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BGM-Weiterbildung: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Weiterbildung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement: Konzepte, Tools und Maßnahmen für ein nachhaltiges, gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt. Die Gesamtdauer orientiert sich am Umfang der Lehrgangsmodule einschließlich der Projektarbeit. Genaue Zeiten sind beim Anbieter zu erfragen. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Abschluss – einschließlich der Projektarbeit – erhalten Teilnehmende das Zertifikat mit der Bezeichnung „BGM – Betrieblicher Gesundheitsmanager / Betriebliche Gesundheitsmanagerin" sowie der Auflistung aller Lehrgangsinhalte. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Sehr gute Deutschkenntnisse (mindestens B2-Niveau) sind erforderlich, da die Weiterbildung in vollem Umfang auf Deutsch stattfindet und die Abschlussdokumentation schriftlich verfasst werden muss. Berufliche Vorerfahrung in HR, Führung oder einem sozialen Berufsfeld ist hilfreich, aber keine… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Hohe Krankenstände, psychische Belastungen und die zunehmende Herausforderung, Mitarbeitende langfristig gesund und leistungsfähig zu halten, machen betriebliches Gesundheitsmanagement zu einer strategischen Aufgabe in Unternehmen. Diese Weiterbildung vermittelt das Handwerkszeug, um BGM-Konzepte selbstständig zu entwickeln, zu implementieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neben präventiven Handlungsschritte steht die betriebliche Wiedereingliederung nach Krankheitsphasen im Fokus. Teilnehmende lernen, alle relevanten Akteure – von der Geschäftsführung über Führungskräfte bis zu Mitarbeitenden und Betriebsrat – in einen gemeinsamen Gesundheitsprozess einzubinden.

Was lernst du in diesem Kurs?

Demografische Herausforderungen und BGM-Grundlagen Die alternde Belegschaft, veränderte Arbeitsformen und steigende psychische Belastungen sind der Ausgangspunkt des ersten Blocks. Hier wird der Rahmen für betriebliches Gesundheitsmanagement abgesteckt: Was ist BGM, worin unterscheidet es sich von betrieblicher Gesundheitsprävention, und warum lohnt sich die Investition für Unternehmen aus ökonomischer wie sozialer Perspektive?

  • Demografischer Wandel und seine Folgen für die Arbeitsfähigkeit
  • Abgrenzung BGM, betriebliche Gesundheitsprävention und Arbeitsschutz
  • Fehlzeitenanalyse als betriebliche Grundlage für gezielte Handlungsschritte
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Pflichten des Arbeitgebers
  • Stakeholder-Landschaft im BGM: Führung, HR, Betriebsrat, Krankenkassen

Analyse, Planung und Risikobewertung Wirksames BGM beginnt mit einer systematischen Bestandsaufnahme. Dieser Block vermittelt Instrumente zur Situationsanalyse, zum Erkennen von Belastungsschwerpunkten und zur Ableitung konkreter Handlungsfelder.

  • Gesundheitsreports und betriebliche Kennzahlen interpretieren
  • Mitarbeiterbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastung
  • Analyse von Arbeitsplatzbedingungen und Organisationsstrukturen
  • Priorisierung von Handlungsschrittefeldern auf Basis der Analyseergebnisse
  • Bedarfs- und Ressourcenanalyse als Entscheidungsgrundlage für die Planung

Werkzeuge, Handlungsschritte und BEM Im dritten Block werden konkrete Interventionsformen vorgestellt, die in der Praxis erprobt sind: von Bewegungs- und Ernährungsangeboten über stressreduzierende Handlungsschritten bis zum strukturierten Wiedereingliederungsverfahren. Das BEM wird dabei als gesetzlich verankertes, aber auch strategisch wertvolles Instrument beleuchtet.

  • Verhältnis- und verhaltenspräventive Handlungsschritte im Vergleich
  • Stressmanagement-Angebote: Entspannungstechniken, Resilienzstärkung, Achtsamkeit
  • Bewegungsförderung und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement: Ablauf, Rechte, Gesprächsführung
  • Einbindung externer Dienstleister und Krankenkassen in das BGM

DIN 45001, Evaluation und Projektarbeit Der abschließende Block widmet sich dem normativen Qualitätsrahmen und der Erfolgskontrolle. Die DIN 45001 wird als Managementsystem vorgestellt, das BGM-Aktivitäten systematisiert und auditierbar macht. Die Projektarbeit schließt die Weiterbildung praktisch ab.

