Gefahrgutfahrer Aufbaukurs Klasse 7 (ADR)
Aufbaukurs Klasse 7 für Gefahrgutfahrer:innen: Vorschriften, Kennzeichnung und sichere Beförderung radioaktiver Stoffe – acht Unterrichtseinheiten Theorie plus schriftliche IHK-Prüfung.
Auf einen Blick
Überblick
Der Aufbaukurs Klasse 7 (m/w/d) erweitert eine bestehende ADR-Schulungsbescheinigung gezielt um die Berechtigung zur Beförderung radioaktiver Stoffe. Radioaktive Güter zählen zu den sensibelsten Gefahrgutklassen im Straßenverkehr und unterliegen eigenen Vorschriften zu Kennzeichnung, Verpackung, Dokumentation und Verhalten im Zwischenfall, die über den allgemeinen ADR-Basiskurs hinausgehen. In acht Unterrichtseinheiten Theorie und einer abschließenden dreißigminütigen schriftlichen Prüfung erwerben Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer die spezifischen Kenntnisse, die für den sicheren und rechtskonformen Transport dieser Gefahrgutklasse erforderlich sind.
Zertifikat, Kursformate und Angebote im Marktvergleich
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
2
an 3 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
2
an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Teilnahmebestätigung + IHK-Eintrag Klasse 7
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Seminar2×
Zeitmodelle
- Vollzeit2×
Dauer im Markt
- bis 3 Tage1×
Gemeldete Preisgruppen
- bis 500 €2×
Häufige Kursorte
- Karlsruhe2×
Bundesländer
- Baden-Württemberg2×
Nächste erfasste Starttermine
- 29.09.2026 · 76185 KarlsruheSeminar · Vollzeit
- 29.09.2026 · 76185 KarlsruheSeminar · Vollzeit
Vermittelte Kompetenzen
- ADR-Vorschriften Klasse 7
- Kennzeichnung und Bezettelung
- Beförderungspapiere
- Umschließungen und Verpackung
- Verhalten nach Unfällen/Zwischenfällen
- Ladungssicherung
Zugeordnete Zielberufe
- Werkpolier/Werkpolierin - Tiefbau20.721 Stellen/12 Mon.
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen/12 Mon.
- Fachkraft für Hafenlogistik185 Stellen/12 Mon.
- Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Logistik/Bachelor Professional in Wirtschaft90 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 16 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block behandelt die rechtlichen Grundlagen und Gefahreigenschaften, die den Rahmen für alles Weitere bilden: Wer die besonderen Risiken radioaktiver Stoffe nicht einordnen kann, wird auch die nachfolgenden Vorschriften nicht sachgerecht anwenden.
- allgemeine ADR-Vorschriften mit Bezug auf Gefahrgutklasse 7
- spezifische Gefahreigenschaften radioaktiver Stoffe
- Einordnung von Klasse 7 im Vergleich zu anderen ADR-Gefahrgutklassen
- Grundprinzipien des Strahlenschutzes im Straßentransport
Der zweite Block behandelt Dokumentation und Kennzeichnung, die bei radioaktiven Stoffen besonders strengen Vorgaben unterliegen, damit Einsatzkräfte und Dritte im Ernstfall sofort erkennen, womit sie es zu tun haben.
- korrekte Führung von Beförderungspapieren für Klasse-7-Transporte
- vorschriftsmäßige Kennzeichnung und Bezettelung von Versandstücken und Fahrzeugen
- Einsatz orangefarbener Warntafeln nach ADR-Vorgaben
- Zusammenspiel von Dokumentation und Kennzeichnung im Kontrollfall
Der dritte Block widmet sich Fahrzeug, Umschließung und der praktischen Durchführung der Beförderung, also der Frage, wie ein Klasse-7-Transport konkret abläuft.
- geeignete Fahrzeug- und Beförderungsarten für radioaktive Stoffe
- fachgerechte Beurteilung von Umschließungen und Verpackungen
- vorgeschriebene Fahrzeugausrüstung für Klasse-7-Transporte
- praktische Durchführung der Beförderung unter Einhaltung aller Vorschriften
Der vierte Block behandelt Pflichten, Verantwortlichkeiten und das Verhalten nach Unfällen oder Zwischenfällen – der Teil des Kurses, der im Ernstfall über Sicherheit und Schadensbegrenzung entscheidet.
