische Fehlerquellen in KI-Systemen klassifizieren und strukturiert debuggen
  • Qualitätskritische Anforderungen aus Fachbereichen in testbare Kriterien übersetzen
  • QA-Prozesse in agile und DevOps-nahe Entwicklungsworkflows integrieren
  • Monitoring-Konzepte für produktive KI-Systeme entwickeln und umsetzen
  • Ergebnisse von Qualitätsanalysen fachübergreifend dokumentieren und präsentieren

Für wen ist der Kurs geeignet?

Diese Weiterbildung richtet sich an Personen mit digitalem Hintergrund, die sich im Bereich Qualitätssicherung für KI-Systeme spezialisieren möchten.

  • Softwareentwickler und Entwicklerinnen, die QA-Aufgaben in KI-Projekten übernehmen
  • Klassische QA-Engineers und Tester, die sich für ML-spezifische Testmethoden qualifizieren
  • Quereinsteiger mit soliden Grundkenntnissen in Softwareentwicklung oder Datenanalyse
  • Product-Owner und technische Projektverantwortliche, die QA-Prozesse verstehen und steuern müssen
  • Berufsrückkehrer mit IT-Erfahrung, die sich auf ein wachsendes Berufsfeld ausrichten
Voraussetzungen:

Für eine erfolgreiche Teilnahme werden grundlegende Kenntnisse digitaler Werkzeuge und erste Berufserfahrung im Bereich Softwareentwicklung oder Product Engineering vorausgesetzt. Programmiererfahrung auf Einsteigerniveau — etwa in Python — erleichtert die Arbeit mit den praktischen Übungseinheiten erheblich. Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sind für das Verständnis der Lernmaterialien und die aktive Mitarbeit in Diskussionen erforderlich. Ein Hochschulabschluss wird nicht vorausgesetzt; entscheidend sind nachvollziehbare digitale Vorkenntnisse und die Bereitschaft, sich in ein technisch anspruchsvolles Thema einzuarbeiten.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs verbindet theoretische Grundlagenblöcke mit praxisnahen Übungsaufgaben, die unmittelbar im Anschluss an die jeweiligen Inhalte bearbeitet werden. Lernende arbeiten sowohl eigenständig als auch in moderierten Diskussionsformaten, in denen reale Fallbeispiele aus KI-Projekten analysiert werden. Da die Zielgruppe unterschiedliche Vorkenntnisse mitbringt, sind die Lernmaterialien so aufgebaut, dass sie verschiedene Einsteigerpfade ermöglichen. Gearbeitet wird mit offenen Werkzeugen, sodass der Lerntransfer nicht an Lizenzkosten gebunden ist. Digitale Lernmaterialien stehen kursbegleitend zur Verfügung.

Der Umfang der Weiterbildung orientiert sich an den Inhalten und ist auf eine vollständige Bearbeitung aller Module ausgelegt. Angeboten wird der Kurs in verschiedenen Formaten — teils als Vollzeitkurs, teils in Teilzeit — sodass Lernende ein für ihre Lebenssituation passendes Format wählen können. Genauere Angaben zur konkreten Stundenzahl und zum Starttermin sind direkt über die jeweiligen Anbieter erhältlich, da diese variieren können.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Kursmodule erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat mit dem Titel „Software-QS im AI Engineering". Diese qualifizierte Teilnahmebescheinigung dokumentiert die erworbenen Kompetenzen und ist für die Vorlage bei Arbeitgebern geeignet. Eine staatliche oder herstellerseitige externe Zertifizierung ist mit diesem Abschluss nicht verbunden.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Qualifizierte QA-Fachleute mit KI-Kenntnissen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt, denn die meisten Unternehmen, die KI-gestützte Produkte entwickeln, suchen gezielt nach Personen, die nicht nur Modelle bauen, sondern deren Qualität auch systematisch absichern können. Wer nach diesem Kurs in ein AI-Engineering-Team eintritt, bringt ein Profil mit, das am Schnittpunkt von Softwareengineering, Datenverständnis und Qualitätssicherung liegt — eine Kombination, die in der Praxis selten und damit wertvoll ist. Der Kurs vermittelt kein abstraktes Lehrbuch-Wissen, sondern orientiert sich an den Problemen, die in laufenden KI-Projekten tatsächlich auftreten: Modelle, die in der Produktion unerwartet abweichen, Datensätze mit versteckten Qualitätsproblemen, Testpipelines, die erst dann aufgebaut werden, wenn es bereits zu spät ist. Lernende erarbeiten Antworten auf diese realen Herausforderungen und können das erworbene Handwerk direkt einsetzen. Für Personen, die aus der klassischen Softwareentwicklung oder dem konventionellen Testing kommen, bietet dieser Kurs eine gezielte Erweiterung ihres Profils in eine Richtung, die in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Die Kombination aus methodischem Rüstzeug und praktischer Werkzeugkompetenz schafft eine solide Grundlage für eine spezialisierte Rolle in KI-intensiven Entwicklungsumgebungen.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • QA Engineer für KI-Systeme
  • Software-Qualitätssicherungsingenieur/in
  • ML Test Engineer
  • AI-Entwickler/in mit QA-Schwerpunkt
  • Technical Product Owner (KI-Produkte)

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich Python-Kenntnisse mitbringen?

Programmierkenntnisse auf Einsteigerniveau erleichtern die praktischen Übungen erheblich, sind aber keine formale Zulassungsvoraussetzung. Wer erste Berufserfahrung im digitalen Bereich mitbringt, kann dem Kurs in aller Regel folgen.

Unterscheidet sich dieser Kurs von klassischen Softwaretesting-Kursen?

Ja, der Schwerpunkt liegt explizit auf KI-spezifischen Herausforderungen wie Datendrift, nicht-deterministischem Modellverhalten und der Qualitätssicherung von ML-Pipelines — Themen, die in klassischen QA-Kursen nicht behandelt werden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach Abschluss aller Kursmodule erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat mit der Bezeichnung „Software-QS im AI Engineering". Es handelt sich um eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, keine externe Herstellerzertifizierung.

Für wen ist dieser Kurs besonders geeignet?

Der Kurs richtet sich an Personen aus der Softwareentwicklung oder dem klassischen Softwaretesting, die sich auf KI-Systeme spezialisieren möchten, sowie an Quereinsteiger mit soliden digitalen Grundkenntnissen.