  • Aufbau und Anforderungen der DIN 45001 für Sicherheit und Gesundheit
  • Implementierung eines Managementsystems für Gesundheit und Sicherheit
  • Evaluationsmethoden: Kennzahlen, Mitarbeiterfeedback, Wirksamkeitsanalyse
  • Kommunikation von BGM-Ergebnissen gegenüber Geschäftsführung und Belegschaft
  • Eigenständige Projektarbeit: Entwicklung eines BGM-Konzepts für ein Unternehmensszenario

Praxisblock Neben den modularen Wissensblöcken sind praxisbezogene Übungen und Fallarbeit durchgehend integriert. Teilnehmende arbeiten an Situationen, die dem Berufsalltag von Gesundheitsmanager:innen und HR-Fachleuten nahekommen.

  • Analyse von Fallbeispielen aus unterschiedlichen Unternehmensgrößen und Branchen
  • Entwicklung von Kommunikationsstrategien zur Einbindung der Führungsebene
  • Erstellung eines Aktionsplans für ein simuliertes Unternehmen
  • Diskussion rechtlicher Grenzfälle im BEM und deren praktische Handhabung
  • Rollenspiele zu schwierigen Gesprächen im Rahmen der Wiedereingliederung
  • Peer-Feedback zu BGM-Konzeptentwürfen
  • Erarbeitung von Evaluationsinstrumenten für konkrete Handlungsschritten
  • Transfer der DIN-45001-Anforderungen auf reale Unternehmensszenarien
  • Rückschau ethischer Fragen im Umgang mit Gesundheitsdaten und BEM-Prozessen
  • Verknüpfung von Erkenntnissen aus Modul 1 bis 4 in der abschließenden Projektarbeit
  • Austausch über branchenspezifische Besonderheiten im BGM

Die Projektarbeit am Ende der Weiterbildung ermöglicht es, das Gelernte in einem zusammenhängenden Konzept zu bündeln und kritisch zu einordnen. Dieses Dokument kann als Arbeitsgrundlage in der eigenen beruflichen Praxis genutzt werden.

Lernziele:

  • Demografische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Arbeitsfähigkeit verstehen
  • Ziele und wirtschaftlichen Nutzen eines BGM-Systems in Unternehmen begründen
  • Gesundheitliche Risikofaktoren im Betrieb analysieren und bewerten
  • Ein strukturiertes BGM-Konzept von der Bedarfsanalyse bis zur Umsetzung entwickeln
  • Geeignete Handlungsschritte zur Gesundheitsprävention auswählen und koordinieren
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) rechtssicher und wertschätzend gestalten
  • Kommunikationsstrategien einsetzen, um Führungskräfte und Belegschaft zu motivieren
  • Die DIN 45001 (Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) anwenden
  • Evaluation und Erfolgsmessung von BGM-Handlungsschritten methodisch umsetzen
  • Projektarbeit zu einem realen oder realitätsnahen Unternehmensfall durchführen
  • Wechselwirkungen zwischen Organisationsstruktur, Führungskultur und Mitarbeitergesundheit erkennen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Weiterbildung wendet sich an Fach- und Führungskräfte, die im betrieblichen Gesundheitskontext Verantwortung übernehmen oder diese ausbauen wollen.

  • Personalreferent:innen und HR-Business-Partner, die Gesundheitsthemen strategisch verankern wollen
  • Führungskräfte, die die Gesundheit ihrer Teams aktiv stärken möchten
  • Coaches und Berater:innen, die ihr Portfolio um BGM erweitern
  • Betriebsräte und Sicherheitsbeauftragte mit Interesse an systematischem Gesundheitsmanagement
  • Quereinsteigende aus dem Sozial- oder Gesundheitsbereich, die in die Unternehmensberatung wechseln wollen
Voraussetzungen:

Sehr gute Deutschkenntnisse (mindestens B2-Niveau) sind erforderlich, da die Weiterbildung in vollem Umfang auf Deutsch stattfindet und die Abschlussdokumentation schriftlich verfasst werden muss. Berufliche Vorerfahrung in HR, Führung oder einem sozialen Berufsfeld ist hilfreich, aber keine formale Voraussetzung. Grundlegendes Verständnis von Organisationsstrukturen und betrieblichen Abläufen erleichtert den Einstieg.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Das Programm findet im Hybrid-Learning-Format statt und kombiniert Live-Online-Seminare in Echtzeit mit flexiblen Lernphasen. Lehrkräfte sind während der gesamten Handlungsschritt unmittelbar erreichbar; Fragen und Interaktionen sind fester Bestandteil des didaktischen Konzepts. Videokonferenzen, Kleingruppenarbeit und Plenumsdiskussionen wechseln sich ab. Die Projektarbeit wird individuell betreut.

Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt. Die Gesamtdauer orientiert sich am Umfang der Lehrgangsmodule einschließlich der Projektarbeit. Genaue Zeiten sind beim Anbieter zu erfragen.

Nach erfolgreichem Abschluss – einschließlich der Projektarbeit – erhalten Teilnehmende das Zertifikat mit der Bezeichnung „BGM – Betrieblicher Gesundheitsmanager / Betriebliche Gesundheitsmanagerin" sowie der Auflistung aller Lehrgangsinhalte. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat; keine staatliche oder kammerseitige Prüfung ist vorgesehen. Das Zertifikat dokumentiert eine strukturierte Qualifizierung nach einem anerkannten Curriculum.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist längst keine Kür mehr, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Belegschaft investieren, berichten von sinkenden Fehlzeiten, höherer Mitarbeiterbindung und verbesserter Arbeitgeberattraktivität. Wer nach dieser Weiterbildung ein BGM-System aufbaut oder weiterentwickelt, trägt nachweisbar zu wirtschaftlichen Kennzahlen bei und positioniert sich als unverzichtbare Schnittstelle zwischen HR, Führung und Unternehmensleitung. Das erworbene Zertifikat mit vollständiger Inhaltsdokumentation ist ein konkreter Nachweis für Arbeitgeber und macht den Qualifizierungsumfang transparent. Gerade für Quereinsteiger:innen, die bislang kein formales BGM-Zertifikat vorweisen konnten, ist das Dokument eine sinnvolle Ergänzung des Lebenslaufs – und ein klares Signal an potenzielle Arbeitgeber oder Klienten. Die Verknüpfung von Analyse, Planung, konkreten Handlungsschritten und normativen Anforderungen (DIN 45001) sorgt dafür, dass Teilnehmende nach der Weiterbildung nicht nur theoretisches Wissen mitbringen, sondern direkt handlungsfähig sind. Ob kleines mittelständisches Unternehmen oder großer Konzern – die Inhalte sind so aufgebaut, dass sie auf unterschiedlichste Organisationsgrößen und Branchen übertragbar sind.

Welche Förderung passt zu dir?

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Betriebliche:r Gesundheitsmanager:in
  • BGM-Beauftragte:r
  • Personalreferent:in für Gesundheitsmanagement
  • HR-Business-Partner
  • Betriebliche:r Coach

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welches Zertifikat erhalte ich nach der Weiterbildung?

Nach erfolgreichem Abschluss einschließlich der Projektarbeit erhalten Sie das trägerinterne Zertifikat „BGM – Betrieblicher Gesundheitsmanager / Betriebliche Gesundheitsmanagerin" mit vollständiger Auflistung aller Lerninhalte. Es handelt sich nicht um eine staatlich anerkannte Prüfung, sondern um eine dokumentierte Weiterbildungsqualifikation.

Muss ich Vorkenntnisse im Gesundheitsmanagement mitbringen?

Formale Vorkenntnisse im BGM sind nicht vorausgesetzt. Sehr gute Deutschkenntnisse (B2) sind jedoch notwendig, da der Kurs vollständig auf Deutsch stattfindet und eine schriftliche Projektarbeit verfasst wird. Berufserfahrung in HR, Führung oder einem sozialen Bereich ist hilfreich.

Was ist der Unterschied zwischen BGM und betrieblicher Gesundheitsförderung?

Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst konkrete Maßnahmen wie Sportkurse oder Ernährungsberatung. BGM ist der übergeordnete, systematische Rahmen: Es verbindet Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation und schließt auch Bereiche wie Arbeitsschutz und BEM ein. Diese Unterscheidung ist ein Kernthema der Weiterbildung.

Wie läuft die abschließende Projektarbeit ab?

Die Projektarbeit besteht aus der Entwicklung eines BGM-Konzepts für ein reales oder realitätsnahes Unternehmenszenario. Sie wird individuell betreut und bildet den inhaltlichen Abschluss der Weiterbildung. Das fertige Dokument kann als Arbeitsgrundlage im eigenen beruflichen Umfeld genutzt werden.

In welchem Format findet die Weiterbildung statt?

Die Weiterbildung läuft als Hybrid Learning in Vollzeit. Lehrkräfte sind in Echtzeit über Live-Online-Seminare und Videokonferenzen erreichbar; direkter Austausch und Fragen sind fester Bestandteil des Lehrkonzepts.