- Pflichten und Verantwortlichkeiten der am Transport beteiligten Personen
- mögliche Sanktionen bei Verstößen gegen die Gefahrgutvorschriften
- Sofortschritte nach Unfällen und Zwischenfällen mit radioaktiven Stoffen
- Meldewege und Zusammenarbeit mit Einsatzkräften im Ernstfall
Im Praxisteil werden die theoretischen Vorschriften auf konkrete Transportsituationen übertragen, damit die Inhalte nicht nur bekannt, sondern im Arbeitsalltag anwendbar sind.
- Prüfung eines Beispiel-Beförderungspapiers für einen Klasse-7-Transport auf Vollständigkeit
- korrekte Anbringung von Kennzeichnung, Bezettelung und orangefarbenen Tafeln an einem Beispielfahrzeug
- Beurteilung einer Beispielverpackung auf ihre Eignung für radioaktive Stoffe
- Kontrolle der vorgeschriebenen Fahrzeugausrüstung anhand einer Checkliste
- Durchspielen einer vollständigen Beförderung von der Beladung bis zur Ablieferung
- Einordnung eines simulierten Kontrollszenarios durch die Polizei oder das Gewerbeaufsichtsamt
- Erarbeitung angemessener Sofortschritte für ein simuliertes Unfallszenario
- Klärung von Melde- und Informationspflichten nach einem Zwischenfall
- Diskussion realer Fallbeispiele aus dem Gefahrguttransport
- Wiederholung der zentralen Vorschriften aus allen vier Themenblöcken
- Beantwortung von Verständnisfragen zu den acht Unterrichtseinheiten
- schriftliche Prüfung von dreißig Minuten Dauer zum Abschluss des Aufbaukurses
Der kompakte Zuschnitt des Aufbaukurses spiegelt, dass Klasse 7 ein spezialisiertes Zusatzmodul ist, das gezielt auf der bereits vorhandenen ADR-Basisqualifikation aufsetzt, statt Grundlagenwissen zu wiederholen.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.
- die allgemeinen ADR-Vorschriften für den Transport radioaktiver Stoffe anwenden
- die spezifischen Gefahreigenschaften radioaktiver Stoffe einordnen
- Beförderungspapiere und Begleitdokumente für Klasse-7-Transporte korrekt führen
- geeignete Fahrzeug- und Beförderungsarten für radioaktive Stoffe auswählen
- Umschließungen und Verpackungen für radioaktive Güter fachgerecht beurteilen
- die vorgeschriebene Fahrzeugausrüstung für Klasse-7-Transporte sicherstellen
- Kennzeichnung und Bezettelung von Fahrzeugen und Versandstücken korrekt anbringen
- orangefarbene Warntafeln vorschriftsmäßig einsetzen
- die Beförderung radioaktiver Stoffe unter Einhaltung aller Vorschriften durchführen
- Pflichten und Verantwortlichkeiten der beteiligten Personen bei Klasse-7-Transporten einordnen
- mögliche Sanktionen bei Verstößen gegen die Gefahrgutvorschriften einschätzen
- im Falle eines Unfalls oder Zwischenfalls angemessene Sofortschritte einleiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Aufbaukurs richtet sich an Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer, die ihre bestehende ADR-Qualifikation um die Berechtigung zur Beförderung radioaktiver Stoffe erweitern möchten.
- Berufskraftfahrer:innen mit ADR-Basisqualifikation, die Klasse-7-Transporte übernehmen möchten
- Gefahrgutfahrer:innen, die ihr Einsatzspektrum um radioaktive Stoffe erweitern wollen
- Fuhrunternehmen, die Fahrpersonal gezielt für spezialisierte Transportaufträge qualifizieren
- Fahrerinnen und Fahrer, die eine bestehende Zusatzqualifikation auffrischen möchten
- Disponentinnen und Disponenten in Speditionen, die die Anforderungen an Klasse-7-Transporte im eigenen Fuhrpark verlässlich einschätzen müssen
Voraussetzung ist eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung aus dem Basiskurs, da der Aufbaukurs ausschließlich die Klasse-7-spezifischen Inhalte vermittelt und keine allgemeinen ADR-Grundlagen wiederholt. Zusätzlich erforderlich sind deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift sowie eine gültige Fahrerlaubnis der entsprechenden Klasse.
