Transport & Logistik
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Kraftfahrer-Weiterbildung Modul 2 (GV/PV)

Pflicht-Weiterbildungsmodul 2 für Berufskraftfahrer:innen im Güter- und Personenverkehr: EU-Sozialvorschriften, Lenk- und Ruhezeiten, Arbeitszeitgesetz und der korrekte Umgang mit dem digitalen Kontrollgerät.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Wie die übrigen Module der gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrer-Weiterbildung ist auch diese Schulung als kompaktes, in sich abgeschlossenes Modul konzipiert, das üblicherweise mehrere Zeitstunden umfasst und im Präsenzunterricht in Vollzeit absolviert wird. Da die gesamte… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs schließt mit einer Modulschulung ab, die als eines von mehreren Pflichtmodulen zur Erfüllung der gesetzlichen Weiterbildungsverpflichtung für Berufskraftfahrer:innen zählt und zur Verlängerung der Schlüsselzahl 95 beiträgt. Über die Teilnahme wird eine Bescheinigung ausgestellt, die… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Erforderlich sind deutsche Sprachkenntnisse sowie eine gültige Fahrerlaubnis für den Güterverkehr oder den Personenverkehr. Da es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung handelt, richtet sich das Modul an bereits im Beruf stehende Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer und setzt keine… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Die Kraftfahrer Weiterbildung Modulschulung 2 GV/PV vermittelt eines der Pflichtmodule, die alle Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer im gewerblichen Güter- und Personenverkehr regelmäßig absolvieren müssen, um ihre Weiterbildungspflicht zu erfüllen. Im Mittelpunkt stehen die EU-Sozialvorschriften: neue Verkehrsvorschriften, Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten, das Arbeitszeitgesetz und die Fahrpersonenverordnung sowie der korrekte Umgang mit dem digitalen Kontrollgerät. Diese Themen berühren unmittelbar den Arbeitsalltag am Steuer und entscheiden mit darüber, ob Kontrollen im Straßenverkehr ohne Beanstandung verlaufen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Block behandelt aktuelle Verkehrsvorschriften, die für den gewerblichen Güter- und Personenverkehr relevant sind und regelmäßig angepasst werden.

  • Überblick über neue und geänderte Verkehrsvorschriften
  • Bedeutung aktueller Vorschriften für den beruflichen Fahralltag
  • Einordnung nationaler Regelungen im Verhältnis zu EU-weiten Vorgaben
  • Auswirkungen von Vorschriftenänderungen auf bestehende Dispositionsroutinen

Der zweite Block bildet mit den EU-Sozialvorschriften zu Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten den fachlichen Schwerpunkt des Moduls, da Verstöße hier zu den häufigsten Beanstandungen bei Straßenkontrollen zählen.

  • Grundprinzipien der EU-Sozialvorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten
  • tägliche und wöchentliche Lenkzeitgrenzen
  • vorgeschriebene Fahrunterbrechungen und Ruhezeiten
  • Sonderregelungen und Ausnahmetatbestände im Überblick
  • Umgang mit unvorhergesehenen Verzögerungen wie Stau oder Grenzkontrollen

Der dritte Block überträgt diese Vorgaben auf das deutsche Arbeitszeitgesetz und die Fahrpersonenverordnung, die die europäischen Sozialvorschriften national konkretisieren.

  • Grundzüge des Arbeitszeitgesetzes für Berufskraftfahrer:innen
  • Zusammenspiel von Arbeitszeitgesetz und Fahrpersonenverordnung
  • Abgrenzung von Arbeitszeit, Lenkzeit und Bereitschaftszeit
  • praktische Auswirkungen auf die tägliche Tourenplanung
  • Dokumentationspflichten gegenüber dem Arbeitgeber und Kontrollbehörden

Der vierte Block behandelt den Umgang mit dem digitalen Kontrollgerät, mit dem sich die zuvor behandelten Vorschriften im Fahrzeug tatsächlich dokumentieren und nachweisen lassen.

