Überblick
Supply-Chain-Management gehört zu den zentralen Kompetenzfeldern moderner Unternehmen. Wer Lieferketten effizient steuert, senkt Kosten, reduziert Durchlaufzeiten und steigert die Kundenzufriedenheit. Diese Weiterbildung vermittelt das notwendige Grundlagen- und Praxiswissen, um Lieferkettenprozesse zu verstehen, zu analysieren und mit digitalen Werkzeugen wie SAP zu optimieren. Von der Beschaffung über die Produktion bis zur Distribution und Rückführung — alle wesentlichen Prozessstufen werden systematisch erarbeitet. Ergänzend erhalten Teilnehmende eine praxisnahe Einführung in ERP-Systeme und deren Rolle im SCM-Kontext.
Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen des Supply-Chain-Managements bilden den Einstieg in die Weiterbildung. Teilnehmende erarbeiten ein tiefes Verständnis dafür, wie Lieferketten strukturiert sind und wie der vielschichtige Fluss von Gütern, Informationen und Finanzmitteln in der Praxis funktioniert. Besonders der historische Abriss — von frühen Logistikkonzepten bis hin zu vernetzten, globalen Supply Chains — verdeutlicht, warum heutiges SCM-Wissen unentbehrlich ist.
- Bedeutung und Funktionen moderner Lieferketten
- Güter-, Informations- und Finanzflüsse im Überblick
- Kernprinzipien Integration, Kooperation, Agilität und Transparenz
- Historische Entwicklung: Von der klassischen Logistik zum digitalen SCM
- Aktuelle Megatrends (Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Resilienz)
- Technologische Treiber wie IoT, KI und Blockchain im SCM-Kontext
SCM-Prozesslandschaft stellt das operative Herzstück der Weiterbildung dar. Hier werden die vier Kernprozesse — Beschaffung, Produktion, Distribution und Rückführung — systematisch durchleuchtet. Teilnehmende lernen, wie diese Prozesse zusammenwirken und welche Stellschrauben für eine nachhaltige Effizienzsteigerung entscheidend sind.
- Beschaffungsprozesse und Lieferantenmanagement
- Produktionsplanung und -steuerung
- Distributionsnetzwerke und Lagerlogistik
- Reverse Logistics und Rückführungsmanagement
- Methoden zur Prozessoptimierung (z.B. Lean, Six Sigma im SCM)
- Best Practices aus Industrie und Handel
ERP-Systemlandschaft für SCM vermittelt das technische Fundament für den digitalen Alltag in der Lieferkette. Im Mittelpunkt steht SAP als marktführende ERP-Lösung, wobei Teilnehmende sowohl konzeptionell als auch praxisnah an realen Systemoberflächen arbeiten.
- Einführung in ERP-Systeme und ihre Bedeutung für das SCM
- SAP-Module im SCM-Überblick (MM, SD, PP, WM)
- Integration von SCM-Prozessen in SAP
- Navigation und grundlegende SAP-Transaktionen
- Fallstudienbasierte Prozessoptimierung in SAP
- Auswertungen und Berichte im SAP-Umfeld
Praxisübungen und Fallstudien sichern den Transfer der theoretischen Grundlagen in die berufliche Realität. Typische Aufgaben und Herausforderungen aus dem Logistik- und SCM-Alltag werden in realistischen Szenarien durchgespielt.