Ablauf & Abschluss
Der Aufbaukurs findet als Seminar in Vollzeit statt und vermittelt die acht Unterrichtseinheiten Theorie kompakt und praxisnah, mit unmittelbarem Bezug zu realen Transportsituationen aus dem Fahralltag. Die schriftlichen IHK-Prüfungen finden je nach Kursstandort entweder direkt am letzten Seminartag statt oder werden nach eigenständiger Anmeldung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgelegt. Der straffe zeitliche Rahmen erfordert durchgehende Aufmerksamkeit, da die Inhalte nicht in mehreren Etappen, sondern gebündelt in kurzer Zeit vermittelt werden.
Der Aufbaukurs umfasst acht Unterrichtseinheiten Theorie und schließt mit einer schriftlichen Prüfung von dreißig Minuten Dauer ab. Dieser kompakte Zuschnitt ist typisch für ADR-Aufbaukurse, die gezielt eine einzelne Gefahrgutklasse ergänzen, statt eine vollständige Grundausbildung zu vermitteln.
Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung sowie den Eintrag der Klasse 7 in ihre bestehende ADR-Schulungsbescheinigung durch die zuständige Industrie- und Handelskammer. Damit ist die Berechtigung zur Beförderung radioaktiver Stoffe amtlich dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Radioaktive Stoffe zählen zu den am strengsten regulierten Transportgütern im Straßenverkehr, und entsprechend selten sind Fahrerinnen und Fahrer verfügbar, die diese Zusatzqualifikation mitbringen. Wer Klasse 7 in die eigene ADR-Schulungsbescheinigung aufnimmt, erschließt sich damit ein spezialisiertes und vergleichsweise knappes Einsatzfeld innerhalb des Gefahrguttransports. Für Fuhrunternehmen ist diese Zusatzqualifikation ihrer Fahrerinnen und Fahrer oft die Voraussetzung, um überhaupt Aufträge im Bereich radioaktiver Stoffe annehmen zu können – etwa für die Industrie, die Medizintechnik oder Forschungseinrichtungen, die auf zuverlässige Transportkapazitäten für solche Güter angewiesen sind. Wer als Fahrerin oder Fahrer über die Klasse-7-Berechtigung verfügt, wird für Disposition und Auftragsvergabe dadurch deutlich flexibler einsetzbar als Kolleginnen und Kollegen ohne diese Zusatzqualifikation. Da der Aufbaukurs kompakt und zielgerichtet auf die Klasse-7-spezifischen Inhalte zugeschnitten ist, lässt er sich ohne größere Unterbrechung des laufenden Fahrbetriebs absolvieren und ermöglicht einen vergleichsweise schnellen Zugang zu diesem spezialisierten Marktsegment. Für Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer, die ihr Tätigkeitsfeld über den allgemeinen Gefahrguttransport hinaus erweitern möchten, ist Klasse 7 damit eine der gezieltesten und zugleich planbarsten Zusatzqualifikationen innerhalb der ADR-Weiterbildung.
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Arbeitsmarkt-Report
Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Werkpolier/Werkpolierin - Tiefbau20.721 Stellen
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen
- Fachkraft für Hafenlogistik185 Stellen
- Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Logistik/Bachelor Professional in Wirtschaft90 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet den Aufbaukurs Klasse 7 vom ADR-Basiskurs?
Der Aufbaukurs setzt eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung aus dem Basiskurs voraus und vermittelt ausschließlich die Klasse-7-spezifischen Inhalte für radioaktive Stoffe, ohne allgemeine ADR-Grundlagen zu wiederholen.
Wie ist der Kurs aufgebaut?
Der Kurs umfasst acht Unterrichtseinheiten Theorie zu Vorschriften, Kennzeichnung, Beförderung und Verhalten im Zwischenfall und schließt mit einer schriftlichen Prüfung von dreißig Minuten Dauer ab.
Wo findet die Prüfung statt?
Je nach Kursstandort findet die schriftliche IHK-Prüfung direkt am letzten Seminartag statt oder wird nach eigenständiger Anmeldung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgelegt.
Welchen Nachweis erhalte ich nach bestandener Prüfung?
Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung sowie den Eintrag der Klasse 7 in Ihre bestehende ADR-Schulungsbescheinigung durch die zuständige Industrie- und Handelskammer.
Für wen lohnt sich diese Zusatzqualifikation?
Sie lohnt sich für Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer, die ihr Einsatzspektrum erweitern möchten, sowie für Fuhrunternehmen, die Aufträge im Bereich radioaktiver Stoffe für Industrie, Medizintechnik oder Forschung annehmen wollen.