Überblick
Dieser Kurs vermittelt UI/UX-Design als eigenständige Disziplin und integriert von Beginn an KI-gestützte Werkzeuge in jeden Schritt des Designprozesses. Statt klassischem Literaturstudium von Usability-Grundsätzen wird Research direkt mit KI-Unterstützung betrieben: Personas entstehen durch strukturierte KI-Analysen, erste Wireframes werden mit KI-Assistenz skizziert, und visuelle Konzepte werden durch Bildgenerierungstools exploriert, bevor sie in Figma ausgearbeitet werden. Die Vermittlung der UX-Methodik — von der Nutzerbedarfsanalyse bis zum Usability-Test — erfolgt dabei durchgehend in Verbindung mit dem konkreten Einsatz passender KI-Werkzeuge.
Kursinhalte & Lernziele
UX-Methodik mit KI-Unterstützung Nutzerzentriertes Design beginnt mit dem Verstehen von Menschen — ihrer Ziele, Frustrationen und Verhaltensweisen. Dieses Modul vermittelt die methodischen Grundlagen des User Research und zeigt, wie KI-Werkzeuge den Research-Prozess beschleunigen und vertiefen können. Im Gegensatz zu klassischen Ansätzen, bei denen Personas manuell aus Interviewdaten abstrahiert werden, lernen die Teilnehmenden, wie strukturierte KI-Analysen aus qualitativen und quantitativen Daten valide Nutzerprofile erzeugen.
- Nutzerbedarfsanalyse: Interviews, Beobachtungen, Online-Surveys
- KI-gestützte Persona-Entwicklung: Strukturierte Prompts, Datenanalyse, Validierung
- User Journeys und Touchpoint-Mapping mit KI-Assistenz erstellen
- Jobs-to-be-done-Framework als Ergänzung zur Persona-Methode
- Competitive Analysis mit KI-Tools: Wettbewerbsinterfaces systematisch auswerten
- Empathy Maps und How-Might-We-Fragen als Ideengenerierungsbasis
KI-gestütztes Konzept und Wireframing Wireframing und frühe Konzeptarbeit profitieren besonders stark von KI-Unterstützung, weil in dieser Phase Geschwindigkeit und Iteration wichtiger sind als Perfektion. Dieses Modul zeigt, wie Designentwürfe mit KI-Assistenz schnell in Varianten entstehen, wie Bildgenerierungstools visuelle Konzepte explorieren und wie diese Rohkonzepte in fundierte Wireframes überführt werden.
- Informationsarchitektur und Navigation konzipieren
- Low-Fidelity-Wireframing mit KI-Assistenz: automatische Layoutvorschläge und Varianten
- Moodboards und visuelle Konzepte mit Midjourney und DALL-E entwickeln
- Von der Bildgenerierung zum strukturierten Interface: Überführungsprozess
- UI-Patterns und Designsysteme: Wann Konvention, wann Innovation?
- Feedbackschleifen in der frühen Konzeptphase organisieren
Figma: Prototyping und Designsystem Figma ist das zentrale Arbeitswerkzeug moderner UI/UX-Designteams. Dieses Modul führt von der grundlegenden Figma-Bedienung bis zur Arbeit mit Komponenten, Auto Layout und interaktiven Prototypen. Besonderes Gewicht liegt auf dem Aufbau eines einfachen Designsystems, das konsistente Oberflächen ermöglicht und die Übergabe an Entwicklungsteams vereinfacht.
- Figma-Grundlagen: Frames, Ebenen, Vektoren, Farb- und Textstile
- Komponenten und Varianten: Aufbau wiederverwendbarer Designelemente
- Auto Layout: Responsive Designs effizient aufbauen
- Interaktive Prototypen: Verlinkungen, Transitions, Microinteractions
- Designsystem-Grundlagen: Tokenstruktur, Bibliothek, Versionierung
- Handoff an Entwicklung: Inspektionsmodus, CSS-Ausgabe, Dev-Mode
Usability-Tests und Designiteration Ein gutes Design entsteht durch Testen und Verbessern. Dieses Modul vermittelt, wie Usability-Tests strukturiert vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet werden — und wie KI-Tools die Analyse von Nutzerrückmeldungen beschleunigen. Außerdem werden Accessibility-Grundlagen behandelt, die im modernen UI/UX-Design nicht verhandelbar sind.