- Analyse einer mehrstufigen Lieferkette in einem Fallbeispiel
- Optimierung von Beschaffungsprozessen mit SAP-Unterstützung
- Simulation von Bestandsführung und Disposition
- Erstellung von SCM-Berichten und Kennzahlen
- Bewertung von Lieferantenperformance anhand von KPIs
- Identifikation von Engpässen und Entwicklung von Gegenmaßnahmen
- Bearbeitung eines Distributionsoptimierungsszenarios
- Auswertung und Präsentation von Fallstudien-Ergebnissen
- Übungen zur Lagerverwaltung und Tourenplanung
- Anwendung von Lean-Methoden auf eine produktionsnahe Lieferkette
- Dokumentation und Prozessdarstellung mit SCM-Diagrammen
- Vertiefungsübung: Vollständiger Order-to-Cash-Prozess in SAP
Ergänzend vermittelt die Weiterbildung kommunikative und analytische Fähigkeiten, die im SCM-Alltag unverzichtbar sind. Teilnehmende üben, Prozessdaten zu interpretieren und Optimierungsmaßnahmen gegenüber unterschiedlichen Stakeholdern zu kommunizieren. Die enge Verzahnung von Theorie, Systemarbeit und Fallstudien stellt sicher, dass das erworbene Wissen direkt in der Praxis einsetzbar ist.
Lernziele:
- Aufbau, Struktur und Funktionsprinzip moderner Supply Chains verstehen
- Den Fluss von Gütern, Informationen und Finanzmitteln entlang der Lieferkette nachvollziehen und beschreiben
- Kernprinzipien des SCM — Integration, Kooperation, Agilität und Transparenz — erläutern und anwenden
- Historische Entwicklung des Supply-Chain-Managements und aktuelle Trends einordnen
- Alle vier Hauptprozesse (Beschaffung, Produktion, Distribution, Rückführung) in ihrer Wechselwirkung analysieren
- Methoden zur Prozessoptimierung und Best Practices im SCM anwenden
- ERP-Systeme und deren Bedeutung für das Supply-Chain-Management erläutern
- SAP im SCM-Kontext bedienen und konkrete Praxisfälle bearbeiten
- Fallstudien zur Prozessoptimierung selbstständig durchführen und Ergebnisse präsentieren
- Beschäftigungsmöglichkeiten und Karrierewege im Supply-Chain-Management benennen
- Schnittstellenwissen zwischen Logistik, IT und kaufmännischen Bereichen aufbauen
- Digitale Technologien und Softwarelösungen im Lieferkettenkontext bewerten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die bereits berufliche Erfahrung in logistiknahen oder kaufmännischen Bereichen mitbringen und ihr Profil gezielt in Richtung Supply-Chain-Management schärfen wollen. Auch Quereinsteiger mit verwandtem Hintergrund — etwa aus Vertrieb, Produktion oder Qualitätssicherung — profitieren von der strukturierten Einführung.
- Fachkräfte aus Logistik, Beschaffung, Einkauf und Materialwirtschaft
- Mitarbeitende in Industrie, Handel und Logistikdienstleistung, die Lieferketten optimieren möchten
- IT-Fachkräfte, die sich auf Lieferkettensoftware spezialisieren wollen
- Projektmanager und Führungskräfte mit Bezug zu Supply-Chain-Themen
- Analysten und Berater, die sich auf Lieferketten fokussieren
Für die Teilnahme werden gute Deutschkenntnisse auf dem Sprachniveau B2 sowie grundlegende Englischkenntnisse vorausgesetzt, da Teile der Fachliteratur und Systemoberflächen auf Englisch sind. Außerdem ist eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium im kaufmännischen, wirtschaftswissenschaftlichen, technischen, logistischen oder IT-Bereich erforderlich. Kaufmännische Grundlagenkenntnisse und ein sicherer Umgang mit dem PC erleichtern den Einstieg. Vorkenntnisse in SAP oder SCM sind nicht zwingend erforderlich, jedoch von Vorteil.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung wird als Combined Learning durchgeführt und verbindet Präsenz- und Online-Phasen zu einem flexiblen Lernkonzept. Theoretische Inhalte werden durch interaktive Lehrgespräche, strukturierte Lerneinheiten und digitale Lernmaterialien vermittelt. Praxisübungen und Fallstudien im SAP-System vertiefen das erlernte Wissen unmittelbar. Dozentinnen und Dozenten mit Berufserfahrung aus der Logistik- und IT-Branche begleiten die Lerngruppen und stehen für individuelle Fragen zur Verfügung. Gruppenarbeiten und der Austausch mit anderen Teilnehmenden fördern das vernetzte Denken, das im Supply-Chain-Management besonders gefragt ist.