  • korrekte Bedienung des digitalen Kontrollgeräts
  • Handhabung der Fahrerkarte im Arbeitsalltag
  • Dokumentation von Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten am Kontrollgerät
  • typische Bedienfehler und deren Vermeidung
  • Auslesen und Sichern der Kontrollgerätdaten für Nachweiszwecke

Im Praxisteil werden die Vorschriften auf realitätsnahe Fahrsituationen übertragen, damit die Teilnehmenden sie im Arbeitsalltag sicher anwenden können.

  • Berechnung zulässiger Lenkzeiten für eine Beispieltour
  • Planung vorgeschriebener Fahrunterbrechungen für eine mehrtägige Fahrt
  • korrekte Bedienung eines digitalen Kontrollgeräts in einer Übungssituation
  • Einlegen und Handhabung der Fahrerkarte
  • Nachvollziehen einer vollständigen Arbeitszeitdokumentation über mehrere Tage
  • Identifikation von Vorschriftenverstößen in einem Beispiel-Kontrollgerätprotokoll
  • Einordnung eines simulierten Kontrollszenarios durch die Polizei
  • Diskussion von Konsequenzen bei festgestellten Verstößen
  • Anpassung einer Tourenplanung an geltende Lenk- und Ruhezeiten
  • Klärung von Sonderfällen wie Staus oder kurzfristigen Tourenänderungen
  • Wiederholung der zentralen Vorschriften aus allen vier Themenblöcken
  • Abschlussübung: vollständige, vorschriftskonforme Planung einer mehrtägigen Beispieltour

Als eines von mehreren Pflichtmodulen der gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrer-Weiterbildung konzentriert sich diese Schulung bewusst auf die Sozialvorschriften, während andere Module weitere Pflichtthemen abdecken.

Lernziele:

Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.

  • aktuelle Verkehrsvorschriften mit Relevanz für den gewerblichen Güter- und Personenverkehr einordnen
  • die EU-Sozialvorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten korrekt anwenden
  • gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten und Fahrunterbrechungen einhalten
  • Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes auf die eigene Tätigkeit übertragen
  • die Fahrpersonenverordnung im Zusammenspiel mit dem Arbeitszeitgesetz einordnen
  • das digitale Kontrollgerät korrekt bedienen und Fahrerkarten sachgerecht handhaben
  • Lenk- und Ruhezeiten am digitalen Kontrollgerät nachvollziehbar dokumentieren
  • typische Fehler bei der Handhabung des Kontrollgeräts vermeiden
  • Kontrollsituationen im Straßenverkehr sicher und regelkonform bewältigen
  • Konsequenzen von Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten einschätzen
  • die eigene Tagesplanung an gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten anpassen
  • Änderungen der EU-Sozialvorschriften in die eigene Fahrpraxis einordnen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Modulschulung richtet sich an alle Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer im gewerblichen Güter- und Personenverkehr, für die eine gesetzliche Weiterbildungsverpflichtung besteht.

  • Berufskraftfahrer:innen im gewerblichen Güterverkehr mit Weiterbildungspflicht
  • Berufskraftfahrer:innen im gewerblichen Personenverkehr mit Weiterbildungspflicht
  • Fahrpersonal, das seine Schlüsselzahl 95 fristgerecht erneuern muss
  • Fuhrunternehmen, die ihr Fahrpersonal gesetzeskonform weiterqualifizieren
  • Disponentinnen und Disponenten, die Touren unter Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten planen müssen
Voraussetzungen:

Erforderlich sind deutsche Sprachkenntnisse sowie eine gültige Fahrerlaubnis für den Güterverkehr oder den Personenverkehr. Da es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung handelt, richtet sich das Modul an bereits im Beruf stehende Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer und setzt keine weiteren fachlichen Vorkenntnisse voraus, auch wenn praktische Fahrerfahrung das Einordnen der behandelten Vorschriften in den eigenen Arbeitsalltag erleichtert.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die Modulschulung findet im Präsenzunterricht in Vollzeit statt und vermittelt die vorgeschriebenen Inhalte kompakt und praxisnah mit direktem Bezug zum Fahralltag. Theoretische Vorschriften werden unmittelbar an Beispieltouren und Kontrollgerät-Übungen veranschaulicht, damit die Teilnehmenden sie im eigenen Arbeitsalltag sicher anwenden können.