- Usability-Test-Plan: Ziele, Szenarien, Rekrutierung
- Moderationstechniken für Remote-Usability-Tests
- Think-Aloud-Protokoll und Aufzeichnungsauswertung
- KI-gestützte Analyse von Testaufnahmen und Feedback-Clustering
- WCAG-Accessibility-Grundsätze in Designentscheidungen integrieren
- Iterationszyklen: Vom Testergebnis zur Designverbesserung
Praxisblock
- Vollständiges UX-Research-Paket für ein fiktives Produkt erstellen
- KI-generierte Persona entwickeln und mit qualitativen Daten abgleichen
- User Journey Map für einen definierten Nutzungspfad aufzeichnen
- Competitive-Analysis-Bericht mit KI-Werkzeug erstellen
- Wireframes für Mobile und Desktop-Ansicht mit KI-Assistenz skizzieren
- Moodboard und visuelles Konzept mit Bildgenerierungstool entwickeln
- Figma-Komponente mit Varianten aufbauen und in ein Designsystem einbinden
- Klickbaren Prototyp für ein fünfseitiges Interface in Figma erstellen
- Usability-Test mit zwei bis drei Testpersonen remote durchführen
- Testauswertung mit KI-Analysetool strukturieren und priorisieren
- Designiteration auf Basis der Testergebnisse umsetzen
- Abschlusspräsentation: Design Case Study mit vollständigem Prozessnachweis
Die Aufgaben im Praxisblock bauen aufeinander auf und erzeugen am Ende ein vollständiges UX-Projekt — von der ersten Research-Frage bis zum getesteten, iterierten Prototyp.
Lernziele:
- Nutzerzentriertes Design als Prozess verstehen und eigenständig durchführen
- Personas und User Journeys mit KI-Unterstützung entwickeln und validieren
- Wireframes und Prototypen mit KI-Assistenz konzipieren und in Figma umsetzen
- Grundprinzipien der visuellen Gestaltung (Gestaltgesetze, Farblehre, Typografie) im digitalen Kontext anwenden
- Interaktionsdesign und UI-Patterns für verschiedene Bildschirmgrößen konzipieren
- Figma als zentrales Designwerkzeug sicher bedienen — von der Komponente bis zum klickbaren Prototyp
- KI-Bildgenerierungstools (Midjourney, DALL-E) für Moodboards, Icons und visuelle Konzepte einsetzen
- Usability-Tests planen, durchführen und Ergebnisse in Designverbesserungen überführen
- Responsive UX-Konzepte für Mobile und Desktop entwickeln
- Dialogprinzipien und Accessibility-Standards in Designs integrieren
- Feedback aus Nutzertests mit KI-Analyse-Tools strukturiert auswerten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die UI/UX-Design als Beruf anstreben oder in ihrer bisherigen Tätigkeit stärker in Gestaltung und Nutzerforschung einsteigen möchten.