Die Weiterbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von mehr als einer Woche bis zu einem Monat und wird in Vollzeit absolviert. Der genaue Stundenumfang variiert je nach Bildungsträger; in der Regel umfasst die Maßnahme mehrere aufeinander aufbauende Lernblöcke, die Grundlagen, Prozesslandschaft und SAP-Praxis systematisch verbinden.
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsträgers. Dieses Dokument belegt die erworbenen Kenntnisse im Supply-Chain-Management und kann gegenüber potenziellen Arbeitgebern als Qualifikationsnachweis vorgelegt werden. Eine staatliche oder bundesweit einheitliche Zertifizierung ist mit dieser Weiterbildung nicht verbunden.
Nutzen & Perspektiven
Supply-Chain-Management ist eine der gefragtesten Qualifikationen in Industrie, Handel und Dienstleistung. Wer Lieferketten effizient steuern kann, ist in Unternehmen jeder Größenordnung ein gesuchtes Profil — von der mittelständischen Produktion bis zum internationalen Logistikkonzern. Die Kombination aus SCM-Grundlagen und SAP-Praxis macht Absolventinnen und Absolventen dieser Weiterbildung zu sofort einsetzbaren Fachkräften, die nicht nur Prozesse verstehen, sondern auch digitale Werkzeuge sicher bedienen können. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Je nach persönlicher Situation kommen auch Mittel aus dem Qualifizierungschancengesetz, der Berufsförderung (BFD) der Bundeswehr, der Rehabilitationsförderung oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Interessierte sollten frühzeitig Kontakt mit ihrer zuständigen Stelle aufnehmen, um die passende Förderung zu klären. Langfristig eröffnet diese Qualifikation Karrierewege als Supply-Chain-Manager, Logistikplaner, SAP-SCM-Berater oder SCM-Analyst. Das Wissen bildet zudem die Basis für weiterführende Spezialisierungen — etwa in den Bereichen Einkauf, Lagerlogistik, internationaler Handel oder digitale Transformation der Lieferkette. Wer heute in SCM-Kompetenzen investiert, legt damit den Grundstein für eine zukunftssichere Berufsposition in einer der dynamischsten Branchen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse benötige ich für diese SCM-Weiterbildung?
Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse (B2), grundlegende Englischkenntnisse sowie eine kaufmännische, wirtschaftswissenschaftliche, technische, logistische oder IT-Ausbildung. SAP-Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Welches Zertifikat erhalte ich nach Abschluss?
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsträgers. Dieses Dokument belegt Ihre Kenntnisse im Supply-Chain-Management gegenüber potenziellen Arbeitgebern.
Kann diese Weiterbildung gefördert werden?
Ja, bei AZAV-zertifizierten Trägern ist eine Förderung über Bildungsgutschein möglich. Weitere Förderwege umfassen das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), Rehabilitationsleistungen sowie Leistungen der Deutschen Rentenversicherung. Die Zuständigkeit hängt von der persönlichen Situation ab.
Wie läuft die Weiterbildung praktisch ab?
Die Maßnahme wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt und verbindet Präsenz- und Online-Phasen. Praxisübungen erfolgen direkt im SAP-System anhand realistischer Fallstudien, sodass das Gelernte unmittelbar angewendet wird.
Für welche Berufe qualifiziere ich mich nach der Weiterbildung?
Absolventinnen und Absolventen können als Supply-Chain-Manager, Logistikplaner, SAP-SCM-Berater oder SCM-Analyst tätig werden. Das erworbene Wissen bildet auch die Grundlage für weiterführende Spezialisierungen in Einkauf, Lagerlogistik oder digitale Supply-Chain-Transformation.
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