Wie die übrigen Module der gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrer-Weiterbildung ist auch diese Schulung als kompaktes, in sich abgeschlossenes Modul konzipiert, das üblicherweise mehrere Zeitstunden umfasst und im Präsenzunterricht in Vollzeit absolviert wird. Da die gesamte Weiterbildungspflicht aus mehreren solcher Module besteht, die innerhalb eines fünfjährigen Zyklus vollständig absolviert werden müssen, lässt sich dieses Modul in der Regel gut in eine bestehende Tourenplanung integrieren, ohne den Fahrbetrieb über mehrere Tage zu unterbrechen.

Der Kurs schließt mit einer Modulschulung ab, die als eines von mehreren Pflichtmodulen zur Erfüllung der gesetzlichen Weiterbildungsverpflichtung für Berufskraftfahrer:innen zählt und zur Verlängerung der Schlüsselzahl 95 beiträgt. Über die Teilnahme wird eine Bescheinigung ausgestellt, die gegenüber Arbeitgebenden und Kontrollbehörden als Nachweis der absolvierten Weiterbildungseinheit dient.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Wer die EU-Sozialvorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sicher beherrscht und das digitale Kontrollgerät korrekt bedient, reduziert das Risiko von Beanstandungen bei Straßenkontrollen erheblich – ein direkter Vorteil sowohl für die eigene berufliche Sicherheit als auch für das beschäftigende Fuhrunternehmen, das für Verstöße seines Fahrpersonals mithaften kann. Da diese Modulschulung gesetzlich vorgeschrieben ist, sichert sie zugleich die weitere Fahrberechtigung im gewerblichen Verkehr: Ohne die fristgerechte Absolvierung aller Pflichtmodule verliert die Schlüsselzahl 95 ihre Gültigkeit, was einer beruflichen Fahrsperre gleichkommt. Fuhrunternehmen wiederum benötigen lückenlos weitergebildetes Fahrpersonal, um Aufträge im gewerblichen Güter- und Personenverkehr überhaupt annehmen zu können, wodurch Kraftfahrer:innen mit vollständig erfüllter Weiterbildungspflicht am Arbeitsmarkt planbarer einsetzbar bleiben. Über die reine Pflichterfüllung hinaus schärft der Kurs das Bewusstsein für die eigene Tourenplanung: Wer Lenk- und Ruhezeiten von vornherein realistisch einplant, vermeidet Zeitdruck und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr. Ein sicherer Umgang mit dem digitalen Kontrollgerät erleichtert zudem den Nachweis der eigenen Arbeitszeiten gegenüber dem Arbeitgeber und schützt im Streitfall vor unberechtigten Vorwürfen zu angeblichen Vorschriftenverstößen.

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Berufskraftfahrer/in
  • LKW-Fahrer/in

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  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer muss dieses Modul absolvieren?

Alle Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer im gewerblichen Güter- oder Personenverkehr mit gesetzlicher Weiterbildungsverpflichtung müssen dieses und weitere Pflichtmodule regelmäßig absolvieren, um die Schlüsselzahl 95 zu erhalten.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt von Modul 2?

Der Schwerpunkt liegt auf den EU-Sozialvorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten, dem Arbeitszeitgesetz, der Fahrpersonenverordnung und dem korrekten Umgang mit dem digitalen Kontrollgerät.

Welche Vorkenntnisse benötige ich?

Erforderlich sind deutsche Sprachkenntnisse sowie eine gültige Fahrerlaubnis für den Güter- oder Personenverkehr. Weitere fachliche Vorkenntnisse sind nicht nötig, da sich das Modul an bereits im Beruf stehende Kraftfahrer:innen richtet.

Was passiert, wenn ich die Pflichtmodule nicht rechtzeitig absolviere?

Ohne die fristgerechte Absolvierung aller vorgeschriebenen Module verliert die Schlüsselzahl 95 ihre Gültigkeit, was einer Fahrsperre im gewerblichen Güter- und Personenverkehr gleichkommt.

In welcher Form findet die Schulung statt?

Die Modulschulung findet im Präsenzunterricht in Vollzeit statt und vermittelt die vorgeschriebenen Inhalte kompakt mit direktem Bezug zu Beispieltouren und Übungen am digitalen Kontrollgerät.