- Grafik-Designer und -designerinnen, die in UI/UX wechseln wollen
- Webentwickler und -entwicklerinnen, die das Designverständnis ausbauen möchten
- Produktmanager und -managerinnen mit Gestaltungsinteresse
- Kommunikationsdesign-Absolventinnen und -Absolventen, die digitales Produktdesign lernen wollen
- Fachfremde Quereinsteiger und -einsteigerinnen mit nachgewiesenem Interesse an Bildbearbeitung und digitaler Gestaltung
Für die Teilnahme wird ein Realschulabschluss, Abitur, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Hochschulabschluss (auch ein abgebrochenes Studium) vorausgesetzt. Vorkenntnisse in Bildbearbeitung oder digitaler Gestaltung sind vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich. Grundlegende Computerkenntnisse und die Bereitschaft, neue Softwarewerkzeuge intensiv zu erlernen, werden erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs verbindet strukturierte Lehreinheiten mit umfangreichen praktischen Übungen. Neue Konzepte werden zunächst erklärt und vorgeführt, danach sofort in eigenen Projekten angewendet. KI-Werkzeuge stehen dabei nicht am Rand des Curriculums, sondern sind integraler Bestandteil jedes Arbeitsschritts. Figma, Bildgenerierungstools und KI-Research-Assistenten werden im Kurs lizenziert zur Verfügung gestellt oder über kostenlose Einstiegspläne genutzt.
Die Kursdauer variiert je nach Anbieter; typische Formate im Markt umfassen mehrere Wochen intensiven Online-Unterricht. Das Format ist vollständig digital und ermöglicht ortsunabhängiges Lernen in betreuter Lernumgebung.
Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Die im Kurs erstellten Arbeiten — Research-Pakete, Wireframes, Figma-Prototypen — bilden den Kern eines eigenen Design-Portfolios, das bei Bewerbungen und in der freiberuflichen Akquise eingesetzt werden kann.
Nutzen & Perspektiven
UI/UX-Design mit KI-Werkzeugen ist kein Nischenthema mehr: Unternehmen suchen gezielt nach Designerinnen und Designern, die nicht nur klassische Methoden beherrschen, sondern KI sinnvoll in ihren Workflow integrieren. Die Kombination aus fundierter Nutzermethodik und toolgestützter Effizienz macht Absolventen dieses Kurses zu gefragten Profilen in Produktteams, Agenturen und als Freelancer. Durch den konsequenten Praxisansatz — jedes Thema wird sofort in eigenen Projekten angewendet — entsteht kein abstraktes Theoriewissen, sondern anwendbares Können. Das Abschlussprojekt liefert ein vollständiges UX-Case-Study, das zeigt, wie ein Designprozess von der Research-Phase bis zum getesteten Prototyp aussieht. Die Integration von KI in den UX-Prozess verändert zudem die Arbeit langfristig: Wer heute lernt, wie KI-generierte Personas, automatisiertes Wireframing und KI-gestützte Testauswertung funktionieren, hat eine methodische Grundlage, um auch künftige Werkzeugentwicklungen schnell zu bewerten und produktiv zu nutzen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worin unterscheidet sich dieser Kurs von einem klassischen UX-Design-Kurs?
KI-Tools sind hier kein optionales Add-on, sondern in jeden Schritt des Designprozesses integriert — von der Persona-Entwicklung bis zur Usability-Auswertung. Die UX-Methodik wird konsequent mit KI-Assistenz erlernt, nicht separat davon.
Muss ich Figma kennen, bevor ich anfange?
Nein. Figma wird im Kurs von Grund auf eingeführt. Der Kurs führt Schritt für Schritt von einfachen Layouts bis zu interaktiven Prototypen mit Designsystem.
Welche KI-Tools werden konkret eingesetzt?
Im Kurs werden unter anderem Sprachmodelle für UX-Research und Persona-Entwicklung, Bildgenerierungstools wie Midjourney und DALL-E für visuelle Konzepte sowie KI-gestützte Analyse-Tools für Usability-Auswertungen eingesetzt.
Welcher Abschluss wird ausgestellt?
Teilnehmende erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Die im Kurs erstellten Arbeiten bilden ein Design-Portfolio für den Berufseinstieg.
Ist der Kurs auch für komplette Designanfänger geeignet?
Ja, sofern grundlegende Computerkenntnisse vorhanden sind und Interesse an digitaler Gestaltung besteht. Vorkenntnisse in Bildbearbeitung sind vorteilhaft, aber nicht Pflicht. Der Kurs startet mit den Grundlagen.
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